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 Betreff des Beitrags: Siebenwind Kurier - Ausgabe 1
BeitragVerfasst: 16.11.15, 21:00 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 22.05.09, 17:45
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Versteckter Inhalt bzw. Spoiler :
Diese Ausgabe des Siebenwind Kuriers findet man ausgehängt recht zentral in Falkensee und Brandenstein. Zudem sind einige weitere Exemplare im Umlauf auf der Insel, hier und dort*

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Ausgabe 1 - Seker 26 n.H.

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1. Die Wahl des Kanzlers


Wie sicherlich inselweit bekannt ist, wünscht der Baron abzureisen und an seiner Statt einen Kanzler als Vertreter hierzulassen, der von den Vogten und Vertretern der Insel zu wählen war. Anders als von uns allen gedacht, die wir keinen Einblick in die Ränkespiele der hohen Politik auf dieser Insel haben, gelang es Toran Dur, dem vermeintlichen Favoriten der ganzen Insel, nicht die meisten Stimmen auf sich zu vereinen. Stattdessen erwählten die Vögte den grauen Novizen Erynnion Comari zum zukünftigen Kanzler auf Siebenwind.

Toran Dur dagegen wurde das Amt des Vizekanzlers angetragen, schlug es aber vor den versammelten Soldaten seines Lehensbanners aus. Die gesamte Wahl fand geheim statt und in den allerhöchsten Rängen der Insel, sodass nur spekuliert werden kann, warum nicht der weitbekannte und verdiente Marschall zum Kanzler gemacht wurde. Vielleicht hängt ihm immer noch nach, dass er im Dienste des Winterdämons fast einige Streiter des Lichts in Aschehäufchen verwandelte? Viele sagen, von ihm hätte man entgegen seines Willens Besitz genommen, doch andere munkeln, er wäre damals einen Pakt eingegangen. Oder sind es seine Herkunft aus der Gosse der Insel oder Gerede darüber, dass er abhängig von Nachtschatten ist? Ist etwas am Vorwurf, dass er in Wahrheit ein verlogener Strippenzieher im Hintergrund ist, der eine lästerliche graue Position des Ausgleichs zwischen Licht und Dunkel vertritt? Was musste er wirklich versprechen, um aus den Klauen der Diener des Einen in Finsterwangen zu entkommen, als sie ihn nach dem Angriff aufs Kastell im Süden der Insel verschleppt hatten?

Oder enthielten Toran Dur einige der Vögte nur die Stimme, weil er nicht Erynnion Comari ist? Keiner, der erst seit wenigen Monden auf der Insel weiß und bisher nur einen geringen Rang bekleidet? Niemand, der bereits seit Jahren mit dem Anführen vertraut ist und beabsichtigt, weiter ein Anführer zu sein, ob nun für die Insel, den Rat der Vögte oder das Lehensbanner? Erschien den Vögten da vielleicht ein gemeiner Novize nicht die bessere Wahl zum Kanzler, um aus diesem keinen Anführer sondern vielmehr einen Gleichen unter Gleichen zu machen, dessen Ohr viel offener für ihren Rat, ihre Sorgen, ihre Wünsche und Nöte ist?

Ein Vizekanlzer muss nun dennoch neu gewählt werden, wird dies jemand aus den Reihen der bisherigen Kandidaten sein, vielleicht der Hochmagier Comari? Oder wird der neue Kanzler einen geringen Diener der Vitama zu seiner rechten Hand machen, damit die Insel von zwei Novizen angeführt wird, die erst seit kurzem hier verweilen? Sobald der neue Kanzler seine Ministrialien ausgewählt hat, wird der Kurier über diese Personen weiter berichten.


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2. Erwählung eines Erzgeweihten Astraels


Am Wall geschah in der Zeit zwischen all den ungeordneten Angriffen und Kämpfen so scheint es ein unabstreitbares Wunder Astraels. Der ehrwürdige Diener des Einäugigen Guntram Sonnacker wurde von einem grellem Blitz getroffen, doch anstatt zu Boden zu fallen, vermochten die Umstehenden undeutlich die Erscheinung von gefederten Flügeln um den Mann zu erkennen.

