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 Betreff des Beitrags: Neue Chronik Finsterwangen
BeitragVerfasst: 28.11.17, 23:04 
Edelbürger
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Das Buch ist zu finden in Finsterwangen in einem pechschwarzen Buchkästchen neben einigen anderen Schriften.

In dieser Chronik sollen gesammelt werden Alles, was sich ereignet in Finsterwangen auf dem Pfade der Wahrheitssuche und der Enthüllung der Mysterien des neuen Zeitalters. Zum Ende des vergangenen Jahres erhoben sich die Ebenen Yerrodons gegen ihren ehemaligen Meister und erklärten der gesamten Schöpfung und allen Göttern den Kampf. Am Himmelszelt erschienen kaum deutbare Zeichen einer Schlacht zwischen den Göttern, ein grünes Leuchten zwischen der Dunkelheit und einem Feuersturm.

Mit der Zeit gewann in Brandenstein und in der Bruderschaft der Tardukai eine Deutung die Oberhand: Angamons ist wieder ein Teil der Familie der Götter. Schon zu seiner Geburt hatten die Viere ihm die Rolle des Dämonenkönigs zugedacht in einer List, um dem Chaos am Rande der Schöpfung Zügel anzulegen. Eine List der Götter, die sie vor den Sterblichen bis zum Anbeginn dieses ersten Jahres eines neuen Zeitalters geheim hielten und für die sie ihren Sohn in die Dunkelheit schickten.

Hier in dieser Stadt namens Finsterwangen, dem Sitz des ältesten Heiligtums Angamons, ist man noch vorsichtig, wie die Zeichen recht zu deuten sind, was Wahrheit ist und was Mysterium und Rätsel, das nicht verwechselt werden darf mit der Wahrheit. Doch zweifeln wir nicht am Beginn eines neuen Zeitalters. So soll diese Chronik auch alles Wissen und jede Erkenntnis sammeln über das neue Fundament der Schöpfung, damit die Wahrheit recht gedeutet und die Zeichen recht gelesen werden.


26.11 - Tag 330 im ersten Jahr des Neuen Zeitalters

Der Geist, der sich Tarrant nennt und mit einem Dämonen sich eine Manifestation teilt, wurde durch das alte Blut der Gemeinde vom Finsterwangen getauft und in ihre Reihen aufgenommen. Vor Jahrhunderten verschrieb ein Sohn aus dem Grafenhaus Tarrant seine Seele Angamon, um Unsterblichkeit zu erlangen wurde in ihm ein Dämon angekettet, seitdem streift eine Erscheinung durch die Zeit, die sich selbst Graf Tarrant nennt und daran glaubt, gleichzeitig eine Seele und einen Dämon in sich zu bergen.

Nun meint der Graf einen Weg gefunden zu haben, seinen Geist vom Dämon trennen zu können und seine Seele endlich vor Angamons Thron zu führen. Doch vor dieser Austreibung offenbarte er der Gemeinde Antworten auf einige Fragen: Angamon scharrt ein neues Gefolge von Dienern um sich, sein Horwah wird Indoaich genannt und selbst jene Dämonen, die sich nicht der Rebellion anschließen, finden keine Gnade vor ihrem alten Herren. Die Fürsten der Ebenen wetteifern miteinander und die Pforte zwischen den Sphären, das Mal des Dorayons, wird zum Dunkeltief nicht verschlossen bleiben. Der Graf will im Tempel ein Zeichen hinterlassen, wenn die Gemeinde, die ihn als einen der ihren taufte und aufnahm, bei der Vertreibung seines Dämons anwesend sein will.


Zuletzt geändert von Tarlas: 15.12.17, 20:10, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Neue Chronik Finsterwangen
BeitragVerfasst: 30.11.17, 00:08 
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29.11 - Tag 333 im ersten Jahr des Neuen Zeitalters


