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 Betreff des Beitrags: Zwischen Traum, Erinnerung und Realität
BeitragVerfasst: 20.10.17, 15:59 
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Adhemar Ravenforth
Endtag, 20. Carmar 28 nach Hilgorad

Zitat:
Felas Strahlen dringen durch das Fenster ins mein Zimmer. Sie fallen direkt auf mein Gesicht als würde Fela damit auf mich zielen. Zu allem Überfluss dringt das sich wiederholende Geräusche des am steinernen Bergfried herabhängenden Banners welches durch den Wind immer und immer wieder gegen die Wand geklatscht wird in meine Ohren wie ein Mantra.

Ihr habt gewonnen, ich stehe auf.

Verschlafen fahre ich mir mit meinen rauhen Händen durch das gezeichnete Gesicht. Ein weiterer Tag beginnt an dem ich mir die Frage stelle warum ich aufstehen soll. Mein Orden gleicht einem Scherbenhaufen. Weit davon entfernt sich auf Augenhöhe mit den auf dem Festland kämpfenden Ritterorden zu sehen.

So schnell wie die Lieder über die Ruhmhreichen Siege des Marschalls Adhemar gesungen wurden, so schnell verklangen die Stimmen der Barden und die Zeit meines Aufschwungs ist nur noch eine Erinnerung in wenigen Köpfen.
Als Großmeister habe ich ... nein lassen wir das. Ich kann nicht jeden Tag damit anfangen über mich und mein Verhalten nachzudenken.

Als ich meinen Blick auf dem Bett liegend durch den kahlen Raum wandern lasse fällt mein Blick auf eine weiße ausgefranste Feder die auf meiner Brust thront.. So ein makelloses Weiß habe ich glaube ich noch nie gesehen. Dennoch sah sie aus wie von einem Schwan der einen Kampf durchgestanden hatte. Als ich mich aufrichten will flattert sie herunter und Gedankenfetzen erfüllen mein Gedächtnis, als würde mir ein vergessener Traum ins Bewusstsein rücken:

Ich sehe eine Gestalt in schwarzer Rüstung mit dem Rücken zu mir gewandt. Es gelingt mir nicht näher zu kommen, auch reagiert sie nicht auf meine Rufe. Die Gestalt hebt etwas auf und sie wendet sich um. Ich sehe ihre blasse Haut, ihre farblosen Augen und weißes gelocktes Haar umrahmen ihr Gesicht. Ich erkenne das Gesicht sofort. Das bin ich! Aber meine Gedankenfetzen enden Abrupt als das Gesicht von einem schwarzen gehörnten Helm verdeckt wird.

Ich blinzle stark, fahre mir abermals durch mein Gesicht und schaue mich im Raum um. Was war das? Habe ich doch noch geschlafen? War das ein Traum? Eine Vision? Oder doch eine Erinnerung? Das macht alles keinen Sinn!

Ich versuche meinem Tagewerk nachzugehen und die Burg nach und nach wohnlicher zu gestalten. Ich räume Kisten hin und her, räume Kisten aus und Räume andere Kisten wieder ein. Ich bin kein geborener Adelsmann, aber manchmal wünsche ich mir das Personal eines Adelsmannes. Egal, ich muss mich konzentrieren. Das fällt mir nicht leicht, diese Sache da von heute Morgen will mir einfach nicht aus dem Kopf gehen.

Ist es die Isolation? Verliere ich den Verstand weil ich mich in meiner Burg einsperre? Komme ich gar vom rechten Pfade ab weil mein Vertrauen in die Kirche durch seine irdischen Vertreter so enttäuscht wurde? Nein! Sowas darf ich nicht einmal denken!

Ich sollte in die Burgkapelle gehen, zwar wurde sie noch nicht gesegnet aber ich fühle mich dort den Göttern am nächsten. Eiligen Schrittes gehe ich die Gänge der neuen Burg entlang, ab und an biege ich falsch ab, weil ich mir die ganzen neuen Wege noch nicht gemerkt habe. Hier ist nicht alles miteinander verbunden, hier geht man schon mal auf Reisen wenn man von A nach B möchte. Noch einmal quer über den Burghof rein in die Kapelle. Geschafft. Ich beraute mich im fahlen licht der glühenden Kohlepfannen und nehme auf der vordersten Bank platz.

