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Die Götter sind tot nach ihnen wird nicht mehr gesucht,
wir sind zum ewigen Leben verflucht,
es zieht uns näher zur Sonne, doch wir fürchten das Licht
wir glauben nur Lügen, verachten Verzicht.
Was wir nicht hassen, dass lieben wir nicht.
Was wir retten, geht zu Bruch!
Was wir segnen, muss verderben!
Nur unser Gift macht uns gesund!
Willst du leben musst du sterben!
Jahrelang war ich nur Ahnung in dir,
Jetzt suchst du mich und hast Sehnsucht nach mir,
uns beide trennt nur noch ein winziger Schritt
wenn ich dich rufe, hält dich nichts mehr zurück
getrieben von Träumen und hungrig nach Glück,
Lern von mir, was es heißt zu leben
Fühl die Wollust dich aufzugeben
Such mit mir den schwarzen Gral!
Ich lehr dich, was es heißt zu leben,
Lös die Fesseln der Moral,
Folge deinen verborgenen Trieben!
Dies sind die beiden Texte, die man an der Leiche des Donarius Derrvus, gewandet in seinem Weiheornat, dass er seinerzeit in Drakonis zur Erzgeweihtenweihe trug, unweit eines Hauses im Südosten der freien Insel, nahe den Nortraven, finden kann, nebst seinem sonstigen Tand, den er mit sich führte, eine nähere Untersuchung ergibt als Todesursache den Freitod durch Gift.
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"Es wird der Diamant an sich selbst nur erkannt. Denken lernst du im Denken, das Wahre erkennst du am Wahren. Liebe nur, wenn du schon liebst, nichts durch die bloße Kritik." Ludwig Feuerbach
Zuletzt geändert von Donarius: 23.10.03, 19:01, insgesamt 1-mal geändert.
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