Indoaich, ein geflügelter Diener Angamons, erschien in der Stadt Brandenstein auf dem Marktplatz der Stadt Brandenstein. Anlass war der Ruf des Erzgeweihten Bellums nach dem Schwert der Wahrheit, um den Wunsch der Götter aus ihrem Munde zu hören und vor seinem Herren direkt um Antworten zu erflehen. Doch erhört wurde der Ruf allein von Indoaich, er stieg herab, um den Zeugen seines Erscheinens Fragen zu gestatten und ihnen jene Antworten zu geben, die von ihnen keiner hören wollte. Doch es sei daran erinnert, dass es ein Fehlschluss ist, Antworten und die Wahrheit zu verwechseln. Die Wahrheit wird verkündet und offenbart, so offensichtlich, dass sie keiner abstreiten vermag. Antworten folgen auf Fragen und beantwortet vermag allein, wonach gefragt wird. Eine Frage auszusprechen und Antwort zu erwarten, das ist nicht das Gleiche wie nach Wahrheiten zu suchen. Wenn wir Fragen in den Sternenhimmel brüllen und Antworten fordern, ist es dann weise die Wahrheit in großen flammenden Lettern am Horizont zu erwarten - und nicht die Finsternis der Nacht und das Glitzern und Funkeln der Sterne? So rate ich jedem eindringlich, klug zu erwägen, ob von dem Schwert der Wahrheit Antworten zu fordern und Fragen zu stellen, eine weise Handlung ist.

Doch in Brandenstein war die Zunge schneller als das Herz und der Verstand und so wurden unzählige Fragen gestellt und unzählige Antworten gegeben, was davon Wahrheit ist und was nur Antwort auf eine Frage, bleibt aberverborgen, so hütet euch vor Allen, die euch einreden, es sei einfach das Eine vom Anderen zu unterscheiden.

Indoaich sprach davon, was den Verrat der Dämonen ermöglichte, der Übereifer Bellums war es. Der Herr des Krieges war sich sicher, Yerrodon und das Chaos endgültig schlagen zu können, die List war nicht mehr nötig geworden, und so zerriss sein goldenes Haar die Grenzen zu allen Sphären. Doch wo der Herr des Krieges keinen Erfolg hatte, warfen die Dämonen in all der Verwirrung das Joch Angamons ab und erhoben sich gegen die Schöpfung und ihren ehemaligen Meister. Die Viere sollen sich uneins sein, verwundet, geschwächt und verletzt und im Streit, sodass es nach dem Ende der List zuerst Angamon und seinem Gefolge Bürde und Aufgabe ist, sich dem Heer der Dämonen entgegen zu stellen. Seine Pflicht teilt Indoaich mit zwei weiteren Dienern mit den Namen Nemses und Venatrix. So ist auch Indoaichs erste Aufgabe die Jagd nach Dämonen, Sterbliche erachtet er als nutzlos, schwach und anfällig in die Niederhöllen zu stürzen. Groß war der Unwillen Indoaichs Antworten zu hören auf die Fragen, die jeder selbst aus freiem Willen gestellt hatte und viel Zank und Zwist tat sich auf in den Reihen seines Publikums. Indoaich warnte vor seinem Verschwinden noch vor den kommenden Tagen, denn die Dämonen haben jedes Joch von sich geworfen, zügellos und frei vom Einfluss Angamons stehen der Schöpfung bisher unbekannte und nie erlebte Gefahren bevor, denn nun ist alles Tun und Handeln der Dämonen nicht mehr dem höheren Plan der Götter und ihrer List mehr unterworfen.


Zwischen den Seiten der Chronik liegt an dieser Stelle eine Kohlestiftzeichnung. Eine Gestalt in schwarzer Rüstung, hellem Haar, zerfetzter Tunika. Aus dem Rücken ragen zwei blutende Stumpfen befederter Flügel, der Gestalt fehlt eine Hand und ein Bein. Ein Auge ist verwundet in dem engelhaften Gesicht. Einige Details stimmen nicht, vermutlich hat ein Künstler die Zeichnung nach Beschreibungen angefertigt und war nicht selbst Zeuge einer Erscheinung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Neue Chronik Finsterwangen
BeitragVerfasst: 15.12.17, 20:44 
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14.12 - Tag 348 im ersten Jahr des Neuen Zeitalters


Ein weiterer verborgener Diener aus dem Gefolge Angamons enthüllte sich vor der Gemeinde von Finsterwangen: Venatrix, die Jägerin in der finsteren Nacht. Das neue Bekenntnis in Finsterwangen fand ihr Wohlwollen, auch ihr sind die Dämonen Feind und Beute, die Jagd nach denen, die Angamons Ketten von sich geworfen haben, ist ihre heilige Mission. Venatrix erschien in der Gestalt einer großgewachsenen schwarzen Katze mit grünen Augen, mit Klauen und Fängen aus mörderischem Stahl. Wie alle Raubtiere erheitert sie das Spiel mit ihrer Beute, das Ringen um Leben und Tod, die blutige Hatz. List und Tücke sind ihr wohlgefällig und keine Schmach, Gerissenheit eine Tugend.

