Siebenwind ...
Der von fettschwarzen Wolken verhangene Osten entzündet sich mit göttlicher Langsamkeit im Licht eines neuen Morgens.
Nebelfetzen ...
Sie erheben sich aus dem vom häufigen Regen vollgesogenen Wiesen und Wäldern als das trübe Licht schräg über die Berge vor Brandenstein flutet und die feuchten Mauern bestrahlt.
Die Stadt ...
Langsam erwacht sie, noch im Schatten ihrer eigenen Mauern versunken. Der Seewind des Morgens drückt den Rauchgeruch der Schornsteine wieder zurück in die Gassen und unpassend, lebendig und wach, beginnen die Möwen am Hafen zu kreischen. Und als weisse kleckse über den Himmel zu steigen.
Der westliche Wald ...
Tau tropft von den kränklichen Blättern und die letzten Fetzen Dunkelheit halten sich hartnäckig zwischen den nassglänzenden Stämmen der Bäume. Es wird noch eine Weile dauern, bis Fela mächtig genug ist, alles zu enthüllen, was im Bauch des Waldes vor sich geht, was darin schläft, was darin ruht.
Die Leiche ...
Sie liegt im Schatten von drei nah beeinander stehenden Bäumen. Auf dem braunen, feuchten Laub des vorigen Bellum.
Als haben wütende Geister sie gepackt und, gleich einer Puppe aus Stroh, gebrochen und verworfen sind Glieder sind verdreht und schneidend in den regennassen, ehemals kostbaren, Stoff der Gewänder gepresst.
Eine verrutschte Schnur mit geschundenen Federn liegt über dem durchgestreckten Hals des Toten und sein glänzend schwarzes Haar liegt in wirren, nassen Strähnen über seinem bleichen Gesicht, über dem stumm geöffneten Mund.
Hier liegt er ...
... Jabarkas Gem
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