An unserer Schule hatten wir ne Projektwoche, wo man n paar Tage vorher n Projekt aussuchen konnte, und dann sich ne Woche damit beschäftigte. Da gabs alles mögliche, von Kochen bis 3D-Maps basteln, und eben zu meiner Freude, ein Rollenspielprojekt. Wie ham da die ganze Woche, jeden Morgen Rollenspiele gezockt, und an den letzten Tagen sogar Schaukämpfe mit Schwertern gemacht. War echt die geilste Woche meines Lebens, und deshalb hab ich mal so 1/50 unseres erlebten Abenteuers als Geschichte geschrieben. Hoffe sie gefällt:
Ich Grombar, Führst von Ravenhow möchte erzählen, möchte erzählen von Schlachtenreichen fünf Tagen, von den fünf Tagen des Namenlosen im Jahre 12 nach Gravebarons Schlachtensieg. Alles begann damit, das ich dem elenden Reichtum und der Zerstreuung in meinem Fürstentum überdrüssig wurde. Alles langweilte mich, sogar das Geschrei der Wehrlosen Bauern, dessen Dörfer ich aus reiner Lustlosigkeit plünderte um mir eine Freude zu gönnen. Doch das Geschrei war nur noch dumpf und klanglos in meinen Ohren. Es fehlte etwas, ich brauchte etwas: Abenteuer, Gefahren, ebenwürdige Gegner, das war es, ich musste fort, weit weg. Meine Schwester Filiana unterstützte mein Vorhaben, sie war sogar etwas zu begierig darauf mich abreisen zu lassen, doch war es mir egal, ich träumte schon von kämpfen gegen Ritter und sonstiges Gesocks. So rüstete ich mich den um noch am selbigen Tage abzureisen, und den elenden Hof hinter mir zu lassen. Meinen schwarzen Waffenrock, ein langes Kettenhemd und mein Kurzschwert, das schon so manches Bauernherz gespürt hat, hatte ich schon an mir. Es fehlten nur noch einige Kleinigkeiten, einen Zweihänder nahm ich mir aus der Waffenkammer, bannt ihn mir auf den Rücken, einen dunkel grauen Wolfsfellumhang darüber, einen gehornten schwarzen Helm und einen Rucksack mit Vorräten, das reichte mir fürs erste um einige Kerle zu erschlagen. Ich ritt den fort, ohne Abschied, ohne Lebewohl einfach durch die Tore hinaus. So ritt ich einige Tage, von Dorf zu Dorf, und hoffe einige Abenteuer bestehen zu können, doch nirgends ward Abenteuer. Bis ich in ein kleiner Dorf namens Bergea kam, so ritt ich hinein, gab mein Pferd einem Stallburschen, den ich mit einigen Ohrfeigen schon einmal zeigte was geschieh, wenn mein Pferd nicht einwandfrei behandelt wird, und schlenderte gen Marktplatz. Etwas seitlich dessen, fand ich eine kleine schar von Mannen, um einen gebrechlichen alten Mann stehen. Ich ging denn näher um zu lauschen, was es da denn so spannendes gab, und es lohnte sich, der Mann erzählte von reichen Schätzen in einer Höhle, bewacht von nur 12 Räubern, die des öfteren hier in der Gegend plündern. Wahrlich wohlklingend für meine Ohren, und anscheinend auch für die der übrigen Männer. So machten wir uns dann ohne langes Gerede auf um diesem Schatz habhaft zu werden, und so musterte ich die Kerle die mit mir zogen Ersteinmahl. Da war ein komischer Neger in Lehndenkhorts, ein weiß heutiger Halbzwerg, der ziemlich hässlich aussah und dämlich wirkende rote Augen hatte, ein Zwerg, den ich nicht näher beschrieben kann, weil ja eh alle gleich aussehen, und dann noch zwei Mannen meines Schlages. Ersteinmahl ein Krieger, der den Titel eines Herzogs inne hatte, bewaffnet mit einem Bastardschwert, und gerüstet mit einem Kettenhemd, und dann noch einen hochgewachsenen starken Söldner, der Erbärmlicherweise nur ein Kurzschwert in seinen kräftigen Händen hielt. Nach einigen Gesprächen und mit den zwei Männern, über unser kommendes Abenteuer, standen wir plötzlich von einer Höhle. Einen zwei Meter hohen und breiten Eingang hatte sie, und einige Schädel waren an Speeren