Als Anerkennung für das neue Bekenntnis von Finsterwangen sprach Venatrix über das Wesen Indoaichs: Er liebt den Krieg und die Schlacht, nicht nur trotz all seiner Wunden, sondern gerade ob seiner Verwundungen. Er liebt das Blutvergießen und das Ringen der Starken und Mächtigen um den Sieg. Schwäche verachtet er und mitleidlos und streng ist er gegenüber Allem, auch sich selbst, denn seine Wunden künden vom wahren Wesen des Kriegs: Er frisst die Schwachen und lässt auch die Starken nicht unberührt zurück. Doch genau dafür liebt er den Krieg, verhasst ist ihm daher die Lüge, die den Krieg in goldenes Gewand und edle Seide kleidet. Lüge, die den Krieg adelt mit der Krone namens Gerechtigkeit und die Wahrheit verschleiert hinter Erzählungen von Gerechtigkeit und Ehre. Ruhm und Reichtum ist im Krieg zwar zu finden, aber nicht für Alle und Jeden, einzig für die Starken - das Groß kehrt mit leeren Händen und im Totentuch zurück oder nährt mit ihrem Blut die Äcker der Söhne. Einst war Indoaich ein Werber des Kriegs, geschmückt mit bunten Wimpeln, tiefen Taschen für glänzende Felascheiben, Verheißungen von Reichtum, das Schwert verborgen hinterm Rücken, die offene Waffe nur die Flöte. Heute ist er das Schwert der Wahrheit und kündet vom wahren Wesen des Kriegs, selbst wenn der Krieg sich weigert, sein Anlitz selbst im Spiegel zu erkennen.

Diese Worte waren Lohn für das neue Bekenntnis des Tempels von Finsterwangen, das da lautet wie folgt: Die Dämonenreiche haben sich Angamon zum Feinde gemacht. Der Götterkrieg ist vorbei, nun wacht Angamon an Erstes an der Grenze zwischen den Sphären. Der Hochmut Bellum war es, der Angamon vom Thron stieß und die Krone des Dämonenkönigs zu Beginn dieses Zeitalters zerbrach. Aber am Ende dieses Zeitalters wird die Krone der gesamten Schöpfung das Haupt Angamons zieren, nicht erlangt durch Krieg oder das Weltenende, sondern im höchsten Moment der Erkenntnis von Allem was ist. Denn längst ist Angamon den Dämonen weit entwachsen, in die Gefilde höherer Wahrheit vermögen sie ihm nicht zu folgen, allein seinen übrigen Getreuen ist das vergönnt. Und so wird der Eine weiter in die Höhe steigen und allem entwachsen, auch den Göttern, durch deren Zank und Streit die Ketten der Dämonenreiche gesprengt wurden und die schuldig daran sind, dass der Dorayon jeden Tag derart nah ist und die Mauer zwischen den Sphären brüchig. Auf dem Fundament dieses Bekenntnis wird in der kommenden Zeit im Tempel und Heiligtum von Finsterwangen ein neuer Kult erbaut, der Kult vom leeren Thron.



Zwischen den Seiten liegen zwei lose Blätter. Eines ist fast gänzlich mit schwarzer Kohle geschwärzt, allein zwei grüne Raubtieraugen finden sich noch auf dem Blatt. Auf dem zweiten Blatt ist mit groben Strichen ein Kreis gemalt, durchstoßen von Linien, die unterschiedlich weit in die Mitte hinein ragen. Nur eine der Linien reicht bis zur Mitte des Kreises. Die Seiten des Eintrags und die Zeichnungen sind befleckt von gräulich-dunklen Fingerabdrücken, das Blut des während des Bekenntnis ermordeten Dämonen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Neue Chronik Finsterwangen
BeitragVerfasst: 20.01.18, 12:49 
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20.01 - Tag 20 im zweiten Jahr des Neuen Zeitalters


Das Dunkeltief ist vorüber und die Stadt Finsterwangen steht noch und so ist es an der Zeit zusammenzutragen die Beobachtungen und Erkenntnisse aus dem ersten Dunkeltief des neuen Zeitalters. Der Dorayon, das Tor zwischen den Sphären, die blutige Wunde und das Mal an der Grenze dieser Schöpfung, ist nun mehr ganz und gar in Hand der Dämonenreiche, doch sie streiten und zanken sich um diese Beute und das Einfallstor nach Tare auch untereinander. Derzeit gehört der Mond dem Reich der wuchernden Ranken, der messerscharfen Blättern und der blutsaufenden Wurzeln. Doch die Götter und ihre Diener kämpfen und streiten an der Sphärengrenze, sodass noch die Dämenreiche nicht hinüber greifen können in ihrer Zerstörungswut.

