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 Betreff des Beitrags: Der alte Aktenschrank
BeitragVerfasst: 9.08.17, 23:49 
Festlandbewohner
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Irgendwann einmal stöbert ein alternder Scholar durch alte Akten, die eingelagert werden sollen. Die meiste Zeit sind es belanglose Notizen über Wachgänge, Schichtpläne, Soldauszahlungen, Rettungen von Katzen aus Bäumen, Ein und Ausgänge an Gefangenen und deren Vergehen sowie Bergeweise Zeugenaussagen, Beförderungsnotizen und so weiter. Doch hier und da trifft das alte Auge hinter dem Monokel eine spannendere Notiz, die durchzulesen er sich die Zeit nimmt.



Versteckter Inhalt bzw. Spoiler :
Mal ein Versuch, ein bisschen Einblick in die Arbeit des Banners zu geben, ohne zu viel zu verraten!

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Abt Arin Sperling, Geweihter Vitamas, Regenbogenspatz & lebendes Stimmungsbarometer: "darf ich das behalten?"
Maichellis Wanderstern, Sprecher der Fey'haim, Marschall a.D., Ehrenbürger der Baronie, Ordensmeister des Schwanenordens: "Sei ein Licht in der Dunkelheit."
Bürgerin Ines Schmitt, Prospektierchen& gutmütiger Proll: "Ohne Fleiß kein Preis!" - abgereist
Fyrjarlain: "Das wollt ihr wirklich anziehen...?"


Zuletzt geändert von Arin am 13.08.17, 18:10, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der alte Aktenschrank
BeitragVerfasst: 10.08.17, 00:02 
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Eine pedantisch saubere, leicht geschrägte, sehr regelmässige Handschrift.


Zitat:
Mondtag, 7. Querlar 28 n. H.
Ehre der Krone!

Am gestrigen Abend, während die Weihe am Schrein der Briseis stattfand, ging eine Flammensäule vom Himmel hernieder. Sie hängt soweit mittlerweile bekannt mit der Ankunft des Heerführers der Dämonen zusammen, vernichtete das Feldlager knapp vor Finsterwangen, das dank des erwarteten Sturmes kurz zuvor evakuiert worden war.
Die Vorräte dort sind verloren.
Die Namen der Dämonen sind zu Teilen bekannt: Il'yatin, eine Verführerin, und Gran, ein Schlächter. Sie zu konfrontieren zeigt sich als wenig effektiv. "Gran" ist durch weltliche Waffen kaum verwundbar und Il'yatin besitzt offenbar keinen richtigen Leib, der beschädigt werden kann.
Die Meldung erging, dass die Hälfte der Insel kurz nach der Ankunft bereits den Dämonen in die Hände gefallen ist. Es heisst, sie hätten Seeberg erobert und dort höre man Lärm. Anbei wurde geraten, die Stadt nicht ohne Begleitung durch Geweihte zu verlassen.
Eine neue Art Dämon ist mit dem Heerführer aufgetaucht, eine Art fliegende Nudelwolke, den Betrachtern ähnelnd, doch dunkler und schleimiger und mit weit mehr Augententakeln.
Ich ließ den Notstand ausrufen, die Tore verriegeln und die Schiffe fest setzen, um gegebenenfalls Zivilisten via Schiff evakuieren zu können.

Mögen die Viere uns beistehen,

Marschall Wanderstern
Brandenstein, Burg Brandenstein

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 Betreff des Beitrags: Re: Der alte Aktenschrank
BeitragVerfasst: 10.08.17, 00:16 
Festlandbewohner
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Eine pedantisch saubere, leicht geschrägte, sehr regelmässige Handschrift

Zitat:
Wandeltag, 8. Querlar

Ehre der Krone!

Die Stadt ist abgeriegelt.
Die Dämonin Il'yatin erschien auf den Dächern der Burg, wurde von Soldat Wellenreiten verscheucht. Schickte sie zum Gebet in die Kirche, um mögliche Racheakte zu vereiteln, und später zurück auf ihren Posten.
Zwei Stunden später lag sie mit gebrochenem Genick auf der Rampe vor der Kathedrale.
Leichnam ruht in der Krypta.

