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 Betreff des Beitrags: [Mitmachthread] Die schwarzen Schwingen von Ewigwacht
BeitragVerfasst: 4.01.19, 00:01 
Edelbürger
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Die Rückkehr des Auges

Das Dunkeltief war angebrochen und in Ewigwacht brannte noch immer Licht im obersten Stockwerk des hohen, gewaltigen Turmes, der seinem Namen "Hoher Turm" alle Ehre machte. Weit hinauf am Bergmassiv entlang erstreckte sich der Turm, welcher aus dem selben Material wie der Berg errichtet worden war. Die goldenen Toren schimmerten immer wieder, wenn das Feuer im Innenhof des Hauptplatzes von Ewigwacht sich bewegte.

Oben auf dem Balkon des Turmes im obersten Stockwerk stand eine Gestalt mit dunkler Hautfarbe, vollkommen haarlosem Haupt, nicht einmal Augenbrauen oder Wimpern zierten das Antlitz. In hochedle, dunkle Gewänder gehüllt, die mit goldenen Fäden durchzogen waren und an verschiedenen Stellen die Symboliken Angamons und Nemses wiederholten und einem weiten mit nachtschwarzen Federn gesäumten Umhang, stand die Gestalt am Geländer des Balkons und übersah das Ödland mit einer Apparatur, die stark mehreren Teleskopen und Fernrohren ähnelte und auf einer Schiene am Balkon befestigt war.

Die Augen des Präfekten der arkanen Gesellschaft des Pfades zur Linken, dem Ae dor Naquo, dem Schatten des Alleinen, wanderten über die sich anbahnenden Horden von Feuerdämonen. Er hatte es befürchtet, dass Fürstin En'Searia die Gunst der Stunde nutzen würde um den Vulkan in Klauen zu bekommen und somit einen Daimonoiden ihrer Domäne entsenden würde. Eben diese Befürchtung bestätigte ihm der treue Diener Cordovans, als Kalanth kurze Zeit nach dem großen Ereignis in Ewigwacht eintraf. Schon morgen würden die Horden auf Ewigwacht prallen, dass prophezeihte er selbst mit eigener Stimme. Oder war es überhaupt seine Stimme? Nein, es war die des Erwählten des Alleinen, die Stimme Nemses, der sich in seiner Augenform präsentierte. Sie kündete davon, dass sie, die wahrhaft Gläubigen denen er seine Gunst nach wie vor schenkte, während er sich anderen entzog aufgrund ihrer Fehlleitung, als erste Bastion gegen die Horden des Feuers stellen mussten.

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Was war das für ein Hochgenuss? Sein Pläne, seine Konzepte, seine Ideen gingen in so kurzer Zeit auf. Die Allianz mit der Bruderschaft der Tardukai, die Gründung des eigenen Zirkels der arkanen Gesellschaft des Pfades zur Linken, welche in Kürze, wie er hoffte, als Hauptinstitution für die Magie zur Linken angesehen würde bei all dem Zulauf und den Erfolgen. Er hatte wieder das Bild vor Augen, wie sie alle gemeinsam als Gemeinschaft der Gläubigen Angamons, der wahren Diener seines Willens, zusammen standen. Seite an Seite standen Arkane, Krieger, Geweihte und Handwerker. Selbst jene, die noch im wahren Glauben an den Alleinen wankten standen festen Schrittes und unbeirrt da und konnten nicht mehr verleugnen, dass Angamon soviel mehr war als seine Eltern. Jene Götter die durch die Kirche alles im Reich versuchten vergebens in irgendwelche moralischen Zwangsgesetze zu knechten und nicht erkannten, dass Angamon nicht der Fürst des Chaos, sondern ein strenger, aber wohlgesonnener Fürst sein konnte, der wusste, dass bei bestehenden Gesellschaften automatisch Regeln des gemeinsamen Miteinanders entstanden, man diese Regeln aber zum Mittel des Zweckes jederzeit neu stecken konnte, dass war wahre Freiheit. Das er damit recht behalten sollte, dass er mit allem was er tat auf dem rechten Pfade wandelte, dass bestätigte ihm Nemses als er den eingefangenen Dämon, den der Präfekt zu einem Mahl verschnürt hatte ihm übergab. Was war es für ein Gefühl der Vollkommenheit als Nemses sich seines Körpers bemächtigte und aus ihm die Stimme des Horwahs für alle Anwesenden hörbar wurde und kündete, dass sie seinen Segen verdienten. So viele Steine fielen von zahlreichen Herzen. Sie alle hatten Gewissheit, dass Angamon als auch sein erwählter Horwah für die Magie zur Linken, sein Wohlgefallen ausdrückte. Sie alle spürten die Vollkommenheit, die Euphorie. Und wieder erinnerte er sich dieser Nähe Angamons als Nemses sich seiner bemächtigte und seine eigenen Worte in seinem Geiste hallten. Sie, die die erste Bastion darstellen würden. Die unüberwindbare Bastion. Er spürte die Euphorie aller Gläubigen, insbesondere der Diener Angamons. Es war ihre Zeit sich zu beweisen und Angamons Geschenk, an vorderster Front zu sein, anzunehmen.