Die Kirche der Viere erkennt wohl dies als Zeichen des rätselhaften Astraels an, dass er diesen seiner Diener zu noch höherem berufen hat, und verkündet die Ernennung von Guntram Sonnacker, auch bekannt als Custodias, zum Erzgeweihten des Astraels auf Siebenwind. Üble Nachrede scheint aber das Gerücht zu sein, hier hätte sich ein grauer Novize mit dem Wirken einer Illusion eine Wahlstimme erkauft, denn der neuen Eminenz verblieb ein unübersehbares Zeichen seiner Erwähltheit durch den Einäugigen: Seine Augen wurden ersetzt durch Kugeln wie aus flüssigem Silber, erfüllt von einem wundersamen Glühen. Der Kurier freut sich auf die gewiss bald anstehenden Feierlichkeiten für dieses Zeichen Astraels in jener schweren Zeit, in der jeder Ratschlag durch seine Auserwählten gewiss gern gesehen ist.


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3. Vereidigung des Banners


Am 15. Seker traf sich das Lehensbanner zur Vereidigung auf den neuen Lehenskanzler. Anders als erwartet kam es zu keinem Zwist, auch Marschall Toran Dur leistete seinen Eid ohne jedes Zögern, obwohl er vor kurzem noch das Amt des Vizekanzlers ausgeschlagen hatte. Folgender Eid wurde von den Soldaten geleistet:

"Ich schwöre bei den Viergöttern und ihren Geboten, meinem König zu dienen, meinen Baron und sein Volk zu schützen, mein Lehen und dessen Verwalter zu unterstützen und dem Wort des Kanzlers und seiner Vertreter zu folgen. Ich schwöre vor meinen Kameraden, im Angesicht des Feindes Stärke zu zeigen, vor der Dunkelheit nicht zu weichen, die Ehre des Banners hoch zu halten, und das Erbe jener zu bewahren, die für den Dienst ihr Leben gaben."


Allein ein Nortrave vermochte diesen Eid nicht zu erneuern, doch wurde er vorerst deshalb nicht aus dem Lehensbanner entlassen. Die Hohen des Lehens müssen sich wohl beraten, wie ihr neuer Eid auch von Nortraven, die die Viere nicht als ihre Götter ansehen, von einigen Elfen, die garkeine Götter kennen oder von Zwergen, die von den Vieren am Ende doch nur Bellum verehren, geleistet werden kann. Gewiss ist, dass all diese Völker in der Vergangenheit bewiesen haben, dass sie in der Lage sind, Recht von Unrecht zu unterscheiden als auch sich für das Gute und nicht das Böse zu entscheiden.


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4. Angriffe am Wall


Nachdem das Lehensbanner die Belagerung von Falkensee gebrochen hatte, ohne allzu große Verluste zu erleiden, griffen zum ersten Mal auch die Truppen des Expeditionskorps auf der Insel ein. Im Handstreich wurde der Falkenwall genommen, an dem bis dahin die Cortaner die Stellung hielten, jedoch weiterhin Abenteurer und Glücksjäger passieren ließen. Doch nach ihrem gescheiterten Angriff auf Falkensee und der Schlacht in ihrem Kastell, wo unzählige Cortaner den Tod fanden, ohne auch nur einen Streiter der Insel mit ins Grab zu nehmen, war der Wall bereits seit Langem nur sehr schwach verteidigt.

Am Wall schlug das Expeditionskorps samt den Truppen der vereinten Insel ein gemeinsames Zeltlager auf und inzwischen wurden auch Belagerungswaffen herangeschafft. Die Tore zum Ödland bleiben nun jedoch meist verschlossen, denn die Übergriffe des Feindes sind sehr zahlreicher geworden. Es scheint als hätten neue Feinde die Lücken in den Reihen der Cortaner geschlossen, denn nun werfen sie nun gar Paktierer, mächtige böse Geister und dämonische Erscheinungen in die Schlacht.

Eine solche Gestalt, in dunkle Robe gehüllt, führte den ersten Angriff auf den Wall. Diese Gestalt mit der Stimme einer jungen Frau konnte weder von magischen Flammen noch von Blitzen berührt werden, eine solch unnatürliche böse Macht wohnt ihr inne. Doch noch beängstigender ist, dass diese Gestalt die Namen und Art der tapferen Verteidiger am Wall doch zu gut zu kennen schien, hat vielleicht diese junge Frau noch vor Wochen, Monaten oder gar Jahren unerkannt unter uns gewandelt? Der Angriff konnte abgewehrt werden, indem die Brücke zum Ödland in Brand gesetzt wurde, doch anstatt sich zurückzuziehen, drang der Feind vom Rücken in das Lager ein, schlug unter anderem dem anwesenden Magier des Expeditionskorps nieder und verschwand, ehe sich die Verteidiger neu organisieren konnten. Bei dem Angriff kam nur ein Soldat des Korps um, ansonsten waren keine Verluste zu verzeichnen.

