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 Betreff des Beitrags: Siebenwind Kurier - Ausgabe 3
BeitragVerfasst: 3.02.16, 19:57 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 22.05.09, 17:45
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Versteckter Inhalt bzw. Spoiler :
Diese Ausgabe des Siebenwind Kuriers findet man ausgehängt recht zentral in Falkensee und Brandenstein. Zudem sind einige weitere Exemplare im Umlauf auf der Insel, hier und dort*

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Ausgabe 3 - Onar 27 n.H.

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1. Der Fall Falkensees und der Beginn eines Friedens?


Nach all den Niederlagen vor dem Dunkeltief, dem Verlust des Walls, der Burg Morgenthau und des Elementarherrenklosters, fiel schließlich zum Dunkeltief die einstige Hauptstadt der Baronie Siebenwind, das stolze Falkensee. Eine Horde von Dämonen, von Untoten, von Hexern und düsteren Kriegern jagdte die Verteidiger bereits am ersten Tag in den Tempel und brachte die Stadt in ihre Gewalt. Tagelang so heißt es, schleuderten Katapulte ihre Geschosse in den Tempeln, wurden finstere Messen vor den marmornen Mauern gehalten und ohne Unterlass der Schild angegriffen, den der Viere Werk und das Tun dreier Erzmagier über den Tempel spannten.

Aber schließlich fiel der Tempel doch, längst hatten sich die letzten Verteidiger zurückgezogen, hatten die Reliquien aus den Schreinen nach Brandenstein gerettet und das Tempelhaus, selbst das Hospiz und die Bibliothek komplett ausgeräumt, als der Schild brach. Doch anstatt dass das das Gelände gestürmt wurde, scheint es, hat der Kommandant der Cortaner dem Treiben Einhalt geboten und so stehen die marmornen Mauern auch bis heute unberührt, noch scheint das Gelände unberührt, doch der Segen der Viere ist mit den letzten Verteidigern und den Reliquien nach Brandenstein gegangen.

Es scheint, als hätte der Kommandant der Cortaner, ein Mann namens Tessan Valdeforth, großen Einfluss auf die Streiter aus Kairodun und so wurde die Stadt nicht besetzt, so wurde dort weder das Banner des Namenlosen noch das Banner Cortans gehisst, sondern der Baronie Siebenwind ein Friedensvertrag angeboten, nach dem Falkensee eine freie Stadt werden wollt, verwaltet vom bisherigen Vogt Kadir Jal Mahas. Doch die Forderungen für diesen Frieden, die dem Rest der Insel und auch der Stadt Falkensee aufgezwungen werden sollen, gehen noch weiter: Fortan soll keiner mehr ob seines Glaubens in Falkensee Strafe erhalten, fortan sollen dort Schreine aller Götter errichtet werden dürfen und jeder soll dort zu jedem beten dürfen. Frei sollen jene aus Kairodun in Falkensee ein und ausgehen dürfen, frei aber auch alle Bürger der Baronie Siebenwind sich in Falkensee bewegen, solange sie sich an alle Gesetze halten. Wenig ist bekannt, wie weit Cortan oder Kairodun noch Einfluss auf die Stadt haben soll, welche Forderungen sie dem Vogt noch aufzwingen wollen, geschieht die Proklamation von Falkensee zu einer freien Stadt doch sicher nicht ohne Hintergedanken. Vermutlich ist es mehr in ihrem Interesse, in Falkensee Zugriff auf einen florierenden Handel und einen wohlhabenden Markt zu haben, als selbst eine Stadt besetzen zu müssen, aus der ihr alle Bürger fliehen würden.




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2. Der Fall des alten Kanzlers, der Aufstieg alter Bekannter


Die tiefe Niederlage des Dunkeltiefs hat den alten Kanzler Comari in Ungnade fallen lassen, er wurde seines Amtes enthoben. Noch vor einem Monat hatte er erfolgreich seinen größten Konkurrenten, den Magus Toran Dur, aller Ämter enthoben und ins Abseits geschoben und so schien Stellung gefestigt und sein Anspruch fest mit dem Wohlwollen der Vögte hinter ihm. Doch der Fall der Burg Morgenthau und das Zaudern und Zögern die Verteidiger in Falkensee während des Dunkeltiefs zu unterstützen, schlugen tiefe Wunden in das Vertrauen der Vögte und der Kirche in diesen Kanzler. Auch heißt es inzwischen, dass ihm die Verschwendung wertvoller Gelder vorgeworfen wird, die das Banner und die Baronie nun nach dem Verlust Falkensees bitter nötig hätte.