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Er hatte inzwischen einige Arkane im Turm versammelt. Vor allem war er dankbar, dass Magistra Juliana ihn auf seinem Weg begleitete und nicht von ihm wich. Sie gab ihm in den letzten Wochen immer wieder den nötigen Rückhalt, die Liebe und die Nähe die er brauchte um sich auch einmal selbst fallen lassen zu können, ohne die dauerhafte Anspannung des Führen spüren zu müssen. Auch wenn er wusste, dass er manchesmal hart und zu führend war, so nahm er sich zumindest vor daran zu arbeiten und mehr eigenen Willen zu erlauben. Sie war schließlich keine junge Akoluthin mehr, sondern Magistra des Pfades zur Linken. Auch über Magister Ihns grenzenlose Loyalität war er dankbar. Er bestätigte ihn immer wieder, dass sein Pfad den er eingeschlagen hatte, der richtige war. Er war einer der wenigen, die er auf Tares Rücken als wahren Freund betrachtete neben der Magistra. Ein starkes Duo, denen er mehr Freiheit in ihren eigenen Handlungen geben musste und vertrauen sollte, dass auch sie ihm kontra gaben, damit er nicht vom linken Pfade abrückte. Denn auch er benötigte mal hin und wieder einen Schubser. Ein Schmunzeln stahl sich auf seine Lippen als er über die zwei neuen Akoluthen nachdachte und die Maga, deren Einordnung noch aus stehen sollte. Sein Blick fiel vom hohen Turme hinab auf die Gestalt mit den Klauenhänden, die Frau mit den schwarzen Kleidern und der gewaltigen Axt auf dem Rücken, die von ihrer Mühle mit den Arragars herankam. Er war gespannt, ob sie sich ihm endgültig anschließen würde. Und dann war da noch die neue Arkane, die sich ebenso als Akoluthin eignete, sie würde Ihns neue Schülerin werden. Während er beschloss, dass Nata von Juliana ausgebildet werden sollte, sie hatte ein Händchen dafür.

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Es fügte sich alles, wie Zahnräder eines Uhrwerks die ineinander griffen und den Zeiger von kurz vor Zwölf auf Zwölf drohten zu drehen. Doch für wen mochte es kurz vor Zwölf sein? Für den Präfekten jedoch begann ein neuer Tag. Ein Tag, der flammendheiß werden würde.

Endlich einmal die Wahrheit - es war der Wille Angamons.


Zuletzt geändert von Vencurius: 5.01.19, 01:12, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: [Mitmachthread] Die schwarzen Schwingen von Ewigwacht
BeitragVerfasst: 4.01.19, 00:43 
Einsiedler
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Seine Linke pochte, der Schnitt in die Handfläche war tief, tiefer als er es zuerst geplant hatte und das Kämpfen tat sein übriges, damit die Wunde nicht zur Ruhe kam. Aber der Schmerz peitschte ihn eher an im Kampf, als wäre er berauscht schnitt das Schwert durch seine Feinde.

