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BeitragVerfasst: 12.01.05, 23:02 
Altratler
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Das Gefängnisssystem in Galadon

Jeder Galadonier weiss, dass es bei jeder grösseren Stadt und manchmal irgendwo in den Weiten des Königreiches Gefängnisse gibt.

Anders als der gute alte Pranger am Marktplatz oder den diversen Kerkern der Stadtwachen, Soldaten und Lehnsherren sind diese Gefängnisse nicht im Besitz des jeweiligen regionalen Herrschers (Lensherr, Baron, Fürst etc.) - wie man vermuten könnte -, sondern unterstehen direkt der Krone. Genauer gesagt, einem gewissen Würdenträger zu Hofe, der den Titel "Grossrat der Kerkermeister" führen darf.

Dieser Umstand der Gefängnisse, die nicht dem gerade herrschenden Adligen unterstehen, sondern einem Beauftragten der Krone, stammt etwa aus dem Jahre 300 nach der Thronbesteigung von Arakam II. ap Galad, als nach dem ersten innergaladonischen Krieg grosse Ungerechtigkeiten in der Behandlung von gefangenen Bürgern und Soldaten herrschte und erstaunliche Unterschieden in Dauer und Härte der Haft bekannt wurden, je nachdem, welcher Untertan welches Adeligen im Gefängnis welches Rivalen oder Verbündeten landete.

Die damalige Königin Levara I. ahm Galad, liess also festlegen, dass jeder Landstrich Galadons eins oder mehrere Gefängnisse enthalten sollte, die direkt der Krone unterstehen und in der die Gesandten der Krone dafür zuständig sind, dass jeder Gefangene "angemessen" behandelt werde und das Ende seiner Strafe absitze. (Angemessen natürlich in Anführungszeichen, weil auch in einer 'angemessenen' Behandlung Folter, Knochenbrüche, Peitschenhiebe und Zwangsarbeit selbstverständlich mitinbegriffen sind)

Und so verhält es sich mit den Gefängnissen im Grossreich Galadon bis heute. Allerdings haben die verstrichenen 5 Jahrtausende menschlicher Geschichte und Entwicklung diese urtümliche Ordnung verwässert und im Sinne der Obrigkeit 'verbessert'.

Nurnoch eine handvoll Gefängnisse, verteilt über ganz Galadon, werden wirklich noch von Untertanen des Grossrates im Namen der Krone geführt und sind frei von Einflüssen der sonst über das Land herrschenden Adligen.

Bei den meisten Gefängnissen hat man einen bequemen Mittelweg eingeschlagen: Das Gefängniss untersteht, 'stellvertretend' für die Leute des Grossrates, wieder dem jeweiligen, herrschenden Adelsgeschlecht und ein Abgesandter des Grossrates lässt sich in einem Schloss des Adelsherrschers bewirten und schreibt ein paar mal im Götterlauf nach Draconis, dass in dem Gefängniss alles gerecht abläuft.
Oder der Grossrat der Kerkermeister lässt sich gleich durch für ihn gelieferte Schatullen voll Dukaten und andere Gefälligkeiten davon überzeugen, dass dieser und jener Adlige nicht über die Ordnung seiner Gefängnisse geprüft werden muss.

Wie dem auch sei: Derzeit, 16 n. Hilgorad I. ap Mers Thronbesteigung, ist ein junger Adliger aus Morthum der Grossrat der Kerkermeister, was natürlich darauf zu begründen ist, dass die Baronie Morthum für ihre Minen im Dabus-Gebirge und andere Werkstätten viele Unfreie Gefängnissinsassen gebrauchen kann. (Deswegen stellt Morthum wohl schon seid 6 Generationen ohne Unterbrechung den Grossrat)

In jedem Gefängniss also, ist ein Mann, oder gleich die ganze Wachschaft Morthumer, gestellt aus dem Gefolge des Grossrates der Kerkermeister - Ein Grund, für viele Bürger, mit Schrecken und Angst von den Gefängnissen zu reden, gelten die Morthumer doch allgemein als sadistisch, zynisch und boshaft... vorallem die jungen, heissblütigen aus den Adelsschichten, wie der derzeitige Grossrat.


Zuletzt geändert von Rabe am 12.01.05, 23:03, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 13.01.05, 17:55 
Altratler
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Das Adelssystem in Galadon

I. Hochadel & Blutsadel

Die herrschende "Gruppe" im Grosskönigreich Galadon ist der Adel, das ist jedem Kind bekannt. Was jedoch nicht jedem bekannt ist - und manchmal auch von den herrschenden Adligen verschleiert wird - ist die genau definierte Struktur des Adels und die Rangfolge, die Befugnisse, der einzelnen Würdenträger.

Folgende Abschnitte befassen sich also mit dem vielschichtigen und verworrenen Aufbau der einzelnen Adelsschichten und -gruppen.

Einem Bürger, der genug Reichtum hat um sich neben dem Geschäft auchnoch um die 'Politik' zu kümmern, dem ist folgendes vielleicht bekannt ... aber wer sich nicht mit der hohen Kunst der Volksführung beschäftigt, für den ist wohl ein Adliger einfach ein Adliger.

Alles zum Thema Adel wissen mit Sicherheit nur Gelehrte der Galadonischen Geschichte, höhere Bedienstete zu Hofe und finstere Verschwörer, die genug Geld haben um sich über diverse Quellen dieses Wissen zu beschaffen.

Der höchste Stand des Adels ist selbstverständlich der König. Derzeit: "Hilgorad I. ap Mer von Galadon".

Der Zusatz "von Galadon" ist formeller Ausdruck der allgemeinen Königswürde des Herrschers, wird jedoch meistens verschwiegen (wie andere 'niedere', aber dennoch vorhandene Titel), da jeder Dummkopf weiss, wer der König Galadons ist.

Die Benennung "ap (ahm bei Frauen) + Geschlechtsname" ist ein Relikt menschlicher Geschichte, der noch aus Zeiten vor den Amulettkriegen wurzelt. Angeblich sollen die Namen, die Heute 'Geschlchtsnamen' der Könige sind früher eigenständige Länder gewesen sein ... aber das Wissen um die genaue Herkunft der Namen ist in den Kriegen verloren gegangen.

Heute sind nurnoch 9 Adelsfamilien bekannt, die ihre Abstammung - angeblich - zu diesen 'Uradligen' Falandriens zurückverfolgen können. Dies sind die Königsgeschlechter Raan, Iames, Galad, Mer, Erson, Vjer, Senal, Arbam und Morn.

Die Geschlechter Vjera, Iames und Arbam sind im Lauf der Geschichte, durch Kriege, Attentate oder Heirat 'ausgestorben', so, dass nurnoch 6 Königsgeschlechter in Falandrien übrig geblieben sind.

Es hat sich jedoch eingebürgert, dass nur der herrschende König diesen alten Familiennamen als Titel führt und die übrigen Adligen dieses Geschlechts ihn "still" Tragen. (Diese Mode kam im zweiten innergaladonischen Krieg auf, als der König sich dadurch beleidgt fühlte, das andere Fürsten und Herzöge sich mit diesen alten Namen 'schmückten' und ist bis jetzt, recht grundlos, beibehalten worden.)

Hiermit wären wir auch gleich bei der nächst höheren Gruppierung von Adligen. Den Fürsten und Herzögen.

Herzöge sind Angehörige des Hochadels, also der 6 übrig gebliebenen Königsgeschlechter, die - mehr oder weniger - zu der Familie des derzeit herrschenden Königs gehören.

Fürsten sind Angehörige des Hochadels, deren Geschlecht derzeit nicht den Träger der Krone stellt.

Das bedeutet, dass in der Geschichte Galadons die Bezeichnung "Fürstentum" und "Herzogtum" recht oft gewechselt haben, was jedoch nur in den höchsten Bereichen von 'Machtspielen' eine Bedeutung hat, denn das Wort eines Herzogs in der Regel hat im Ohr der Krone mehr Gewicht als das eines Fürsten - kein Wunder, gehören die Herzöge schliesslich irgendwie zur nahen Verwandschaft des Königs.

Es gehören also die Familien der Adligen "von Bernstein", "von Sae", "von Savaro" und "von Taras" zu dem Geschlecht der "ap Mer" und jeder Adlige aus diesen Herzögtümern führt im Stillen den Titel "ap Mer" in seinem Namen.

Beispiel: "Herzog Bellares von Bernstein (ap Mer)".

Diese Königslinie ist derzeit die zahlreichste und demzufolge auch mächtigste.

Im Fürstentum Tiefenwald sind die Angehörigen der Königslinie von 'Raan' zu finden, in Vandrien die der 'Senal', in Ossian die der 'Erson', in Herder die der 'Galad' und im Fürstentum Malthust schliesslich die Angehörigen der 'Morn'-Linie.

Der Kinder der Herzöge und Fürsten gelten als Prinzen und Prinzessinnen von. Ein Kind des Königs als Kronprinz oder Kronprinzessin.

Soviel zu der Spitze der Spitze des Eisberges, dem Hochadel.

Als nächstes folgt der Blutsadel, der jünger als der Hochadel ist - meist 'erst' vor 4 oder 3 Jahrtausenden gegründet - und alle wahren Grafen und Barone stellt.

Die Ahnen dieser Grafen (von Ersont, Lichtenfeld, Papin und Rothenschild) und Barone (von Gerdenwald, Kettel, Kadamark, Morthum, Ravel und Wallenburg) haben vor Urzeiten von dem herrschenden König für ihre Dienste Landstriche von Galadon 'überstellt' bekommen und sind deren Herrscher.
Das "von + Name einer Grafschaft/Baronie" kennzeichnet in jedem Fall den hohen, machtvollen Blutsadel. Die 'Mode' dieser Namensgebung haben sich auch die Fürsten und Herzöge angepasst und tragen meist nur das "von + Name des Herzogtums/Fürstentums" als Titel, ohne den Anhang der Königslinie, der sie entstammen. (s.o.)

Andere Adlige mit einem 'von' in ihrem Namen gehören ebenfalls zum Blutsadel, jedoch zu Linien, die ihr Land verloren haben oder unter den jeweiligen 'hohen' Blutsadligen stehen. Diese Adligen sind meist nur Besitzer eines kleinen Schlösschens oder einer Burg und stellen die höchsten Beamten in den Höfen der herrschenden Adligen oder verwalten für sie Landstriche. Sie werden in Galadon Junker genannt.

Beispiel: "Junker Adrianus Herwart von Yngelsburg" gehört zum Blutsadel, untersteht jedoch dem Herzog von Bernstein und bekleidet ein hohes Amt innerhalb der heiligen Kirche in Draconis.

Ein Graf hat vor der Krone ein höheres Ansehen als ein Baron, ein Baron ein höheres Ansehen als ein 'Landloser' Adliger mit 'von' im Namen.