Toran Dur wurde zum neuen Kanzler gewählt, jener alte Bekannte, der eben noch in Ungnade gefallen war. Auch der restliche Hofstaat Comaris scheint vom Erdboden verschluckt, sein Bruder als Lehensrichter nicht auffindbar, Ersatz wird bereits gesucht und seine Schwägerin, eben noch Vizekanzlerin und Hoffnung des schwächelnden Lehensbanners, verschwunden. Toran Dur erwählte die Marnie Ruatha zu seiner Vizekanzlerin und damit bestimmen zwei alte Bekannte nun über das Wohl und das Gedeih der Baronie Siebenwind.

Doch die ersten Tage im Amt des Kanzler sollten kein Grund zu Feier werden, sondern Tage schwerwiegender Entscheidungen. Cortan war siegreich aus dem Dunkeltief hervor getreten, die Truppen und Offiziere des Expeditionskorps hatten noch mehr Blut vergossen und nurnoch Isabella von Reinlicht war noch übrig. Falkensee war gefallen und fest in der Hand der Cortaner und Kairoduns, das Elementarkloster war erobert worden und weiter standen die Piraten am Schlachtenpass. Toran Dur war nach dem Dunkeltief zum ehemals Undenkbaren gezwungen: Frieden zu schließen mit den Cortanern, die sich gegen Hilgorads Anspruch auf den Thron auflehnen und den Kampf auf der Insel Siebenwind ruhen zu lassen. Frieden zu schließen auch mit Kairodun, dem Lehen jener, die dem Einen verfallen sind, noch undenkbarer vor dem Dunkeltief und ihre Forderungen anzuhören. Frieden zu schließen und Falkensee aufzugeben, die Hauptstadt der Baronie und Herz der Insel, jede Hoffnung auf den Wiederaufbau des dortigen Tempels zu begraben. Wird Toran Dur als der Kanzler Siebenwinds in die Geschichte eingehen, der den Kampf aufgegeben hat, der sich den Forderungen des Feindes gebeugt hat und die halbe Insel aufgegeben hat?


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3. Schwarzmagier im Lehensbanner - Skandal oder das Gerede von Trunkenbolden?


Schwere Vorwürfe erheben die freien Friedrich Fuchs und Rudolf gegen das Lehensbanner, dem sie nachsagen, eine Schwarzmagierin in ihren Reihen zu decken. Lucy soll deren Name sein, eine weißhaarige Obergefreite, die den beiden Untote auf den Hals gehetzt haben soll. Bei anderer Gelegenheit soll diese Soldaten die beiden verflucht haben in aller Öffentlichkeit und wohl auch mit Augenzeugen. Jene Soldatin soll auch frei herumwandern durch die Straßen Falkensees, behaupten diese beiden Freien, und zu den dortigen Truppen Kairoduns gehören. All diese Vorwürfe brachten sie voran, als sie selbst im Kerker der Zelle von Brandenstein schmorrten, festgesetzt für Beleidigung, für Lüge und Angriff auf das Lehensbanner.

Der neue und alte Marschall, Adhemar Ravenforth, glaubte diesen Beiden kein Wort und strafte sie stattdessen auf für einen Ritter recht gewagte Weise. Dem einen spielte er vor, den Kopf abzuschlagen, doch berührte am Ende die Klinge des Ritters den Nacken nur kurz. Dem Anderen verband er die Augen und hob ein Beil, um ihm die Hand abzuschlagen, doch biss sich die Klinge nur in Holz und nicht in Fleisch und Knochen. Der Lüge bezichtigte er beide Freien und lies sie nach dieser fürchterlichen Lektion doch wieder laufen.

Ist nun an diesen Vorwürfen der Beiden etwas dran oder haben die Beiden nur einen über den Durst getrunken? Es scheint, das Lehensbanner hat gute Gründe, dieser Soldatin zu vertrauen und die Vorwürfe abzuwischen, auch in diesen schweren Zeiten, in denen der Cortan ihnen derart schmerzende Niederlagen bereitet hat. Doch wer weiss, wird vielleicht im Geheimen bereits untersucht, wieviel Wahrheit an diesen Vorwürfen ist? Ist sonst auf dieser Insel nicht die kleinste Nichtigkeit Grund genug für Verdächtigungen und große Skepsis?


