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 Betreff des Beitrags: Piratenglück
BeitragVerfasst: 29.07.17, 12:35 
Eventler
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Registriert: 24.07.06, 03:32
Beiträge: 1310
Langsam klarten die Blicke der Piraten auf, als erstes ruckte ihr Blick durch die Zelle. Dann mussten sie grinsen, wenn auch schmerzverzerrt, der Rücken tat durch die Peitschenhiebe immer noch weh.
Aber sie hatten es überstanden und nun lagen oder saßen sie hier in der Zelle, noch immer die Hände in den Fesseln und Ledermanschetten vom Auspeitschen.
"Scht hey!" Raunte einer dem anderen entgegen
"Der Bootsmann hat immer Dolche im Stiefel, lasst mal versuchen ranzukommen, die Füße haben sie uns auch nicht gefesselt und keine Tür is hier drin."

"Aye ich hab welche im Stiefel, solche Amateure. Wir sind schon aus schlimmeren Löchern abgehauen und das Meer kann ich auch hören."

Der Bootsmann spielte auch mit, er wollte immerhin hier raus. Also lies sich einer der Piraten auf ihn fallen, mühselig aber doch beständig fummelte er mit den zusammengebundenen Händen am Stiefel des Bootsmann herum. Endlich griffen die Finger nach dem Dolch und dann war es nur noch eine Frage der Zeit. Den Dolch hinter dem Rücken hoch gehalten dreht er sich den anderen zwei zu.

"Los, ihr müsst eure Hände selbst frei machen, ich halt den Dolch und ihr schneidet euch die Fesseln auf."

"Aye gut."

"Und danach mich!" *Murrte der Bootsmann etwas*

Es dauerte etwas, doch nach der Arbeit rieben sich die drei ihre freien Handgelenke und einer nahm das Messer und kniete sich von hinten auf den Bootsmann. Doch anstatt ihm die Fesseln aufzuschneiden, schnitt er ihm die Kehle durch. Keiner der beiden anderen sagte etwas. Man schlich sich zum Durchgang ohne Tür. Sah nach links und nach rechts. Und man sah den rettenden Fluchtweg in Richtung Meer. Hastige machte man sich auf eben diesen Fluchtweg, durch das herausgerissene Gittertor sah man die Rettung schon. Ein Rettungsboot, etwas mitgenommen aber noch seetüchtig jedenfalls um abzuhauen. Also stiegen die drei auf das Ruderboot und machten sich daran erst einmal nur wegzukommen von dieser Festung und irgendwo in Sicherheit an Land zu gehen.

Unterdessen in der Zelle, läuft das Blut aus dem Körper des Piraten die Wände hinauf und zieht sich in die Fugen der alten Zelle. Förmlich saugt das Gemäuer auf dem die Leiche liegt das Blut aus dieser, bis sie irgendwann zur späteren Stund blutleer dort liegt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Piratenglück
BeitragVerfasst: 17.08.17, 00:24 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 26.07.17, 18:16
Beiträge: 5
.. so geschehen am Mittentag, 16. Querlar ..


"Gleichwohl ist es untragbar, dass jemand aus unseren Gewahrsam floh!"


... nachdem die Wunden neuerlich versorgt, die Berichte geschrieben und die Anderen zu Bett gegangen waren, hatte er sich in die Kapelle begeben. Er genoss die nächtliche Stille, zwischen den Gebeten, die seinen Geist beflügelten und eben diese Worte waren es, viele Tage zuvor niedergeschrieben, die ihm durch den Kopf gingen. Jene Worte, mit denen dieser Auftrag seinen Anfang genommen hatte.

Der Plan war einfach gewesen. Sie drangen ein und schlugen sich zum Hauptlager durch. Dort war es der Myte der nach den Geistern der Piraten tastete, nach ihren Gedanken, noch ehe sie sich der kleine Stoßtrupp zu erkennen gab und schlussendlich stürmten sie die Hütten mit Prügeln und Keulen um die Piraten einem nach dem andern nieder zu machen.

Immer wieder blaffte er sie dabei an, wo sie die drei Trunkenbolde finden mochten, jene die man ausgepeitscht habe, während der Trupp derweil die Widersacher mit Keulen zurückdrängte und niederprügelte, bis sie die Besinnung verloren. Er brüllte sich geradezu in Rage und doch erhoffte er sich doch ursprünglich davon, dass die bloße Erwähnung sie dazu verleiten würde an eben jene Trunkenbolde zu denken, auf dass der Myte leichtes Spiel haben sollte, wenn er von neuem nach ihren Geistern griff.

