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 Betreff des Beitrags: *Ein pergament findet sich in Falkensee und Brandenstein*
BeitragVerfasst: 26.06.05, 12:49 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 25.06.05, 16:49
Beiträge: 36
*An dem Znetralen Brett in der Stadt Brandenstein hinter der Brücke und am grossen Pfahl in Falkensee findet sich jeweils ein Pergament*

Im Namen seiner Allerheiligkeit, Fürst Raziel von Vandrien, grüsse ich euch.

Es soll der Wahrheit über jene Geschehnisse an den Feuerbergen nicht dem einfachen Volke vorenthalten werden. Es soll berichtet werden über unnötige Qualen und Schmerz ausgelöst durch das wiederholte Versagen der Ritterschaft welche im Namen der falschen Götzen zur Schlacht riefen. Fehlentscheidungen führten zu tiefen Wunden und vielleicht dem Tod einiger der Krieger welche Blind dem Aufruf folgten.

Fehler sind Schwäche. Schwäche führt zu Versagen. Auf Versagen steht der Tod. Erwartet diesen durch Seine Hand, er wird euer Richter sind.

In ewiger Treue zu ihm

Tardukai Bheliar

*darunter angefügt ein weiteres Pergament wohl geschrieben von anderer Hand*

Zitat:
Die Worte waren deutlich gewesen. 'Geht als freie Kriegerin mit, jedoch haltet euch zurück und beobachtet, lernt, um dann zu berichten.' So stand sie nun hier nahe der Schlucht, die hinauf zur alten Festung führte und wartete auf ... ja auf wen eigentlich. Der Aufruf in Brandenstein war von einem Knappen unterzeichnet, doch würden selbst die Ritter nicht so dumm sein, dieses Unterfangen einem zu überlassen.
Die Zwerge waren die ersten, die an den Felsen vor ihr vorbeischritten, das Banner, der Bund, die Magier folgten ... und dann kamen jene leicht bekleideten, welche jedem Heerbann folgten.
Damit begann auch ihre erste Lehrstunde .... die Ritterschaft war so dumm. Nicht nur, das sie ihre Knappen sandte, nein, sie schickten wohl auch die Unerfahrendsten. Oder sie übten eine neue Taktik, in der die Anführer nicht zu erkennen waren ... um nicht Ziel eines Angriffs zu werden. Ihre Mundwinkel kräuselten sich unter in einem spöttischen Lächeln. Sie trat vor und die ungeordnete Masse der Kämpfer verschluckte sie.

Die Gläubige hatte wahr gesprochen, der Weg die Schlucht hinauf war frei von Spinnen. Nur ihre Worte über die Fallen, wie man sie meiden konnte, waren überflüssig gewesen, denn wie ein riesiger Wurm wälzte sich die Masse hinauf. Wahrscheinlich tappten sie in mehr Fallen als jemand zuvor gezählt hatte, aber was machte es. Wo einer stürzte, traten drei Neue an seine Stelle, was sich am Ende als erfolgreich herausstellte. Niemand verschwendete dabei einen Blick zurück auf die zusammengekrümmten Körper am Wegesrand. Irgendwann würde sich irgendwer darum kümmern ...

Tiefer und tiefer hinab ging es in die Katakomben der zerfallenen Burg. Hinter jeder Biegung, hinter jeder Säule ja selbst von den Decken und aus den kleinsten Mauerritzen hörte man das stakkatohafte Trippeln unzähliger Spinnebeine. Vom Willen zu töten beseelt stürzten sie sich auf die Eindringlinge, schier endlose Körper türmten sich bald um die Kämpfer auf. Manch ein Gang endete vor einer Mauer, doch andere wiederum führten weiter und weiter ... bis in den Gängen Stille herrschte, nur unterbrochen vom Stöhnen der Verwundeten.
Es war ein Diener des Schlächters - dessen gierige Hand sich nach einem goldenen Armreif streckte - der hinab in die Tiefe eines verborgenen Ganges stürzte und so neue Schwärme von zischelnden Spinnen aufscheuchte. Weiter ging es in einer Orgie aus Blut, Schleim und zerstückelten Körper, bis die Kämpfer knietief darin wateten. Wie ein stachelbewehrter Wurm kämpften sie sich Schritt für Schritt voran, gierig nach der Beute suchend, die tief unten zu finden sein sollte. Allen voran die Knappen, blind für mancherlei Gänge und Abzweigungen, in ihren Sinnen wohl nur der Gedanke an das Schwert.