Aller Blutsadel wird, wie der Name schon sagt, vererbt. Die Kinder von Grafen sind ebenfalls Grafen oder Gräfinnen; Die Kinder von Baronen ebenfalls Barone und Baronessen (manchmal auch Komtessen genannt); Die Kinder von Junkern sind Junker. - jedoch meist mit dem Beisatz "junger" um sie eindeutig von der Elterngeneration abzugleichen.

Das wäre also alles zum Hoch- und Blutsadel, den höchsten Landesverwaltern und Machtträgern in Galadon.

Nochmal eine kurze Zusammenfassung der 'Machtfolge' aller dieser Aldigen von Oben nach Unten:
- König (Der Herr der Herren schlechthin)
- Herzöge (Familie des Königs)
- Fürsten (Familie ehemaliger Könige)
- Grafen
- Barone
- Junker (Landlose Blutsadlige)

(All diese Titel und Rechte können von Spielern in der Regel nicht erreicht werden)

II. Dienstadel

Aber damit hört die komplexe Struktur der Adligen noch nicht auf, viel mehr beginnt sie erst. Denn nun folgen die Adligen, die 'näher' am Volk sind und teilweise aus diesem gestellt werden, die sogenannten Dienstadligen.

Kennzeichnend für Dienstadlige ist, dass sie kein "von" im Namen führen, sondern ein "zu".

Beispiel: "Mauren Splisswulf zu Bernstein"

Die grösste Gruppe von Dienstadligen sind wohl die Ritter. Jeder Ritter ist mit seinem Ritterschlag ein Dienstadliger und berechtigt an seinen Namen "zu + Name seines Lehens" anzufügen.

Um innerhalb der verschiedenen Ritterschaften - die meisten Adelsfamilien haben eine eigene Ritterschaft - eine Struktur zu schaffen, hat es sich eingebürgert die 'Titel' der Blutsadligen zu immitieren und vor den Namen zu hängen.

So gibt es diverse Grafen oder Barone, die kein Blutsadel sind, sondern Dienstadlige. Meist werden die, um sie von den wahren Adligen abzugrenzen, als Burggrafen, bzw.: Landesbarone bezeichnet.
Dass Dienstadlige Herzog oder Fürst genannt werden von ihren Herren ist äusserst ungewöhnlich und höchstens die Generäle zu Hofe führen solche Titel.

Beispiel: "Burggraf Koruun McKevin zu Siebenwind"

Neben den Rittern gibt es aber noch einen grossen Stab von Verwaltern, Gelehrten, Beratern, Stadtvorständen und reichen Handelsunternehmern, die im Dienst eines Blutsadligen stehen und dafür geadelt wurden.

Diese Dienstadligen sind unterteilt in die Edlen und Freiherren.

Der Titel des Edlen oder der Edlen ist die niedrigste Form des Adels und meist nur eine Belohnung für hohe Positionen in der Verwaltung oder Leitung einer Stadt oder eines Lehens, der Titel der Freiherren und Freifrauen ist unter den Adligen etwas angesehener und wird meist für wahrhaft dienstbare Taten und wichtige Aufgaben vergeben.

Miest fällt bei Freiherren und Edlen das "zu + Lehensname" weg, da "Edler X" und "Freiherr Y" meist als Titel im alltäglichen Geschäft genügt und ein zu arges betonen des "zu"-Bestandteils im Namen manchmal Unliebsamkeiten mit den wahren Adligen und Rittern nach sich ziehen kann.

Bei Edlen und Freiherren kommt es übrigens auch häufig vor, dass hinter dem "zu" nicht der Name eines Lehens oder eines Landes steht, sondern der Name einer Stadt oder eines Hofes.

Beispiel: "Freiherr Kaspar Brandner zu Siebenwind"

Manchmal kommt es auch vor, dass Dienstadlige - meist Freiherren -, da sie im Dienste eines Adligen stehen gewisse Beinamen und Nebentitel wie Vogt, Doge, Patrizier oder ähnliches führen, die jedoch mehr Repräsentationszwecken dienen, als dass sie wirkliche Ränge bezeichnen.

Beispiel: "Freiherr Vogt Melma Kassar zu Wolfsmark"

Die Titel des Dienstadels werden in keinem Fall vererbt, jedoch kommt es häufig vor, dass derjenige, der den Dienstadligen ernannt hat die Dienste des Adligen dadurch belohnt, dass er die Kinder ebenfalls zum Dienstadel ernennt - auch wenn diese natürlich keinen 'Dienst' verrichten.

Dies ist als die 'Rangfolge' des Dienstadels:
(- Dienstherzog
- Landsfürst)
- Burggraf
- Landsbaron
- Ritter
- Freiherr
- Edler

(Aller Dienstadel kann theoretisch von Spielern erreicht werden.)

Unter den Edlen stehen nurnoch die unadligen Bürger, die nahezu rechtlosen Freien und die geknechteten Unfreien.

Das ist also die ganze, komplizierte, Struktur des Adels auf Falandrien. Die Gründe für seine Komplexität liegen in der ungeheuren Ausdehnung des 'Kontinentalreiches' Galadon und der schier unvorstelbar langen Geschichte des Reiches - immerhin fast 5000 Jahre menschlichen Schicksals.

Und es ist nun wohl jedem verständlich, dass nicht jeder Bauer oder jeder Bürger über diese Sachverhalte vollständig aufgeklärt ist... die meisten normalen Menschen haben wahrscheinlich gar keine Lust sich das alles erzählen zu lassen oder diese Strukturen am Ende noch auswendig zu lernen.


Zuletzt geändert von Rabe am 13.01.05, 22:22, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 17.01.05, 00:02 
Altratler
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Auren und die Verbreitung der Elfenvölker

Das Folgende ist als spezielles Wissen der elfischen Lebewesen auf Siebenwind zu sehen und für diejenigen, die näheren Kontakt mit ihnen auf Falandrien hatten.

1. Das Land Auren

In diesem Land hatten alle Elfenvölker in grauer Vorzeit, noch vor den Amulettkriegen, ihren Ursprung und noch heute leben viele Wald- und Auenelfen in Auren.

Seine unbemessenen Weiten sind hauptsächlich mit uralten Wäldern bestanden, aus derem dichten Grün hier und da felsig graue Kuppen von verwitterten, niedrigen Bergen hervorstechen. Zahlreiche Quellen bestehen unter Auren, dass an vielen Berghängen Wasserfälle herabstürzen, in den Wäldern verwunschen wirkende Seen mit umliegenden, nassen Wiesen zu finden sind, unzählige Flüsse sich durch die Täler ziehen und überall kleine murmelnde Bächlein und junge Quellen entstehen können.
Man könnte fast sagen, Auren bestehe nur aus wucherndem, uraltem Grün und fliessendem, frischen Wasser - eine fruchtbare Wildniss in der nur die naturverbundenen Elfenvölker wirklich leben und sich entfalten können.

Ganz im Osten Auriens liegt ein wahrlich gewaltiger Krater, dessen Ränder hoch aufragen, wie schroffe, schwarze Hügel und dessen Tiefe von beständig umgewühlter Lava erhitzt und verbrannt wird. Dieser Krater, unvorstellbar Alter Zeuge einer Katastrophe der Vorzeit, ist so zu sagen die "Grenze" Aurens, denn keiner der in dieser Gegend lebenden Waldelfen betritt die schwarzen Hügel oder versucht um ihre meilenweite Ausstreckung herum zu wandern. Nachts scheint es in dieser östlischten Gegend Auriens, durch die nimmermehr versiegenden Lavaseen im Grunde des Kraters, als würde der ganze Horizont in unbewegten, roten Flammen stehen. Ein Anblick, der jeden noch so tapferen Forscher oder mutigen Kundschafter abschreckt.

Im Norden und Süden ist Auren sanft eingefasst von den kleiner werdenden Ausläufern gewaltiger Gebirge, nördlich die des Kadagebirges, südlich die der Drachenschwingen, ohne, dass die Berge dort eine unüberwindbare Grenze darstelllen würden.

Und im Westen, schliesslich, werden die Wälder allmählich weniger, ziehen sich in langen Armen nurnoch die sanften Höhenlinien entlang, während sich dazwischen, in flacheren Tälern, zwischen zahlreichen Flüssen und Bächen grosse, feuchte Wiesen erstrecken. In diesem westlichren Teil Aurens befindet sich auch Miandrell, das älteste und grösste Dorf der Auenelfen.

Die westlichste 'Grenze' schliesslich, die dieses von Auen beherrschten Gebietes Aurens von dem übrigen Land Falandriens trennt, ist eine meilenlange, tote Mauer, welche von längst vergessenen Baumeistern errichtet wurde, und vor einigen Jahrtausenden durch die Menschen mit einem gewaltigen Tor versehen wurde, um gesicherten Zutritt zu dem Unbekannten Aurens zu haben, welches sie "Ma'ahn" nennen.

Wie schon durch die Geographie angedeutet sind die Sippen der Waldelfen vorallem in östlichen, ursprünglicheren Teilen Aurens zu finden, während die an den Verlauf der Wiesen geschmiegten Dörfer der Auenelfen eher im westlichen, menschennahen Gebiet angesiedelt sind. Hochelfen leben nurnoch wenige in Auren, jedoch sind sie in den Menschenstädten, die am Tor der grossen Mauer entstanden sind - Grenzfeest auf der einen, der galadonischen, Na'Li auf der anderen, der aurischen Seite - äusserst zahlreich vertreten.

2. Verbreitung der Elfen

Selbstverständlich ist die grosse Mauer von Ma'ahn ein Witz für einzeln durch Tare streifende Elfen. Ihre Weite ist zu gross, als dass es nicht irgendwo Schlufplöcher oder natürliche Pfade von einer Seite auf die andere geben würde. Was Armeen und Tiere der Wildniss aufhält ist für vernunftbegabte Lebewesen, die Geduld und Scharfsinn besitzen, nur eine Unannehmlichkeit.

Ausserdem sind die Städte Grenzfeest und Na'Li keineswegs verschlossen oder den Elfen feindlich gesinnt. Es herrscht dort reger Handelsverkehr mit den Auenelfen Aurens und den restlichen besiedelten Landen von Falandrien. Ganze Gemeinschaften von wandernden Elfen würden keine verschlossenen Tore in diesen Städten erwarten müssen.

Allerdings haben die drei Elfenvölker schon vor den Amulettkriegen ganz Falandrien frei bereist und ihre Heimat dort gefunden.

In jedem grösseren, tieferen Wald Falandriens kann eine Sippe Waldelfen ihr Leben führen. In jeder Auenlandschaft könnte man ein Dorf der Auenelfen finden. Und in jeder menschlichen Siedlung können natürlich Hochelfen Mitbewohner sein. Kaum ein Landstrich in Falandrien, der in Gegenwart oder Vergangenheit nicht von Elfen bewohnt wird oder wurde.

Allerdings nimmt die Bevölkerungsdichte der drei Elfenrassen je weiter man in Falandrien nach Norden oder Süden geht, immer mehr ab, was mit den extremen und einseitigen Lebensbedingungen des frostigen Norlandes und des trockenen Endophals zusammenhängen mag.