Markwart Bärenringer wurde von Il'yatin versucht und ging offenbar darauf ein, steht nun im Verdacht, einen Pakt geschlossen zu haben. Dabei ging etwas schief, und er wurde verflucht; sobald er Alkohol konsumiert, erbricht er sich. Wütend verließ er die Kathedrale, nicht willens sich gegen seine Sucht zu stemmen.
Bürgerin Xalia hat ihn später bewusstlos in den Schrein der gütigen Herrin verbracht, um ihn zu schützen.
Noch keine Möglichkeit gehabt, die Insel zu überprüfen, etwa ob Grans Ankündigung, den Norden an zu greifen schon umgesetzt wurde.
Wachpersonal angewiesen, samt Familien in der Kathedrale zu nächtigen, um Risiken zu minimieren.

Ein Blitzeinschlag auf der Litheth wurde gemeldet. Mit Bulen Feuerhuf dort hin. Lokal begrenzter Sturm, hervorgerufen durch Kapitän Lazalantin. Galt der Dämonin Il'yatin, die es augenscheinlich auf den Kapitän abgesehen hatte.
Er schälte ihr die Haut vom Leib, lehnte nachdrücklich ab und sie verschwand, hinterließ jedoch ihr Blut, dass sich zu Kreaturen formte und uns angriff. Die Blutkreaturen versprühten ätzende Blutreste, die nach ihrem Ableben zu schwarzem Rauch wurden, jedoch enorme Schäden an freiliegender Haut hinterließen.

Mögen die Viere uns beistehen,

Marschall Wanderstern
Brandenstein, Burg Brandenstein

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 Betreff des Beitrags: Re: Der alte Aktenschrank
BeitragVerfasst: 10.08.17, 00:23 
Festlandbewohner
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Beiträge: 1009
Die herausgerissene Seite eines Tagebuches findet sich zwischen den Einträgen. Es ist auf Auriel verfasst, was den Scholaren einiges an Zeit kostet, zu übersetzen.


Zitat:
...blind. Jede Planung der Defensive scheitert an der simplen Tatsache, dass die Mortai fliegen können und unsichtbar sind. Zudem ist es dauerhaft dunkel und eiskalt; die Wasserläufe und Quellen frieren zu, Vieh verendet, die Ernte ist längst erfroren. Sie müssen uns gar nicht abschlachten; wenn das so weiter geht, ist zuvor das Brennholz leer und wir erfrieren jämmerlich. Ich merke schon selbst, wie mir die Kraft fehlt, mich gegen die Kälte zu wappnen, meine Magie ist mit der beständigen Dunkelheit beschäftigt und mein Kopf voll mit nutzlosen Informationen. Wir wissen nicht einmal, welchen Domänen genau diese Morta entspringen, auch wenn es bei oberflächlicher Betrachtung recht eindeutig scheint.
Beim Licht, sie haben mich gescholten, weil ich die Beherrschung verloren habe. Sollen sie sich mal von so einer Bestie am Ohr lecken lassen... das bringt jeden aus der Fassung!
Wie dem auch sei: wir haben nichts als das Licht der Viere, um die Hoffnung fest zu halten.
Das wird...

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 Betreff des Beitrags: Re: Der alte Aktenschrank
BeitragVerfasst: 10.08.17, 00:36 
Festlandbewohner
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Zitat:
Wandeltag, 8. Querlar

Ehre der Krone!

