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Ein flacher, etwa faustgroßer Stein schießt über die Mauer der Burg. Krachend landet er im Burghof.
An dem Stein ist mit einer Kordel aus Pferdehaar ein zusammengerolltes Pergament gebunden. An der Aussenseite des Pergames steht
An Arianna von Gerdenwald
Wenn man das Pergament auseinanderrollt, ist folgendes zu lesen:
Oh Arianna,
ich sah dich, ich sah dich wandeln durch die Stadt,
ich traute meinen Augen kaum, ich traute meinen Augen kaum welche Schönheit sie mir zeigten,
welche Vollkommenheit, eine Schönheit welch ich noch nie zuvor sah.
Ich hielt mich im Hintergrund, was hätt ich auch sagen sollen?
Auch sagen sollen, wenn ich einem so wundervollen Geschöpf wie euch gegenüberstehen sollte?
Doch jetzt, doch jetzte denke ich an euch.
In jedem Moment, in jedem Atemzug.
Der Gedanke an euch lässt mich nicht los.
Er lässt mich nicht schlafen, er lässt mich nicht Essen.
Tausend Tränen vergas ich, tausend Tränen.
Weil wir uns wohl niemals Treffen können.
Warum sollte eine Dame eures Standes sich mit einem Tölpel wie mir abgeben?
Doch ich könnte nicht anders. Ich konnte nicht anders als euch meine Gefühle zu offenbaren.
Meine Gedanken, mein Herz gehören euch.
In ewiger Liebe, Darim
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