Der Morotai hat wahrlich noch viel zu lernen, aber die heutigen Lektionen waren wichtig für ihn und nun, nun hatte er seinen eigenen Khetai, auf den sein Augenschein liegen muss.

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Die Präsenz von Nemses war beeindruckend. Um die Bedeutung, dass er durch die Arkanen für alle hörbar sprach, wusste der Tardukai. Alle Anwesenden wussten, wie besonders, wie wichtig dieser Moment war, alleine schon durch die Worte, die Nemses an die wahrhaft Gläubigen richtete.

Für einen Moment war all der Ärger der letzten Monde vergessen, das Ziel und die Aufgabe klarer und greifbarer als jemals zuvor die letzten Tage. So viele Ziele liegen vor dieser Gemeinschaft und eines der wichtigsten wurde nun erreicht. Ein gutes Gefühl.

Die Ankunft der Unterstützenden Kräfte war zwar angekündigt, aber überraschte den Tardukai, ob der Heftigkeit der Ankunft und doch freute er sich über die neuen Gesichter.

Und nun, wo alles wieder etwas zur Ruhr kommt, er alleine im Heiligtum steht und betet, hat er auch endlich einmal Zeit die Eindrücke zu verarbeiten. Marion fragte ihn einmal, ober sich manchmal einsam fühlen würde, die Wahrheit ist wohl, dass er das allein sein mit seinem Herren oftmals sucht. Auch wenn das Gefühl, die große Last der Gemeinschaft manchmal alleine zu tragen, ihn hin und wieder fast übermannte. Doch er trug es und er wird es weiter tragen, er wird stark sein, denn dies ist sein Wille, der Wille Angamons.

Eine neue Zeit bricht an für die Gläubigen auf dieser Insel und er weiß, dass er maßgeblich daran beteiligt ist.

Eine Ehre, eine Bürde.

Ein Tropfen riss ihn aus seinen Gedanken. Sein Blick wandert zu seiner Linken, die wieder zu bluten begann. Schatten drangen in die Wunde ein, ohne dass er etwas machte, dieses mal ging es nicht von ihm aus. Ein Träne rann aus seinem rechten Auge. Ein Lächeln huschte über seine Zuge, kein gestelltes, kein Maske, ein echtes, denn jetzt gerade ist er ganz nah bei ihm.

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Spieler von: Velyan Lunarius Tziradai
Ehrwürdiger Tardukai seiner Allerheiligkeit, Fürst Raziel von Vandrien.

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 Betreff des Beitrags: Re: [Mitmachthread] Die schwarzen Schwingen von Ewigwacht
BeitragVerfasst: 5.01.19, 17:44 
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Die drei Tardukai standen in Reihe vor dem Tor und verteidigten verbissen das kleine Osttor. Die Feuerbestien hatten die Metallkonstruktion zerschmolzen, während alles im Süden abgelenkt war. Zielsicher führte der Satai die anwesenden Truppen und letzten Endes wurde das Tor wieder eingesetzt, eher sie zurückfallen konnten und Ewigwacht wieder sicher war.

Nemses hatte es ihnen gesagt, sie sind die erste Bastion des Widerstandes gegen die Kreaturen, die die Wahrheit Angamons verweigern und den heutigen Tag haben sie bestanden und sich Angamon als würdig erwiesen.


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 Betreff des Beitrags: Re: [Mitmachthread] Die schwarzen Schwingen von Ewigwacht
BeitragVerfasst: 6.01.19, 11:18 
Einsiedler
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Aufgeben - Niemals!

