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 Betreff des Beitrags: Berichte des Konvents
BeitragVerfasst: 10.04.05, 23:19 
Altratler
Altratler

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*In einem aufgeschlagenen Buch im Arbeitszimmer des Barons ist der erste Eintrag in sauberer, kunstvoller Handschrift verfasst:*

Zitat:
Aufzeichnungen des ersten Konvents zu Brandenstein

Dies ist schriftliches Zeugnis des ersten Konvents zu Brandenstein, das abgehalten wurde, zunächst im Hof der Burg und anschliessend in der Gebetshalle der Kapelle zu Brandenstein. Es ist zudem Beweis für die Nachwelt und die lesenden Heiligen in Draconis, dass wir, die Bewohner Siebenwinds, den Krieg gegen die Verwirrung und die Unordnung des Geistes nach den jüngsten Verhängnissen von Finsterwangen und dem Auftauchen der Dämonenbrut nicht aufgegeben haben, sondern tapfer weiter streiten mit den bescheidenen Mitteln, die uns verblieben sind.

Es begann zur Mitte der Helligkeit des siebten Zyklus mit der losen Versammlung von Wissenden, Wissensdurstigen und Schaulustigen im Hof der Burg des Barones in Brandenstein. Eine uneinige und zu Teilen unberührte Schar war es, die dort gegen das grosse Unwissen unserer Zeit antreten wollte; Kein Vertreter der vier Tempel der allerheiligsten Götter war erschienen, kein Gesandter der elementaren Verkündung, kein Leiter der Magierzunft, kein Untertan der Krone nichtmenschlichen Blutes. Dies soll trauriger Beleg sein für die innere Armut unserer Gemeinschaft, doch auch Hoffnung auf die geistige Tatkraft der Neusiedler und all unserer jungen Abenteurer.
Zu meiner grossen Erleichterung waren auch Vertreter des ritterlichen Ordens der sieben Winde anwesend, namentlich Sire Athos, Hochmeister des Greifen; Sire Steiner, Ritter des Greifen; Sire Kantrin, Ritter des Falken.

Mir oblag es das Konvent in diesem ungewöhnlich warmen Dular zu beginnen. Zunächst wurden grundlegende Regeln des Verhaltens und der weiteren Veranstaltung folgender Konvente erklärt, anschliessend wurden die Mitglieder der Versammlung gebeten vor zu treten und von ihren Erlebnissen zu berichten, damit man sie zur Kenntnis nehmen, erweitern oder besprechen könne.

Den mutigen ersten Schritt machte ein Mitglied des Bundes der Tapferen, welcher später als Theoderich bekannt gemacht wurde. Man möchte anmerken, dass das Erscheinen dieses Kriegers auf diesem Schlachtfeld der unwissenden Geister besonders löblich erachtet werde, wo doch zum gleichen Tage noch ein weiteres, handfesteres Schlachtfeld im Ödland eröffnet werden sollte, wenn die Ritterschlaft ein Scharmützel mit den Schwarzorken schlagen wollte. Allein, zurück zu dem Bericht jenes Theoderich.
Er berichtete von dem bedrohlichsten Ereignis, welches er seit langer Zeit, wohl seit dem Ende des Krieges und dem Niedergang des Sternes, hier auf Siebenwind erlebt habe. Vor kurzer Zeit soll zum Anbruch eines Dunkelzyklus ein gewaltiges Gewitter über dem nördlichen Ödland niedergegangen sein. Die Wolken sollen einen rötlichen, glühenden Schein gehabt haben und flammende Blitze sollen in ihren mächtigen Wirbeln gesichtet worden sein. Mit ungenannten Gefährten ist der Streiter Theoderich, wohl ob der Absonderlichkeit dieses Gewitters, ausgezogen in das Ödland und zu dem Ort, welchen sei als den Mittelpunkt dieses unheimlichen Sturmes schätzten. Die ganze Ödniss zu ihren Füssen soll ausgedörrt und staubig gewesen sein, heisse Winde sollen getost haben und endlich begegneten sie einer Gestalt dort in der erhitzten Dunkelheit.
Es war die Gestalt eines Mannes wohl, der in eine glühend heisse Rüstung geschlagen war und offensichtlich ohne Kopf. Diese schauerliche Erscheinung soll in schrill tönender Stimme geschrien haben, dass sie Krieg wolle, dass sie Blut wolle, Klingen und Blut. Sie sprach von der Macht von Feuer und Flamme, befahl, dass das Land, unsere vielfach geschlagene Insel, brennen solle. Man berichtete, dass die Rüstung des kreischenden Mannes tatsächlich geglüht haben soll, wie ein Stück Metall in der Schmiede; man habe ihn in der Dunkelheit des Zyklus genau erkennen können.
Zu Beginn der Dämmerung jedenfalls, verschwand die Schreckensgestalt und mit ihr auch der Sturm, welcher bis dahin siedend heiss getost hatte. Es kehrte danach Ruhe ein im Himmel über Siebenwind und den bekannten Weiten des Ödlandes. Damit endete der Bericht desjenigen vom Bunde der Tapferen.