Zuletzt geändert von Rabe am 17.01.05, 20:26, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 6.11.05, 16:18 
Altratler
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Beiträge: 5364
- Die Magier Tares -

Inhalt:
Zitat:
# Grundlegendes:
- Was sind Magier?
- Was weiss man als Nichtmagier über Magier?
- Rollenspielerische Ansätze & Aufgaben.
# Die Pfade der Magier:
- Archetypen.
- Die Elementare Pfad.
- Die Weisse Pfad.
- Die Graue Pfad.
- Die Schwarze Pfad.
- Die gemischten Vereinigungen.
- Götter der Magier.
- Woher kommt mein Magier?
# Regeln für Magier-Spieler.



Zitat:
Grundlegendes:

Was sind Magier?

Zitat:
"Seit altersher sind auf Tare Menschen, Elfen und Zwerge, ja sogar Orken und andere halbwilde Wesen bekannt, die durch seltsame Gesten, durch geheime Formeln, fremde Sprachen oder wunderliche Rituale übernatürliche Geschehnisse herbeiführen können. Als Bewohner Falandriens wäret ihr solcher bösartigen Hexerei, solchem heidnischen Zaubertun schutzlos ausgeliefert, hätten die Götter nicht einige der Hochelfen und Menschen mit der Gabe der Magie gesegnet, auf dass diese nach ihrem göttlichen Auftrag die Reiche des Ungesehen erkunden und die verborgenen Gesetze und Bannsprüche der Welt erforschen, bewerten und verändern, zum Wohle ihrerselbst und der übrigen Lebenden. Diese Begabten, Volk, dies sind die Magier!"

- Rede eines unbekannte Magiers auf dem Hauptplatz von Ersonts End',
4 n. Hilgorad.


"Magier" ist auf Tare der Überbegriff für diverse Gruppen von Menschen und Hochelfen, welche dazu befähigt sind Magie zu wirken. Es ist in unserer Spielwelt weder festgelegt, wie Magie funktioniert noch woher sie stammt, genau so offen ist die Herkunft dieser Begabung. Festgelegt und gewiss ist nur, dass man als Magier geboren werden muss und so gut wie keine Möglichkeit besteht, die Magie als 'Unbegabter' zu erlernen oder zu wirken.

Bei der Geburt eines Hochelfen oder Menschen wird nicht nur festgelegt ob er in der Lage ist Magie zu wirken, sondern auch welche Art von Magie er zeitlebens wird vollbringen können. Es gibt vier verschiedene Arten der Magie, Pfade, wie man sagt:

  • Den Elementaren Pfad, dessen Angehörige sich besonders auf Umgang und Manipulation mit den Elementen verstehen.
  • Den Weissen Pfad, dessen Magier vorallem heilende und fördernde Zauber beherrschen und meist die Kraft besitzen Geister und andere beschworene Wesen zu vertreiben.
  • Den Grauen Pfad, welcher ausserordentlich begabte Kampfmagier, Verwandlungskünstler und Illusionisten hervorbringt.
  • Den Schwarzen Pfad der Magie, der seine Zauberwirker besonders zu zerstörischen und schwächenden Sprüchen befähigt, so wie dem Beschwören von Geistern und sogar Dämonen.

Es ist einem Magier in der Regel nicht möglich die Art seiner Magie zu beeinflussen oder durch Studium und Bemühen zu wandeln. Wird man zum Beispiel als Grauer Magier geboren, so ist man dies von der Wiege bis zur Bahre, es ist dem Magier selbst überlassen, sich mit dieser von höheren Mächten festgelegten Tatsache zurecht zu finden.

Allen Pfaden, und somit auch allen Magiern, gemein ist allerdings, dass es viele Jahre des Lernens und des Übens erfordert um sicher – oder überhaupt – einen Zauber wirken zu können oder zu höchster arkaner Macht aufzusteigen. Dies bedeutet, dass die Magier unseres Spieles Ausbildungs- und Aufstiegsklassen sind. Man beginnt auf Siebenwind normalerweise als in den Grundlagen und zu einigen ersten Zaubern befähigter 'Schüler' seines Pfades und hat anschliessend im Spiel für seine Ausbildung und den Aufstieg in höhere Ränge zu sorgen.

Was weiss man als Nichtmagier über Magier?

Zitat:
"Ähm... was? Magier? Uff, was ihr für Sachen fragt! Naja, in meinem Dorf hatten wir einen, so einen Zausel mit Strohhut und rauchiger Hütte. Netter Bursche. Hat immer Mühle gespielt in der Schenke und ab und an mal ein kleines Zauberding abgehalten um die Jungspünde zu erfreuen oder ein Weh-Wehchen zu kurieren. Hat auch mal den Hufschmied steif und starr gehext, als der im Trunk um sich hauen wollte... aber ansonsten. Hum. Ein wenig verschlossen war er. Hat nich viel geredet. Hrm. Ganz anders die Magier hier in der Stadt, nicht? Die mit ihren langen Roben und ihrer trachttragenden Schülerschaft. Wie sie über die Strassen rauschen und gescheite Sachen über die Welt sagen. Keine Ahnung was Gerede das zu bedeuten hat. Hab' gehört, das hat irgendwas mit ... Pfaden ... zu tun. Weiß Astrael, was das heissen soll. Naja, naja, ich muss mal weiter, nicht? Ehre dem König!"

- Ein gefragter Händler im Herzogtum Savaro,
16 n. Hilgorad.


Ein Grossteil der ländlichen Bevölkerung Falandriens weiss so gut wie garnichts über Zauber, Magie und Magier, nur dass es sie gibt und sie sich in Gute und Böse teilen. Zaubernde Menschen und Hochelfen sind in der Regel gut und königstreu, vorausgesetzt sie tragen hellfarbige Roben, tragen sie nämlich dunkle Gewänder und tun etwas verdruckst herum, dann sind sie vermutlich gefährlich. Alles andere, was Zauberkäfte hat, das ist mit Vorsicht zu geniessen... oder gleich mit Forke und Fackel aus Dorf oder Städtchen zu verjagen. Auch weiss man wohl, dass es bösartige Hexenmeister des Ungenannten Gottes gibt, die Kinder in Schweine verwandeln, Felder verpesten und junge Mädchen mit Tränken gefügig machen, aber die sind gemeinhin leicht zu erkennen, wenn sie sich nicht verbergen, denn sie haben oft Schweinenasen, Knochenfinger, Schlangenzungen oder andere Zeichen des Bösen am Leib.

Die etwas gebildetere Bevölkerungsschicht des Grossreiches Galadon und solche, die in Städten oder in der Nähe von Magiertürmen und -akedemien leben, die wissen natürlich etwas mehr über die Magier. Sie wissen, dass die Weissen, Grauen und Elementaren Magier mit dem Königreich im Bunde stehen und mit dessen Erlaubnis oder in dessen Auftrag zaubern und forschen und nur die sogenannten Schwarzmagier geächtet und gefährlich sind, da sie mit Angamon, dem Gott allen Bösen, in Zusammenhang stehen. Vielleicht hatten einige Städter auch Gelegenheit sich in einem Teestübchen oder auf einem Brunnenplatz mit einem der Magier zu unterhalten und wissen ein bisschen was über deren Leben, Geschichte oder kennen ein paar der allereinfachsten Weltanschauungen der einen oder anderen Schule.

Als Gebildeter und Belesener mag man auch wissen, dass die weithin bekannten Aufteilungen in 'Gut und Böse' oder 'Verbündet und Verfeindet' all zu einfache Darstellungen der magischen Gesellschaft sind. Man mag verbürgte Berichte gelesen haben, über graumagische Verbrecher oder fanatische Weissmagier, über Elementarmagier, die sich zu Hexen und anderen Heiden hingezogen fühlen oder gar, dass es Schwarmagier gibt, die ihre Seele nicht dem Einen verschrieben haben und gerüchteweise sogar von gewissen Adligen geduldet und in Dienst genommen werden für Verhöre und geheime Forschungen.

Man wird als ein solcher Gelehrter vielleicht auch wissen, dass in der Vergangenheit zwischen Krone und Zauberstab sowie zwischen den einzelnen Pfaden nicht immer Alles zum Besten stand. So gab es in der Vergangenheit - vor 4000 Jahren um genau zu sein, in der 'Weissen Ära' der Könige ap Erson - einen gewaltigen Krieg zwischen Grau- und Weissmagiern in dem ganze Städte vernichtet, Berge gesprengt und Flüsse verdampft sein sollen. Ausserdem hört man in höheren Kreisen und gerüchteweise von vertuschten magischen Experimenten, die nicht so liefen, wie die vornehmen Robenträger es planten und auch von alten Fheden und erbitterten Duellen zwischen den Magiern, die manchmal auch Zuschauer dahinraffen oder auf dem Rücken von Unbeteiligten ausgetragen werden...

Rollenspielerische Ansätze & Aufgaben

Die Rolle der Magier:
Unsere Spielwelt ist ein durch und durch mysthischer Ort, der beherrscht wird von eigenwilligen Gottheiten, der bevölkert wird von zahllosen Kreaturen mit übersinnlichen Eigenschaften und heimgesucht von neckenden Feenwesen, rachsüchtigen Geistern und unsterblichen, schrecklichen Dämonen. Die Rolle der Magier ist es, sich mit diesen Mächten und Zusammenhängen auf die eine oder andere Weise auseinander zu setzen, sie zu erforschen, herbei zu rufen oder zu verbannen. Egal ob sicher in einer Stube, draussen auf dem Schlachtfeld oder zurückgezogen im Wald, das Leben der Magier ist immer gebunden an das Unsichtbare, an die Welt der Magie und die eigenartigen Wesen, die darin leben.

Ob man sich nun in die Geheimnisse und Gefahren der Welt stürzt oder sich Weg und Mittel sucht um möglichst lange von ihnen verschont zu bleiben und geregelt, gemütlich zu leben, das ist jedem Magier selbst überlassen.

Mögliche Anreize zur Charakter-Entwicklung:

Wer gab mir diese Gabe?
In unserer Welt werden Kinder durch das Zutun von höherer Mächte empfangen und geboren. Welche Macht, welche Gottheit, mag nun verantwortlich dafür sein, dass der Charakter als Magier auf diese Welt kam? Waren mehrere daran beteiligt? War es vielleicht ein Teil der Eltern, der es durch seine Gebete oder Taten entschied? War ein Vorfahr Magier? War es Zufall oder Schicksal? Oder hat der Charakter eine ganz eigene Theorie darüber, wann wie und warum ein Ungeborenes zum Magiewirker wird?