Spähritt durchgeführt.
Mit Schwertmeister Myrandhir, Anwärter Darian Venar, Soldat Karntus, Spieß Kargberg und Vogtin Mondlicht haben wir die noch freien Teile der Insel abgesucht.
Vor den Toren der Stadt fanden wir den ersten der neuen Betrachter, bei der Waldbühne ein paar schmächtige Nachtbestien. Westhever schützt sich mit einer neuen Palisade, die Wachen sind an ihren Posten; dort scheint alles ruhig. Wir sind nicht näher, um sie nicht nervös zu machen.
Bei Dunquell lagen die Wachen am Tor, das der Murmelrinne näher lag, die beiden Hobbitwachen tot in ihrem eigenen Blut. Es war noch feucht; während wir das andere Tor überprüften griff uns ein schwarz gerüsteter und nach Schwefel stinkender Mann an, der nach seinem Dahinscheiden sich in Asche und Rauch verflüchtigte.
Wir meldeten den Torwachen der Binge den Mord an den Hobbits und zogen uns zurück, um bei Avindhrell vorbei reitend nach dem Rechten zu sehen; die Fey dort waren sehr besorgt und sagten zu, nötigenfalls sich nach Brandenstein evakuieren zu lassen.
Seeberg erwies sich als übervölkert mit Flugbestien, Rotes Feuer leuchtete dort. Wir versuchten, zu den Nordleuten vor zu dringen, wurden jedoch von einem Schwarm Nachtbestien angegriffen und eine größere Kreatur näherte sich, griff jedoch nicht an. Wir zogen uns zurück und suchten die neue Ritterburg auf, wo wir Meldung erhielten über die in Seeberg gefallenen Soldaten: Blutbart, Tolri und Astelos. Warum sie noch dort verweilt hatten, ist bislang ungeklärt.
Die Burg selbst stand nicht unter Belagerung, die Besatzung ist wachsam.

Rückkehr nach Brandenstein verlief ohne weitere Zwischenfälle.

Marschall Wanderstern
Brandenstein, Burg Brandenstein

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 Betreff des Beitrags: Re: Der alte Aktenschrank
BeitragVerfasst: 13.08.17, 15:31 
Festlandbewohner
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Eine pedantisch saubere, leicht geschrägte, sehr regelmässige Handschrift.

Zitat:
Felatag, 13. Querlar

Ehre der Krone!

Am gestrigen Tag griff mich die Dämonin Il'yatin in meinem Büro auf geistiger Ebene an, im Versuch, mich zu korrumpieren. Dabei beschädigte sie den Schild der Ewigen. Desweiteren verdeutlichte sie das Interesse ihrer "Artgenossen" am Tod meiner Person.
Da die Burg nicht ausreichend geschützt ist, wird mein Büro nun vorübergehend in die Kathedrale verlegt.

Später am Abend setzten einige dunkle Reiter unter dem Kommando des Dämons Gran diverse Liegenschaften vor den Mauern Brandensteins in Flammen: das Bienchen, ein Heuschober daneben, die Felder der Kirche sowie das Gestüt der Kanzlerin, wobei die Wirtin des Bienchens ihr Leben verlor und das Gebäude komplett ausbrannte, sowie sämtliche Tiere auf der Weide dahingeschlachtet wurden.
Da nur zwei Verteidiger zugegen waren, war nicht an einen Gegenangriff zu denken.

Gran suchte das Gespräch zwecks Drohungen, wobei er ankündigte, am nächsten Königstag Brandenstein an zu greifen und ein zu nehmen. Er zeigte sich enttäuscht, als niemand auf seine Provokationen einging, sicherte den Rückzug seiner Truppen und entschwand ohne zusätzliche Schäden an zu richten. Eine Überprüfung des Areals ergab obig genannte Erkenntnisse.

Mögen die Viere uns bei stehen,

Marschall Wanderstern
Brandenstein, Kathedrale Brandenstein

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 Betreff des Beitrags: Re: Der alte Aktenschrank
BeitragVerfasst: 13.08.17, 15:36 
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Ein weiterer Fetzen eines Tagebucheintrages, neuerlich in Auriel, findet sich in den Händen des alten Scholars. Er erkennt die Handschrift und hat nun schon weniger Mühe, das Elfische ins Galadon zu übersetzen, und studiert das Fragment der Erinnerung sorgfältig.


Zitat:
...Nacht. Es war ein einziger Alptraum. Der Versuch, sich mit der Hand auf dem Ofen zur Vernunft zu bringen, verschlimmerte es nur - eine ganz scheussliche Erfahrung, auf die ich zu gerne verzichtet hätte. Immerhin gelang es mir nach der Zerstörung des Schildes zornig zu werden. Sicher, ich wurde dadurch nicht klarer, aber deutlich handlungsfähiger und das half.
Wenigstens konnten wir später darüber ein wenig Scherzen und Lachen, was die Spannung die das Empfinden, entsetzlich beschmutzt zu sein, löste und erträglicher machte.
Nun aber muss ich mich auf die Drohungen des Heerführers konzentrieren. Nicht einmal eine Woche, vorrausgesetzt, er täuscht uns nicht wieder. Vielleicht glaubt er, mir mit der Androhung meines größten Alptraumes Angst einzujagen, doch das stärkt nur mehr meine Entschlossenheit, ihm bis zum letzten Blutstropfen Widerstand zu leisten. Mal im Ernst: was erwartet er? Ewige Qual oder ewige Qual, such es dir aus! Ernsthaft?
Ich denke, der beste Ansatz ist, sein Schwert...