So gelangten nur wenige Dämonen auf verschlungenen Pfaden während des Dunkeltiefs auf die Insel. Es mag sein, dass sie auf Schleichwegen durch die Schattenfpade in unsere Sphäre gelangten und dabei die abgelegten Gewänder von Toten und Vergessenen aufsammelten, sodass sie uns als Orken, als tote Könige, als Zwerge und als Kurtisanen erschienen. Besiegt wurden der Ork und der König, geflüchtet ist die Kurtisane, so scheint es derzeit, doch unklar ist, ob es ihnen gelang, nach dem Dunkeltief einen Teil ihres Seins in dieser Sphäre zu halten. Unbesiegt ist der Zwerg, ein Dämon, der Herr über wildgewordene Ranken und mächtige Wurzeln ist. Ihm ist es zweifelsfrei gelungen, in dieser Sphäre Wurzeln zu schlagen und das Dunkeltief zu überstehen. Die Wurzeln dieses Dämons schlummern auf der ganzen Insel unterm Erdreich, selbst in Finsterwangen wurden sie bereits gesehen und sein monströses Herz schlägt weit im Osten der Insel, ein Angriff bedarf einer kleinen Armee.

Indoaich, das Schwert der Wahrheit, scheinen andere Aufgaben an fernen Orten gerufen zu haben, ob sein Beistand uns noch einmal segnen wird, erscheint fraglich. Er ermahnte, dass das Wurzelwerk des Dämons spätestens zum nächsten Dunkeltief eine Gefahr gebären wird, die die ganze Insel verschlingen kann. Sichtungen der Jägerin über die Tage des Dunkeltiefs sind nicht bekannt, aber das blutige Auge, Nemses genannt, erschien in jenen Tagen. Nemses verkündete, dass sein Segen magische Reisen ermöglicht hatte. Das blutige Auge spricht nur mit Magiern mit geisterhafter Stimme und nennt sie Eingeweihte. Der Rest der Insel sieht in Nemses das verlorene Auge Astraels, aber der Rest der Insel ist offt allzu schnell Vermutungen zur Wahrheit zu machen. Ob die äußere Erscheinung von Nemses tatsächlich etwas über seine Herkunft verrät oder ein Symbol, eine Botschaft und ein Zeichen ist, dass es zu entschlüsseln und zu deuten gilt, sollte ein jeder für sich selbst entscheiden.

Die Provinz Finsterwangen und die Akademie zur Linken haben erste Schritte begonnen, gegen die Wurzeln und Ranken vorzugehen, die die Insel bedrohen. Noch sind unter unserer Stadt die Ausläufer nur spärlich und dünn, Berichte über Angriffe gab es nicht und mit Feuern ist den Ranken beizukommen ohne Gegenwehr. Alsbald werden weitere Versuche unternommen, diese Gefahr näher zu untersuchen und einzudämmen.



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 Betreff des Beitrags: Re: Neue Chronik Finsterwangen
BeitragVerfasst: 23.02.18, 17:46 
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23.02 - Tag 54 im zweiten Jahr des Neuen Zeitalters


Indoaich bleibt weiterhin der Insel fern, nachdem er uns mit der Warnung verlassen hat, dass das nächste Dunkeltief das Ende bedeuten wird, sofern die Wurzeln und Ranken des Dämons nicht ausgemerzt werden. Venatrix hetzte eine blutrote Ratte in eine Falle, jene fand dort scheinbar vorerst ein Ende, und seitdem ist die Jägerin nicht mehr gesehen worden. Ihr Erfolg in der Jagd mag sie gnädig gestimmt haben, doch ist sie damit zufrieden, dass ein Wolf die Ratte riss anstatt dass ein Frettchen seine Klauen und Zähle mit Blut und Mord beschmutze?