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4. Der Beginn einer neuen Ordnung in Falkensee


Am zweiten Onar legte der neue und alte Vogt der nun vermeintlich freien Stadt Falkensees den Grundstein für eine neue Miliz. Die Männer und Frauen in einem auffälligen sandfarbenen Uniform sollen alsbald wie möglich die Kontrolle über die Stadt von den Cortanern übernommen und selbst als Bürger Falkensees, nicht Fremde unter dem Banner Cortans oder Kairoduns, für die Sicherheit und die Ordnung in den Straßen Falkensees sorgen. Vorerst führt der Vogt noch selbst diese Miliz, doch geben sich gewiss viele Möglichkeiten für eifrige Krieger, sich für das Amt eines Hauptmanns oder Kommandanten zu beweisen.

Der Vogt versicherte mir, dass die Miliz im Großen und Ganzen die gleichen Gesetze durchsetzen wird, wie sie schon galten, als Falkensee noch keine Stadt war. Diebstahl bleibt weiterhin verboten, damit die Bürger und Händler der Stadt sicher ihrer Geschäfte nachgehen können. Mord und Totschlag wird bestraft wie seitdem. Die Ruhe der Toten muss gewahrt werden. Die Cortaner und jene aus Kairodun haben sich an die gleichen Gesetze zu halten und den Frieden in der Stadt nicht zu brechen. Aufruhr wird nicht geduldet und die Zugeständnisse aus dem Friedensvertrag, der auf der Bürgerversammlung bereits vorgestellt wurde, sind zu wahren. Alsbald wird der Vogt mit Hilfe seiner Berater, von denen mit der Endophali Sidra die Erste berufen wurde, neue Gesetze erlassen, die den Bürgern der Stadt noch weitreichendere Rechte und Privilegien zusprechen sollen, als es noch unter der Herrschaft der galadonischen Krone der Fall war.

Der Vogt hofft, dass alsbald wieder weitere Händler nach Falkensee zurückkehren und die Basare noch größer und prächtiger ausfallen. Er bietet der Gemeinschaft der Elfen eine Heimat in Falkensee an, wo der Glauben an ein Nachleben in Lothorien nicht von der Inquisition mit Argwohn beobachtet wird. Er hofft, dass die Magierschaft ihre Akademie in Falkensee nicht aufgeben wird, denn dort wird ihr die Freiheit in Forschung und Lehre der Magie gewährt. Zudem hofft der Vogt auf gute Beziehungen mit den Zwergen und Halblingen aus Dunquell, Völker die sich nicht groß für die Verehrung der Viere interessieren oder nur einen von ihnen wirklich anerkennen.


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5. Die Inquisition auf Siebenwind!


Es scheint, als hätte die Baronie Siebenwind trotz der schweren Niederlage zum Dunkeltief nicht alle Unterstützung vom Festland verloren. Zwar fielen die meisten Soldaten des Expeditionskorps bei allerlei Schlachten und von den Offizieren blieb nur die Hochgeweihte Isabella von Reinlicht, doch kündeten die Tage nach dem Dunkel die Ankunft eines kleinen Banners aus der Ensis Caelestis. Dieser Orden ist in gewissermaßen der verlängerte Waffenarm der galadonischen Inquisition, nicht ganz mit den Privilegien von Inquisitoren ausgestattet, doch trotzdem großen Respekt gebietend und von sehr hohem Stand in der Kirche von Galadon.

Was der Zweck der Reise dieser Truppen nach Siebenwind ist, ist dem Kurier nicht bekannt. Genausowenig ob jene planen, eine Reinigung durch heiliges Feuer auf dieser Insel zu beginnen und Scheiterhaufen an jeder Ecke in Brandenstein aufzuschichten. Die wahren Absichten der Ensis Caelestis sind nur den Höchsten der Höchsten auf Siebenwind bekannt und all jene schweigen lieber, weil sie entweder eigene Absichten verfolgen oder der Insel die Wahrheit nicht zutrauen wollen. Der eine oder andere Freigeist, mancher aus einem fremden Volk oder auch ein Teil der Gläubigen der Elementarherren mag vielleicht alsbald in Falkensee gesehen werden, um Zuflucht zu suchen vor einer beginnenden Inquisition, sollte der neue Kanzler und der Rest der Vögte nicht verhindern können oder wollen, dass in Brandenstein tagein und tagaus die Scheiterhaufen brennen.