Ich weiß nicht wohin mit meinen Gedanken, ich weiß nicht wie ich beginnen soll zu den Göttern zu sprechen. Früher ist mir sowas einfach gefallen. "Früher hattest du Tendarion." Nein halt! Ich möchte nicht daran denken. Dieses Thema trifft mich wie ein Bolzen, ich versuche es zu verdrängen. Argh! All diese Gedanken, diese Eindrücke. Es ist erdrückend.

Von außen mag es so wirken als sei ich ins Gebet vertieft. In Wahrheit sitze ich einfach mit geschlossenen Augen da und denke darüber nach wie lange ich wohl hier sitzen muss damit es als durchgeführtes Gebet gelten würde. Keine Ahnung warum ich mir darüber Gedanken mache, es ist höchst unwahrscheinlich dass auf einmal jemand hinter mir stehen würde. Vincent treffe ich nur recht selten an, Personal gibt es keines, die Knappin ist zusammen mit dem Gardisten zum Festland gereist. Und für einen Spaziergang war eine Ritterburg nicht der richtige Ort.

Die Lehensverwaltung in ihrer Gänze machte mir klar, dass es derzeit keine Ritterschaft brauche. Dass es keine Ritterschaft brauche ... keine Ritterschaft ...

"Lass dich nicht schon wieder hinabziehen verdammt!"

Ich sollte darauf hören wenn ich von mir einen Expertenrat bekomme. Ich atme tief durch, beraute mich und beuge mich vor um einen Kuss auf den Altar zu hauchen.

Ich richte mein Ornat und lege das selbe strenge Gesicht auf wie immer als ich zurück an mein Tagewerk gehe. Mein Tagewerk, jeden Tag, alleine in der Burg...

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 Betreff des Beitrags: Re: Zwischen Traum, Erinnerung und Realität
BeitragVerfasst: 20.10.17, 20:34 
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Er hatte ein langes Gespräch am vergangenen Tag mit dem Großmeister geführt. Sorgen, die ihn plagten, Bedenken, die ihn nicht ruhen ließen. Er war des öfteren beim Großmeister und hatte stets verfolgt, wie er sich zurückzog und distanzierte. Jedoch hatte Tion es nicht als seine Aufgabe gesehen noch es als den richtigen Weg empfunden ihm den mahnenden Finger hin zu halten. Doch nun war etwas geschehen, dass alles was Tion in den vergangenen Wochen erfahren hatte über die große Umwälzung zusammenführen könnte, wo ihm zugleich aber zahlreiche neue Fragen in den Kopf stiegen.

Die Feder, welche der Großmeister erwähnte, irgendetwas störte Tion an dieser Feder. Er hatte eine Ahnung, eine Vermutung. Er hatte die Beschreibung dieser Feder schon einmal irgendwo gesehen. In einer vergangenen Vision, einer Vision von einem Horwah, der ihm so bekannt und vertraut zugleich war, aber der nicht mehr der Horwah war, den er einst darstellte. Er war einen neuen Weg gegangen, den Weg Angamons.

So viele Fragen verfolgten ihn. Seit Tagen schon konnte er kein Auge mehr zudrücken, seit Tagen quälten ihn immer mehr Fragen aus neuem Wissen, dass er generierte. Unruhe machte sich immer noch breit, er kam nie wirklich zur Ruhe um einmal rein zu horchen. Dämonen tauchten hier und da auf. Seit jüngstem im Hafenviertel, ein Kulmar Sanghulis-Dämon, dann noch Yogmir und sein Drachenschiff, ebenso ein Dämon. Und dann, dann war da noch Tarrant, dem er versprochen hatte alles dafür zu tun um ihm zu helfen. Er musste also Ruhe finden, er musste endlich Antworten auf so viele Fragen finden, auch wenn er wusste, wenn er die Antworten darauf erhielt, würden zahlreiche neue Fragen auftauchen.

Er beschloss endlich diese Antworten zu finden, aktiv zu werden, neben dem Weltlichen. Also errichtete er im Schrein Bellums einen Schildkreis, wie es ihm vor vielen Jahren gelehrt wurde. Er spezialisierte diesen Schildkreis jedoch mit den Statuen Briseis, richtete ihre Augen auf das Zentrum des Schildkreises und setzte sich selbst hinein. Balthom, der Templer, verschloss den Schrein, auf dass niemand diesen Ritus hätte stören können. Und so begann er in sich hinein zu horchen.