Warum gehöre ich diesem Pfad an?
Wie schon gesagt wurde, wird die Gabe der Magie bei der Geburt des Magiers bestimmt. Es kann von ihm zu Lebzeiten so schwer verändert werden, wie die Farbe seiner Augen oder die Höhe seines Wuchses. Doch passt die Art der magischen Fähigkeiten auch zum Gemüt des Charakters? Ist er ein verwöhnter Sohn von wohlhabenden Buchhaltern und hat die Gabe, mit den Elementen umzugehen, mit denen er so selten was zu schaffen hat? Ist er ein junger, mutiger, kämpferischer Geist doch die Zauberei vermag er fast nur zum Heilen und Stärken anderer verwenden? Oder ist er am Ende ein ganz gewöhnlicher Bauernjunge und wurde zu seinem Unglück mit der Kraft geboren, schwarze Magie zu wirken? Ist es Fluch oder ist es Segen in den Augen des Charakters, Magie wirken zu können? Harmoniert es mit seinen Lebenswünschen oder geht es jenen zuwider?

Was ist mit meiner Familie?
Die Ausbildung zum Maiger beginnt meist zwischen dem 6ten und 12ten Lebensjahr, also in sehr jungen Jahren. Meist geht damit einher, dass das Kind seine Familie verlässt und entweder in der Schule haust oder mit seinem Lehrmeister durch die Lande zieht. In der Regel wird der Schüler seine Familie dann nurnoch an Feiertagen oder nach dem Ende seiner Grundausbildung besuchen können - aber möchte der Charakter dies dann noch? Immerhin hat er einen Grossteil der Kindheit und wohl auch die Pubertät bei seinen Lehrmeistern oder den Mitschülern verbracht und möglicherweise weiss er, dass er von seinen Eltern damals an die Magier verkauft wurde oder freimütig von diesen weggegeben wurde. Wie geht der junge Magier damit um? Welche Beziehungen hat er zu seinen Ausbildern, seinen Mitschülern und der leiblichen Familie? Wie verändert das seine Werte, seine Weltsicht und Ziele.

Nie bin ich selbständig!
Die Ausbildung zum Magier ist langwierig und umfangreich. Wenn Altersgenossen schon den Gesellenstatus erreicht haben und an ihrer Meisterschaft arbeiten sind sie noch immer nur 'Schüler' und womöglich sind sie mit 30 Götterläufen immernoch 'Lernende'... vielleicht werden sie sogar bis zum Tode niemals die Meisterschaft der Magie erreichen. Mit der langwährenden Ausbildung geht einher, dass sie immer gebunden sind an die Zeitpläne und Reisen ihres Lehrmeisters. Wenn andere sich ein paar abenteuerliche Wanderjahre leisten können, sitzen sie in ihren gelehrigen Hallen oder, wenn sie reisend ausgebildet werden, so bestimmt in den meisten Fällen der Meister die Richtung und sie müssen wohl oder übel folgen. Wie geht der Charakter damit um?


Die Pfade der Magiewirker:

Archetypen:

Bevor wir nun zu der Historie und den Eigenarten der einzelnen Pfade kommen, möchten wir noch ein paar Archetypen der Magier Tares vorstellen um eure Phantasie zu beflügeln und euch Anregungen für das Leben eures Charakters zu liefern.

Der Berufsmagier

Zitat:
"Es ist eine harte, es ist eine schmutzige Arbeit. Aber irgendwer muss es ja tun, nicht wahr? Nun, seht ihr, ihr habt, ehm, Glück einen so erfahrenen und kundigen Exorzisten für Wechselbälger bei der Hand zu haben ... wie mich.
Seht ihr, in eurem Keller, da scheint sich ja gleich ein ganzes Rudel dieser Schmarotzer eingenistet zu haben, das wird knifflig, das verrate ich euch gleich. Aber, weil ihr es seid, Frau Wirtin, und ihr so schöne, ehm, Augen habt, da mag ich von meiner üblichen Bezahlung von fünfhundert Dukaten pro verscheuchtem Kobold absehen und etwas weniger verlangen - da freut ihr euch, nicht? Ja, ja, das wusste ich."


- Melchori Depasch, reisender Graumagier.
Papin Stadt, 6 n. Hilgorad.


Der Berufsmagier sieht die Ganze Sache mit der Zauberei nüchtern und geschäftlich. Er macht das Beste aus seiner Begabung, indem er seine Künste den zahlungskräftigsten Kunden anbietet. Die Verlockung, die 'Unwissenden' dabei ein wenig in die Irre zu führen und einfachste, magische Arbeiten viel Geld zu verlangen und sie als Meisterstück darzustellen ist dabei für viele Berufsmagier zu gross - und so kommt es, dass sie nie zu lange an einem Ort verweilen und unter Kollegen wie Kunden einen zwiespältigen Ruf haben: durchtriebener Scharlatan oder doch ein ehrbarer Geschäftsmann?

Der Karrierist

Zitat:
"Nun, meine geschätzten Herren Magister, wir mögen es mit dem Blitzwerfern, Verwandeln und Feuerspucken nicht übertreiben. Das alles sind Spielchen der Vergangenheit. Wir leben nun in einem gesitteten Zeitalter und müssen uns mehr um unsere neuen Aufgaben in diesem Reich kümmern. Welche dies sind, fragt ihr, Magister? Allen Ernstes? Nun, für mich, so wie einige andere geschätzte Mitglieder des Magistrates ist dies klar: Wir, Magier, sind aufgrund unserer göttergewollten Fähigkeiten und unseren hervoragend geübten Geist am Besten dazu geeignet die niederen Freien und Bürger des Reiches zu führen und die hohen Herrschaften von Heer und Adel zu beraten. Ich schlage also vor eine entsprechende Schrift zu verfassen und sie an den Hof von Kalamudus zu senden, mit den ausdrücklichen Empfehlungen..."

- Tessa Kadmar, Elementarmagierin des Tannstädter Magistrats,
Tannstadt im Fürstentum Malthust, 14 n. Hilgorad.


Es gibt Magier, die sich nach ihrer Ausbildung nicht so sehr darum bemühen die mysthischen Weltgesetze und tieferen Zusammenhänge zu verstehen, sondern ihre Künste in Rethorik, in Mathematik und anderen Wissenschaften eher dazu gebrauchen, sich mit den geschriebenen Gesetzen des Grossreiches Galadon zu beschäftigen und die 'politischen' Zusammenhänge zu ergründen und sich daran zu beteiligen. Oft schaffen sie es als Verwalter oder Berater an irgendeinen untergeordneten Lehenshof oder gelangen sogar in höhere Ämter und Würden. Zwar stehen sie bei einigen Mitmagiern im Ruf ihre Ausbildung zu verraten und manche der Nichtmagischen unterstellen ihnen, die Zauberkünste für ihre 'weltlichen' Zwecke einzuspannen, aber manche von ihnen sind durchaus ehrlich und bemüht, ihre Fähigkeiten zum Wohle der Falandrier einzusetzen.

Der Vergeistigte

Zitat:
"Nun sieh dir einmal dieses eigenartige Wesen dort an! Humanoider Aufbau. Zwei Arme mit Händen, Beine mit Füssen, Kopf mit Hals und dazwischen, was dazwischen gehört. Ja, ja. Beachte Besonders die oculi adminrandi und den sinus pulcherimus des Geschöpfes, sehr gefährlich, sehr gefährlich, den Zauberbann, den sie damit wirken können... gefährlich, besonders, wenn sie jung und gut im Futter sind. Hab schon so manche Schüler an solche Kreaturen verloren, ja, ja. Lerne blos sie zu erkennen, Asterran! Lerne es gut, denn du weisst nie, wo du einem solchen begegnen magst!"
"Aber.. ehm, Meister, das ist doch nur eine Frau."
"Nur eine Frau!? Pha! Du hast noch eine ::Menge:: zu lernen, Junge!"


- Weissmagier Karoon Toila und sein Schüler Asterran Nubetz,
Naggeldorff in Rothenschild, 2 n. Hilgorad.


Ja, wer kennt sie nicht? Die Magier, die in abgedunkelten Teehäusern sitzen, dicke Folianten auf dem Schoss und eine runde Brille auf den Nasen haben und beim Lesen halbverständliche Weisheiten vor sich her murmeln, die Maiger, draussen unter alten Weiden sitzen, bauchige Pfeifen qualmen und über die Weltgeschichte philosophieren und mit dem Finger Notizen in den flüchtigen Rauch schreiben. Selbstverständlich gibt es solche Zauberer auch auf Tare!

Der Fanatiker

Zitat:
"Meister! Was ist mit euch geschehen....?"
"Ah, Saleck... Treuer Saleck, die Minenarbeiter, sie hatten Recht - Sie hatten die ganze Zeit Recht! - sie haben dort unten tatsächlich in eine Kammer geschlagen und dabei ::etwas:: aus seinem Schlaf geweckt. Ich weiss nicht genau ::was:: es war, aber es war schnell und es war stark. Flüchtete in die Gänge hinter der Kammer, nachdem ich dem götterverfluchten Ding zwei Blitze auf den schuppigen Leib gebrannt habe, ::zwei:: - achja, die Gänge dort sind bemoost, rot bemoost, sehr sonderbar, in meiner linken Tasche, da müssten ein paar Proben sein, hier, nimm mal. Wo war ich? Achja, es ist verschwunden, aber es war zu schlüpfrig und es schabte da in der salpetrigen Dunkelheit, als wären da noch mehr als eines... da hab ich ihnen einen explosiven Abschiedsgruss hinterlassen und hab' - Vernunft vor Wagemut - Reisßaus genommen. Zum Glück bist du noch hier! Wir brauchen Verpflegung, Lampen, Seile, Hacken und müssen einen Brief zur Akademie in Titanfels schicken. Auf dein Pferd! Hopp, schick dich! Wir gehen morgen Mittag wieder runter!"
"Aber.. aber.. Meister! Euer Arm! Und.. das Bein!"
"Das heilt schon wieder, jetzt mach den Mund zu ::pack:: dich auf den Sattel!"


- Graumagier Yester Morgenland und sein Schüler Saleck Giss,
Gebirge des Dabus auf Wallenburger Seite, 12 n. Hilgorad.


Der Stoff aus dem Legenden sind! Solche Magier sind besessen und berauscht von der Magie, von den Rätseln und den allgegenwärtigen Geheimnissen der Schöpfung. Wagemutig jagen sie allem hinterher und erforschen alles, was neu für sie. Bevor sie über das Aussehen einer Pflanze in einem Buch nachschlagen, schlagen sie sich lieber ins Gebüsch und suchen zwei Wochen danach, irgendwo in der Wildnis - zumeist sehr zum Leidwesen ihrer Schüler. Unbestritten ist, dass viele Gegenden und Geheimnisse Tares ohne solche Magier nie entdeckt oder entschlüsselt worden wären, jedoch gelten sie unter den Nichtmagiern und selbst unter Kollegen als bestenfalls als jungspündisch und unüberlegt oder schlimmstenfalls verrückt und gefährlich.

Der Dorfmagier

Zitat:
"Ach nicht doch! Komm, packe dein Ränzel und Gefolge und geh wieder zurück an den Turm von Draconis, ich habe keine Lust wieder in die Marmorhallen zu kommen. Nein! Ihr mit eurem hochtraben Geschwätz von Erdresonationen und Windkraeft, ihr wisst doch noch nicht mal, wie frisch gepflügte Erde riecht oder ein Herbsturm sich in einer Stohhütte anfühlt. Ne, ne, ich hab' keine Lust auf Scriptorien und Lecotorien. Lieber sitze ich hier auf meiner Terasse, trink einen Hump' Bier, spiele Schach mit der Frau des Heilers und erklär den kleinen Staunemündern die Sternbilder..."

