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 Betreff des Beitrags: Die Gedanken eines Hauptmanns
BeitragVerfasst: 15.12.15, 13:48 
Einsiedler
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Wohnort: Strandhaus in den Niederhöllen
Ein wohl nicht ganz normaler Tag im Hofe der Burg „Morgenroth“. Wie schon so oft stand Nadja auf den Mauern der Burg im eisigem Wind und beobachtete alles um sich herum. Dort oben, wo sie die meiste Zeit ihre Ruhe hatte, schien es ihr nach einiger Zeit gut zu gefallen. Nur selten kam jemand ans Tor, der etwas von ihr wollte, schließlich war sie nur eine Gardistin. Meist waren es Personen die Zugang zur Burg hatten und denen niemals in den Sinn käme sie zu sprechen. Passierten sie das Tor und verschwanden aus ihrem Sichtbereich, konnte sich Nadja dann wieder in ihren Tagtraum vertiefen. Dann in einem späterem Zyklus, schon nahe des Sonnenuntergangs kam der Graf des Reiches ans Burgtor. Er verlangte von ihr alle Anwesenden im Burghof versammeln zu lassen, seine Stimmung schien nicht sonderlich gut. Sie verleierte die Augen und öffnete ihm das Tor und ging dann scheinbar genervt durch den Burgturm nach unten. Nur um ihm da ein kurzes vorgespieltes, einladend wirkendes nicken und eine angebrachte Begrüßung zukommen zu lassen. Sogleich machte sich Nadja auf den Weg aus allen Bereichen der Burg die Anwesenden Gardisten, Köche, Bauern, Händler und noch eine Gruppe von drei Magistern auf den Burghof zu bitten. Nur der Burgherr war noch nicht von seinem Ausflug zurück, eigentlich ja soweit nichts ungewöhnliches. Alle im Hofe angekommen nahmen die Gardisten Stellung , die anderen verteilten sich etwas behielten jedoch das Augenmerk auf den Grafen gerichtet. Dieser lehnte sich an seinen Stab und wartete ruhig ab. Als dann alles ruhig zu seien schien, brüllte er plötzlich wutentbrannt auf die Gardisten ein. „Wisst ihr wo der Hauptmann steckt?!“. Das plötzlich rumgeschreie schien Nadja dann etwas aus ihrem Träumereien zu rütteln, was äußerlich leicht erkennbar durch ein kurzes zappeln und ein darauf folgendes hektisches umschauen war. Richtete sie den Blick dann aber doch wieder vor zu ihm. Keiner hatte eine Antwort auf seine Frage, alle bevorzugten die Stille in der Hoffnung, dass irgendjemand etwas sagen würde. Dem geschah aber nicht. Stattdessen folgte der nächste Ausruf vom Grafen. „Der liegt Tot in irgendeiner Ecke rum! Was habt ihr dazu zu sagen?!“. Wieder hatte die Stille die Oberhand im Burghof errungen. Es wollte wohl niemand die Aufmerksamkeit, durch ein einziges Wort, auf sich lenken. Am wenigsten Nadja die nur wieder hoch auf die Mauer wollte, wo niemand sie stört. Sie hatte sich anscheinend etwas in Gedanken verloren und malte sich aus wie der Hauptmann wohl zu seinem Ende kam. So bekam sie nicht mit das der Graf weiterhin vor ihnen mit seinem Stab lang schwang und auf sie einredete. Bis hin zu dem Punkt wo er sagte: „ Herzlichen Glückwunsch, du bist jetzt der neue Hauptmann“ und den Stabende auf Nadjas Brust legte. Plötzlich war sie nun der Mittelpunkt des Geschehens, alle Augen waren auf sie gerichtet. Viel zu viel Aufmerksamkeit in ihren Augen, es fühlte sich fast so an, als sei die Zeit stehen geblieben. Bis auf ein sehr zögerliches „Danke“, was länger auf sich warten ließ, verblieben ihr die Worte. Der Graf verschwand und sie wurde gar umringt von Gästen, welche sie beglückwünschen wollten. Sie selbst verblieb regungslos verloren in der Menge ohne ein Wort zu sagen. Diese Überraschung hatte sie sich wohl niemals erhofft, vor allem da sie sehr zufrieden mit ihrer Position war. Etwas Verantwortung und direkte Befehle die ausgeführt werden sollen, war eher ihre Richtung. Nun sollte sie Befehle geben, die Burg verwalten, die Rekruten ausbilden und sich um all diesen Papierkram kümmern. Nadja hatte davon nicht den geringsten Schimmer und sollte das nun alles beherrschen. Ihr geliebtes entspanntes Leben änderte sich an diesem Tag in einem Augenblick zu dem was sie sich nie erwünscht hätte.