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6. Der Weltenstein in der Hand der Kairoduner?


Viele werden es schon mit Schrecken erfahren haben, am letzten Tag des Dunkeltiefs fiel jenen aus Kairodun ein Splitter des Weltensteins in die Hände. Viele Berichteten von Visionen und Alpträumen, in denen sie sahen, wie der Eine am Dunkeltief zum Angriff gegen die Hallen der Viere rief und im Schlachtengetümmel einen Splitter aus dem Weltenstein brach, der nach Siebenwind nieder ging. Der Fall der Splitters riss wohl, wie manch Magier spekuliert, einen Riss durch die Sphären, aus dem einige verirrte und Seelen aus dem Totenreich nach Siebenwind herab rieselten. Ein Teil dieser Seelen konnte in die Obhut einer Hirtenerscheinung in Brandenstein gegeben werden, doch wieviele während des Dunkeltiefs verloren gingen, vermag niemand so recht zu sagen.

Was aus dem Splitter wurde, darüber herrscht einige Spekulation. Die einen sagen, er sei gewiss längst in die Sphäre des Einen geschickt worden und würde in den nächsten Monaten den Untergang Tares beschwören. Die anderen sagen, der Splitter wäre derart machtvoll, dass keine Kraft der Welt ihn bewegen könnte, sodass er weiterhin auf Siebenwind verweilt. Mancher meint, die Macht des Splitters genügt, um aus jenen Kultisten in Kairodun göttergleiche Wesen zu machen und eine Plage weitaus übler als die Amulettgeister über Tare zu bringen. Andere meinen der Splitter wäre nutzlos in den Händen aller Sterblicher und nur ein Wesen von der Macht eines Gottes könnte überhaupt seine Kraft lenken. Nur eines ist gewiss, noch ist Tare nicht untergegangen, noch sind die Sphären zu den Niederhollen nicht aufgerissen, noch gehen keine Regenschauer aus Blut auf der Insel nieder.


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6. Was die Straße derzeit spricht


Über Toran Dur als Kanzler:
"Was? Der lebt immer noch? Zähler alter Hund! Muss der Nachtschatten sein, der hält ihn jung." - Hans Rubenzahl aus Brandenstein
"Tja, Inselretter, größter Magier aller Zeiten, Sieger aller Trinkwettbewerbe. Und am Ende wird man sich nur erinnern, wie er die Kapitulation unterschrieben hat." - Bürgerin Arianne aus Falkensee

Die freie Stadt Falkensee:
"Pah! Heißt dass, ich kann dort alles kaufen und verkaufen, ohne dass mir irgendein dummer Soldat hineinredet? Nichts wie hin!" - Ein Zwergenhändler Grumgrum Grummelgrimm
"I'ch glaube, aus Falk'ensee wird eine wunderbare Stadt, wie eine blü'hende Oase in der Wü'ste, w'ie ei'ne sü'ße Fe'i'ge u'nt'er s'a'u'ren Tr'a'u'ben!" - EIn Endophali
"Mist verdammter, in dieser Stadt ist kein Platz für jemanden wie mich. Sollen doch die Eroberer ihr dummes Falkensee behalten, nein, in Brandenstein, da kann ich zu einem reichen Mann werden, da werde ich meine Glück schen!" - Ein galadonischer Feuerholzhändler


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Zum Schluss: In eigener Sache


Der Kurier ist weiterhin auf der Suche nach Schreibern, auch solche die nur unregelmäßig etwas zu Papier bringen wollen. Ebenso fanden sich noch keine Hetzbriefe oder Todesdrohungen in unserem Briefkasten über der Taverne zum silbernen Falken, was mich recht erstaunt. Diese Ausgabe wurde noch in Falkensee gedruckt. Ob dies das letzte Mal ist, dass der Kurier auf der Insel erscheinen wird, wird sich zeigen.


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