Im Schatten des Verlieses verharrte die Kriegerin, ihr Auge ruhte auf zwei Knappen, welche mit gierigem Blick die Bruchstücke eines Schwertes in ihren Händen betrachteten, während nicht weit von ihnen die Schreie der sterbenden Kämpfer erklangen. Keine Geste, keine Regung entging ihr, weder von der Knappin noch von dem Knappen, an dessen Umhang eine feingearbeitete Falkenspange aufschimmerte. Dafür war sie hier ... das Schwert zu finden und es den Treusten der Treuen zu überbringen. Sie wollte nicht nur lernen, nicht nur sehen, sie wollte die Hand sein, welche die Trophäe ergriff zum Ruhme des Herrn. So blieb nur noch ein Stück, welches ihr dies ermöglichen würde.
Das Schreien und Rufen der Kämpfer, das schrille Kreischen der Wesen hier unten liessen sie zurück in den Gang blicken. Wo vormals Furcht in den Augen von manchem war, sah man nun blankes Entsetzen. Die Katakomben spieen ihr wahres Grauen aus. Und inmitten all dieses Grauens sah man silbrig das Bruchstück eines Schwertes aufblitzen. Tief stak es in dem Panzer einer Kreatur. Wie ein Tänzer erhob sie das Schwert und bahnte sich einen Weg durch das Gewirr der Körper und Beinen. Dort war, was sie suchte ... wollte. Die Gänge quollen über vom Heer der Kreaturen, doch sie würde es schaffen, es war zum Greifen nahe. Von einem Moment auf dem anderen sah sie das gierige Gesicht des Schlächters - nein, seines Dieners - vor sich, wie seine Hand sich nach dem Gold streckte während um ihn herum der Tod war.
Nein! Es würde eine andere Zeit geben, einen anderen Ort dafür. Ihr Schwert erhob sich wieder, doch diesmal zum Schutze jener um sie herum, von dem mancher wie sie dem Herrn dienen mochte. In ihrem Inneren loderte die Flamme auf ... das Wort des Herrn wurde zu einer scharfen Klinge.

Der Weg zurück ... wie ein dunkler Traum aus wirbelnden Klingen und schwarzglänzenden Zangen, die nach jeder Bewegung schnappten. Ein schimmerndes Rund ... dunkles Grün weich unter ihren Füßen ...


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BeitragVerfasst: 26.06.05, 13:08 
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*in Falkensee, wo ein Geweihter auf dem Marktplatz musizierte, hängt er gewiss nicht mehr*

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"Es wird der Diamant an sich selbst nur erkannt.
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Liebe nur, wenn du schon liebst, nichts durch die bloße Kritik."
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BeitragVerfasst: 26.06.05, 13:15 
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Im marschierenden Schritt durchquerte die Knappin Brandenstein. Die verschiedenen Bretter der Stadt inspizierte sie, nicht auf der Suche nach falscher Propaganda, sondern auf der Suche nach erfreulicheren Nachrichten. Am Brett nahe der Brücke bleibt sie wie angewurzelt stehen. Mehrfach mustert sie die Pergamente, ehe sie eines mit einem ruppigen Ruck herab reißt und einrollt, um es dann einzupacken. Besorgniss mag dabei ihrer Mimik anhaften. In schneller Gangart verschwindet sie dann in Richtung Burg.