Konnte der Geist denn untätig bleiben, wenn man ihm eine Frage präsentierte? Und obgleich ein Mann zu schweigen vermochte, musste er sich nicht instinktiv die Fragen im Geiste selbst beantworten?
Doch mochte die Zeit wohl kaum für mehr reichen als ein paar flüchtige Bilder oder gar Worte. Kaum einer vermochte deutlich mehr als eine Hand voll der stumpfen Schläge einzustecken. Nur der Smutje und der Lagermeister hatten sich dabei als wirklich zähe Brocken erwiesen, dass man sich wirklich fragen musste woher sie all die Kraft nahmen, wo andere längst zusammengesackt waren.

Hütte um Hütte prügelten sie sich so durch das Lager. Hier und dort stießen und hebelten sie ein paar Kisten auf um mitzunehmen, was ihnen als wertvolle Informationsquelle erschien. Karten und Dokumente auf einem Tisch? Sie alle wurden nach flüchtiger Betrachtung mitgenommen, auf dass man sie später auswerten mochte.


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    Und doch kam der Moment, da ihm an diesem Abend die ungestüme Art wieder zum Nachteil gereichte. In einem der Gänge hatte er sich weiter vorgekämpft. Blut spritzte unter stählernen Hieben und Stichen und je mehr von ihnen fielen, desto mehr verlangte es ihn nach weiterem Blut, bis dass er sich schlussendlich zu weit vorgekämpft hatte. All die Wut und all der aufgestaute Zorn lagen in diesen Schwertstreichen, bis dass er schließlich eingezingelt und abgeschnitten vom Rest zu Boden ging.

    Es hatte eine kathartische Wirkung gehabt, alles aus sich heraus zu prügeln, was sich über die Zeit angestaut hatte. Und auch jetzt noch in der Kapelle zehrte er - trotz nachhallenden Schmerzes - von der allzu frischen Erinnerung an diesen einen Moment der Freiheit. Es half dabei den Geist zurück ins Gleichgewicht zu rücken. Gewiss, Hass war ein mächtiger Verbündeter, doch ab und an war es einfach klüger einen Schluck von einem allzu vollen Glas abzutrinken, damit es nicht drohte überzuschwappen. Würde man es ihm vorhalten? Natürlich! Und doch, in diesem einen Moment hatte er Freiheit gekostet.

"Fangt sie also wieder ein und hängt sie an die Mauern bis ihnen das Fleisch von den Knochen fault."

Die Anweisungen der Ehrwürdigen waren glasklar. Scheitern war dieses mal und auch sonst niemals eine Option gewesen. Und so wies er den Kameraden zurück, der sich seiner annehmen wollte, als er die Besinnung zurück erlangte. "Die Mission wird fortgesetzt!"

Er würde sich selbst versorgen. Vielleicht würde man ihm auch das später vorhalten, doch war es das Mindeste, was er tun konnte, damit seine ungestüme Art nicht der Truppe zur Last fallen würde. Für weitere Scharmützel würde er ausfallen, soviel war sicher. Doch er war sich an diesem Punkt mindestens ebenso sicher gewesen, dass das Ende noch nicht gekommen war. Und so versorgte er sich selbst, an einer Wand sitzend, während der restliche Trupp noch die letzten Winkel durchkämmte, ehe sie sich auf den Rückweg machen konnten.

Nun blieb nur noch die Eindrücke des Myten und die Funde auszuwerten, um mit etwas Glück der Spur weiter folgen zu können ...




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 Betreff des Beitrags: Re: Piratenglück
BeitragVerfasst: 18.08.17, 13:14 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 30.09.04, 10:18
Beiträge: 224
Seit unzähligen Monden kehrte seine Präsenz nun öfter aus dem Äther in seine Hülle zurück. Scheinbar war seine Aufgabe in dieser Spähre noch nicht beendet.
Die Kabale hat sich zerschlagen, keine Anführer welche die Leitung übernehmen. Sein Schicksal damit eigentlich besiegelt, Degeneration bis zum totalen Verfall das vorpgrogrammierte Ende.
Seine Erfahrungen haben gezeigt, dass sein Überleben von einer Kabale und den Aufgaben für jene abhängt und so machte er sich auf die Suche nach einer akzeptablen Gemeinschaft. Seine geistigen Fähigkeiten ermöglichten ihm diese sinnvolle Schlussfolgerung und so fand er jene benötigte Kabale im öden Lande. Dieser Anschluss an eine Gruppe, welche sein Volk nicht verachtete, rettete sein Wesen vorerst vor dem Verfall.
So folgte er seitdem den Anweisungen seiner neuen Führer. So auch an jenem Abend...


