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Der Abend hatte für ihn doch so Angenehm begonnen, er hatt eine dampfende tasse Kräutertee aus Necis bereitet, sich mit einem Folianten in den Schaukelstuhl vor den kamin in dem oberem Stockwerk der Sakristei zurück gezogen und dachte nur an das ruhige sinnieren nach und das angenehme schweifen seiner Gedanken denen er nachgehen mochte. Zurück hatte er sich soben gelehnt und an der dampfenden tasse genippt die Augen geschlossen, nur das prasselnde und knisternde Feuer in der steinerden kamineifnassung warf sein sanft warmes Licht auf ihn und er lächelt innerlich doch auf, die letzten Flöckchen der weissen Pracht suchten sich ihren Weg hinab auf Taresleib und er atmete leise durch, angenehm gar wundervoll befand er es den Foliant auf seinem Schoss ruhend die hageren Figner auf den güldenen Einband gelegt atmete er abermals durch, der Geruch der Kräuter durchfuhr seine Nase und plötzlich war das Bild von ihr wieder da, Sie ... er wusste nicht warum Ihr Bild kam ihm wieder und wieder in den letzten Tagen auf, was wollte Er ihm damit sagen, er sandte ja selbst Lifna so er zur Ruhe lag mit Ihrem Bild zu sich welches ihm mehr und mehr Sorge auftrug.
Ein lautes knistern im Kamin liess ihn auffahren der Foliant wurde auf den Tisch gebettet er nahms eine Gewnadungen und verliess die wärme die Geborgenheit der Kapelle, schritt durch die letzten Flocken dieses Morsans und da .. kurz vor ihm ragte das Haus empor die verwässerten Augen suchten die Fenster ab, Licht Sie war also noch auf. Ein Klopfen war getan und schon wenige Augenblicke danach saß er mit ihr im inneren vor dem warmen Kamin, und wieder das sanfte ihn umwallendes knistern und die wärme.
Er versuchte es wieder, wollte Sie doch sehen lass wie viel er sich gerade um Sie, um Ihre Seele sich sorgte, und Sie tat es doch nur ab, wiederrief als würde Sie jede Frage gewusst und erwartet haben seine Worte, er fühlte die Sicherheit weichen, fühlte innerlich eine wallende Wärme, er erschauerte, Ihre Hand auf seiner Wange, die Augen schlossen sich, warum dachte er nun an die Folianten an Vandiren und an die Standarten der Ensis, wie einfach wäre es doch für ihn Sie, die stozle und doch Blinde, durch ein Pergament sehen zu lassen, Sie zu überzeugen durch die Mittel die er hätte, und doch woher kam nur diese unerträgliche Wärme in ihm?
Er atmete durch Ihre Worte, doch nicht viel mehr als ein raunen durch eine Art Wand aus Rauschen und Nebel.
Was sprach Sie da, schwaz - weiss? Und er wusste es doch Sie sind alle so, böse und verdorben und auch Ihre Sprösslinge, was wollte Sie von ihm, und dann durchschnitt diese ihn umfangende Wärme und rauschende Sanftheit, was sprach Sie da!?!
Dunkle Brut, gewogen im Namen Bellums zu dienen, nein, nein, nein, wie konnte Sie solchen Frevel von sich geben konnte Sie ihn für so naiv und schwach halten, und doch er spürte seine Sicherheit schwinden, die wallende wärme nahm besitz.
Es schwidnelte Ihn, was war dies, dieser warme hauch, ihre Lippen gebettet auf seinen, wie, nein warum?, wie könnte er nur, wiederstand wiederstand leisten, die wärme wallte angefacht er ergab sich ...
Kühle Nacht umfing ihn, als er blassen Gesichtes das Haus verliess, warum waren seine Beine schwer wie Steine, sein Kopf wie ein sich drehendes Gebilde und die Arme so bleiernd als würden sie nur dem Boden entgegen streben?
Die Türe wurde geöffnet er lag zu Bette, der Atem ging ihm schwer, hatte er versagt?, war er schwach?, oder war die Bürde nur umso mehr gewachsen?
Er schloss seine Augenlieder und der Schlaf senkte sich wie eine schwere zähe Masse über ihn und er verbrachte eine Traumlose schwere Nacht, in welcher er sich unruhig umher wälzte.
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