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 Betreff des Beitrags: [IG-Buch] Siebenwindscher Elfenlein
BeitragVerfasst: 3.10.16, 10:14 
Ehrenbürger
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*Die erste Seite des Textes ist etwa zur Hälfte für Illustrationen reserviert, in der ersten Fassung finden sich hier aber nur krude Zeichnungen von miteinander tanzenden Strichmännchen.*


Siebenwindscher Elfenlein
(Linum Feyconiungis Septaventeum)



--------- Zuordnung ----------


Elfenlein, gemeinhin auf der Insel auch schlicht Flachs genannt (abgeleitet von "flechten" nach der typischen Verarbeitung der Fasern in der Herstellung von Leinfäden) stellt eine in ihren Eigenschaften leicht abweichende Art innerhalb der Gattung Lein (Linum) dar.


--------- Eigenschaften und Aufbau ---------


Rein äußerlich ähnelt er dem Gemeinen Falandrischen Lein (Linum Usitatissimum Falandreum), von dem er sich optisch hauptsächlich durch die näher am Boden angesetzte Verzweigung der Stängel unterscheidet.

Die wechselständigen Laubblätter sind sessil angesetzt und weisen im Durchschnitt eine Länge von etwa drei Fingern auf. Die Blattspreite ist lineal lanzeolat (sehr schmal elliptisch) geformt und weist einen glatten Rand auf.

Die Blüten sind rispenartig angeordnet und verfügen über einen etwa zwei Finger breiten Blütenboden, sowie durchschnittlich dreiviertel Finger lange Sepalen. Die Kronblätter sind fünfzählig angeordnet, von hellblauer Färbung und gut anderthalb Finger lang. Der oberständige Fruchtknoten aus fünf Karpellen wird von fünf kurzen, schmalen Staubblättern umrahmt.

Anders als beim Gemeinen Falandrischen Lein werden die Samen in der Regel nicht zur Herstellung von Leinöl benutz, da sie sich in ihren Eigenschaften grundlegend von anderen Vertretern der Gattung unterscheiden.

Die in ihrer Beschaffenheit an Spinnenkokons erinnernden Fruchtkapseln mit zweimal fünf Kammern reagieren extrem empfindlich auf äußere Einflüsse und geben selbst bei der kleinsten Berührung bereits die darin liegenden Samen frei.

Die Samen selbst sind etwa einen halben Finger lang, tränenförmig beschaffen und gleichmäßig abgeflacht. Sie enthalten kaum Öle und sind ähnlich fragil wie die Kapseln. Eine natürliche Verbreitung gilt als nahezu ausgeschlossen, da die üblichen Verteilungsmethoden über den Kot von Vögeln oder den Wind zu einer Zerstörung des Samens führen.

Dies läßt darauf schließen, daß der Elfenlein nur in Symbiose mit den drei Fey Völkern existieren kann und möglicherweise aus einer Züchtung entstand, welche eben dies zum Ziel hatte, vielleicht um eine unkontrollierte Verbreitung der überaus schnell wachsenden und damit häufig Samen führenden Art zu verhindern.

Die in der Textilherstellung bedeutsamen Stängel sind von einer wachsartigen Hautschicht überzogen und durch eine darunterliegende Rindenschicht vor äußeren Einflüssen geschützt. Darunter liegt eine Schicht von etwa 20 bis 50 Bastfaserbündlen, welche direkt auf dem Holzzylinder des Stängels aufliegt. Dieser dient der Pflanze zur Speicherung und dem Transport von Wasser, stellt den vorherrschenden Teil des Stängels dar und umfaßt das im Zentrum angelagerte Mark.


--------- Verarbeitung ---------


Die Verarbeitung der Fasern deckt sich zu großen Teilen mit jener von Falandrischem Lein und unterscheidet sich nur grundlegend im ersten Arbeitsschritt.

Die geernteten Stängel werden zu diesem auf einer ebenen Fläche ausgebreitet und dann unter den Fingern gerollt, wobei kleine Mengen magischer Energien in die Bastschicht der Pflanze eingewoben werden. Während bei der üblichen Flachsgewinnung wässrige Lagerung zur Zersetzung des Pflanzenleim genutzt wird, werden die Fasern über die Magie sanfter von Rinde und Holz gelöst. Wasserröthen würde bei den empfindlichen Fasern zu einer Zersetzung führen, welche diese unbrauchbar werden ließe.

Danach werden die gängigen Arbeitsschritte angewandt, beginnend beim Brechen des Holzkörper und dem darauffolgenden Schwingen, bei dem Holz und Fasern letztendlich voneinander getrennt werden. Das dabei gewonnene Nebenprodukt, die hölzernen Schäben, finden vor allem bei der Versorgung von Tieren als Trockenstreu Verwendung.

Danach werden die Kurzfasern beim Hecheln herausgelöst und als sogenanntes Schwingwerg oder auch Kauder zur Herstellung von qualitativ stark eingeschränkten Werggarnen verwendet. Diese können später zum Vernähen der eigentlichen Flachstextilien genutzt werden. Dazu werden im selben Arbeitsschritt auf der Hechel die Langfasern in geordnete Form gebracht und von letzten Resten an Schmutz und Schäben gereinigt, ehe sie zu hochwertigen Garnen versponnen werden.

Stoffe aus Elfenflachs haben einerseits aufgrund der magisch behandelten Fasern, vor allem bei den Fey'Simil aber auch durch beim Weben eingeflochtene weitere Pflanzenfasern besondere Eigenschaften. So gelten sie als überaus reißfest, bieten eine besonders gute Dämmung gegen Temperaturen sowohl im hohen als auch im niederen Bereich und können je nach Verarbeitungsart selbst wasserdichte Eigenschaften aufweisen.


--------- Samengewinnung ---------


Ebenso wie die Verarbeitung der Fasern, ist auch das Gewinnen der Samen nur durch elfische Magie zu bewerkstelligen. Die überaus fragilen Hülsen müssen hierzu so aus den Kapseln gelöst werden, daß sie zu keiner Zeit mit pflanzenfremden Materialien in Berührung kommen.

Die Durchführung dieser Aufgabe unterscheidet sich je nach Tradition, wobei die Verarbeitungsweise der einst auf Siebenwind ansässigen Fey'Simil das Einhüllen der Samen in magisch vorbereiteten Humus vorsieht. Dieser wird dafür in Wasser gelöst und als Unterlage zum Herauslösen der Samen aus den Kapseln genutzt. Durch feinste Beeinflussung wird eine dünne Schicht über die empfindlichen Keimhülsen gezogen und dann das Wasser magisch wieder entzogen.

Die hieraus entstandenen Humuskügelchen können danach normal in der Aussaat benutzt werden und erfordern keine gesonderte Behandlung gegenüber anderem Saatgut.


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