In dieser Nacht sitzt ein Mann im Tempel der Vier, gehüllt in einen Fellumhang und eine weiße Tunika. Er kniet vor dem Altar, eine Harfe in seinen Armen. Leicht bewegt er seine Finger über die Saiten und sanft hallen daraufhin die Töne durch den stillen Raum.
Zuerst sind sie leise, kaum zu hören, doch mit der Zeit werden sie intensiver, eindringlicher.
Ein zufällig Vorbeikommender mag nun diese
Melodie hören.
Sollte er noch genauer lauschen, vermag er vielleicht auch den leisen Gesang hören, den der Mann vor dem Altar angestimmt hat.
Der Barde singt, mit sanfter, klarer Stimme:
'Wenn dunkle Wolken zieh'n übers Land
Wenn schwarze Schatten dich umhüll'n
Wenn du denkst, du bist am Ende
reicht dir die Hoffnung ihre Hand.
Wenn du lebst in schweren Zeiten
Wenn die Zukunft scheint verlor'n
Wird sich Vitama dir erbarmen
Hoffnung...nimmt dir deine Leiden.
Wenn du denkst, dein Leben ist am Ende
Werden die Wolken sich teilen
Werden die Schatten verschwinden
Wird eine neue Sonne den Horizont erklimmen
Neue Hoffnung wird in dir keimen
Neue Freuden die Schrecken vertreiben
Und aufs neue wirst du leben
geführt durch Vitamas sanfte Hand.'
Ein Gefühl der Hoffnung, der Hoffnung die in dem Lied besungen wird, mag vielleicht in einem zufälligen Zuhörer aufkeimen, ihn erfassen, ihn durchfahren. Vielleicht mag er sich die Botschaft des Liedes zu Herzen nehmen und sie mit sich tragen.
Und vielleicht mag er am nächsten Abend wieder den Tempel aufsuchen, in der Hoffnung, das Lied erneut zu vernehmen, erneut die Hoffnung zu spüren.
Und in diesem Fall soll es ihm vergönnt sein, denn der Barde sitzt nun des öfteren im Tempel, vor dem Altar der Vier und spielt sein Lied der Hoffnung.