Ein zweiter Paktierer, der sich selbst wohl Schlächter rief, hatte derweil den Nordturm des Walls besetzt gehalten. Das Lehensbanner machte sich am nächsten Tag auf, den Turm zurückzuerobern, doch wurden die Truppen dabei getrennt. Während ein Teil das innere des Turms und den Keller von Feinden säuberte, musste sich der zweite Teil dem Schlächter stellen. Jener führte eine blutige schwere Axt und sein Oberkörper war nackt und ungerüstet. Doch jeder Hieb schien ihn nurnoch rasender und stärker zu machen und aus seinem Blut und dem Blut der Soldaten formten sich fürchterliche Elementare, die ihren Meister zu beschützen suchten. Als der Schlächter langsam niedergerungen wurde, erschien eine große Blutbestie, bei deren Anblick er sich sogleich erschlagen ließ, vermutlich der böse Geist, an den er seinen Körper und seine Seele gebunden hatte. Einer anwesenden Priesterin der Xan gelang es, diesen bösen Geist durch die Diener ihrer Herrin in Stücke zu reissen. Der Leichnam des Schlächters ging später von selbst in Flammen auf, als ein Banngebet über ihm gesprochen wurde.


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5. Gedicht zur Kanzlerwahl



Zwischen Baum und Borke steht der Richter nun,
fragt sich innständig, was kann er nur tun?
Wer würde denn einen guten Kanzler machen?
Wer würde auf der Insel Begeisterung entfachen?

Der Alte, der Weise, der Schlaue, der Graue?
Aber schüttelte der nicht Winters teuflische Klaue?
Verkauft hat er seine Seele zwar mehrfach schon,
vertraut ihm aber doch immernoch der Herr Baron.

Vielleicht wär Brandensteins Dame die bessere Wahl,
kennt sie doch des Regierens Pein und Qual.
Einige Dämonenbalge hat sie zwar schon geboren,
aber später immer doch auf die Viere geschworen.

Wer ist denn nun jetzt die bessere Wahl,
ach mit dem Entscheiden ists schon ne Qual.
Hat nicht jeder von uns Schuld auf sich geladen?
Diese Insel kennt nun wirklich kaum Musterknaben.

Und, dann plötzlich eine Lösung, welch Geistesblitz,
Eine freie Wahl, jeder geladen, was für ein Witz!
Soll doch der Pöbel über den Kanzler entscheiden,
denn er muss ja auch am Ende drunter leiden!


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6. Schwarzes Fest in Kairodun


Während feige Schreiber sich gerademal dazu aufraten, die Vereidigung des Lehensbanners auf den neuen Kanzler aufzusuchen, habe ich mich, ich tapferer Schreiberling, gewagt, einem ganz und gar gefährlicherem Spektakel beizuwohnen. Denn am 15. Seker wollte auch das düstere Kairodun ein Fest feiern, wie in manch Unheil verkündetem Schrieb auf der Insel kundgetan wurde. Und auch wenn die Gefahr von fallendem Meteorregen dort weitaus geringer war, als bei der Vereidigung, so drohte mir doch der Verlust meiner Seele, der Verlust meines Kopfes, der Verlust meines Blutes und der Verlust meines Verstands.

Und dennoch begab ich mich zu diesem düsteren Fest, dass den Bund zwischen dem Reich des Einen und dem Reich Cortans feiern sollte. Und welch schreckliche Dinge ich erblickte, ich traue mich fast nicht, sie zu Papier zu bringen. Ich warne ausdrücklich alle frommen Eltern, diese Ausgabe des Botens ja nicht in die klebrigen Hände ihrer Kinder gelangen zu lassen!

Und ich sah verfaulende Leichnahme in edle durchsichtige knappe Kleider gewandt tanzen wie endophalische Dirnen. Und ich sah Augäpfel zu hohen Haufen aufgetürmt, manche in Honig getränkt, andere mit Zucker bestäubt. Drei vermummte Gestalten sah ich das Blut einer Schlange über eine Schale getrockneten Nachtschattens vergießend und dann ihre Pfeifen stopfend. Vier düstere Krieger in Nachtschwarzer Rüstung sah ich das Blut frisch geopferter Tauben die Kehlen herunterstürzend. Fünf schwarze Magier drehten den aufgespießten Leib eines Menschen über einem Kohlefeuer und bestrichen ihr eckelerregendes Mahl mit Butter, mit Honig, mit Öl, doch auch mit ihrer eigenen Spucke, ihren eigenen Fäkalien und ihrem eigenen Urin!