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"It seems as if heaven had sent its insane angels into our world as to an asylum, and here they will break out into their native music and utter at intervals the words they have heard in heaven; then the mad fit returns and they mope and wallow like dogs."
Ralph Waldo Emerson, 1841


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 Betreff des Beitrags: *Und wieder findet sich an eben den selben Orten ein weitere
BeitragVerfasst: 5.07.05, 00:50 
Einsiedler
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Beiträge: 36
Des Nachts trabt ein einsamer Reiter durch das Tor der Stadt Brandenstein, sein Weg hatte ihn weit geführt - aufgebrochen war er in Falkensee, wo er ein Pergament am Pfahl hinterlassen hatte. Die Stadt Brandenstein lag so ruhig da wie es auch Falkensee um diese Stunde tat, kein treuer Bürger mehr in den Gassen, die Lichter erloschen - sie alle sammelten sich für einen neuen Tag im Bad der Lüge.

Eine Weile stand er am Rand des Marktplatzes in Brandenstein unter der alten Eiche und hatte ihn auf sich wirken lassen, Ruhe war schon lange dem heiteren Durcheinander gewichen, und so war es Zeit für ihn ...

Wieder wird das Pergament mit kleinen Eisennägeln fein säuberlich ung gut lesbar angebracht um im ersten Licht der aufgehenden Sonne seine Wahrheit zu verkünden.

"Seiner Allerheiligkeit, dem Fürsten Raziel von Vandrien zum Grusse, schlummernde Gläubige.

Mit bedauern musste festgestellt werden das man euch, den einfachen Freien und Bürgern die Wahrheit über die Ereignisse am Feuerberg vorenthalten hat. Schnell wurde das Pergament in Furcht davor jene Worte könnten eure Herzen doch erreichen entfernt. Man sieht es jenem handelnden nach denn er wusste es nicht besser. Doch seid eingeladen das Versäumte wann immer euer Herz nach der Wahrheit sucht in den geheiligten Landen des Herren zu finden, niemand wird dort verloren gehen, denn eine jede Suche nach Wahrheit wird mit Wissen belohnt.

Seid eingeladen euer Wissen um die Wahrheit der Vollkommenheit näher zu bringen oder auch die ersten Worte ihrer zu vernehmen.

Wer wahrhaft suchet, wird finden - einen der Treusten der Treuen, einen Tardukai. Hüter, Lehrmeister und Verkünder der Wahrheit seiner Allmacht, des Gottkönigs Angamon.

So verbleibe ich mit dem Wissen das auch jene Worte wieder verschwinden werden, in eine dunkle Ecke - euch die Wahrheit vorzuenthalten auf das die Lüge der Viergötzen nicht durchschaut wird. Doch nicht immer werden sie sich wehren können gegen jene Worte - eine Zeit wird kommen in der Dunkelheit dem Lichte weicht, die Lüge verblasst im Angesicht der vollkommenen und einzigen Wahrheit. Und es wird schon sehr bald sein ..."

*in sauberer Handschrift abgefasst und mit einer sauberen Unterschrift versehen*

Tardukai Bheliar


Zuletzt geändert von Tardukai Bheliar: 5.07.05, 00:51, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 5.07.05, 01:40 
Festlandbewohner
Festlandbewohner

Registriert: 10.12.01, 15:32
Beiträge: 9855
Wohnort: Das Eisfach
*auch noch zur späten stunde herschte noch reges treiben vor der taverne zu brandenstein, ausgiebig debatierten einige berobte gestalten über allerlei dinge. Als einer der berobten sich dann erhebte und er über den marktplatz schritt fiel sein blick rasch auf den anschlag an der eiche, kurze zeit später war der anschlag fort*


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BeitragVerfasst: 5.07.05, 01:41 
Ehrenbürger
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Registriert: 30.07.02, 01:24
Beiträge: 822
Das Pergament , welches am Schandpfahl auf dem Markt von Brandenstein hing , hängt nun nicht mehr dort.

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Spieler von Sanduros Mantaris

Credo ut intellegam


Zuletzt geändert von Lark: 5.07.05, 02:17, insgesamt 1-mal geändert.

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