aufgespießt, doch störte uns dies nicht weiter. Also gingen wir hinein, und durchsuchten die Höhle nach Schätzen, fanden aber nur ein jammerndes Weib, das hier anscheinend Sklavendienste tat. Doch als wir uns gerade dieser Dienste annehmen wollten, stand auf einem eine 12 köpfige Schar Bastarde hinter uns, die uns gleich hinterrücks niederschlug. Ich kämpfte tapfer und rang mit dreien gleichzeitig, doch als die andern noch auf mich sprangen war selbst ich dem nicht mehr gewachsen. Sie warfen uns in einen dunklen Tunnel und verschlossen die Tür. Nach einiger Zeit kam ihr Anführer der Hundesohn und berichtete von den Dingen die er Eindringlingen antut und wie er ihre Köpfe dann aufspießen wird. Mir war es egal, mich bekommt keiner besiegt, doch ein Kampf war auch noch gar nicht nötig. Er wollte eine kleine Jagt veranstalten und wir waren die Beute, kein Problem sagte ich, und so gab man uns unsere Waffen und 15 Minuten Vorsprung. Wir rannten was die Beine hergaben , und nach einiger Zeit sahen wir zwei Dörfer im Horizont, doch war der Hufschlag der Schurkenbande schon zu nahe, zum Kampf zu müde kam der Zwerg auf eine dämliche Idee, er warf sich kopfüber in den Sand und buddelte was das Zeug hielt. Wir taten es ich nach, wenn auch mit einem lauten grummeln und schimpfen wegen diese absurden Ideee. Jeder schaffte es irgendwie sich mit Sand zu Bedecken, und schon bald hörten wir das beben der Erde, als die Reiterschar vorbei ritt. Wir warteten noch einige Minuten, bevor wir uns wagten aus dem Sand zu steigen, und als wir uns dann endlich den Sand abklopfen durften, sahen wir am Horizont schon das linke Dorf lichterloh brennen. So jagten wir denn Halsüberkopf zum rechten, um uns dort in Sicherheit zu bringen. Dort angekommen schrie ich wie wild, das eine Räuberbande gleich hier einfallen wird, doch niemand beachtete diese, statt dessen standen einige Bauern um einen Boxkampf, ausgetragen von einem Norbarden mit einem schwächlichen Bauern, ein ziemlich ungleicher Kampf muss man bedenken, wenn man sich die Muskeln des Norbarden ansah. Doch trat ich dazwischen und berichtete was hier gleich vorfallen würde, wenn sie nicht sofort zu den Waffen greifen würden, doch anstatt wie Männer zu kämpfen rannten sie davon. Schäumend vor Wut ging ich zur Taverne, wo sich auch meine Kumpanen aufhielten. Ich erblickte sofort einen komisch gekleideten Mann, der ein paar Gardisten rumscheuchte, und den Zwerg, der ihn anscheinend anzureden versuchte. Als ich mich weiter umblickte sah ich sogar noch den hässlichen Halbzwerg, der anscheinend unter die Treppe kriechen wollte, pah, so ein feiger Hund. Ich ging denn zu dem komischen Mann, um ihm zu berichten, doch lachte er nur, fast hätte ich ihm eine geknallt, doch hörte man schon wildes Gekreische von draußen. Das verleitete den Herrn natürlich zu taten und er bat uns seine Waren zu retten. Wir nahmen an und rannten zu dem beladenen Plan-Wagen mit der Absicht uns dünn zu machen, und die Waren irgendwo zu verkaufen, harharhar, diese dumme Händler, als wenn wir seine Diener wären. Also wie gesagt, wir preschten hinaus, in vollem Galopp, und drei Reiter hinter uns, einer von ihnen, der vorderste war ihr Anführer. Wir mussten sie irgendwie abschütteln, doch waren ihre Pferde schneller als unser Wagen, und so rissen wir die Plane ab und warfen sie nach ihnen, was ein Glück, das Pferd stürzte und der Reiter gleich mit dem Gesicht zuerst in den Schlamm. Har har har, das war ein Spaß, dieser elende Hundesohn.
Natürlich war das nur so ein bischen der Anfang, und erklärt nichts über die fünf Tage des Namenlosen, aber ich bin halt noch nicht weiter gekommen :verzweifel: .