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 Betreff des Beitrags: Die Gedanken eines Hauptmanns
BeitragVerfasst: 16.12.15, 13:23 
Einsiedler
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Beiträge: 17
Wohnort: Strandhaus in den Niederhöllen
Seit ihrer Zwangsbeförderung hatte sich einiges für Nadja verkompliziert. Ständig musste sie Einladungen oder Briefe schreiben, in denen es um wichtige Termine ging . Wo sie dann stundenlang vor dem leerem Pergament saß und nicht recht wusste wie sie es am besten niederschreiben sollte. Sie hat zwar einen Berater namens „Neugierde“ zugeteilt bekommen, der ihr eigentlich bei sowas helfen sollte, quasselte dieser aber meist nur wirres Zeug von der Seite während sie sich zu konzentrieren versuchte. Nun war der Brief endlich vollendet und musste nur noch ausgeschickt werden. Zum Glück dachte sie sich, wäre das nicht auch noch ihre Aufgabe, dafür würde sie nun jemand anders zuteilen. Schon mit dem Gedanken spielend nun ihre Ruhe zu haben, wurde sie wiedermal von Neugierde dran erinnert, dass es noch viele Vorbereitungen gäbe. Besonders ein Kriegsrat am heutigem Tage zu dem hoher Besuch erwartet war. Und danach folgte auch noch etwas, was dann aber unterging als schon der erste erwartete vor dem Burgtor stand. Der Kommandant der Cortanischen Truppen mit mehreren Begleitern zum Schutz. Nadja ließ ihm das Tor öffnen und bat ihn herein, an den Tisch wo der Rat stattfinden sollte. Beide setzten sich und schon fing der Kommandant an mit ihr seine Pläne durchzugehen. Bis dann auch schon kurz darauf, die restlichen Gäste in der Tür des Raumes standen. Nadja stand auf schaute nach dem Bediensteten, der nirgends zu sehen war und ging dann schließlich selbst. Um ihren Gästen etwas zu trinken anzubieten. In beiden Händen mehrere Krüge zusammengefasst stolperte sie fast die Treppe herunter, schlimm genug das sie das schon machen musste, dachte sie sich wohl. Hatte sich dann auch noch der Vorsprecher der Heiligen Bruderschaft auf ihren Stuhl gesetzt. Einen Moment überlegte sie ob sie ihn darauf aufmerksam machen sollte, dass beließ sie dann aber ruhen da es wohl wichtigeres gab als ihren Stuhl. So setzte sie sich auf einen freien am Rand des Tisches und es begannen die Besprechungen für die Ziele folgenden Tage. Der Rat wurde mit dem Satz: „Nun gut brechen wir also auf“ abgeschlossen, dass musste das sein was Neugierde vorhin meinte. Alle vernahmen diesem Satz, erhoben sich, wiesen ihre Gefährten an ihnen zu folgen. Das tat auch Nadja mit ihren Gardisten und folgten dem Rest der Gruppe zum Schlachtenpass. Dort wurden sie schon von den Piraten erwartet, welche sie einließen und ihre derzeitige Lage kund taten. Nun war es an Nadja alles für die Ankunft der „Königstreuen“, ihren Feinden, vorzubereiten. Sie ließ die Katapulte in Position bringen, Wachposten um positionieren und verstärken. Das war mal ein anderes Erlebnis für sie, diesmal kommandierte sie die anderen herum und es schien ihr immer mehr zu gefallen Befehle zu verteilen. Nach einiger Zeit war dann alles an seinem Ort und Einsatzbereit. Die Katapulte hatten ihre Einstellung, die Wachposten beobachteten aufmerksam das Meer, nur die Königstreuen zeigten sich nicht. Sollten alle Vorbereitungen für Umsonst gewesen sein? Diese Frage stellte sich Nadja immer häufiger, umso mehr Zeit verstrich. Bis dann ein Piratenspäher sie aufsuchte und berichtete, dass das Schiff des Feindes einen anderen Kurs eingeschlagen hätte und aus Sichtweite verschwunden war. Niemand konnte einen Ablenkungsmanöver und einen späteren Angriff ausschließen. Weswegen Nadja und ihre Gardisten noch einige Zyklen länger im Lager verblieben und abwarteten, ohne zu wissen ob die Königstreuen sich noch zeigen würden. Was nicht mehr geschah.


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