Es war noch früh am sechsten Tag der Woche als bereits das Treiben auf dem Hof Ewigwachts das Erwachen der ersten Bewohner ankündigte. Wie so oft in schwarze Stoffe gehüllt, schritt die Maga über den Platz, lediglich begleitet von einer nebelartigen Kreatur, um sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen, die vereinzelt anwesenden Eindringlinge wurden gleich elliminiert. Im Allgemeinen war es ruhig. Doch ließ sie nicht zu, dass sie jener Zustand in ihrer Aufmerksamkeit trüben ließ. Noch zu genau hatte sie die Worte Nemses' im Ohr. Sie seien die erste Bastion. Sie wusste, dass das Bisherige noch nicht alles gewesen war. Es war noch nicht vorbei.
Und doch obsiegte die Vernunft, sodass sie sich, nachdem alles in Ordnung war, für ein Frühstück zurückzog, während allmählich mehr Leben entstand.
Auch wenn ihr die Nacht zumindest ein wenig Erholung gebracht hatte, beschloss sie, sich zur Meditation zurückzuziehen, um sich gegen die kommenden Angriffe zu wappnen.
Es hatte sich gezeigt, dass sie sich in diesen Zeiten aufeinander verlassen konnten und sie sich so durchaus einige Zeit zurückziehen konnte, ohne sich selbst oder andere damit größerer Gefahr auszusetzen. Eine Tatsache, die ihr tatsächlich Erleichterung verschaffte.

In den letzten Monden hatte sich ihr Leben vollkommen verändert. Auch das war eine Tatsache, die ihr vorallem dann immer wieder bewusst wurde, wenn die Maga zur Ruhe kam. Mittlerweile kam sie sich, wenn sie an die Zeit nach ihrer Ankunft auf dieser Insel dachte, selbst sehr naiv vor. Mitterweile war alles anders. Auch sie selbst hatte sich verändert und auch wenn sie sich durchaus manches Mal noch vor sich selbst erschrak, konnte sie nicht verleugnen, dass sie sich freier fühlte als jemals zuvor. Immer stärker wurde ihr Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein, auch wenn das Ziel noch ein ganzes Stück entfernt vor ihr lag.

Erst nachdem schon die ersten Treiben auf dem Hof vor dem Gemeinschaftshaus laut wurden, gesellte sie sich einige Zeit später wieder dazu. Nachdem auch der Präfekt erschienen war, waren die ersten Aufgaben schnell verteilt.
Vom Balkon des „Hohen Turmes“ aus, welcher seinem Namen tatsächlich alle Ehre machte, konnte sie mithilfe eines Occulus große Gebiete des Ödlandes überblicken und was sie sah, erschien ihr mehr als alamierend. Schon bald sollte ihnen der nächste Angriff bevorstehen. Viel Zeit blieb ihnen tatsächlich nicht.
Und tatsächlich... Nachdem der Präfekt von der Lagesondierung in Brandenstein zurück war und man die neuen Erkenntnisse besprechen wollte, musste jenes Vorhaben sogleich unterbrochen werden, um sich der Schar der eindringenden Feuerwesen zu widmen.
Diesmal standen sie jedoch einer großen Übermacht entgegen. Immer wieder schienen für eine niedergerungene Kreatur gleich mehrere neue auf sie zuzuströmen. Zwar ließ die Hitze der Kreaturen und der Kampf selbst die eisige Kälte, die sich über die Insel gelegt hatte, für den Augenblick vergessen, doch blieb den Streitern und Magiern irgendwann nicht anderes mehr übrig als sich zum Sammeln ihrer Kräfte in die Burg zurückzuziehen.

Nachdem der Präfekt auch die letzten aus dem umkämpften Gebiet in die Sicherheit der Burg der Bruderschaft gebracht hatte, saß man noch eine ganze Weile zusammen, wobei alle Anwesenden zumeist ihren eigenen Gedanken nachhingen, bevor sich die Gruppe nach und nach auflöste, als die meisten nun doch einige Zyklen Schlaf suchten.
Doch war eines allen bewusst: Dies hier war nur eine Pause. Aufgeben war keine Option.


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