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 Betreff des Beitrags: [MMT] Ein grauer Wolf und seine Gefährten
BeitragVerfasst: 13.11.15, 13:45 
Einsiedler
Einsiedler
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Zitat:
Es war in den späten Abendzyklen gewesen als der Mann denn so viele auf der Insel als geselliges, freundliches und hilfsbereites Gegenstück zu seinem Bruder bezeichneten seine Hand auf eine Abschrift des De Iuribus Siebenwind niederbetete, die andere Hand anhob und vor der Hofmaga seiner Hochwohlgeboren den Eid ablegte. Während er diesen Eid sprach wurde ihm langsam bewusst welch schwierige Zeiten auf ihn zukamen. Er hatte nun vieles zu tun und brauchte hierfür treue Gefährten.

Gefährten die ihm nicht den Rücken zudrehen würden wenn schwierige Entscheidungen zu treffen sind, Gefährten die fernab von Intrigenschmiederei und List einem Sinnbild der Loyalität ihm und der Krone gegenüber folgten. Als der Eid endete und die Burggräfin feierlich die Worte sprach "Somit seit ihr, Erynnion Comari, eingesetzt als Kanzler der Baronie Siebenwind." riss es ihm wieder aus diesen Gedanken. Es war ein ungewohntes Gefühl, keines Wegs schlecht, aber unbekannt.
Er war es gewohnt als stiller Beobachter zu agieren, hier und dort einen Rat zu geben und all jene zu unterstützen welche sich einer Führungsaufgabe annahmen, nun sollte sich dies wandeln.

Als die Zeugin des Eides auch noch den Ausspruch tätigte "Lang lebe der Kanzler!" kam er nicht mehr umhin zu schmunzeln. Schließlich verließ die Exzellenz den Raum und brach auf gen Wall, erst viel später sollte er erfahren das Toran Dur die Stellung als Vizekanzler abgelehnt habe. Es galt jetzt anderes zu tuen, Freunde zusammen zu rufen, Verbündete, seine zukünftigen Gefährten. So sah er sich nicht mal einen Stundenlauf später umringt von jenen wenigen die sein vollstes Vertrauen genossen, sein elfischer Weggefährte fehlte, doch es lag ihm fern diesen aus den Auen holen zu lassen. Er sollte die Zeit genießen die ihm in Ruhe bleibt. In dieser Runde wurden nun Pläne geschmiedet. Pläne zur Sicherheit der Baronie, Pläne zum weiteren Vorgehen und Pläne über den zukünftigen Platz des Kanzlers auf diesem Eiland.

Während der Gespräche viel die Phrase immer wieder "Unser Kanzler" ... "Unser Herr", es war befremdlich. Noch eines der Dinge an die er sich gewöhnen musste.
Es würde nicht mehr reichen Erynnion oder Ery zu sein, er musste nun der Kanzler sein.
Er musste Neutralität wahren und fernab von allen eigenen Bedürfnissen das Wohl des Volkes ... "seines" Volkes wie man ihn berichtigte ... als oberstes Ziel einordnen und ihm jegliche Priorität zugestehen.

Und so würde er auch darüber hinweg sehen was er an diesem Abend über den Calator und "seinen" Marschall gehört hatte, sie sind beide Würdenträger, beide gilt es zu beachten.
Doch eines wusste er, sie mussten in die Schranken gewiesen werden. Man mag vergessen was vor dem Amtsantritt geschah, was nun geschehe jedoch sei klare Absicht und erfordert womöglich eine härtere Vorgehensweise als er es gewohnt sei.
Mit diesen Gedanken schließlich ging er zu Bett. Viele Dunkelzyklen lang sollte er noch grübeln ehe Lifna ihn in den Schlaf entgleiten lies.

