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Und die Monde scheinen helle
nebenan geht’s auf der Stelle
mit viel Stöhnen und viel Krach
zur der wohlbekannten Sach’.
Und an Schlaf ist nicht zu denken,
wenn sich Nachbarn Freude schenken,
doch das Loch in meiner Wand
macht die Sache interessant.
Mein Gewissen ist recht lose,
mit der Hand in meiner Hose
späh ich eifrige aus nach drüben,
wo die beiden kräftig üben.
Wie sie aufeinander liegen,
wie sich ihre Rücken biegen,
wie sie küssen sich und schmatzen
sanft sich beißen wie die Katzen…
Und als beide es schön treiben
fang ich ihn an sacht zu reiben,
doch noch verweilt mein Blick
auf dem trautem Eheglück.
Drüben stößt er voller Kraft,
(ob er es wohl heute schafft,
sie zum Höhepunkt zu bringen?
Mir würd’ das bestimmt gelingen!)
Und während beide alles geben
beginnt mein Speer sich auch zu heben
und mein Blick wird abgewandt
denn nun reicht mir meine Hand.
Ja Nachbarschaft ist wahrer Segen,
das bereichert jedes Leben.
(Dies ist eine Hommage an meine unersättlichen IG Nachbarn. Falls es zu derb ist, bitte sofort löschen. Es soll sich niemand belästigt fühlen.)
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