So verbleibt uns Nemses als Schutzherr und Beistand im Kampf gegen den Dämon aus dem Reich der verdorbenen Erde und sein Wurzelgeflecht. Das blutige Auge warnte davor, dass der Dämon dabei ist Herr und Meister über jeden Stein und alles Leben auf der Insel zu werden. Die Wurzeln und Ranken vermögen zu verderben mit ihrer Berührung und so ist jeder Angriff sogleich dem Magistrat zu melden, sonst mag der Dämon in der Lage sein Besitz über einen zu ergreifen. Nemses trug der heiligen Stadt, den Gläubigen und den Eingeweihten des Pfades zur Linken auf, die Vernichtung des Dämons anzustreben oder Nemses zu ermöglichen, diesen Dämon in Gänze zu verschlingen als Opfer am Altar Angamons. Erste Studien haben bereits einiges über die Natur der Wurzeln enthüllt und die heilige Stadt wird weitere Schritte zu seiner Vernichtung unternehmen und dabei auch auf Hilfe und Unterstützung durch die Diener der Elemente bauen.

Fünf der Gläubigen in Finsterwangen haben sich zusammen gefunden unter einem gemeinsamen Bekenntnis als Gemeinde vom hohen Thron Angamons. Einig und unzertrennt wird diese Gemeinde weiter nach Antworten suchen und sich Wahrheiten schmiedem im rechten Glauben an Angamon. Vereint unter dem Banner einer Lehre, geteilter Absicht und einem gemeinsamen Ziel wird diese Gemeinde opfern und beten am ältesten Altar Angamons auf der Insel Siebenwind. Die Gemeinde hat sich einen Prediger, einen Priester, einen Chronisten ihres Werks selbst gewählt und wird von nun an folgendes Bekenntnis verkünden:

Dass die Dämonen uns Feinde sind, denn sie beugen sich nicht vor dem Altar ihres Erschaffers und bedrohen die Schöpfung.
Dass Angamons rechtmässiger Platz der Thron über alle Schöpfung ist. Er wird am Ende dieses Zeitalters die Krone der Schöpftung tragen.
Dass sich Alles was jemals war und jemals sein wird sich am Ende dieses Zeitalters vor ihm beugen wird in friedlicher Unterwerfung.
Dass wir diesen höchsten Moment nicht erreichen werden, indem wir Berge aus Knochen erklimmen. Der Götterkrieg ist zu Ende.
Dass Angamon zur Vervollkommnung keiner anderen Götter gebraucht. Wir benötigen nur unsere eigene Lehre, er ist das alleinige Herz unseres Glaubens.


Einer der ersten Entscheidungen der Gemeinde war es ihr Wissen über das enthüllte Gefolge Angamons und ihre neue Chronik mit dem Rest der Insel zu teilen. Selbstlos und ohne Gegenleistung wurde dieser Schritt getan, auch wenn die Verhandlungen über den Stand des Pfades zur Linken und über die Zukunft der Provinz mit der Baronie derzeit ins Stocke geraten sind.



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 Betreff des Beitrags: Re: Neue Chronik Finsterwangen
BeitragVerfasst: 17.03.18, 13:34 
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17.03 - Tag 76 im zweiten Jahr des Neuen Zeitalters


Schatulle der Wahrheitssucher Fragen


An die Gemeinde von Finsterwangen, an alle die knien in diesem Schrein, an die Jünger der Wahrheitssuche und Zeugen des neuen Zeitalters: Die Schatulle der Wahrheitsucher im Schrein von Finsterwangen soll all jene Fragen beherbergen, die bislang ohne Antwort blieben, denn viele alte Gewissheiten sind gefallen. Ob demütig und ohne euer Zeichen oder stolz und mit eurem Namen, diese Schatulle soll all unsere Fragen sammeln als Opfergabe an Angamon und seinen Altar.

Manch Fragen werden ohne Antwort bleiben, andere werden in Andacht und Predigt zumindest eine Deutung der Zeichen erfahren. Doch hütet euch vor den falschen Propheten, die euch auf alle eure Fragen eine Antworte versprechen und sich im Besitz aller Wahrheiten wähnen! Als Chronist und von euch gewählter Priester verfüge nur ich allein über den Schlüssel zu euren Fragen.