Erst war da das Prasseln des Feuers, der Windzug, das Pochen seines Herzens, das Rauschen seines Blutes, der seinige und der Atem des Templers. Mehr und mehr versuchte er all das auszublenden und in sich hinein zu horchen. Und dann war Stille. Absolute Stille. Und absolute Dunkelheit. Er spürte, wie er seinen Körper verließ. Wie sein Geist an einen anderen Ort gezogen wurde. Als er die geistigen Augen öffnete, da offenbarte sich ihm ein helles Licht und eine Stimme erschallte überall und nirgendwo.

"Diener."

Der Schall der Stimme kam von überall. Es war die Botin des Schwertherrn selbst, die Stimme der Gerechtigkeit, die Künderin von Mut und Tapferkeit, der Klang der Ehre, die Heroldin der Horen selbst. Ihm schoßen so viele Fragen durch seinen Geist und sie formten sich in Worte. Und erstmals in seinem Leben erhielt er klare Antworten. So präzise Antworten hatte er noch nie erhalten. So viele Fragen stellte er über all das, was war, ist und sein würde. Und zu allem bekam er Antworten. So vieles an Wissen, dass so vieles verändern würde. Vollkommen neue Herangehensweisen, vollkommen neue Möglichkeiten, vollkommen neue Denkweisen. Vieles davon würde die bestehende Lehre der Kirche der heiligen Viere verändern müssen. In alle dem vergaß er jedoch auch nicht, nach jenen zu fragen, die ihm anvertraut wurden. Und so wusste er, er musste zurück zum Großmeister. Er, der sich so weit von den Vieren entfernt hatte. Und Tion wusste, dass er daran mitgewirkt hatte, in indirekter Weise. In aller tiefstem Dank und mit der Erkenntnis, was seine Erzweihe für folgenschwere Auswirkungen hatte, beladen mit einer gewaltigen Last auf seinen Schultern, kehrte sein Geist zurück in seinen Körper.

"Diese Feder, sie entstammt einem der Horwen Angamons. Womöglich dem Lafay selbst."

Er hatte dem Großmeister so vieles zu sagen und doch musste er vorsichtig sein, was er ihm jetzt sagte. Nicht, dass er ihm nicht vertraute, nein, ihm vertraute er, wie er nur wenigen auf dieser Insel vertraute. Doch der Großmeister musste zunächst zu sich selbst finden und wieder fest in seinen Stiefeln stehen, bevor er ihn mehr sagen konnte. Er würde an seiner Seite stehen und ihm helfen, egal, zu was er sich entscheiden würde, denn er hatte einen freien Willen um dies zu tun. An ihm war es zu entscheiden, ob er zurückfindet zu den Vieren oder ob er zu dem wurde, was er sah. Auch wenn letzteres nicht mehr die Dunkelheit war, für die Tion sie so lange hielt. Angamon, einer von fünf Horen. Doch schlussendlich war all das nicht wichtig, wichtig war was Briseis ihm sagte.

"Dein Verständnis von Zeit und das unsere ist nicht gleich. Du wirst nicht verstehen was von dir verlangt wird, weil dein Geist dazu nicht in der Lage ist. Das was du siehst, hörst, riechst, schmeckst und tust ist das Resultat dessen was du sehen sollst. Und daraus leite deine Aufgaben ab. Die Aufgabe eines Einzelnen muss die Aufgabe aller werden. Nicht diese Insel alleine, nicht du alleine, ändern die Geschicke Tares. Nur das was verbindet, wird die Macht aus dieser Sphäre verdrängen, die sich verzerrt und vernichtend über sie legt. Du bist nur ein Wort und eine Tat. Erst wenn andere sprechen dürfen und tun dürfen, werden aus einem Wort eine Stimme und aus einer Tat eine Aktion. Es gibt jene die Führung suchen und jene die ihren Platz alleine finden."

Und so blieb ihm nichts anderes übrig als dem Großmeister ein Wegweiser zu sein. Der Großmeister selbst musste entscheiden, ob er Führung bedarf oder seinen Platz allein fand. Womöglich aber, galt auch beides. Womöglich hatte Tion ihm ein wenig Führung gegeben, doch den Platz finden musste er alleine. Und so streckte er sich und hängte das große Banner in der Burgkapelle auf. Jenes, dass in voller Einheit, ein Wegweiser sein konnte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zwischen Traum, Erinnerung und Realität
BeitragVerfasst: 20.10.17, 23:22 
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Adhemar Ravenforth
Endtag, 20. Carmar 28 nach Hilgorad

Zitat:
Ich habe das Gefühl ich ersticke. Erst war da diese quälende Ungewissheit. Bin ich ein Werkzeug Angamons? Trinke ich zu viel? Bilde ich mir das alles nur ein? Es fällt mir immer schwerer Traum und Realität auseinander zu halten. Ich sitze in meinem kahlen Gemach auf dem Boden neben dem Bett, eingehüllt in den Königsblauen Stoff meines Umhangs. Ich blicke hinaus aus dem Fenster in den klaren Sternenhimmel. An schlafen ist gar nicht zu denken. Nicht nach dem was heute alles geschehen ist.