Sein geistiges Ich manifestierte sich wieder in seiner Hülle, welche in der Burg abgestellt war. Die Gruppe, welche er vor sich wahrnahm, war bereit zum Abmarsch. Er tastete mit seinem Verstand in den Köpfen der Anwesenden nach Anweisungen und fand die Informationen, dass die geflohenen Piraten wieder eingefangen werden sollen und für ihre Taten bestraft werden sollen.
So schloss er sich der Gruppe an. Mit seinen Fähigkeiten, scheinbar nützlich für die neue Kabale, unterstützte er sie, um die Aufgabe zu erfüllen.
Nach einem kurzen Ausritt erreichten sie den Wall, die begleitende Magie erschaffte ein Portal direkt zur Pirateninsel.
Die Vorbereitungen vor dem Tore neigten sich dem Ende entgegen. Die Männer gerüstet, die Magie mit 2 mächtigen Wesen aus Erde an ihrer Seite und er selbst schuf 3 Abbilder seines Gleichen mit Pfeil und Bogen bewaffnet in Knochen gehüllt...
So fiel das kleine Heer in das Lager ein und überrannte die ersten Piraten, die versuchten, es zu halten. Nach und nach arbeiteten sie sich tiefer in das Lager hinein zu den wichtigeren Personen, den Anführern der Piraten.
Sein Geist sendete immer wieder Impulse aus, welche in die Köpfe der Anwesenden eindrungen, egal wo sie sich befanden. Die Gedankenwellen wurden zu ihm zurück geworfen und so durchsuchten sie das ganze Lager. Jeder Pirat wurde nach Informationen befragt. Da die Verhöre
seiner Gruppenmitglieder meist schnell durch den Knüppel beendet wurden, konnte er nur von einigen den Verstand durchdringen, um Informationen aus den Köpfen der geistig Schwachen zu holen. So sie lange genug bei Bewusstsein waren, durchsuchte er die Gedanken der Piraten nach Bildern und Gedankensträngen zu den enflohenen Piraten und deren Aufenthaltsort....

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Evo Ri-Sum, Myte - Settra ( semiaktiv)
Gomlidor, Dwarschim - demütiger Diener Bellums (inaktiv)
Trielej, Nortrave - alter Druide (verschwunden)


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 Betreff des Beitrags: Re: Piratenglück
BeitragVerfasst: 27.08.17, 13:25 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 26.07.17, 18:16
Beiträge: 5
War es Schicksal gewesen? Der Wille des Herrn? Oder war es doch Glück?

Die weitere Prüfung der Unterlagen, Hinweise und der Eindrücke des Myten hatte nichts ergeben, ja hätte beim besten Willen nichts ergeben können, so wusste er jetzt!
Die Gefangenen, hatten niemals rettendes Ufer erreicht. Diese Unglücklichen mussten, mit dem ohnehin schon mitgenommenen Boot, irgendwo ins nächste Unwetter geschippert sein oder dergleichen!

Die Feradai waren durch die Krähen darauf aufmerksam geworden, als die Gezeiten die aufgedunsenen Leiber der Geflohenen zurück zur Burg gespült hatten und dort mussten die Feradai sie nur noch gemeinsam aus dem Wasser ziehen!

Keiner würde weiter nach dem Wie fragen und doch für einen Augenblick war da das beschämende Gefühl, dass nicht sie es waren, die die Piraten zurück gebracht hatten. Er verdrängte diesen Gedanken eilig wieder. Nichts geschah ohne Grund - Der Herr hatte gegeben und der Herr hatte genommen. Er glaubte fest daran: Sein Wille war geschehen!

Und mochte die Ehrwürdige auch ihren Unmut darüber nicht verschleiern, dass die Geflohenen das Schlimmste bereits hinter sich hatten, war der Auftrag unlängst bekannt gewesen und so machten sie sich eilig daran, die angespülten Leiber aus dem Wasser zu ziehen und an den Zinnen der Burgmauer aufzuhängen. Dort würden die Drei bis auf weiteres baumeln, drei blau angelaufene, aufgedunsene Leiber, neben dem Vierten, dem des Räubers, den Modh in der Küche gestellt und niedergemacht hatte. Und so schloss er am kommenden Abend die Dokumentation mit den Worten:

".. auf dass sie als Mahnmal Jenen dienen, die das Gastrecht der Treuesten der Getreuen missachten."

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