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 Betreff des Beitrags: Re: [MMT] Ein grauer Wolf und seine Gefährten
BeitragVerfasst: 18.11.15, 01:42 
Edelbürger
Edelbürger
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Am Bett einer Mitstreiterin.
Zitat:

Herr Astrael.
gib mir einen klaren Blick
für Recht und Unrecht!

Herrin Xan,
gib mir einen kühlen Verstand
Für die rechten Entscheidungen!

Herr Ferames,
Gib mir ein kaltes Herz
um das Böse zu bekämpfen!

Herr Bellum,
gib mir die Kraft
Ihnen zu Entgegnen

Ael


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 Betreff des Beitrags: Re: [MMT] Ein grauer Wolf und seine Gefährten
BeitragVerfasst: 19.11.15, 17:26 
Einsiedler
Einsiedler
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Beiträge: 223
Zitat:
Einige Tage waren nun vergangen seit seiner Ernennung zum Kanzler.
Der Baron, sein Lehensherr, er war nun fort. Mit einem letzten Gespräch hatte er sich von seiner Hochwohlgeboren verabschiedet und was er dort hörte, es beunruhigte ihn sehr. Stand es so schlecht um das Großreich Galadon das sogar Barone zurückgerufen wurden die am Festland nicht einmal Land besitzen?
Doch diese Sorgen hatten ihn nicht zu quälen, er musste sich um die Bevölkerung der Insel kümmern. Neid, Frust und Misstrauen hatten sich in den Umläufen ausgebreitet in denen der Baron untätig in seiner Burg verborgen war.
Vieles galt es zu schlichten, neue Wege aufzuzeigen und ein Beispiel für die Einigkeit der Insel zu sein. Die Zeiten des Wandels waren vorbei, es gab keine Falkenseer mehr, keine Brandensteiner, keine Seeberger sie alle waren Bürger Siebenwinds. Sie alle waren Bürger Siebenwinds und nur gemeinsam konnten sie das Dunkel überstehen das auf sie zu kam.
Cortan zog seine bahnen. Sie würden uns bald vollständig eingekesselt haben, die Diener des Einen im Süden trieben ihr Unwesen und sogar Piraten, Wegelagerer sowie verrückte Schwarzmagier tauchten überall auf der Insel auf. In dieser Zeit konnten sie sich keinen Zwist leisten.
Er hatte in den letzten Tagen bereits den Neid gespürt, die Angriffe auf seine Person, die unbegründeten Gerüchte und nun auch noch dieser Angriff auf seine Schwägerin. Derlei konnte nicht unbeantwortet bleiben.
Heute Abend würde er sich mit den ersten Vögten treffen, die Reformen besprechen und ihnen den Rücken stärken. So saß er nun mehr in seinem Zimmer, irgendwo in der Burg Schwingenwacht und betrachtete vor sich ein Schreiben aus Finsterwangen.
Keine Zeit für Zweifel, keine Zeit für Zwist, die Einigkeit wird uns zum Sieg führen oder gemeinsam verdammen.
Das musste die Botschaft sein welche in die Köpfe und Herzen der Bewohner Siebenwinds dringen sollte.