Als seine Eminenz Altor zu mir kam, mal wieder ohne Ankündigung, war mir schon klar, dass er nicht mit guten Nachrichten kommen würde. Er war nicht der Typ für gute Nachrichten. Er sprach mit mir über Götter, Horwen und Lafay. Dieser Name brannte sich in mein Gehirn. War es doch seine Feder welche ich noch heute morgen auf meiner Brust liegen hatte. Zumindest war seine Eminenz Altor davon überzeugt. Ebenso war er davon überzeugt dass ich zu weit vom Weg abgekommen sei. Die Götter würden mich nicht mehr sehen. Ich muss bei dem Gedanken tatsächlich lachen. Willkommen in meiner Welt Götter, ich sehe euch schon eine ganze Weile nicht mehr.

Eigendlich müsste mir das ganze viel mehr Angst machen. Die Entfernung zu den Göttern, die Enttäuschung durch die Kirche. Dieses Gefühl der Leere was damit einherging. Aber ganz so leer scheint diese Leere nicht zu sein. Immerhin gab es jemanden der bereit war mir Zuwendung zu geben wo die Götter denen ich blind überall hin folgte und für die ich Schlachten geschlagen und gewonnen hatte es mir verweigerten.

Bei meinem Blute, ich rede schon wie ein Angamonit. Oder besser gesagt ich dachte wie einer. Dachte ich denn wie einer? Ich weiß ja gar nicht wie ein Angamonit denkt. Ich weiß nur dass 4 Götter mich ignorierten aber einer seinen höchsten Horwah schickte um meine Leere zu füllen.

Ich schüttele den Kopf und fahre mir mit den Händen durch mein Gesicht. Genau diese Gedanken sind es die mich hier her führten. Ich weiß heute nicht wohin mit meinen Gedanken. Es ist ja nicht nur Altor, der vermutlich sogar neben seinem vorrangigen Interesse Kanzler zu werden, wirklich Interesse daran hatte meine Seele zu retten. Ich sollte nicht schlecht über einen Erzgeweihten des Schwertherren denken, aber Altor hat schon das ein oder andere mal bewiesen wie wichtig ihm sein persönliches Recht ist. Ganz gleich wie oft er schon mein Fürsprecher war. Aber um Altor drehen sich meine Gedanken jetzt gar nicht. Sollten sie zumindest nicht.

Meine Gedanken drehen sich um Sie. Nach Monden der Isolation, nach meinem Rücktritt und ihrem Aufstieg. Nach der langen Arie des Schweigens stand sie auf einmal vor mir im Burgsaal. Auch das noch! Es reichte nicht dass es Tendarion wie eine Fahne im Wind von Höckchen zu Stöckchen führte und wir uns so weit voneinander entfernten dass keine Brücke der Welt diese Schlucht der Trennung jemals überwinden könnte. Nein es musste ausgerechnet Sie sein. Sie von der ich mich über alle maßen verraten fühlte. Sie die mich unterstützte als ich die Kanzlerin absetzen wollte und Sie die für den neuen Posten die Seiten wechselte. Sie die tiefer in mich vordrang als es ein Geschoss jemals gekonnt hätte.

Natürlich tauchte sie auf. Sie wollte Politik machen, auch wenn sie das nicht zugab. "Die Interessen der Ritterschaft." seien jetzt wichtig. Ich musste mir mit allen Mitteln das Brechen verkneifen. Aber sowas konnte ich. Ein Pokerface, mir nichts anmerken lassen. Fachmännisch und vielleicht auch ein wenig in Rage redend gab ich ihr Antwort auf ihre Fragen. Der offizielle Teil war ziemlich schnell abgefrühstückt. Und wie zu erwarten dauerte es nicht lange bis das alte Katz und Maus spiel zwischen und anfing. Sie würde es niemals zugeben aber ich habe immer noch eine unglaublich große Anziehungskraft auf Sie. "Und sie auf dich..." Nein halt. Ich verdränge diesen Gedanken. Ich habe bereits einmal den Fehler gemacht und ihr zu viel Vertrauen geschenkt. Magier! Denen kann man nicht trauen! Kann man nicht! Sollte man nicht! Tue ich ... viel zu oft.