Und auch sah ich eine kümmerliche jämmerliche Gestalt in Grau, erst vermutete ich, es sei ein armer Gefangener oder ein Unglücklicher wie ich, den das Schicksal zu dieser schwarzen und üblen Feier verschlagen hatte. So setzte ich mich zu jener Gestalt und versuche ihr Mut zuzusprechen, die üblen Anblicke zu ertragen und nicht zu verzagen. Doch die Gestalt sprach zu mir: "Ich bin der Graf Nahar dieser düsteren Festung, dies ist mein Fest zu Ehren meiner Herrschaft! Seht sie euch an, all die Lügner, all die Veräter. Alles Spione, die gesandt wurden, um mich und mein Reich auszukundschaften! Schaut sie euch an, wie sie versuchen, sich gegenseitig in ihrer abstoßenden Perversion zu übertreffen! Ist das nicht ein wunderbares Schauspiel, guter Schreiberling?" Und dann lachte die graue Gestalt laut auf, so laut, dass mir die Ohren hallten, jeder weitere Gedanke in meinem Kopf getilgt wurde und ich das Bewusstsein gänzlich verlor und mich im nächsten Moment in meinem warmen Bette zurück in Falkensee wiederfand.


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7. Sieg über die Belagerung um Falkensee


Immer auffälliger wird es, welch dunkle Umtriebe im Geheimen in den Lagern von Cortan geschehen. Inzwischen erwecken die Cortaner offen Untote und dämonische Wesen, um ihre Reihen zu schließen, die im Kastell so sehr vom siegreichen Lehensbanner ausgedünnt wurden. Mit der Hilfe dieser unheiligen Geschöpfte versuchte Cortan die Stadt Falkensee einzukesseln und errichtete Feldlager im Norden und Süden der Mauern.

Am vierten Carmar versammelte sich das neu vereinte Lehensbanner unter Führung der Hauptmänner Comari, Dur und Altor und eine stattliche Zahl an freien Kempen, um den Griff der Cortaner um die Stadt zu zerschlagen. So zog der stattliche Trupp von mindestens 30 Kriegern aus dem Südtor Falkensees gegen das Feldlager der Cortaner. Ein paar überraschte Nekromanten und Beschwörer wurden schnell erschlagen, den Vieren sei Dank scheint Cortan noch recht ungeübt in der schwarzen Magie, denn ihre Wesen waren kein großes Hinderniss.

Schlußendlich wurde das alte Nortravenlager gestürmt, in dem sich einige der Söldner aus dem Bund der Klinge verschanzt hatten. Besonders der Zwerg Arthax Stahlauge tat sich dabei hervor und schlug mit einem einzigen kräftigem Hieb einem Nekromantem den Kopf ab. Doch kam es auch fast zu einer Tragödie bei dem Sturm auf das Lager, denn der inselweitbekannte Held Parol Backstein wurde von den Cortanern als Geisel genommen.

Obwohl Hauptmann Altor und Hauptmann Dur den Cortanern Milde versprachen, sollten sie die Waffen niederlegen, versuchte sich der Hauptmann Comari keinen Moment in Verhandlungen mit dem überlebenem Cortaner, der dem Helden Parol eine Klinge an die Kehle hielt. Stattdessen warf der Magier dem Cortaner ohne Zögern einen Klinge purer Magie entgegen, der die arme Geisel nur knapp verfehlte. Noch schlimmer, zwar trennte dieser Zauber dem Cortaner den Arm ab, doch nicht ohne dass er Parol Backstein die Kehle glatt durchtrennte!

Nur der Hilfe der anwesenden Heiler, darunter die Xanpriesterin Nithavela und eine wunderschönen blonden Magierin, war es zu verdanken, dass der inselbekannte Held nicht im Lager der geschlagenen Cortaner verblutete, sondern ins Hospiz gebracht werden konnte. Alle Befestigungen im Süden Falkensees wurden den Flammen übergeben und in den nächsten Tagen soll zu Angriff auf den Norden gerufen werden.