- Weissmagier Halger Ariem zu einer Gesandschaft des Il'Drûn,
Neuhütt, Drof in Sae, 16 n. Hilgorad.


Manche Magier sind trotz bester akademischer Bildung und dem Herz am rechten Fleck einfach nicht dazu geschaffen ihr Leben zwischen Folianten und Portalen oder auf Reisen und unter seltsamen Emanationen zu führen. Sie ziehen es vor, sich ein ruhiges Plätzchen irgendwo in einer kleinen Stadt oder einem Dorf zu suchen und sich ein schlichtes, gemütliches Leben zu machen. Selten ist das der Traum von jungen Magiern und noch seltener können diese Dorfmagier irgendetwas begeisterndes aus ihrem Leben erzählen, aber das wollen sie ja auch garnicht. Unter Kollegen gelten sie als entweder als 'verlorene Zausel' die ihre Begabung durch Müssiggang verschwenden oder als mutige Idole, da sie es geschafft haben ihr Leben aus dem Schatten der Türme und der gewaltigen Geschichte der Magier heraus zu stehlen und in Ruhe leben können.

Der Hochtrabende

[quote][i]"Ein unzierliches Geschrei, liebe Freundin, was diese niederen Bürger dort anstimmen um ein wenig fauliges und wässriges Gewächs aus Endophal zu ergattern, nicht wahr? Ganz recht, ganz recht, man mag an die äffischen Brunftlaute denken die im Buch 'Süderland mit Segel und Säbel' beschrieben sind. A'haha-ha, ja; da stimme ich euch aus tiefstem Herzen zu. Ach! Wo wir bei Auffengeschrei sind, habt ihr das neue Traktat des ... geschätzten ... Magisters Yaraan über Meeresthamaturgie


Zuletzt geändert von Rabe am 7.11.05, 02:22, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 10.08.06, 22:02 
Altratler
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Die Kirche der Viere in Galadon

Jeder Galadonier weiß, dass es die Vier Guten Götter gibt, die ihnen das Leben ermöglichen und ihnen das Schöne schenken, das Starke, das Gute, das Wahre, die Erlösung, die Hoffnung.

Und jeder weiß, dass die Götter sich seit jeher Sterbliche erwählen, um Kunde von ihnen zu geben, in ihrem Sinne zu handeln und Wunder zu tun.

Die größte Vereinigung dieser Auserwählten ist die Kirche der Viere, die sich aus vielen Orden, Zirkeln und Gemeinschaften zusammensetzt, deren Mitgliederstärksten der Orden des Allsehnden Auge Astraels, der Orden von Vitamas Lieblichen Kelche, der Orden vom Ruhenden Hauche Morsans und der Orden vom Heiligen Schwerte Bellums.

Von Gelehrten wird die Gemeinschaft der Geweihten gerne als Baum beschrieben, dessen Wurzeln das Volk sind, der Stamm die Kirche und von ihm gehen ab, all die Äste der Orden, die Zweige der Schulen und die Blätter der Gemeinden...

Dieses Bild ist zwar treffend und die Bürger Galadons werden nicken und es verstehen, jedoch ist es etwas geschönt, denn die Diener der Götter auf Tare sind auch nur Menschen. Und auch ohne die menschlichen Makel von Unverstehen, Unbedenken und Selbstbetrug, mag es den großen, unergründlichen Göttern gefallen, ihre Diener auf die Probe zu stellen.

Auch wenn nicht oft darüber gesprochen wird, so gibt es selbst innerhalb der Kirche Uneinigkeit oder Ratlosigkeit ob mancher Themen oder Begebenheiten.

So fochten in den Kriegen Galadons auf beiden Seiten bellumstreue und götterfürchtige Männer und Frauen gegeneinander und selbst die Weisesten haben manchmal Erklärungsnot, das Handeln der Viere in diesen Fällen zu erklären...

Gleichsam ist nicht einheitlich erklärt, in welcher Weise sich der Klerus in die Geschicke von Handel, Gesezt und Kriegsführung einbringen solle.

Seit dem 12ten Jahr der Herrschaft von König Arakam II. Ap Galad, also seit den Kindertagen des heutigen Großreiches, gilt der Glaube an die Viere als gewählte Religion der Könige und demnach die, allen Volkes.

Über die Jahrtausende hat sich das empfohlene oder vorgeschriebene Verhalten gegenüber den Geweihten der Viere und den Andersgläubigen stets gewandelt, wie sich auch das Königreich gewandelt hat.

Heute ist Galadon so groß, dass Neugikeiten von Draconis Jahre brauchen, bis sie in jedem Teil des Landes verkündet wurden ... und manchmal ereilt die Botschaft auf diesem langen Weg auch manch seltsame Veränderung. Aufgrund dieser langsamen Verbreitung von Neugikeiten, ist die Herrschaft bemüht, schlichte und klare Ordnungen bestehen zu lassen.

So gilt für die Kirche derzeit, dass ihre Rechte, wie sie auf dem gesiegelten Pergament der Krone stehen, sehr einfach ausfallen: Kein Bürger Galadons soll Hand anlegen an einen Diener der Viere und er möge ihnen Achtung und Gehör entgegenbringen. Jeder Bürger Galadons sei aufgefordert und angehalten, Spende zu geben.

Mehr ist es nicht, was geschrieben steht.

Nun ist es aber so, dass die Kirche in weiten Teilen Galadons angestammte Rechte und Befugnisse hat, die von dem Gros der Bürger als angestammt erachtet werden, welche sich jedoch aus der gegenwärtigen Lage von Gegend oder Lehen entwickelt haben.

Auf den Pergamenten steht beispielsweise auch, dass die Obrigkeit Galadons wie folgt geordnet sei: Der Adel, der sich um alles kümmere, was mit der Friedenszeit zu tun hat und die Ritterschaft die sich um das Kriegswerk kümmere und die Geweihtenschaft, die das Volk vor den dunklen Mächten schütze.

Jedoch weiß man, dass es nur in den seltensten Fällen tatsächlich so klar getrennt ist. So gibt es Gegenden, in denen die Ritterschaft aufgrund anhaltender Krisen gezwungen ist, sich um alle weltlichen Belange zu kümmern und andere, in denen der Adel eigenständig ein Heer aufstellt und führt. Genauso gibt es Gegenden, in denen Vertreter der Kirche sich um Gesezt, Ordnung und Verteidigung kümmern oder Landstriche, in denen die Tätigkeit des Geweihten beschränkt ist auf das Sammeln von Spenden und das halten von Messen, Segnungen und Predigten.

Galadon ist groß.

Und in seinen Weiten gibt es nahezu nichts, was es nicht gibt.


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 Betreff des Beitrags: Die politischen Bündnisse auf Siebenwind
BeitragVerfasst: 23.09.09, 13:11 
Edelbürger
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Die politischen Bündnisse auf Siebenwind



Der Pakt der Viereinigkeit

Ein Bündnis von vier Lehen, welche die wirtschaftliche und militärische Wiedererstarkung ihrer Gebiete anstreben. Begründet und angeführt wird dieses Bündnis vom Lehen Malthust. Die Lehen liegen vor allem im Westen des Galadonischen Reiches.

Angehörige des Paktes:

Zitat:
Malthust:

Das alte Fürstentum Malthust mit seinen schroffen Felsklippen und schattigen Bergen war lange Zeit angesehen und wohlhabend, doch die Unruhen im nahen Vandrien und Fehden zwischen dem Fürsten und dem Grafen von Papin ließen es verarmen und machten seine Bevölkerung in großen Teilen ernst und bitter. Durch den neuen Fürsten Kasimier Herwald von Liebenwerth zu Hohenbrunn beginnt langsam aber stetig ein erneuter Aufstieg und eine Restaurierung. Die Reformen welcher jener ins Rollen brachte fangen an Ihre Früchte zu tragen und So lassen sich langsam wieder mehr Händler nieder und auch Steinmetze und Winzer bevölkern nunmehr wieder den Osten des Landes.


Zitat:
Lichtenfeld:

Die verschlafene Grafschaft Lichtenfeld ist in erster Linie für ihre Almen und Auenlandschaften und die dazugehörigen Hirten bekannt, was den Lichtenfeldern den Ruf einbringt gutgläubig oder naiv zu sein.
Die Grafschaft Lichtenfeld wird zu großen Teilen vom Wasser bestimmt. Im Süden grenzt sie an den Meeresbodden des Linfahrts, der Ionbar zieht sich in seinem gesamten Verlauf durch die Grafschaft und im Norden läuft der Ravin nach Osten, um nur die wichtigsten Gewässer anzusprechen. Daneben gibt es eine schier unzählige Anzahl von Seen und kleinen Bächen, Hochmooren, Birkenwäldern und Auengebieten. Leichte Mischwälder umrahmen einzelne riesige, wie von Götterhand abgeladene Steine und ziehen sich über sanfte Hänge. Der größte aller Seen ist der Finunssee, der drittgrößte Süßwassersee Tares.
Die Menschen, die hier leben, betreiben vor allem Schafzucht und Milchverarbeitung. Die leichten Böden, die man den Birken entrissen hat, eignen sich nur für das Nötigste. Doch bringt die Grafschaft eines mit, worum viele andere sie beneiden: die hohe Kunst der elfischen Schnitzerei. In Kettel finden sich die Hochelfen, in der Kadamark arbeiten vor allem die menschlichen Schnitzer und hier in Lichtenfeld findet man einen guten Teil der Auenelfen, die sich auf den Handel mit den Menschen der Grafschaft eingelassen haben.


Zitat:
Vandrien:

Das Fürstentum Vandrien, auf der Schattenseite der Klauenberge, ist vom Rest Galadons größtenteils abgeschieden und seit langer Zeit von blutigen, religiösen Aufständen heimgesucht. Schon oft kam es hier zum offenen Kampf zwischen denen welche dem Einen anhängen und jenen welche im Namen der Viere streiten. Viele Missionare und Mitglieder der Kirche suchten die Bürger zum wahren Glauben zu bekehren, doch viele kehrten auch niemals mehr heim von jener Mission. Stets muss sollte der Reisende auf der Hut sein mit wem er sich einlässt. Die Bevölkerung steht im Ruf entweder abergläubisch oder sehr strenggläubig zu sein und so verteidigen sie dass woran sie glauben mit Inbrunst und aller Verbissenheit.


