So man den Blick gen Norden richtet aus der Wehranlage des Lehens heraus, erblickt man fünf Pfähle an denen die Gliedmaßen, der Torso und der Schädel eines Menschen prangen. Blut rinnt an den Pfählen hernieder, der Boden ist getränkt darin. Schleifspuren führen gen Nord-Osten. Tritt man heran, richtet man den Blick auf den Schädel, so erkennt man das verzerrte Gesicht des
Schändlichen Jamil. Aus seinen Beinen sind Teile des Fleisches heraus geschnitten, wie an dem Bauch seines Torsos. An dem linken Arm fehlt die Hand zur Gänze.
"Mein Herr, mein König, gütiger Herrscher Yedorrons und allem Sein,
wir übergeben dir diese Seele des Irregleiteten,
auf das du in deiner allmächtigen Güte über ihn richten wirst.
Er stand sich selbst im Weg, als er das Labyrinth der Erkenntniss durchschritt,
er strauchelte an den Gebeinen derer,
die noch immer an dem fahlen Schleier der Versuchungen festhalten,
und er verlief sich verhängnissvoll in ihren falschen Prophezeihungen.
Nun tritt er dir gegenüber an dem Ort,
wo all das vage durch die Klarheit der Schatten verschwindet,
er wird die weiten Treppen aufsteigen und deine Symphonien der Reinheit hören,
du bist die Wahrheit und die Vollkommenheit."
Der Mann schritt zurück, der Tee war gut. Ein kleiner Trunk, ein kurzes Gespräch, ehe man um die beiden Gefallenen trauerte und wieder nach vorne blickte.