Darauf trat ein Mann in spitzem Hut und weisser Robe vor, der seinen Namen nicht nannte. Er bestätigte die Sichtung dieser Gestalt. Er meinte zunächst, die Hitze habe seine Sinne verwirrt, als er jene am Tag zuvor, also den 9ten Dular, an ungenannter Stelle gesichtet hatte. Auf die Begebenheitung dieser Sichtung wurde jedoch nicht weiter eingegangen, da der Robenträger weitersprach, er sehe die Schuld für die derzeitige Hitze in eben jener kopflosen Gestalt in glühender, verschwommener Rüstung. Man müsse unbedingt gegen sie vorgehen, so seine Worte, da sonst eine grosse Dürre über Siebenwind kommen würde. Er erwähnte Ernteausfälle, Hunger und Seuchen und betonte wieder die Dringlichkeit mit der gegen diese Erscheinung vorgegangen werden müsse, was immer sie auch sei.
Ferner äusserte der weissberobte Unbekannte zwei Vermutungen, was der Hintergrund jener schrecklichen Gestalt sein könnte: (1.) Es könnte ein gefallener Krieger sein, der nun dazu verflucht ist als Geist umher zu wandern und im Hier und Heute versucht einen längst verlorenen Krieg noch zu gewinnen. Er sei, so die Vermutung weiter, wohl in einer Schlacht in glühende Lava gefallen, was das Fehlen des Kopfes und den Umstand der Hitze wohl erklären sollte. (2.) Er könnte ein Anzeichen für das Ungleichgewicht der Elemente sein. Vielleicht, wegen Sturm und Hitze, ein Anzeichen dafür,d ass Ignis und Ventus aus ungeklärten Gründen übermässig erstarkt sind und ihre Übermacht sich nun so verkörperlicht. An dieser Stelle kamen auch das erste mal Einwürfe, dass vielleicht schwarze Magie hinter all den Erscheinungen und Vorkommnissen stecken könnte.

Damit trat der unbekannte Mann in weisser Robe zurück und ein Fremder in roter Robe trat vor. Er wollte eine Verbindung zwischen der glühenden Erscheinung und der ehemaligen Höhle, die als Drachenhöhle bekannt ist, herstellen. In jener fand er nämlich zwei Steine. Auf dem einen ist von dem Dämonen Sha'Naz'Ghul die Rede, welcher, nach unserem jetzigen, lückenhaften Wissen, der früheste Urheber des jüngsten Krieges auf Siebenwind war, auf dem anderen war zu Lesen von einem Krieg. Einem Krieg der Seelen, welcher kein Ende fand.
Der Rotberobte wollte die beiden Steine an mich aushändigen, doch ich lehnte ab. Wenn dort wirklich der Name des mächtigen Dämonen aufgeschrieben war, dann wollte ich nicht mit ihnen in Berührung kommen ohne den Beistand eines ausgewiesenen Magiers oder eines Geistlichen. Man kam eher darauf, dass die zwei Steine in den Besitz des Ordens des Allsehenden Auges des Astrael übergehen sollte, nachdem Sire Athos das Konvent davon in Kenntniss setzte, dass der Hochgeweihte Sanduros Mantaris vier weitere solcher Steine wohl verwahre.