Zitat:
Ossian:

Das ehemals heruntergekommene Fürstentum Ossian wurde in jüngster Zeit dadurch berühmt, dass die Nordwind, das Schiff, das Siebenwind entdeckte, hier gebaut wurde. Ossian gilt weithin als Sprungbrett für die Reise der unterschiedlichsten Völker nach Siebenwind. So floriert hier denn der Handel mit dem neu gewonnen Eiland und auch die Verschiffung jedweder Passagiere und Güter findet hier Ihren Dreh und Angelpunkt. Die Menschen welche hier leben gelten als weltoffen und Gastfreundlich. Doch nicht alles was glänzt ist auch Gold und so gibt es auch hier Schattenseiten des Aufstiegs. So findet man in den Hafenstädten viele Bettler und allerlei finsteres Gesindel das sich eine rasche Münze zu verdienen sucht.





Der Ersonter Bund

Der Ersonter Bund ist ein recht junges Bündnis einiger Lehen die sich über ganz Galadon verteilen. Das politische Gewicht des Bundes ist recht groß, aufgrund seiner strategischen und militärischen Bedeutung. Durch die die Randlage der meisten Lehen des Ersonter Bundes sind die Truppen allerdings meist gebunden und in schwere Kämpfe verwickelt, so in Khalandrien, Ravel, aber auch im Süden zu Endophalien. Geführt wird der Bund durch den Namensgeber Ersont.

Angehörige des Bundes:

Zitat:
Ersont:

Die Grafschaft Ersont ist zusammen mit dem Fürstentum Herder der größte Truppensammelplatz des galadonischen Heeres, allerdings mit längerer Tradition als das Fürstentum, was die Leute aus Ersont als angesehen, streng und diszipliniert gelten lässt.


Zitat:
Papin:

Die Grafschaft Papin ist eine der wichtigsten Drehscheiben des See- und Landhandels Galadons, was es sehr reich und bedeutend macht; dieser Umstand und die rücksichtslose Fehde des Grafen mit dem Fürsten von Malthust lassen die Leute von Papin als stolz und überheblich gelten.


Zitat:
Savaro:

Das fruchtbare Herzogtum Savaro ist einer der sichersten und am längsten besiedelte Landstriche Galadons. Das Leben hier ist wohl geordnet und in seinem Lauf recht beständig und meist ereignislos, was den Savaroanern den Ruf der typischen Bürger verschaffte. Ein jeder kennt seinen Stand und daran zu rütteln, was Gleichbedeutend mit dem Rütteln an der Göttlichen Ordnung ist, würde keinem der hier ansässigen Bürger in den Sinn kommen. Regional unterscheiden sich die Bürger in diesem Landstrich doch durchaus deutlich. Leben im Norden bei den Feuerwäldern und Ausläufern des Phoenixgebirges doch eher stämmige, blasse und kräftige Zeitgenossen, so sind es im Süden eher die Händler und Handwerker welche hier die Erzeugnisse aus dem Norden mit Ihrem ganz eigenen Charme versehen und den durchreisenden Händlern immer wieder einen Grund zum verweilen und feilschen geben. Rund um den Beborn bis hin über die Ebene Erwelds stehen die Hanf und Obstbaum Felder. In Erwelds Weg selbst mag es dem Reisenden erscheinen als sei in jedem zweiten Haus ein Reeper daheim der die rohe Ware zu Seilen jeder Länge und Dicke verarbeitet. Nahezu jedes in Galadon genutzte Seil hat hier seinen Ursprung.


Zitat:
Sae:

Ein im Südwesten eher dünn besiedeltes und von der Fläche eher kleines Land. Mag es doch kaum einen Tagesmarsch brauchen um es zu durchqueren, und doch birgt sich so manches hier in diesem Teil Galadon. Das Herzogtum Sae beheimatet eine der wichtigsten Kultstätten der Viergötterkirche, denn nach einer Legende fiel hier die Träne Angamons zu Boden, welche den Amulettkrieg beendete. Um dies zu verdeutlichen setzte Astraels La’Fay Argionemes seinen Stab auf den Ort, an dem die Träne fiel. Um die riesige Steinsäule dieses Stabes wurde „Lafay’s Stab“ errichtet, die Stadt der Forschung und des Wissens. So zieht es denn viele Gelehrte und anderes Lehrendes wie Lernendes Volk hier her um an Forschung und Wissensverteilung teil zu haben. So manch ein Technisch Wunderwerk verließ die Werkstätten welche sich um die Stadt ziehen und brachte gar Revolutionäres mit sich. Man denke an den Kachelofen welcher seit nunmehr 200 Jahren so manches Herrschaftliche Haus mit Wärme versorgt. Ansonsten sind die Bürger welche hier leben zwar offen gegenüber neuem und aufgeschlossen doch wenn es um Sie selbst und Ihre Habe geht dann sind sie zumeist eher verschlossen und Wortkarg.


Zitat:
Wallenburg:

Die Baronie Wallenburg mit ihren langgestreckten Seelandschaften gilt als eine der schönsten Gegenden Tares und erstaunlicherweise konnte nicht einmal die dichte Besiedelung des Menschen die frische Schönheit dieser Gegend zerstören. Lachse und Wildfleisch von hier sind allerorts in Galadon mehr als begehrt. Felle und Gepökeltes von hier findet man auf nahezu jedem Markt des Königreiches. An den Ausläufern des Dabus-Gebirges befinden sich Höhlen, von der Natur geformt und gefüllt mit Edelsteinen und Kristallen. So liegt es nicht fern das sich hier ein florierendes Goldschmiede und Kunsthandwerksgewerbe gebildet hat und seine Waren auf ganz Tare feil bietet. Mag man nur an den reich verzierten Stab des Herrn von Endophal denken oder die Smaragdkrone des Hauses Ad Arbam. Die Bevölkerung dieser Breiten ist offen und ehrlich. Weiß es Handel zu treiben doch auch wie man sich Freunde schafft und die Freundschaften Pflegt. Man kann sie also als sehr Sozial und Gutherzig betiteln ohne Ihnen Unwahres anzudichten.


Zitat:
Herder:

Burgen und Wehranlagen dominieren die Landschaft. Der Herder, welcher vom Dabus gen Meer fließt, versorgt die umliegenden Felder mit allem nötigen um dem Land reiche Ernten zu bescheren. Das Fürstentum ist zusammen mit der Grafschaft Ersont der größte Sammelpunkt des galadonischen Heeres. Mehrmals im Jahr finden hier große Manöver und Paraden statt. Dementsprechend sagt man seinen Bewohnern nach sie wären grob, streng und schnell mit der Hand am Schwertknauf. Jedoch zählen sie auch zu den treuesten und loyalsten Bürgern im Großreich Galadon.


Dem Ersonter Bund sollen weiterhin auch eine große Sippe des Volkes der Hochelfen und ein magischer Zirkel die Treue geschworen haben. Genaueres dazu ist noch nicht bekannt.


_________________
<Fili>und wenn Custodias ein verlogener bastard ist, der uns alle um seinen finger wickelt
<Fili>dann ist er offenbar so gut darin, dass er sich das verdient hat

Fiete: Gott sei Dank, noch ein Ritter!
Hagen: Das hat noch nie jemand in der Geschichte Siebenwinds gesagt!


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 Betreff des Beitrags: Die Entstehung des Paktes der Viereinigkeit
BeitragVerfasst: 13.03.10, 14:29 
Edelbürger
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Die Entstehung des Paktes der Viereinigkeit

Mitglieder Pakt der Viereinigkeit

Malthust (Fürstentum) Fürst Kasimier Herwald von Malthust ap Morn
Vandrien (Fürstentum) Fürst Serass von Vandrien, ehemals Großinquisitor
Ossian (Fürstentum) Fürstin Asodayr von Ossian ahm Erson
Lichtenfeld (Grafschaft) Graf Feestar von Lichtenfeld

Darstellung der Ereignisse in Kurzform:

1 nH
Entdeckung Siebenwinds
Malthust und Ossian einigen sich tiefergehende Beziehungen um Papin als Handelsvormacht abzulösen
Fürst Kaspian von Malthust wirtschaftet sein Land durch Fehlinvestitionen in eine Handelsmarine herunter

5 nH
Fürst Raziel von Vandrien wird wahnsinnig und sagt sich vom Königreich und den Vieren los
Der Große Vandrische Krieg bricht aus
Der König erklärt den Vetter von Fürst Raziel, Zoltan von Vandrien, zum neuen Fürsten von Vandrien

12 nH
Fürst Kaspian fällt im Großen Vandrischen Krieg, Nachfolger wird sein Sohn Kasimier
Fürst Raziel von Vandrien verliert eine entscheidende Schlacht und flieht vor seiner Strafe nach Siebenwind

13 nH
Die umfassenden Verwaltungsreformen und die auf Kredit finanzierten Investitionen von Fürst Kasimier von Malthust tragen erste Früchte in seinem Lehen

14 nH
Raziel scheint nach Vandrien zurückgekehrt und der Bürgerkrieg flammt wieder auf

18 nH
Fürst Zoltan von Vandrien wendet sich an den Fürsten von Malthust und bittet ihn um Unterstützung gegen die Dissidenten im Süden seines Lehens
Fürst Zoltan fällt im Kampf und sein Sohn, Prinz Serass, folgt ihm auf den Thron
Malthust organisiert sich mit Ossian und entsendet eigene Truppen nach Vandrien

Oner 20 nH
Malthust verringert die Seezölle und macht damit in Zusammenarbeit mit Ossian der konkurrierenden Grafschaft Papin den Seehandel streitig
Der Handelskonflikt eskaliert und endet beinahe in einem Waffengang
Nur das Einschreiten Ersonts und der Atmende Tod in den Strassen verhindern das Inmarschsetzen der Armee Malthusts

Ende Duler 20 nH
Papin reicht Klage beim König gegen Malthust ein wegen Kriegsgewinnlertum
Ossian und Vandrien stellen sich hinter Malthust

Dular 20 nH
Die Grafschaft Lichtenfeld wird von den inzwischen wirtschaftlich wieder erstarkten Fürstentümern „gekauft“ sich einem Lehensbündnis anzuschließen
Der Pakt der Viereinigkeit wird begründet und in Draconis vom König anerkannt:
- Pakt der Viereinigkeit wird anerkannt vom König
- Erlaubnis der Aufstellung eigener Truppen
- Zuerkennung eines Lehens auf Siebenwind

Darstellung in ausformulierter Form:

Die Geschichte des Paktes der Viereinigkeit ist eine längere als die des Ersonter Bundes, auch wenn sich beide formal beinahe zur gleichen Zeit gegründet wurden.
Nach der Entdeckung Siebenwinds durch die Nordleute auf dem Schiff Nordwind besprachen sich die Fürstentümer Malthust und Ossian und gründeten einen Handelsbund, der zum ersten den Ausbau des Handels mit Siebenwind zum Ziel hatte und zum anderen die, von den beiden Fürstentümern mit Missgunst betrachtete, Vorherrschaft Papins auf der See und den damit verbundenen Handel zu beenden.