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 Betreff des Beitrags: Re: Der alte Aktenschrank
BeitragVerfasst: 13.10.17, 13:39 
Festlandbewohner
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Zitat:
Ehre der Krone!

Am Abend des 13. Carmar brachen wir mit einem Trupp aus Abenteurern und Soldaten auf, um der Bedrohung durch die rasenden Räuber nach zu spüren. Die Gefreite Karntus erhielt das Kommando, um erste Erfahrungen zu sammeln, zeigte sich im Verlauf der Mission jedoch als noch zu unerfahren um dieser Aufgabe bereits gerecht zu werden.
Teil nahmen:
- Marschall Maichellis Wanderstern
- Gefreite Larinda Karntus
- Vogtin Leaniel Mondlicht
- Hohepriester Ventus' und Kapitän Lazalantin
- Soldat a.D. Fiedler
- Arkadonpriester Hormtosh Wuchthammer
- Freier Antor
- Freie Iomine


Zunächst führte unser Weg uns nach Westen, um dort die Ruinen sowie bekannte Höhlen auf Spuren nach Räubern ab zu suchen. Einen einzelnen Mann an einem Lagerfeuer fanden wir, zudem menschliche Skelette und Schädelknochen. Das Fleisch der Ermordeten scheint durch den Räuber, der nach ersten Eindrücken unter dem Einfluss der Droge stand, zubereitet und verspeist worden zu sein.
Der Mann wurde verhaftet und durch das Angebot einer Speise um seinen quälenden Hunger zu stillen dazu gebracht, Informationen preis zu geben; er stellte die Behauptung auf, "der Fährmann der Nortraven" sei sein Kontakt für weitere Zufuhr der Droge. Als die Sprache auf Westhever kam, verneinte er jedoch. Bei einem Befreiungsversuch griff der Gefangene den Abenteurer Antor an, der ihn nieder schlug. Beim Sturz prallte der Gefangene mit dem Schädel gegen das Mauerwerk der Ruine und verlor die Besinnung.
Der Gefangene ist inhaftiert und versorgt, Gnaden Edelmut wird sich um seine Nachversorgung, Behandlung der Sucht sowie sein Seelenheil kümmern; eine intensivere Befragung steht noch aus.

Am Schlachtenpass entdeckten wir ein beschädigtes Lager auf dem Plateau neben dem Zugang, erklommen die Felsen und fanden mehrere Wochen alte und verwesende Leichen in und um ein zerstörtes Lager. Auch sie wiesen Spuren der Drogeneinnahme auf, soweit das noch zu beurteilen ist; die Leichen müssen noch eingesammelt und dem Ordo Morsan überantwortet werden.
Ein Zettel verwies auf 'den Hafen in der Ruine, Morgen' (Originalschrieb in der Beweisstückkiste). Nach kurzer Überlegung kamen wir zu dem Schluss, es mit dem Hafen in Falkensee zu versuchen, da die Räuber mit ihrer Drogensucht bereits Monde auf der Insel sind, und hätte Malorns Hafen diese Substanz zur Verfügung gehabt, wäre der letzte Angriff auf die Piraten nicht so glimpflich verlaufen.