Man stellte Frage über den genauen Fundort dieser Steine und hörte von einem wunderlichen Gang, der dort angelegt worden sei, voll Fallen und allerlei Rätseln. Der Rotberobte berichtet, dass er fürchte, das ganze Bauwerk sei erst jüngst errichtet und auch, dass der Eingang zu dieser Höhle lange Zeit versperrt war mit einer Inschrift, die "Niemands Heim" gelautet haben soll.
Von jenem "Niemand" soll auch in der Höhle weiter berichtet werden, man vermutet, dass sich seine Leiche dort befindet, da man mehrere steingrabähnliche Gebilde in ihrem Inneren vorfand, welchen man sich zu nähern jedoch nicht wagte.

Auf die Frage nach der Bauart und Herkunft des Ganges gab wieder der Rotberobte Antwort. Er habe Pläne und Lösungen notiert für manche der Pfade in diesem fremdartigen Gebilde. Sire Randur trat nun an mich heran und liess durch mich den Vorschlag aussprechen, dass jener Rotberobter, der sich nun als Frion bekannt gab, eine Expeditio anführe und in die ehemalige Drachenhöhle hinab führe. Die Aufgabe dieser Kundschafter soll sein, alle sichtbaren Veränderungen, Begebenheiten und Anordnungen genauestens aufzuzeichnen und nach Vermögen zu erörtern, damit anschliessend ein Bericht übergeben werden könne an die Krone, vertreten durch den Baron von Gerdenwald und die Ritterschaft der Siebenwinde.
Dem Herren Frion wurden aus der Schatzkammer des Hauses Gerdenwald sechstausend Dukaten als Endgeld für seine Mühen zugesprochen und für jeden seiner Begleiter ein Lohn von fünfhundert Dukaten.

Nachdem diese Angelegenheit geklärt war wurden fähige Geister von Magie oder Geistlichkeit gesucht, welche im Stande gewesen wären die bisher geäusserten Vermutungen zu entwirren. Ich beklagte in einem Anflug der Verunsicherung das Fehlen jeglicher Geweihtenschaft und, als hätten die Diener Astrals meine Äusserung vorhergesehen, erscheinen seine Würden Calmexistus Salanus und der Hochgeweihte Sanduros Mantaris auf dem Platz der Burg zu Brandenstein.

Die Gesandtschaft des Ordo Astraeli entschuldigte sich für ihr zu spätes Kommen und schlugen vor das Konvent auf gesegnetem Boden fort zu setzen, da, nach ihrer Meinung, gegen ein Geschöpf des Einen beratschlagt werde und an hier, an diesem offenen Ort, womöglich Spitzel des Bösen umschleichen könnten.

Der Weissberobte wollte vor einem Wechsel des Ortes noch festlegen, ob es sich bei der vorher genannten, glühenden Erscheinung, nun um einen Geist handle oder nicht. Seine Hochwürden Mantaris jedoch drängten darauf hin zur Kapelle aufzubrechen; Dem Wunsch des Geweihten wurde Folge geleistet.

Mit Unbehagen denke ich daran, dass die Zahl der Teilnehmer am Konvent vom Burghof zur Gebetshalle der Kapelle gut um die Hälfte schrumpfte. Jedoch, viel mag dies nicht bedeuten, gingen doch auch während den vorigen Berichten viele der Schaulustigen ungeöffneten Mundes wieder vom Platze.
Als treffliche Randbemerkung sei auch erwähnt, dass man vor der Kapelle eine niedergeschlagene, wohl weinende Gestalt sah, die von einer jungen Dienerin der Vitama getröstet wurde. Vielleicht war dieser Zufall ein Götterzeichen, so denke ich nun während ich schreibe, der sagen will, dass die gütige Herrin Vitama zu jeder Gelegenheit sich unserer verzweifelten Geister annimmt und sie in ihren Armen zu trösten vermag.