Fürst Kaspian von Malthust ließ sich eine riesige Handelsflotte aufbauen und stürzte sich dafür in große Schulden. Fest im Glauben ließ er dann die ganze Flotte nach dem Segen aller Viere ins Westmeer auslaufen um die günstigste Handelsroute nach Siebenwind zu finden. Nach einigen Verlusten durch Stürme und andere Naturgewalten wurde dieser auch gefunden, doch stellte sich heraus, dass auf Siebenwind keinerlei Handelsgüter von Interesse zu finden waren, die einen solch weiten Transport und die damit verbundenen Kosten rechtfertigten. Am Ende jeglicher finanzieller Kraft verkaufte er schließlich die restlichen Schiffe seiner Flotte zu Spottpreisen an private Kaufleute. Diese Schaluppen sind es zum Teil heute noch, welche die Siedler von Falandrien nach Siebenwind bringen, doch Malthust war wirtschaftlich schwer gebeutelt und nur durch die großzügige Unterstützung Ossians und Vandriens konnte das Schlimmste abgewendet werden.

Nur wenige Jahre später wurde der gesalbte Fürst von Vandrien, Fürst Raziel, wahnsinnig und wandte sich von den Vieren und vom König ab. Der daraus resultierende Bürgerkrieg setzte sich bis heute fort und hinterließ bei Menschen und Ländereien tiefe, fast unheilbare Wunden.
Der noch junge König Hilgorad ernannte den Vetter des gefallenen Fürsten, Zoltan von Vandrien zum Nachfolger desselben. Zudem entsandte er ein Heer nach Vandrien um die abtrünnige Provinz wieder in das Reich einzuverleiben, an der Spitze des Heeres ritten Fürst Zoltan an der Seite des Fürsten von Malthust, Fürst Kaspian von Malthust, welcher sich durch sein militärisches Engagement im Bürgerkrieg eine Verbesserung der Finanzlage seines Lehens erhoffte.

Das Kriegsglück in Vandrien wankte hin und her, doch letztlich gelang es den königstreuen Truppen, den abtrünnigen Raziel bei der Seeschlacht von Vandris zu stellen. Der maritim unterstützte Eroberungsversuch von Vandris wurde abgewehrt und das Heer der Abtrünnigen zerschlagen. Raziel musste vor seinen Häschern fliehen und flüchtete sich über das Meer nach Siebenwind. Bei dieser verlustreichen Schlacht musste auch Fürst Kaspian von Malthust sein Leben lassen und auf den Fürstenthron folgte ihm sein Sohn Kasimier Herwald von Malthust.
Der begabte Feudalherr läutete in Malthust umfassende Verwaltungsreformen ein, welche er während sein Vater im Bürgerkrieg focht, als Stellvertreter im heimatlichen Lehen ausgearbeitet hatte. Diese sorgten für einen wirtschaftlichen Aufschwung Malthusts, hilfreich war dabei auch die Kriegsbeute seines Vaters aus dem Großen Vandrischen Krieg.

Nur wenige Monde später kehrte Raziel nach Vandrien zurück und sammelte wieder zahlreiche Anhänger um sich, der Bürgerkrieg entflammte erneut. Fürst Zoltan von Vandrien wandte sich verzweifelt an den König, doch dieser war das Opfer einer breiten Verschwörung und einer Entführung. Das Reich war eine zeitlang ohne Führung und so sahen sich die Lehen um Vandrien zum eigenständigen Handeln gefordert. Fürst Kasimier von Malthust erinnerte sich der Verpflichtungen die sein Vater bereits eingegangen ist und unterstützte Zoltan von Vandrien im Süden des Lehens. Auch Ossian folgte dem Waffenruf und unterstützte die beiden nördlichen Lehen im Kampf gegen den gefallenen Raziel. Wenig später fiel Zoltan in einer Schlacht mit den Dissidenten und Prinz Serass von Vandrien folgte ihm auf den Thron. Die Truppen Malthusts, Vandriens und Ossians entzogen sich dem Oberbefehl des offenbar geschwächten Königs und trugen den Konflikt mit zunehmendem Erfolg aus.

Doch auch der Konflikt mit Papin trat nun deutlicher zu Tage, Malthust senkte seine Seezölle und begann damit einen offensiveren Handelskrieg mit der benachbarten Grafschaft. Nur durch das Grassieren des Atmenden Todes und die eindeutige Stellungnahme Ersonts auf der papin’schen Seite wurde ein weiterer bewaffneter Konflikt in diesem Teil des Galadonischen Reiches verhindert.
Als Papin eine Klage beim Königlichen Gericht gegen Malthust wegen Kriegsgewinnlertum einreichte, stellten sich Vandrien und Ossian eindeutig hinter den beklagten Fürsten und konnten somit einen Prozeß abwenden. Auch die benachbarte Grafschaft Lichtenfeld unter dem naiven Grafen Feestar wurde durch großzügige Geldgeschenke und andere Einflussnahmen davon überzeugt einem Lehensbündnis beizutreten.

Fürst Kasimier von Malthust entsandte seinen getreuen Burggrafen, Valdo Hoheneych von Bellumsfeld nach Draconis, um dort als Repräsentant des Paktes der Viereinigkeit aufzutreten und weitere Kompromisse mit dem Ersonter Bund auszuhandeln.
Die beiden Lehensbündnisse erkannten die Schwäche des Königs sehr schnell und sprachen weit reichende Forderungen aus. Beide Bündnisse wurden vom König anerkannt und sie erhielten außerdem die Erlaubnis eigene Truppenverbände aufzustellen. Zudem teilte der König die ehemalige Kronmark Siebenwind auf und gab sie den beiden Bündnissen sowie dem treuen Volk der Dwarschim, den Elfen aus den Wäldern und Auen sowie den rauen Nortraven, welche so tapfer an der Seite Ersonts gegen die Khalandrier gestritten hatten als Lehen.
Vom Pakt der Viereinigkeit wurde Marschall Siveren Vardenberg zum Lehensherr auf Siebenwind auserkoren und die Verwaltung des Lehens aufzubauen und zu führen.

Möge Bellum davor sein, dass sich der Konflikt zwischen den beiden Lehensbündnissen zu einem weiteren Bürgerkrieg entwickelt…

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<Fili>und wenn Custodias ein verlogener bastard ist, der uns alle um seinen finger wickelt
<Fili>dann ist er offenbar so gut darin, dass er sich das verdient hat

Fiete: Gott sei Dank, noch ein Ritter!
Hagen: Das hat noch nie jemand in der Geschichte Siebenwinds gesagt!


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 Betreff des Beitrags: Entstehung des Ersonter Bundes
BeitragVerfasst: 13.03.10, 14:35 
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Entstehung des Ersonter Bundes

Mitglieder des Ersonter Bundes:

- Ersont (Grafschaft) Graf Gernod von Ersont
- Savaro (Herzogtum) Herzogin Almut von Savaro ahm Mer
- Papin (Grafschaft) Graf Gero von Papin
- Sae (Herzogtum) Herzog Bellodor von Sae ap Mer
- Wallenburg (Baronie) Baronin Yeroma von Wallenburg
- Herder (Fürstentum) Fürst Vanagard von Herder ap Galad
- Hochelfensippe Nohanwen aus Umdesd in Savaro
- Magierzirkel „Gebrochene Hände“


Darstellung der Ereignisse in Kurzform:

19 und 20 nH
Ersont ruft den König immer wieder um Hilfe an um gegen die Khalandrier vorzugehen
Der König entsendet das 2. Kronregiment, was von den Ersontern als nicht ausreichend angesehen wird
Malthust nutzt die Zwangslage Papins aus und baut seine Handelswege aus auf Kosten der papin’schen Häfen

Oner 20 nH
Savaro liefert Waffen an Ersont für den Kampf gegen die Khalandrier

Duler 20 nH
Der Ersonter Bund wird begründet
Erste Unstimmigkeiten zwischen Ersonter Bund und Königlichen Truppen nach einem Sieg

Ende Duler 20 nH
Sae, Wallenburg und Herder schließen sich dem Ersonter Bund an
Papin reicht Klage gegen Malthust ein wegen Kriegsgewinnlertum

Dular 20 nH
Burgräfin Hannah Berndorf zu Lichtenwald wird als Diplomatin des Ersonter Bundes an den königlichen Hof nach Draconis geschickt
Verhandlungen zwischen König und Ersonter Bund
Ergebnisse:
- Ersonter Bund wird anerkannt vom König
- Erlaubnis der Aufstellung eigener Truppen
- Zuerkennung eines Lehens auf Siebenwind

Ereignisse in ausformulierter Form:

Die Grafschaft Ersont, schon seit jeher ein wichtiger Truppensammelplatz des Galadonischen Reiches, befand sich seit einigen Jahren in verlustreichen Kämpfen mit den khalandrischen Barbaren und den Schwarzorken, welches sich nördlich des Lehens angesiedelt hatten. Neben den Truppen des Grafen von Ersont, fochten auch die königlichen Kronregimenter gegen die Aggressoren aus dem Norden und Osten.
Doch die Unruhen in den unterworfenen Gebieten des Südens nahmen ebenfalls zu und sowohl das Fürstentum Herder wie auch das Lehen Falkenstein gerieten immer mehr in Bedrängnis. Endophal stand Ende des Jahres 19 nach Hilgorad kurz davor einen weiten Aufstand zu erleben. Der Freiherr Tahir al’Kadar, ein vom König protegierter und verpflichteter Endophali, war allem Anschein nach von endophalischen Freiheitskämpfern ermordet worden und damit war die geringe Stabilität dahin. In mehreren Städten des Südens brachen immer öfter Aufstände gegen die galadonische Besatzung aus. Bis heute kehrte keine endgültige Ruhe dort ein, trotz der Entsendung zahlreicher Kronregimenter durch den König.

Dadurch war Ersont mit seinen gräflichen Truppen auf sich allein gestellt und erlitt schwere Verluste in den Kämpfen. Durch die familiären Verbindungen zwischen dem Grafenhaus von Ersont und dem Grafenhaus von Papin, fühlte sich die Papiner Herrschaft verpflichtet den Ersontern beizustehen und entsandte, neben großzügigen und günstigen Waffenlieferungen, auch einige papin’sche Kompanien um in die Kämpfe einzugreifen. Die großen Kosten welche dadurch auf die Grafschaft Papin zukamen, schlugen sich zu Lasten des Seehandels nieder. Es wurden höhere Zölle erhoben und dennoch konnte nicht immer für die Sicherheit der Handelslinien garantiert werden. Diesen Umstand machte sich das, nach den langen Kriegen in Vandrien erstarkte, Fürstentum Malthust zu nutze und setzte seine Einfuhrzölle herab um den Handel des Westmeeres an sich zu reißen.
Der daraus resultierende Konflikt wurde an den Konferenztischen ausgetragen, dennoch eskalierte die Situation immer mehr und die beiden Lehen standen kurz davor die Streitsache in einem Waffengang auszutragen. Allein die eindeutige Stellungnahme Ersonts auf der Seite Papins hinderte Malthust daran diese Drohung wahrzumachen.