Erynnion, Solos, Toran, Caieta, sie alle genossen dann und wann mein Vertrauen. Zugegeben, Toran gab mir nie einen Grund das Vertrauen zu bereuen. Auch wenn er vermutlich bei der Krönung des ersten Königs schon 70 Götterläufe alt war. aber das spielte keine Rolle. Er war gradlinig. Erynnion .. er war Manipulativ. Aber ich will die alten Geschichten jetzt nicht alle durchgehen.

Natürlich lasse ich mich auf das Spiel mit Caieta ein. Immerhin springen wir einander auf die Avancen an. Diese Vertrautheit fühlt sich an wie früher. Sie befindet sich bereits wieder in meinem Netz, ob sie es zugibt oder nicht. Aber ich muss mich noch um andere Dinge kümmern. Ich bin Großmeister eines Ordens. Ich habe keine Zeit für diese Geplänkel die wieder im Nichts enden. Ich zeige ihr noch schnell den Magierturm unserer Burg um sie anzufüttern, dann bringe ich sie raus. Natürlich gefällt es ihr. Wem würde das nicht gefallen. Hofmagier eines Ritters, dazu noch eines Ritters dessen Anziehungskraft sie sich nicht erwehren kann. Aber Schluss jetzt.

Im Burghof angekommen will ich gerade die üblichen Abschiedsfloskeln von mir geben als auf einmal... ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll. Es fühlte sich an als seien die Strahlen der untergehenden Fela auf mich gerichtet. Als würde ihr Licht ein anderes Bild meiner Selbst wiedergeben. Ich bemerke wie sich schemenhaft dunkle Schatten über die Kettenglieder meiner Rüstung legen. Was zum Einen ist das?! Hat sie das gesehen? Besser ich verdecke meine Rüstung mit meinem Umhang. Aber .. Moment mal .. mein Umhang .. mein Umhang der eigentlich das königsblau meines Ordens haben soll, färbt sich an den von Fela bestrahlten stellen in ein blutiges Rot. Das ist alles nicht real! Ich kann es nicht verstecken! Sie muss weg. Sie ist nicht sicher!

Ich stürme in den Thronsaal. Natürlich folgt sie mir. Sie war schon immer dickköpfig. Ich verweise die Wachen des Raumes. Dieses Gefühl .. fühlt es sich so an wenn er seinen Blick auf mich richtet? Er der Eine. Ich sollte es verabscheuen, ich sollte es fürchten, aber es fühlt sich so gut an. Ich fühle mich kräftig wie schon lange nicht mehr. Und ich bin wütend. Diese Wut, sie ist so intensiv. Warum schenken mir die Viere nicht diese Zuwendung? Warum Er? Warum ausgerechnet dieser Eine von dem ich sie nicht will? Oder will ich sie? Argh!

Ich bekomme kaum Luft. Es zerreißt mich innerlich. Was ist wenn Sie das gar nicht ist sondern nur ein Trick des Lafay's? Warum sollte Sie auch hier sein, sie war es vorher auch nicht. Ich muss hier weg! Ich muss für mich alleine sein.

So sitze ich nun hier. In meinem kahlen Gemach. Nicht einmal Grauwind möchte ich gerade bei mir haben. Ich verstecke mich vor den Strahlen Felas, ich verstecke mich vor allem was mich sehen kann. Vor allem was bemerken kann, dass etwas mit mir nicht stimmt. Vor allem dem ich in meinem Zustand etwas tun könnte. Wie soll ich das überstehen? Was passiert wenn ich einschlafe? Ich darf nicht einschlafen dann dringt er wieder in meinen Kopf.

Ich darf nicht einschlafen, ich darf nicht zulassen dass meine Schutzmauer einstürzt und er sich in meinem Kopf einnistet. Ich darf nicht einschlafen, nicht einschlafen.

Dachte ich ... kurz bevor ich einschlief. Kauernd in der Ecke meines Gemachs.

Großer Großmeister, Großmeister des Ordens. Ritter im Namen der Krone und den Vieren. "Oder des Einen."

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