Wie dem auch sei. Das Konvent wurde neu geordnet in der Kapelle und ich übertrat die Führung der Versammlung an den Hausherren, Sanduros Mantaris. Zu dieser Gelegenheit trennte ich mich auch von der Versammlung, da Pflichten zu Hofe meiner Anwesenheit bedurften. Alles Folgende wurde mir vom Hochmeister des Greifen, Sire Athos, nachträglich überbracht.

Der rotgewandete Frion übergab seine Steine in die Hände des Geweihten, welcher sich sorgenvoll erschreckt zeigte, dort den Namen des Dämonen zu lesen. Man kam zu dem Schluss, dass die sechs bis jetzt gefundenen Steine Bruchstücke einer Nachricht seien, die zusammengelegt einen Satz bilden würden. Alle Versuche jedoch, die Steinstücke auf dem Boden der Gebetshalle so anzuordnen, dass ihr Sinn sich offenbart waren jedoch nicht erfolgreich. Die Steine wurden wieder gesammelt und befinden sich ab nun in Verwahrung des Ordo Astraeli.

Im folgenden wurde berichtet von einer Legende, welche "Vom brennenden Jüngling in glühender Rüste" hiess. Im Jahr 18 nach Cumar I. Soll in Yota ein Jüngling von bösen Geistern besessen gewesen sein und in Folge dessen seine Liebste getötet haben, worauf er hingerichtet wurde. Nach seiner Hinrichtung jedoch soll er immer wieder, kopflos, in grossen Bränden in Yota gesehen worden sein, da ihm der Weg in Morsans Hallen verwehrt worden ist.

Nach oder während dieser Geschichte soll ein Grünorke in die Gebetshalle geplatzt sein und das Konvent gestört haben. Der beherzte Sire Athos nahm sich jedoch kurzerhand des Störenfrieds an und entfernte ihn. Die dem Konvent verbliebenen Männer stellten sich einander vor und zogen in die Bibliothek von Mantaris' Orden ein um weitere Nachforschungen anzustellen. Ich bete zu Astrael, dass er seinen Dienern und allen Suchenden gewogen sei auf ihrer Suche nach Wissen und eines Tages die Schlüssel für all jene Rätsel Siebenwinds gefunden werden.



Endtag, 10ter Dular 16 nach Hilgorad.
Jan Findrell, Sekretarius Major des Hauses von Gerdenwald.
Burg zu Brandenstein.


Zuletzt geändert von Rabe: 10.04.05, 23:21, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 27.04.05, 18:47 
Altratler
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*Sauber ausgeschnittene Botenartikel werden der ersten Schrift beigelegt und mit einem feinen Faden mit der unterliegenden Buchseite vernäht:*

Zitat:
22. Dular -Mysteriöse Runensteine

Dem Schreiberling dieses Artikels wurde ein Bericht merkwürdiger Tatsachen herangetragen, so unglaublich, doch trotzdem unbestreitbar wahr, wie sich ein jeder mit eigenen Augen überzeugen kann.
Mitten aus den Wolken scheinen hier und dort seltsame beschriftete Steine in den Schoß von Mitbürgernd dieser Insel zu fallen. Sogar aus dem Nichts herraus erscheinen diese Steine in Taschen, Rucksäcken und Beuteln. Beschriftet sind diese Steine mit abgehackten Satzfetzen, einer von ihnen sogar mit dem Namen eines unheilbringenden Dämonen, der diese schöne Insel im Kriege heimsuchte. Bei der Berührung scheinen jene Steine anfangen zu sprechen und ihre Beschriftung zu rezitieren, wie von Geistern an die Ohren herangetragen. Zur Zeit befindet sich eine große Anzahl dieser geheimnissvollen Steine in der Obhut der heiligen viergöttlichen Kirche, doch noch lässt sich aus den Satzfetzen kein sinnvoller Text ergeben, sodass die Schlußfolgerung nahe liegt, dass vielleicht noch weitere solcher Steine erscheinen werden oder bereits erschienen sind. So sei hiermit jedem Bürger anzuraten, alsbald jeden weiteren Stein zu übergeben, vor allem angesichts der Tatsache, dass auf einem von ihnen der Namen eines Dämons genannt wird und sicherlich kein ehrhafter Untertan einen solchen Stein in seiner Nähe wissen möchte, sodenn er Unbill und Unglück über die Besitzer bringen kann.