Papin sandte in der prekären Situation weiterhin Soldaten und Waffen nach Ersont und auch das Herzogtum Savaro, regiert von der Großcousine Hilgorads, Herzogin Almut von Savaro ahm Mer, kritisierte mehr oder weniger offen die Politik des Königs und Malthusts und stellte sich auf die Seite der Ersonter und Papiner. Herzogin Almut war es auch die den beiden Grafen den Vorschlag machte ein Lehensbündnis zu begründen, welches die bisherige Vormachtstellung im Handel und im Krieg weiterhin erhalten solle. Graf Gernod von Ersont griff diesen Vorschlag sofort auf und entsandte seine Vertraute und bisherige Herrin seiner Stammburg Burggräfin Hannah Berndorf zu Lichtenwald um diplomatische Verhandlungen aufzunehmen.
Die Diplomaten der Grafschaften und des Herzogtums trafen sich auf einer einsamen Burg im Drakenwald im Süden von Ersont, doch neben diesen entsandten auch zwei anderen Organisationen einen Vertreter um einem Bund beizutreten.
Dies war zu einem eine Hochelfensippe aus Umdesd in Savaro namens Nohanwen, welche dort große Güter besaß und schon seit Jahrhunderten gute Beziehungen zur Königsfamilie ap Mer, insbesondere zur Herzogenfamilie Savaros pflegte. Die Hochelfensippe hatte ein großes Interesse daran die Handelswege Papins zu sichern, da sie in der Vergangenheit dort große Investitionen geleistet hatte.
Weiterhin gelang es dem Vertrauten der Burggräfin Hanna Berndorf zu Lichtenwald, Derontas Marilus, einen alten Freund an den Verhandlungstisch zu bringen. Dieser alte Freund war Rogar Hamsched, ein in die Jahre gekommener und sanfter Graumagier, welcher den Magierzirkel der „Gebrochenen Hände“ anführte. Rogar Hamsched war bereit die Kräfte seines Zirkels in die Dienste der Ersonter zu stellen um den grauenhaften Krieg im Norden und Osten endlich zu beenden.
Die Verhandlungen, die zuerst unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit geführt wurden, waren im Duler 20 nach Hilgorad erfolgreich und das Banner des Ersonter Bundes wurde noch vor Ort genäht.

Noch im selben Mond flatterte das Banner über den Heerlagern Ersonts im Norden und Osten und gemeinsam mit dem 2. Kronregiment wurde nach langen und verlustreichen Kämpfen endlich ein entscheidender Sieg errungen. Während aber die Soldaten des Königs ausgelassen feierten und sich selbst über den grünen Klee lobten, waren die Ersonter und Papiner Soldaten erschöpft und trotz des Sieges niedergeschlagen. Sie wussten um die langen Entbehrungen ihrer Heimat und auch darum, dass die geschlagenen Wunden wohl sehr lange brauchen würden um endlich zu verheilen. Die Differenzen eskalierten bis hin zum Kompetenzgerangel um den Wiederaufbau der Festungsanlagen, aber auch bei der Nutzung der Marschwege und der Versorgung der Truppen aus der Umgebung. Graf Gernod von Ersont stand kurz davor die königlichen Truppen seines Lehens zu verweisen. Doch dann befahl König Hilgorad von sich aus den Rückzug der Ritterschaft und des Kronregiments aus Ersont.

Daraufhin wandte sich der Oberste Diplomat der Herzogin Almut von Savaro ahm Mer, Landsfürst Remus Klingenberg zu Erwelds Weg, an einige Lehen im Süden und verhandelte deren Beitritt zum Ersonter Bund. Ende des Dulers 20 nach Hilgorad waren die Verhandlungen endlich von Erfolg gekrönt.
Herzog Bellodor von Sae ap Mer, ebenfalls ein Mitglied der weitläufigen Königsfamilie, schloss sich dem Ersonter Bund an, da er immer noch davon träumte die Galadonische Krone irgendwann einmal für sich beanspruchen zu können. Außerdem scheint er danach zu streben im Stillen langsam aber sicher die Führung des Bundes an sich zu reißen.
Fürst Vanagard von Herder ap Galad erwartete sich Unterstützung vom Ersonter Bund im Falle der Abspaltung Endophaliens vom Galadonischen Reich und wurde dank dieser Perspektive ein Mitglied des Bundes.
Aufgrund des Drucks der umliegenden Lehen entschloss sich auch Baronin Yeroma von Wallenburg diesem Bündnis beizutreten. Ihr lag vor allem daran in Frieden mit ihren Nachbarn zu leben und die Handelswege offen zu halten um weiterhin ihre aufwendige Hofhaltung finanzieren zu können.

Kurz nach der Stärkung des Ersonter Bundes durch diese Beitritte sah sich Graf Gero von Papin also in der Lage seine Beschwernisse vor den König selbst zu tragen und verklagte das Lehen Malthust auf Kriegsgewinnlertum beim Königlichen Gericht. Es ist fast überflüssig zu erwähnen, dass die anderen Mitglieder des Bündnisses diese Klage unterstützten.

König Hilgorad, erschöpft durch die Ungewissheiten der letzten Monde, der atmende Tod hatte sich ausgebreitet, der Aufstand in Endophal setzte ihm schwer zu, sowie der Krieg im Norden forderte seinen Tribut, berief Kläger und Angeklagte ein zu einer Versammlung auf Burg Bernstein, seinem Stammsitz und versuchte dort einen Kompromiss zwischen den Parteien auszuhandeln.
Die beiden Lehensbündnisse erkannten die Schwäche des Königs sehr schnell und sprachen weit reichende Forderungen aus. Beide Bündnisse wurden vom König anerkannt und sie erhielten außerdem die Erlaubnis eigene Truppenverbände aufzustellen. Zudem teilte der König die ehemalige Kronmark Siebenwind auf und gab sie den beiden Bündnissen sowie dem treuen Volk der Dwarschim, den Elfen aus den Wäldern und Auen sowie den rauen Nortraven, welche so tapfer an der Seite Ersonts gegen die Khalandrier gestritten hatten als Lehen.
Burggräfin Hanna Berndorf zu Lichtenwald wurde vom Ersonter Bund dazu auserkoren die Verwaltung des Lehens auf Siebenwind einzurichten und zu führen.

Wie sich die Konkurrenz der beiden Bündnisse noch auf die Zukunft des Galadonischen Reiches auswirken wird, weiß wohl allein Astrael…

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<Fili>und wenn Custodias ein verlogener bastard ist, der uns alle um seinen finger wickelt
<Fili>dann ist er offenbar so gut darin, dass er sich das verdient hat

Fiete: Gott sei Dank, noch ein Ritter!
Hagen: Das hat noch nie jemand in der Geschichte Siebenwinds gesagt!


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 Betreff des Beitrags: Über Dunkeleisen und wieso man es auch Schwarzgold nennt
BeitragVerfasst: 6.04.15, 13:35 
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Über Dunkeleisen und wieso man es auch Schwarzgold nennt

Schwarzgold, so nennt man sie auch seit kürzer Zeit, weil sie Händler die damit einen Tausch vollziehen, um in kürzerer Zeit riesige Mengen an Dukaten anhäufen. Es sind die eisernen Barren mit der dunklen fast gänzlich schwarzen Färbung die sie so reich machen. Eisen gibt es ja fast überall in den Minen des Festlandes. Aber Dunkeleisen, dass ist etwas besonderes. Niemand weiß so wirklich warum dieses Metall nun eigentlich so schwarz ist.

Im Phoenix Gebirge gibt es einige Stollen in denen es gefördert wird. Auffindbar ist es wohl seit vor 50 Götterläufen ein großer Lavastrom einige Handwerksdörfer am Fuße unter sich begrub. Es war eine große Tragödie. Noch heute wird um dieses Klagelied gemunkelt dass eine gehörnte Kreatur 5 Tage zuvor auf einem der Gipfel gesehen wurde. Danach wurde das Wetter schlechter, bis Flammen aus den Stollen stießen. Unzählige Stollenarbeiter wurden bei lebendigem Leibe verbrannt, einzelne konnten noch brennend aus dem Stollen fliehen, erlagen aber später den Verletzungen des Feuers. Dann nach dem Megrath der Fantastische (so nannten die Bewohner der umliegenden Dörfer den Magier) versuchte die Sache aufzuklären, stieg eben die besagte Lava aus den Stolen empor. Wie Adern aus denen Tare blutete, hörte der Strom der Lava erst auf als die Dörfer begraben waren und tausende ihr Leben bei diesem Unglück verloren.

Es dauerte eine ganze Weile, aber nach einem viertel Jahrhundert wuchsen dort auch wieder Bäume und Gras. Und erste neue Dörfer entstanden. Einige der überlebenden Söhne die noch das Schürferhandwerk von ihren Vätern gelernt haben, legten neue Stollen an. Sie gruben tief, doch statt Edelsteinen oder Gold fanden sie Eisen. Schwarzes Eisen, so dunkel dass man es leicht übersah im dunklen Gestein in das sie hineingruben. Viele Gelehrten sahen sich das Metall an, es war Gold nicht unähnlich, verband es sich doch nur schwer mit anderen Dingen und beständiger war es als Eisen, so rostete es weniger. Auch die Kirche und die hiesigen Magier begutachteten das Metall und die Erze, aber sie fanden nichts merkwürdiges. Dennoch wurde es in manchen Gegenden verboten Dunkeleisen oder Waren aus Dunkeleisen zu besitzen. Der Kirche war es suspekt, dass dieses Metall öfter dort vorkam wo zuvor größere Katastrophen ihren Lauf genommen hatten.

So kam es bald, dass die ersten Schmiede das schwarze Eisen verarbeiteten. Sie nannten es Dunkeleisen. Rüstungen ließen sich daraus wegen seiner guten Materialeigenschaften hervorragend fertigen. Sie waren hart und beständig. Schnell machten diese Rüstungen ihren Ruf für das Handwerk in der Region alle Ehre und der Handel begann zu florieren. Händler transportierten unzählige der Barren und Rüstungen nach überall in das Land. Mit den Götterläufen jedoch, offenbarte sich etwas, dass meistens zutrifft. Dinge die als zu Gut erscheinen, haben oft ihre Schattenseiten. Nach mehr als 2 Dekaden Götterläufen wurden viele der Schürfer, Stollenarbeiter und Schmiede krank. Ihr Körper schien einem zunehmendem Verfall zu erliegen. Die Gelehrten sagen, es liegt am Staub des Dunkeleisens, jeder der viel damit arbeitet, müsse diesen einatmen und er sei nicht gut für den Körper. Sogar einige Zwerge die sich dort niederließen zeigten erste Erscheinungen körperlichen Verfalls.

Heute gibt es nicht mehr viele Zünfte die mit Dunkeleisen handeln. Zu viele wurden krank und aus der hoch nachgefragten Ware wurde ein begehrte Gut, dass es nur noch zu hohen Preisen gab. So verdiente sich das Dunkeleisen seinen Beinamen Schwarzgold. Schwarz aus der offensichtlichen Farbe und Gold wegen seiner Beständigkeit und auch weil der Handel damit ein lukratives Geschäft ist.


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