Doch bleibt die Frage, wie es wirklich um die Cortaner steht. Es ist doch sehr fraglich, dass das gesamte Reich Cortan samt der ganzen Bürgerschaft in Wahrheit dem Einen folgt, vom kleinstem Bauern bis zum selbsternannten König. Ist die gesamte Expedition des falschen Reiches dem Unglauben angefallen? Oder stehen die armen Streiter Cortans unter einem üblen Bann und nur die höchste Führung folgt dem Ungenannten bei klarem Verstand, wie es beim Kult der Winzerin war? Und wie steht es auf dem Festland, wie tief steckt der Stachel der Ketzerei in den Reihen des falschen Reiches?

Einen Hinweis kann vielleicht folgendes Fragment geben, dass in den verkohlten Überresten des Söldnerlagers gefunden wurde:

Hiermit erkläre ich, ________________, treuer Söldner im Dienste des Bundes der Klinge, dass ich an mein Banner die Verfügung über meinen Körper nach meinem Tod verkaufe. Erst sobald ich unwiderbringlich die Pforte zu Morsans Sphäre durschritten habe und nachdem mein Körper fünfmal fünf Stunden kalt und reglos dalag, soll das Eigentum über meinen Leichnahm an den Bund übergehen. Denn dann bin ich frei von jeder Bindung an meinen Körper, und so soll es meine Seele nicht berühren, was mit dem totem Fleisch geschehe, dass ihm eins als Gefäß diente. So befreie ich den Bund der Klinge von jeder Pflicht, mir ein Grab zu schaufeln und meinen Leichnahm zu bestatten, denn als wahrer Söldner hinterlasse ich keine Familie außer meinem Banner und keine Frau und keine Kinder werden Trost an meinem Grabe suchen, auch wenn ich mir viele Weiber nahm und unzählige Kinder zeugte, mögen die Götter wissen, wieviele. Für jene Erklärung, die dem Bund der Klinge freie Handhabe über meinen Leichnahm erlaubt, ist mir ich eine stattliche Summe Dukaten, zehntausend an der Zahl, auszuzahlen, deren Erhalt ich auf diesem Schrieb bestätigen werde.


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8. Was die Straße derzeit spricht


Zum neuen Lehensrichter
"Unser Lehen spart sich sicher viel Geld und Zeit, wenn wir uns das ganze Getue mit Gerichten ersparen und die Verbrecher einfach abfackeln." - Bauer Wendrich
"Ich bin in großer Sorge, ich glaube, der ist eine schlechte Wahl." - Zwerg Dwargosch, fahrender Händler für Stricke, Fesseln, Eisengitter und Henkersäxte
"Ohoh, das ist der neue Lehensrichter? Ich wette, der sieht gut in einer schwarzen Robe aus!" - Hafendirne Rosenmund

Zur neuen Lehenskämmerin:
"Ich weiss, sie ist bestens geeignet, so fromm, so hübsch, so schlau. Sogar göttergefällig rechnet sie, überspringt immer die Zahl nach der Vier." - Magd Wielunde
"Oh, eine gute Wahl. Sie kennt sich sowohl mit Seidenkleidern als auch schweren Zweihändern aus, das ist selten. Zumindest bei Weibern, über so so einen bestimmten Soldaten, da könnte ich euch Geschichten erzählen..." - Ein ungenannter Torwächter Falkensees

Zum neuen Kanzler:
"Endlich Zeit, dass jemand mal aufräumt mit der alten Garde. Es ist Zeit für neue Besen!" - Besenverkäufer Huns
"Oh, verkennt einen Novizen nicht. Bereits ein Novize muss unglaublich schlau sein, weiss soviel mehr als der gemeine Bürger und hat Einblick darin, was die Welt im Innersten zusammenhält!" - Tiberian Rotbart, Novize seit 8 Jahren
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Zum Schluss: In eigener Sache


Der Kurier wurde neu auf Siebenwind ins Leben gerufen und findet sich derzeit in den alten Redaktionsräumen des Siebenwind Boten in Falkensee über der Taverne zum silbernen Falken. Vieles ist noch neu, vieles ist noch nicht entschieden und ebenso wie unser neuer Kanzler und seine Dienerschaft muss auch der Kurier noch zu sich selbst finden. Jede Mithilfe ist herzlich gern gesehen, ob nun als feste Schreiber für den Kurier oder in Form einzelner Zuschriften. Derzeit besteht die Redaktion aus Enoah Adorne, der auch die Leitung des Kuriers inne hat, und einem ungenannten tapferem Schreiberling, der von einem Abenteurer ins nächste stolpert und zudem eine Vorliebe für schiefe Spottverse hat.


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