Falkensee selbst verblieb ruhig, im Bereich der alten Festung Finianswacht und dem Hafen jedoch nahmen wir laute Stimmen wahr. Vogtin Mondlicht wandelte in ein kleines Tier und spähte die Lage aus, wurde jedoch angegriffen. Ihrem Bericht nach stritten die Räuber miteinander und so nutzten wir diese Ablenkung, um einen Angriff zu starten.
Nicht ganz 20 Räuber griffen uns an, während wir uns durch die Ruinen vorarbeiteten. Sie waren wie zu erwarten voll mit jener Droge, griffen rasend an und waren höchst gefährlich in ihrer Kraft, arbeiteten jedoch nicht zusammen, was ihr Ende bedeutete.
Ihr Areal war vernachlässigt, der Hafen voller Leichen, ebenso die Ruinen. Es scheint, als hätten sie sich in regelmässigen Abständen gegenseitig in ihrer Raserei umgebracht.
In einem ruhigeren Abschnitt fand sich eine kleine Schatzkammer, ein Labor mit einigen Notizen des Erfinders jener Droge - auch seine Zutaten, er selbst jedoch nicht.
Eine letzte Kammer verriet, warum unter den Räubern keine weiblichen Individuen zu finden waren, nach dem Fiedler und Kapitän Lazalantin die Türe aufgebrochen hatten. Darin befanden sich ein halbes Dutzend nackter, verwesender Frauenleiber, deren Zustand auf extreme Gewaltanwendung in jedweder denkbaren Weise deutete.
Eine von ihnen schien die Magd Emilia zu sein, soweit sie identifizierbar war; hierzu verweise ich auf den Bericht um den Einbruch bei Herrn Halfus im Zusammenhang mit den Schauspielerinnen, welche die Königstochter und deren Leibwächterin dargestellt hatten.
Fiedler sowie der Arkadonpriester brannten die Ruinenreste nieder, um den toten Körpern reinigendes Feuer zu gewähren. Meinen Leuten erlaubte ich, sich Anteile am Schatz zu nehmen, ehe wir uns zurück zogen.
Der Ordo Morsan muss über die Funde informiert werden, um dann unter Geleitschutz die restlichen Toten zu bergen und das Flammengrab der Opfer zu segnen.

Nach Rückkehr wurde in der Festung den Freien Iomine sowie Antor sowie dem Arkadonpriester Hormtosh Wuchthammer je 2000 Dukaten Lohn ausgezahlt.

Eine Spur haben wir nun: Halfus.
Ob er etwas damit zu tun hat, ist unklar, aber womöglich kann er näheres zum Verschwinden um seine ehemalige Magd mitteilen. Und wenn nicht, wäre fraglich, warum er ihr Verschwinden nicht gemeldet hat.

Mögen die Opfer ihren Frieden finden,

Marschall Wanderstern
Brandenstein, Burg Brandenstein

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 Betreff des Beitrags: Re: Der alte Aktenschrank
BeitragVerfasst: 16.10.17, 13:33 
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Noch so ein alter Bericht. Das Datum deutet auf den Beginn des Bellums hin.


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Zitat:

Ehre der Krone!

Die Spähfahrt mit Kapitän Lazalantin verlief erfolgreich.
Wir hielten uns westlich und stießen alsbald auf eine dichte Nebelbank, in der ein nortravisches Drachenboot auftauchte und wieder verschwand. Die feindliche Mannschaft hatte Kontrolle über den Wind, den sie der Litheth schließlich entzog, worauf das Feindschiff auf Enternähe heran kam.
Der feindliche Kapitän erschien auf dem Mast und verspottete uns, warnte uns davor, weiter vor zu stoßen, wenn wir nicht den Tod suchten. Danach verschwand er, und Enterhaken flogen von seinem Schiff hinüber auf die Litheth, gefolgt von Fischmenschen, gefolgt von Kriegern des schwarzen Drachenboots. Nach dem sie niedergemacht worden waren, löste sich das feindliche Schiff und verschwand in den Nebeln.

