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 Betreff des Beitrags: Orkenunruhe in Falkensee
BeitragVerfasst: 6.03.05, 15:34 
Techniker
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Sonnentag, 4 Duler 16 n. Hilgorad.
Mild pfeift der warme Wind des Vitama um die Ecken der Häuser und Baustellen Falkensees. Felas Laufe nähert sich bereits zum achten Mal langsam dem fernen Horizont und das Licht verfärbt sich dämmrig rötlich.

In der Stadt ist keine Menschenseele mehr zu sehen, die Strassen leer und verlassen, die Fensterläden und Türen fest verrammelt.
Lautes Gegröle, tierische Laute und metallisches Rasseln und Klappern nähert sich langsam quer durch die Gassen. Mit einem Mal bricht aus der Gasse vom Marktplatz Richtung Tempel ein schwer bewaffneter, verdreckter Kriegstrupp gedrungener kräftiger Gestalten. Ein übler kaum erträglicher Aas und Schweißgestank breitet sich von den Gestalten in verdreckten und über und über mit Beulen und Dellen versehenden Ringrüsten aus. Große gedrungene gelblich verfärbte Hauer schauen unter den geschundenen Helmen hervor und hier und dort schauen zwischen den schlecht sitzenden Rüstenteilen nachtschwarze borstige Fellbüschel hervor.

Laut scheppernd halten die Gestalten aufgrunzend inne und einer von jenen deutet wild gestikulierend mit seiner Pranke zu den penibel ordentlich aufgereihten Festtischen und Bänken auf dem Bauplatz der Ritter herüber. Frust steht in den gelben und grünen blutunterlaufenen tierischen Augen welche zwischen den Sehschlitzen der Helme dümmlich hervorglotzen. Ist doch der Kriegstrupp bereits den zweiten Hellzyklus in Folge in der Gegend am herumrandalieren, morden und rauben jedoch ohne auf wirkliche Gegenwehr zu stoßen.

Auch wenn natürlich jede einzelne der Gestalten in ihrem beschränkten primitiven Geiste fast jeden Bewohner der Insel, der nicht zu ihrer Art gehört, als kränklich, schwach, feige und ehrloses Pack ansieht, dass sich nicht im Entferntesten mit einem der Ihren messen kann, so findet die sich seit nunmehr zwei Hellzyklen anstauende Frustration, dass der Trupp auf keine der "pläkhbükhzhäähhn-gitz". Natürlich würde keine der Gestalten jemals einem anderen oder sich selbst gegenüber zugeben, dass sie sich mit jenen messen will, sondern sie allenfalls eine Stufe über die "fäikhäääh phätthää stumpie", "stumpie-futuuhimarrg", "jäkhargh-pixiee" und "hänthlar-gitzköpphä" stellen, welche sie mit Verachtung für ihre Wehrlosigkeit kurz zuvor überfielen und einschüchterten.

So bricht sich jener lang aufgestaute Frust nun Bahn und grölend und herumschreiend stürmt der Trupp zu den Bänken und Tischen herüber. Mit einem lauten Krachen lässt sich eine der Gestalten schwerfällig auf einen der zentralen Sessel fallen und lehnt sich grunzend fett und bräsig zurück.
"zaihnz pfhüahr olorgie!
uoargh zaihnz thär groxxkopp hollkorath
uoargh happhänz tzoooh aihnäh aankzt pfor thi olorgiee..
olorgie zaihnz zhooo ztark"
,
ruft die Gestalt wild mit seinen Pranken herumwedelnd mit schlecht gespielter weibischer Stimme. Grunzend glotzen die anderen einen Moment zu dem Sitzenden und spucken dabei ab und an große eklig-grünliche Sabberbatzen aus und fallen dann mit lautem unartikulierten Lachen ein und hieben vor Begeisterung mit ihren schweren mit verkrustetem geronnenen Blut besudelten Äxten und Hämmern auf die Tische ein. Ins Exstatische steigern sich dabei die tierischen Grunzlaute und das Schnaufen während die Gestalten immer wilder an den Bänken und Tischen rütteln, auf jene krachend und splitternd einschlagen und zerstörte Möbelteile in der Gegend umherschleudert.

Nach einer Weile schnappt sich eine der Gestalten mit ihren großen Pranken ein Holzbänkchen am kurzen Ende und schreit unartikuliert und kaum verständlich zu den anderen herüber:
"pfäähr könnhänz thie groxxpänkhäz am pfaitästahnz pfäerpfäehnz"
Immer schneller dreht sich die Gestalt dabei schnaubend um ihre eigene Achse, in weitem Bogen die Bank um sich herum schwingend und lässt sie dann plötzlich taumelnd los. In hohem Bogen segelt die Bank Richtung einiger Tische und schlägt polternd auf jene auf und wirft sie um.

Starr glotzt mit dümmlicher Miene dabei eine weitere Gestalt zu dem Werfer und schlägt sich begeistert aufgrunzend mit der bepanzerten Pranke auf die Brust.
"hoar uorgh könnhän wäitha wäärfphään
thzo thu thauhän unth läärnähn"
,
grölt die zweite Gestalt mit angeberischer kaum verständlicher Stimme als der Werfer befriedigt über sein Ergebnis aufschreit. Knirschend umgreift jene dann mit ihren metallbehandschuhten Pranken ein weiteres Bänkchen und wuchtet es hoch und presst es unter lautem Grunzen an seine Brust und rennt keuchend unter Quietschen und Klappern seiner schlecht sitzenden rostigen Ringrüste los. Kurz vor einigen Bänken stoppt die gestalt abrupt und stößt aus der Bewegung die Bank von sich fort Richtung eines Tisches und taumelt stolpernd einige Schritte weiter auf jenen zu und schlägt krachend gegen jenen. In hohem Bogen fliegt das Bänkchen trudelnd über den Tisch und schlägt unsanft hinter jenem auf den Boden und bricht zersplitternd mit einem lauten Knall auseinander.
Zufrieden grunzend reckt die Gestalt ihre gelblichen Hauer vor von denen lange Fäden grünlichen Sabbers herabtropfen und glotzt sich Beifall heischend um.

Randalierend ziehen die Gestalten dann weiter und bringen die restlichen Festbänke in Unordnung. Erst als ein Mensch in seinem Unglück an dem Treiben vorbeikommt halten sie inne und machen sich drohend mit ihrem Waffen fuchtelnd und herumschreiend an dessen Verfolgung.

Zurück bleibt ein Trümmerfeld; die Bänke wild durcheinander geworfen, die Tische umgestürzt und zum teil mit großen Dellen und Scharten von Axt und Hammerhieben, ein Großteil der Stühle zerbrochen und die Polster zerfetzt. Überall liegen Trümmerbrocken und zersplitterte Holzlatten herum. Zwischen jenen schwehlen hier und da einige Kohlen aus den umgestürzten Kohlenpfannen.

Nach einer Weile sinkt Fela hinter den Horizont und Dunkelheit legt sich über die Verwüstung. Lautes Geschrei und Gegrunze schallt vom Marktplatz herüber auf das verwüstete Feld. Nach einer Weile erklingen dumpfe Axthiebe von dort und in der Ferne sieht man den Bannerpfahl auf dem Markt erzittern und wanken und obwohl er nicht fällt, so zieren im nächsten Morgenlichte Felas doch große Scharten und Kerben jenen und er mag sich nur noch geradeso eben aufrecht halten. Drumherum ein Haufen von Holzstücken und Spänen.

_________________
ψ


Zuletzt geändert von XynxNet: 7.03.05, 00:07, insgesamt 1-mal geändert.

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