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 Betreff des Beitrags: Re: [MMT] Ein grauer Wolf und seine Gefährten
BeitragVerfasst: 24.11.15, 05:14 
Einsiedler
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Beiträge: 223
Zitat:
Die Zeit vergeht und mit ihr nimmt die Last zu.
Es war der erste Tag seit seiner Ernennung zum Kanzler den er vollends in der Schreibstube verbracht hatte. Er war bereits in den früheren Morgenzyklen aufgestanden, hatte sich in die Amtsstube begeben und dort angefangen Stück für Stück die Anliegen der letzten Tage abzuarbeiten. Vögte, Adlige, Nortraven, Zwerge und sogar der Heerführer Cortans bedurfte seiner Aufmerksamkeit.
Er lernte immer mehr den Komfort einer Lehenskämmerin zu schätzen, gerade jetzt wo sie nicht da war um all dies für ihn zu erledigen.
Diese Verwaltung, dafür war er nicht geschaffen und doch ist es nun seine Aufgabe.
So schien der Stoß an Briefen, Berichten und anderen Notizen bis zur Mittagszeit abzunehmen nur um dann von neuen Bittstellern wieder gefüllt zu werden. Es schien beinahe wie verhext und nachdem nur mehr ein Bruchteil des ursprünglichen Aufgebots an Schriften auf dem Schreibtisch verblieben war gönnte er sich eine Zeit der Ruhe im "Garten" der Burg Schwingenwacht.
Er entzündete die Pfeife und betrachtete den Bergrücken, wie ruhig es hier war. Keine Wachen, keine Boten, nichts einfach nur die Natur und das gelegentliche Zwitschern von Vögeln.
Einen halben Dunkelzyklus mag er sich Ruhe gegönnt haben ehe er wieder in die Amtsstube eintrat nur um dort eine Abordnung des Lehensbanners vorzufinden.
Das nun folgende Schauspiel war zu erwarten und trug nur all zu sehr die Handschrift des Hauptdarstellers, Toran.
Er musste lernen das sein Stolz hier nichts bedeutet, er vernachlässigt das Banner, kommt seinen Pflichten nur mangelhaft nach und nutzt dies nebenher um Unmut zu stiften. Erynnion konnte ihn nicht ohne weiteren Protest entbinden und so spielte ihm die Beurlaubung durchaus in die Hände.
Im Glauben aus Protest den Kanzler überlistet zu haben taten sie genau das was eben jener erhofft hatte.
Es dauerte wohl keine zehn Minuten dann waren die Soldaten mit ihrem Marschall verschwunden und nur mehr der Leutnant saß an seinem Tisch. In der üblichen störrischen Miene, mit dem üblichen Sturrkopf.
Er war fähig in Militanten Dingen, ohne Zweifel. Doch menschlich ein Frack pikiert durch Einsamkeit und Verbitterung. Ob er der nun folgenden Aufgabe gewachsen sei? Man hoffe es.
So saßen sie sich gegenüber der Kanzler und der neue Befehlshaber der Truppen Siebenwinds.

"Ich möchte keinen angenehmen Befehlshaber einsetzen, keinen Speichellecker oder "Ja"-Sager. Davon habe ich genug, Ravenforth. Ich brauche einen fähigen Befehlshaber der mit seinem Geist komplexe taktische Pläne zu schmieden vermag und gleichsam sein Herz bei seinen Kameraden habe. Das fordere ich."

Wiederholt der Kanzler ehe er mit eben jenen Worten seine Unterschrift auf zwei Dokumente setzte und diese siegelte.
Das Gespräch nahm anschließend konstruktive Formen an der Leutnant berichtete über seine Umsetzungen im Banner, über die Geschehnisse am Wall und so manches mehr.
Das war wohl der Grund weshalb er Adhemar Ravenforth derart schätzte. Er nahm nicht die Hand vor den Mund und hatte gelernt offen über Probleme zu sprechen. Anders als Toran der diese Auswüchse instrumentalisierte und beinahe schon populistisch damit vorging hatte er dennoch den Anstand diese Worte unter vier Augen erklingen zu lassen.
Der Kanzler wusste nur umso besser das der junge Knappe diesen Schritt als "Triumph" gegenüber der Lehensführung zu Felde führen wird und doch tat er letzten Endes damit genau das was beabsichtigt wart. Er stand für seine Soldaten, seine Kameraden und die ihm anvertraute Armee ein und auch so spielte er nun wiederum dem Graumagier in die Hände, denn fernab von allen Konflikten war der Schutz von Lehen und Volk das Ziel das er noch immer verfolgte.

So war es also, das Lehensgericht war eingerichtet, die Verwaltung fertiggestellt und das Militär besetzt, das Lehen war geordnet und bereit für alles Neue was da kommen mag.

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