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 Betreff des Beitrags: Exorzismus - Expellio
BeitragVerfasst: 9.05.05, 23:46 
Festlandbewohner
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In den dunklen Verließen der Inquisition zu Larthin, über denen die ganze Stadt im Zuge der Magierkriege von einem offenbar vom Weg abgekommenen arkanen Meteoren zu Staub gemacht wurde, vergilben seit Jahrhunderten alte Bücher über die Exorzismen, die in den späteren Jahren nach den Amulettkriegen noch durchgeführt wurden.

Auf dem verstaubten Steinpodium, vor dem ein in voller Rüste gehaltenes Skelett mit den Fingern um das Schwert liegt, liegt ein altehrwürdiges, vermodertes Buch mit dickem Ledereinband des heute nahezu ausgejagten Waldbären.

Der Staub fliegt bei der kleinsten Bewegung auf und entblößt das bronzene Siegel der heiligen Hexeninquisition, in dessen Mitte die Insignien Astraels in winziger Größe eingeschlagen wurden.


Zitat:
Expellio verecundia

I. Exigerum infamiae - Die Austreibung der Schande

Es hat sich in der Vergangenheit erwiesen, dass die effektivste, sicherste und für den Exorzisten angenehmste Expellio stets mit dem Tode des Objektes einhergeht. Wir werden im Folgenden jedoch ausschließlich Fälle behandeln, bei welchen das Objekt in lebendigem Zustande erhalten wird. Sollte das Objekt ein Freier oder niedrigeren Ranges oder nachweislich ein Frevler sein [es genügt nach dem Codex Expellis ein Geständnis unter Folter] möge man das Objekt jedoch durch Galtors Hand von seiner Besessenheit erlösen. Die zugehörigen Abhandlungen finden sich unter dem Stichworte "Expellio non verecundia".

I.I. Subsidia - Hilfsmittel
Zur traditionellen Expellio von dem Dunkel zugeordneter Essenz aus einem menschlichen Körper gehört die Grundausstattung nach Codex Expellis:

Ein gereinigtes und gesegnetes Messer, welches geschärft und zur Austreibungsförderung gezackt sein sollte, da Schmerzen die Essenz zr schnelleren Aufgabe zwingen können.

Ein weißes Tuch mit den Insignien der viergöttlichen Heiligkeiten, welches dem Objekt um den Hals gelegt werden möge und mit welchem er nötigenfalls zu strangulieren ist, was wiederum durch Schmerzeinwirkung die Expellio begünstige.

Weitere symbolische Hilfsmittel mögen zur gegebenen Sicherheit der Expellianten beitragen, sind aber nicht zwingend notwendig. Im Zweifelsfalle gilt: Der Macht der Götter kann nichts trotzen, und ein wahrer Geweihter bricht jeder dunklen Essenz das Genick, wenn der Glaube stark genug ist in seiner Seele.

I.II. Perficium - Durchführung
Zum ersten sei das Objekt an einer festen, stabilen Unterlage zu fixieren, vorzugsweise an einem Steinaltar. Die Expellio wird in geweihten Räumen besonders begünstigt.

Prinzipiell gilt, dass der Widerstand des Objektes, dessen Willen von der dunklen Essenz beseelt ist, gebrochen werden muss. Da sich dies als der einfachere Teil des Aktes darstellt, ist die Präsenz eines Folterknechtes wünschenswert; ein Bellumgeweihter kann jedoch diese Funktion ebenfalls zur vollsten Zufriedenheit erfüllen. Jedoch sollten die Jünger Astraels stets gewahr sein vor ihren Taten, denn sie haben Demut geschworen und werden sich dem Blut und Fleische nicht hingeben, weder in Leidenschaft noch in Qualfreud'. Für dergleichen existiert der Ordo Belli.

Ob der Widerstand des Objektes gebrochen ist, ist festzustellen, indem man den Folterknecht während dem Tormentum mit dem Ohre über den Mund des Objektes neigt. Sollte er nach dem Schreie ein Klirren in den Ohren erhören, so gelte der Widerstand des Objektes als gebrochen. Alternativ könne man hier einen des Ordo Morsan hinzuziehen, da jene aufgrund ihrer oftmaligen Ruhe gutes Gehör ihr Eigen zu nennen pflegen und ein schwerhöriger oder tauber Folterknecht jene Prozedur stark unnotwendig verlängern vermag. Zu sonstigem seien die Morsan ja nicht zu gebrauchen.

Nunmehr sei die Strangulatio mit dem weißen Tuch, das entnehmen von Blut und das Weihen desselben angebracht, während man mit den Insignien des Herren Astrael das Objekt fortführend segne und den Daimonid zur Aufgabe jenes Körpers befehlige. Ein Helfer möge dabei das geweihte Blut dem Objekt wieder einflößen, denn dieses Blut ist schlecht und kann nur im Objekte, seinem Ursprunge selbst, wieder genesen.

Die erfolgreiche Expellio erkennt der Geweihte an dem entspannten Lächeln auf den Zügen des Objektes sowie an nachlassendem Schrei und Schweißfluss. Schwört das Objekt dem Dunkel freiwillig ab, so ist seine Seele und sein Geist erfolgreich von der Essenz befreit und kann von den Vitama mit Speis, Körpergaben und sonstlicher weltlicher Glücksel' wiedererfüllt werden, denn dazu seien die Vitami ja auf Taren.


Karanai Ivjen, Defensor Fidei, Archopraetorum Sacrariae ad officio Astraelis





[ Mir war langweilig. ]


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