Die neuen Worte von Nemses, dem Schlüssel der Sphären und Patron des Pfades zur Linken

Nemses erschien in unseren Reihen in den Hallen der ehrenwerten Akademie nach einem unserer Versuche, den Geheimnisen und Schwächen der verdorbenen Wurzeln auf die Schliche zu kommen. Folgende Wahrheiten verkündete er uns, den Erwählten, Töchtern und Söhnen seines Pfades: Die Wurzeln haben nur ein Herz, der Sitz des Dämons und das Geflecht ist wie sein Gedärm. Nur ungetrennt vom Geflecht wohnt der Wurzel ein Leben inne. Indoaich ist fern der Insel und unserer Sphäre, die Jägerin launisch und unstetig in ihrem Erscheinen. Die Wurzeln sind nur eine Erscheinung eines größeren Fluchs, der im Dunkeltief und mit dem Erscheinen des Reichs der faulenden Erde jeden Fleck auf der Insel berührt hat. Das Herz des Dämons ist mächtig, sein Schlagen lässt die ganze Erde beben und nur eine recht gesetzer Klinge vermag das Herz zu töten, doch mag es eher unsere Aufgabe sein das Geflecht zu schwächen anstatt das Schwert, das das Herz durchstößt.

Noch einmal wiederhole ich eindringlich die Warnung, dass ein jeder in Finsterwangen, aus dessen Wunden und Verletzungen diese Wurzeln trinken sich zu melden habe bei den Hohen und den Würdenträgern der Stadt, um Gefahr von ihm als auch von uns allen abzuwenden!



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 Betreff des Beitrags: Re: Neue Chronik Finsterwangen
BeitragVerfasst: 23.06.18, 16:52 
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23.06 - Tag 174 im zweiten Jahr des Neuen Zeitalters


Nemses wendet sein Auge von der Insel ab.


Ein Verschlinger von Magie plagte die Insel, ein großer Schemen geboren aus dem Hunger nach magischer Kraft. Reiches Festmahl fand er auf der Insel in Form von unachtsam gelagertem Arkanium in Brandenstein. Nemses erschien vor den Söhnen und Töchtern seines Weges, der Akademie zur Linken, und befahl und die Hatz auf diesen Verschlinger.

Wir riefen die ganze Insel zur Unterstützung und lockten den Verschlinger in die Ruinen von Luth Chalid, aber sein Hunger war jedem Bannkreis gewachsen und ein Teil der Krieger aus Brandenstein, in Uniform der Orden Bellums und anderer der Baronie treuen Banner, übte sich in großer Zurückhaltung und der Rolle als Beobachter. So gelang es dort nicht den Verschlinger zu ermüden, wie es der erste Plan vorsah und er verschwand noch gesättigter als zuvor.

Ein zweites Mal rief die Akademie zur Linken zum Kampf gegen den Schemen, dieses Mal in Finsterwangen trotz aller Gefahr für unsere Stadt. Eine Handvoll Söldner und Getreuer der Baronie erschien, Finsterwangen hatte umfangreiche Vorbereitungen getroffen für die Schlacht. Allerlei Angriffe und Geschoße schwächten den Verschlinger, während die Magiefähigen ihm so wenig Nahrung wie nur möglich boten. Der Magistrat zur Linken hatte Spiegel vorbereiten lassen, die dem Verschlinger schwer zusetzen, als sich endlich Fela hinter den Wolken hervor wagte. Als schlußendlich der Feind geschwächt genug erschien, da erschien Nemses um sich seine kümmerlichen Reste einzuverleiben.

Der Schlüssel zum Pfad zur Linken zeigte sich zutiefst unzufrieden mit der Hatz, mahnte mangelnde Zusammenarbeit an, die uns schutzlos und nutzlos gegen die Gefahr aus den Dämonenreichen macht. Unklar ist, wem diese Klage galt, war sie an die ganze Insel gerichtet, nur an die Gemeinde von Finsterwangen oder vielleicht an die Brandensteiner, um sie zu beschämen und in ihrem Stolz zu verletzen? In diesem Groll und nach aufmüpfigen Worten der Magistra Lucy entzog Nemses uns seinen Beistand und verkündete, dass der weitere Kampf gegen die Dämonenreiche ohne seine Hilfe zu bestreiten ist. Als Tat der Buße und Reue wird die Vogtin Lucy den Titel als Magistra im Pfad zur Linken bis auf ein weiteres Zeichen unseres Schutzherren ruhen lassen.



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