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Langsam und mit düsterem Gesicht streifte Timedor durch den dichten simil, seine Gedanken waren wirr und unsteht, in Trauer und in Wut. Warum hatte Kirian das getan, fragte er sich immer wieder, grade er als fey`simil sollte doch gegen solche Gefühle, solche Taten immun sein..... für sie hatte er es getan obwohl er doch wissen müsste, dass es sein Untergang bedeuten würde, ja vielleicht sogar der Untergang aller Fey.
Er konnte ihm jetzt nicht helfen und auch nicht ihr, darum müssten sich andere kümmern, sein Herz drängte ihn weiter, trieb ihn zur Suche nach der Amrai die ihn am liebevollsten im Wain empfangen hatte und deren tiefgründiges Wesen ihn faszinierte wann immer er es erfuhr. Aber sie war gefangen, entführt, ja sogar Folterung und Tod kammen ihn in den Sinn, das zumindest würde er den Biundai die sie entführt hatten zutrauen, ohne jedes weitere.
Leise flüsterte er ihren Namen bei seiner Suche, als ob er sie so anlocken könne wie ein scheues Rehkitz.
Und er suchte
Stunde um Stunde vergingen, er streifte durch die Insel, belauschte andere Wesen ob sie etwas wüssten, ja einige sprach er sogar direkt an, seine Scheu vor den Biundai überwindend, aber es half alles nichts, er konnte sie nicht finden, nicht einmal die winzigste Spur war zu sehen. So sakte er nach fast einem Tag der harten Wanderung im Schatten eines grossen Baumes zusammen und starrte trübsinnig hin zur Untergehenden Sonne, lauschte dem Gesang der Vögel und dem Rauschen der Blätter. Aber all diese Schönheit konnte ihn nicht aufmuntern, zu sehr waren seine gedanken von bösen Vorahnungen und den Eindrücken des Tages und vor allem der Nacht besetzt. Was sollte er tun, wen noch fragen, wohin noch reisen um sie zu finden?
Und dann erinnerte ihn der Gesnag der natur an etwas, an ein altes Lied was ihn sein Lehrmeister in der alten heimat beigebracht hatte. Es zögerte, war er doch nur ein Anfänger, ein dummer kleiner Barde der in Gefahr für seine Geschwister ins wasser viel und sich bei SEINEM Anblick in die Hosen gemacht hatte. Würde er es schaffen können? Aber nill, sagte er sich es war die Einzigste Möglichkeit die ihm noch blieb, die ihm noch einfiehl, so würde er wenigstens wissen könenn ob sie überhaupt noch lebt.
So nahm er die kleine, aber kunstvolle Harfe von seinem Gürtel und setzte seine feinglidrigen Finger, die schlank und biegsam wie Grashalme waren, an die feinen Saiten der Harfe. Er leerte seine Gedanken, leerte seinen Geist, machte sich völlig frei von allem was ihm in den Sinn kamm und er fing an zu spielen. Er spielte das Lied des Windes, der langsam und beständig wehte, der durch Wipfel und Wälder zog, alles und jedes berührend und es leise singen lies. So wie er spielte wob er das alte Lied der Magie, er wob ihr Bild in Gedanken, bis es ganz klar vor ihr wahr, legte seinen Kummer darin, seine Hoffnung, seine Bitten.Die Natur um ihn lauschte andächtig der Melodie, wie als ob sie wüsste wie wichtig sie war, als ob sie mitfieberte ob es gelingt und sein Ziel erreicht. Immer schneller wurde das Lied nun, immer mächtiger der Wind um ihn herum der sein langes, lockiges Haar wild umherfliegen lies und er gab diesem Wind all das mit an was er nun dachte, er bat ihn sie zu finden sie zu suchen, das Lied seines Herzens zu ihr zu tragen wo immer sie auch sein möge und leise flüsterte er das Lied ihres Namens, als der Wind aufbrauste wie zur Bestätigung der Bitte, in der all seine Hoffnung lag.
Aynea
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