Wir folgtem dem Kurs, der sich jedoch später als nicht nachvollziehbar heraus stellte, da der Nebel und der Windabfall uns offenbar von der geplanten Richtung abgebracht hatten.
Der Nebel endete schließlich recht abrupt, und gab eine mässig große Insel preis. Diese war eindeutig dem südlicheren Bewuchs zuzuordnen: Palmen, Gräser, später Kakteen, viel Sand.
Wir landeten mit einem Beiboot an, erkundeten die Insel, die im Griff eines verfrühten, unnatürlichen Winters lag; bis auf Vögel und Insekten gab es keine Tierwelt, von der wir Spuren erhascht hätten, dafür lag alles der Kälte wegen im Sterben.
Es fanden sich zwei laut Magister Schleifer schwarzmagische Illusionsfallen, die Treibsandlöcher verbargen, sowie eine Ruine im Westen der Insel. Zudem beobachtete uns ein geroßes, trübäugiges Geschöpf einer Seeschlange ähnelnd, jedoch mit Zeichen des Untodes oder zumindest in einem sehr ungesunden Zustand. Es tauchte ab, dafür griffen uns eine handvoll Fischmenschen an, die jedoch nur bedingt "vollständig" oder "reif" wirkten.
Das Drachenboot erschien im Westen und setzte ein Beiboot ab, das voller Krieger zum Ufer übersetzte, nahe der Ruine. Wir kehrten zum Ufer zurück, um sie zu stellen, nur um mit an zu sehen wie die Schlangenkreatur - oder eine 'Schwester' - unser Beiboot zertrümmerte.
Schüsse, die im Versuch, es auf zu halten, abgegeben wurden, reizten die Kreatur, die uns angriff und erheblichen Schaden anrichtete, ehe sie aufgehalten werden konnten; aus ihrem Bauch platzten nach ihrem Tode 2 der eher unfertig anmutenden Fischmenschen. Womöglich handelt es sich hierbei um die Brutstätten für jene Kreaturen.

Die Ruine ließ ich von Soldat Harlas ausspähen, dann legte Kapitän Lazalantin mit einem Windstoß ein Meer an Fallen im Sand frei, die wir dadurch großteils umgehen konnten.
In der Ruine hatte sich etwa ein Dutzend der Krieger des Schiffes niedergelassen, ein Teil griff an, als wir uns näherten, wurde jedoch nieder gemacht. Wir betraten die Ruine, in der einige weitere lauerten, um einen mit Runen beschrifteten Stein gruppiert, angeführt von keinem geringeren als Sveinn Yogmirsson, den wir im Ödland gefällt hatten.
Er erkannte mich wieder, spottete und griff an, fiel jedoch genauso zügig wie schon einmal dem Schwert zum Opfer.
Der Stein verlor seine Runen, als wir uns näherten, und wurde später während des Versuchs der Geweihten und Priester, Sveinn von weiteren Rückholversuchen zu schützen, durch einen Blitz in Stücke zerschmettert.
Die Ruine war angefüllt mit Schätzen, sowie einer Kiste mit Bananen und Kokosnüssen; der Kapitän gestattete eine Aufteilung jener Schätze. Das schwarze Drachenboot zog derweil von dannen, mit 5 Schemen oder Schatten im Schlepptau, die womöglich weitere dieser Brutkreaturen darstellten, doch dies ist Spekulation.
Yogmir und sein Magier erschienen ein weiteres Mal, drohten uns mit dem Untergang und dass Nattvarg uns alsbald alle verschlänge, dann verschwanden sie wieder.

Wir nutzten das Boot der Nortraven, das am Strand liegen geblieben war, um uns vor dem - diesmal ohne Brutschlangen im Schlepp - unnatürlich zügig zurückkehrenden Drachenboot zurück zur weit kampftauglicheren Litheth zu begeben, setzten Segel und konnten in den Nebel zurückkehren, dessen Verlassen offenbar auch das feindliche Schiff aufhielt.

Offene Fragen:
- warum hat Yogmir uns wenn er doch ach so überlegen war, nicht vernichtet?
- wohin sind sie mit ihren Schlangen verschwunden?
- sind diese Geschöpfe wirklich die Brutmütter der Fischmenschen?
- wie viele Krieger hat er eigentlich zur Verfügung?
- sein Magier muss mit der Gegendomäne Ventus' paktiert haben, wenn er Wind und Nebel so stark paktiert hat?
- warum spricht er weiter davon, dass Nattvarg uns vernichten wolle, wo nach gängiger Meinung dieser eine Variante des Einen sei? Handelt es sich doch eher um einen (Erz) Dämon, und sei es ein unbekannter?
- was wollten die Dämonendiener auf jener Insel, was stand auf dem Runenstein dass er so wichtig war?

Friede dem Reich,

Marschall Wanderstern
Brandenstein, Burg Brandenstein

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