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 Betreff des Beitrags: Der Weg
BeitragVerfasst: 27.08.03, 09:24 
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Grimmig starrte er den alten Mann an.
Musterte ihn von oben bis unten und dachte über all die vergangenen Jahre und die gemeinsam geschlagenen Schlachten nach.
Seit Stunden saßen sie beisammen, seit Stunden hatten sie sich nur angeschwiegen und dennoch wusste jeder was der andere dachte. Doch Thorwin konnte es auch spüren, vielleicht nur ein Geste, ein Ausdruck im Gesicht, vielleicht auch das Zittern der Hand wenn der alt gewordene Mann seine Tasse zum Mund führte. Und langsam fing Thorwin es an zu genießen, der alte Mann, der vor ihm saß hatte Angst. Vielleicht nicht direkt vor Thorwin, aber vielleicht von dem was kommen würde, und irgendwie ließ Thorwin das schmunzeln. Thorwin war all das geworden was der alte Mann einst war, und was er durch seine eigenen Vorschriften nie wieder sein würde.

"Wir die treuesten der Treuen!" sprach der alte Mann plötzlich und starrte Thorwin in die Augen.
Ein lautes, durch die kalten, steinernden Gänge hallendes Lachen war die einzige Antwort.


Zuletzt geändert von Thorwin Eiswolf: 27.08.03, 16:33, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30.08.03, 00:00 
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Spärlich beleuchtete das kleine Lagefeuer die Umgebung. Ein kleiner Lufthauch spielte mit den Flammen und trug ein paar Funken davon. Wiedermal war es eine dieser rabenschwarzen Nächte und wieder waren keine Geräusche zu vernehmen. Nur die kahlen Bäume schienen zu ächzen und wilde Verfluchungen auszustoßen wenn der Wind ihre morschen Äste bog. Das Licht des kleinen Feuers sorgte dafür, dass die Bäume bizarre Schatten warfen und scheinbar alles Leben auf dem Boden zu verschlucken drohten.
Noch immer waren die Fratzen auf seiner Rüstung und noch immer flüsterten sie ihm zu. Er mochte es wenn sie mit ihm Sprachen, war es doch die direkte Verbindung zu ihm, zum König der Götter.
Langsam zog er den Schleifstein über die schwarze Klinge und das wütende Kreischen abgeschliffener Metallsplitter und Steinstücke bellte durch die Nacht. Zug um Zug wurde das Kreischen schriller und die Klinge schärfer. Er musste Schmunzeln als er daran dachte, wie er damit das Leben seiner Feind aushauchen würde und er dachte daran wie es wohl wäre, damit den Ketzern ihre Köpfe abzuschlagen und sie der Reihe nach bis zur alten Hauptstadt, auf Pfählen aufgespießt, als kleinen Wald des Häresie aufzureihen. Nun da der Fürst gegangen war, Heim zu wichtigen Geschäfen wie der alte Mann es nannte, stand ihm niemand mehr im Weg. Das Weib fraß ihm aus den Händen und sie Schüler hingen an seinen Lippen und verehrten jedes Wort das er sprach. In ihm hatte sich ein neues Gefühl breit gemacht. Er war nicht mehr von Hass, Zorn oder Rache besselt, nein etwas viel besseres, schöneres hatte sich in ihm breit gemacht. Das Streben nach Macht. Es gab mehr als den Hass und das wütenden Abschlachten der Ungläubigen, obwohl es freilich Spaß machte, dennoch gab es mehr. Es gab so viel zu erforschen und irgendwie beneidete er die Magier um ihr wissen, ihre Fähigkeit mit dem Herren direkt zu kommunizieren. Nun, vielleicht könnte man es ja ändern? Vielleicht kann man ja mit besonders vielen Opfergaben ebenfalls jenen Weg beschreiten? Sich selber zunickend, zog er den Stein abermals über die Klinge. Wahrlich, es musste einen Kreuzzug geben, einen Kreuzzug gegen die Ungläubigen. Doch zuerst mussten die eigenen Reihen gesäubert werden. Es gab zu viele die nicht Beten wollten. Er konnte es immernoch nicht fassen, dass noch immer kein Altar ihm zu ehren errichtet worden war. Wenn es der Herr so wollte, so würde er eben erneut die anderen darauf hinweisen, dass man seinen Glauben auch praktizieren muss und wenn er es ihnen mit Schwert oder seiner liebgewonnenen Peitsche einprügeln musste. Ein letztes Mal riss er den Stein über die Klinge, dann erhob er sich vom Lagerfeuer und marschierte auf das große Lager zu.


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BeitragVerfasst: 31.08.03, 23:32 
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Mit einem wahnsinnigen kreischen fuhr die Klinge hinab auf die frau die vor ihm Kniet. Thorwin hatte diese Hiebe schon oft durchgeführt und wusste, dass sie einen Mann von Kopf zur Hüfte aufspalten konnten. Und das mit viel weniger Kraft. Thorwin fühlte sich stärker denn je und er wusste, dass das Weibsbild da vor ihm eines dieser zufriedenstellenden Geräusche von sich geben würde die erklingen, wenn sich metall seinen weg durch fleisch und knochen bahnt.
Doch plötzlich formte sich nebel um ihn und schien ihn von seinem ziel abzulenken, doch er war zu erfahren um sich ablenken zu lassen und so fand die klinge ihr ziel. doch statt in warmes flesiche bohrte sie sich in kalten stein. Wütend fegte er mit wilden schwerthieben den nebel auseinander und spürte einen etwas gegen seine seite schlagen. nicht mehr als ein stich, doch brannte jener schwerzhaft. wütend schleuderte er die klinge zur seite, sich durch den schwung drehend und verfehlte nur knapp, die frau wich gekonnt nach hinten aus, wohl wissend, dass der hieb sie über dem brustkob in zwei teile geschlagen hatte. schnaufend stürmte er der frau nach, die sich nun auf eine der holztreppen flüchtete. wieder schang er das schwere schwert in einem weiten bogen doch sie sprang über die klinge nach vorne weg und sein schwert fraß sich durch die holzstufen und holzstücke regneten in den burghof. dann traf ihn etwas am kopf. gefolgt von einem knacken verließen ihn die kräfte. sein schwert sank zu boden und seine knie berührten den boden. seine maske ruschte langsam von seinem kopf, gespalten durch den hieb der frau. wie knackende knochen fiel sie auf den boden, und wie eine irre fratze starrte die maske ihn an. und plötzlich war das flüstern weg, die ständigen versprechungen von macht und reichtum. das flüstern war fort. er fühlte etwas warmes an seinem schädel entlanglaufen. ungläubig tastete er danach und sah sich dann seine blutige hand an. der fürste hatte also doch recht. tardukai wird tardukaiblut vergießen. erneugt beugte er sich nach vorne und starrte auf die maske, die sich langsam aufzulösen begann.
der fürst hatte recht. der alte mann hatte ihm alles vorasugesagt. der alte mann war doch nicht alt und schwach... nein er war es, der zweifler am rechten pfad, der zweifler am fürsten.
doch hatte sie ihm die zeifel genommen und schon brannte in ihm etwas seinen weg durch das gefühl der macht und gier, was er nur zu gerne willkommen hieß: der hass war wieder entwacht, die wut auf die vier und ihre faulen zauber war wieder geboren.
erzittert ungläubige, denn der hass kommt über euch.


Zuletzt geändert von Thorwin Eiswolf: 31.08.03, 23:34, insgesamt 1-mal geändert.

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