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Draussen, weit vor den Toren der Stadt liegen zwei Frauen nebeneinander unter einem langen Kleid das ihnen als Decke gilt. Eine von ihnen schläft seit Stunden schon, doch die andere blickt noch immer gen Himmel und denkt nach. Von Zeit zu Zeit entweicht ihr ein leises seufzen und immer wieder schüttelt sie leicht den Kopf. Und als sie sich gar keinen Rat mehr weiss, richtet sie ihre leisen Worten an die Viere.
Oh, ihr hohen Götter, Viere an der Zahl,
ich bete zu euch, bitte lindert die Qual.
Hunderte von uns sind schon gegangen
und so langsam dürfte das langen...
Ein leichtes Lächeln über den von ihr ungewohnt schlechten Reim huscht kurz über ihre Lippen und verblasst dann wieder. Leise nur kommen ihr die Worte von den Lippen um die Frau neben sich nicht zu wecken, doch ist es ihre Hoffnung, dass sie laut genug sein mögen, um die Viere zu erreichen.
Ich wünsche mir Frieden für dieses Land
umstreicht es wieder mit euerem Band,
so dass wir wieder tief schlafen können.
Ich bete zu euch, wollt ihr uns das gönnen?
Sie blickt zu der Frau neben ihr und ihr Blick wird bitter.
Ich bete für sie und für Elodia ihre Freundin
und für meinen Vater, dem ich immer noch treu bin.
Ich bete für alle die ich gut kenne...
Ein leises Seufzen entweicht ihren Lippen und sie blickt wieder zu den Sternen.
...und für Calin in seiner Zelle.
Dann schliesst sie die Augen und versucht ebenfalls etwas Schlaf zu finden.
Zuletzt geändert von Carla: 30.09.03, 09:22, insgesamt 1-mal geändert.
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