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 Betreff des Beitrags: *zwei Zettel im Gras*
BeitragVerfasst: 23.10.03, 18:50 
Festlandbewohner
Festlandbewohner
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Registriert: 28.01.02, 17:21
Beiträge: 1213
Wohnort: Berlin
Die Götter sind tot nach ihnen wird nicht mehr gesucht,
wir sind zum ewigen Leben verflucht,
es zieht uns näher zur Sonne, doch wir fürchten das Licht
wir glauben nur Lügen, verachten Verzicht.
Was wir nicht hassen, dass lieben wir nicht.
Was wir retten, geht zu Bruch!
Was wir segnen, muss verderben!
Nur unser Gift macht uns gesund!
Willst du leben musst du sterben!


Jahrelang war ich nur Ahnung in dir,
Jetzt suchst du mich und hast Sehnsucht nach mir,
uns beide trennt nur noch ein winziger Schritt
wenn ich dich rufe, hält dich nichts mehr zurück
getrieben von Träumen und hungrig nach Glück,
Lern von mir, was es heißt zu leben
Fühl die Wollust dich aufzugeben
Such mit mir den schwarzen Gral!
Ich lehr dich, was es heißt zu leben,
Lös die Fesseln der Moral,
Folge deinen verborgenen Trieben!

Dies sind die beiden Texte, die man an der Leiche des Donarius Derrvus, gewandet in seinem Weiheornat, dass er seinerzeit in Drakonis zur Erzgeweihtenweihe trug, unweit eines Hauses im Südosten der freien Insel, nahe den Nortraven, finden kann, nebst seinem sonstigen Tand, den er mit sich führte, eine nähere Untersuchung ergibt als Todesursache den Freitod durch Gift.

_________________
"Es wird der Diamant an sich selbst nur erkannt.
Denken lernst du im Denken, das Wahre erkennst du am Wahren.
Liebe nur, wenn du schon liebst, nichts durch die bloße Kritik."
Ludwig Feuerbach


Zuletzt geändert von Donarius: 23.10.03, 19:01, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 25.10.03, 12:43 
Edelbürger
Edelbürger
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Registriert: 5.10.03, 09:26
Beiträge: 1316
Eine junge Frau in grauer Robe und ebenso grauem Umhang klopfte zuerst leise und nachdem sie keine Antwort erhielt lauter an die Tür der Hütte, nach kurzem Zögern öffnete sie die Tür, schlug die Kapuze zurück und sah sich im Raum um. Mit entsetztem Blick starrte sie auf den reglosen Körper von Vater Donarius ehe sie zögernd näher trat und neben ihm nieder kniete. Mit zitternder Hand griff sie nach seiner, zog sie jedoch hastig zurück als sie die Kälte des Todes spürte. Tränen traten in ihre Augen und voller Verzweiflung begann sie leise zu murmeln: „Nein, oh Herr Astrael, nein..“ Leise weinend kauerte die Gestalt einige Zeit neben der Leiche, leise beten. Ehe sie sich leise und ehrfürchtig erhob. Hastig machte sie sich wieder auf den Rückweg nach Brandenstein.


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BeitragVerfasst: 25.10.03, 13:16 
Edelbürger
Edelbürger
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Beiträge: 1463
Stunden mag man ihn knien sehen die Zettel lesend wie es scheint....Stunden mögen vergangen sein das man ihn durch Brandenstein laufen sah den Körper tragend....Stunden mag man Sein fahles Gesicht sehen...Äonen seinen Schmerz spüren.


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BeitragVerfasst: 25.10.03, 19:17 
Ehrenbürger
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Registriert: 10.06.03, 00:42
Beiträge: 602
Wohnort: Land of cheese & chocolate
Wütender Wind peitscht in sinnlosem Zorn der Bäume sterbendes Laub. Dürre Ranken dorniger Büsche wehren sich wild schlagend gegen die taumelnd, keuchend, verzweifelt ihren Weg suchende Gestalt.
Sie behalten Fetzen blauen Stoffes als jämmerliche Beute. Tote Wurzeln formen heimtückische Fallen; klaffende Schlaufen, die wie hämisch grinsende, lippenlose Mäuler aufgerissen sind. "Tot! Tot!" schreit entsetzt ein aufflatternder Rabe. "Tot! Tot!" ächzen qualvoll stöhnend alte Bäume im wütenden Wind. "Tot! Tot!" schreit der Wind der Gestalt entgegen. "Tot! Tot!" hämmert es in unbarmherziger, brachialer Gewalt in ihrem Schädel.

Dann ist sie der geifernden, hässlichen, höhnenden Umklammerung des Waldes entkommen. Tröstliche Leere und Weite der Wiesen und Auen. In der Ferne die Hütte. Verzweifelte Hoffnung. Taumeln. Keuchen. Und der aussichtslose Kampf gegen das grässliche Hämmern im Schädel.

Die Hütte.

Tür.

Leer.

Nur glosende, leise knackende, sterbende Glut, die tonlos, mechanisch, erbarmunglos monoton flüstert. "Tot".

Dann Dunkelheit.


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BeitragVerfasst: 27.10.03, 13:33 
Festlandbewohner
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Beiträge: 1695
Wohnort: Berlin
*auf einem Pult in der Schreibstube der Bibliothek mag man ein Pergament finden, welches auf beiden Seiten mit 2 Worten beschrieben ist, sorgfälltig und doch ein wenig zitterig scheint die Schrift*

Memento mori


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