L.H.



Zitat:
22. Dular - Drückende Hitze über Siebenwind

Seit einigen Wochen plagt eine drückende Hitze die kleine Insel Siebenwinds und treibt ehrbaren Bürger dazu, sich nur allzu schnell ein kleines Stückchen Schatten zu sichern und dort möglichst den ganzen Tag zu verbringen, halb dösend, halb wach und die in letzter Zeit oftmals verfluchten Strahlen Felas zu ertragen. Ein Astrael, von solcher Hitze, wie er selbst in den brennenden Wüsten Endophals nur selten zu finden ist, wirft seine Schatten vorraus und bringt selbst die Jahreszeit Vitamas um all' ihre angenehmen Eigenschaften. Tüchtige Handwerker lassen ihr Tagewerk ruhen und gehen lieber dem halbwegs entspannendem Müßiggang nach, anstatt zu Hammer oder Hobel zu greifen. Fast gelähmt scheint ein Teil der Bevölkerung auszuharren und vergeblich auf erfrischenden Regen zu warten. Doch trotz der lähmenden Hitze sind immer wieder uniformierte und gerüstete Mitglieder des Banners zu sehen, wie sie stolz ihren mühsamen Dienst verrichten und für die Sicherheit der Bürgern und der Insel sorgen. Es bleibt den unerschrockenen Männern und Frauen des Banners nur zu wünschen, dass auch der verbrecherische Abschaum der Insel von der Hitze getroffen wird, unfähig, sich auch nur zu einer zusätzlichen Bewegung aufzuraffen, damit sowohl die tapf'ren Soldaten als auch die Bürgerschaft unbehelligt ihrem alltäglichem Werke nachgehen kann.

Mit hilfe eines leider unbekannt gebliebenen älteren Magiers und dem Erzpriester des Herrn der Flammen konnte der Bote den wahren Hintergrund zur drückenden Hitze in Erfahrung bringen. Im totem Lande, hinter den Städten, die zu Asche wurden, und seiner leblosen Weite, tobt und wütet eine gar grässliche Erscheinung. Eine Gestallt in Flammen gehüllt, in einer brennenden Rüste gefangen, brüllend und drohende Schreie ausstoßen, die von Schlachten künden, vom Krieg und von Flüssen von Blut, die verherrend durch das tote Land wütet und dort die Überreste von Bäumen entzündet. Ein schrecklicher Anblick mag jene Gestalt sein und die Vier mögen uns beistehen, dass sie nicht mehr Unheil und Verderben über Siebenwind bringe. Zudem wurde dem Boten gegenüber geäußert, dass jene Gestalt der verlorene Geist eines Mörders sein könnte, der seine Familie in Feuer, Flammen und schwerem Rauch sterben ließ. Eine weitere Theorie behauptet, jener Geist wäre einer der unzähligen und verdorbenen Diener des Einen, ein Dämon in einer brennenden Rüstung und mit einem zerbrochenem Schwert. Ungeachtet des wahren Wesens jener Kreatur sei hiermit jeder Bewohner Siebenwinds aufgefordert, sich von jenem Monstrum fernzuhalten, da es in der Lage ist, Menschen nach belieben in Brand zu setzen, allein durch erhitze Luft. Aufgefordert sei ein jeder Bürger zu den heiligen Vieren und den Elementarherren zu beten, aufdass die Geisel jener flammenden Kreatur nicht uns ehrbare und götterfürchtige Bürger und Bewohner Siebenwinds strafe.

L.H.


Zuletzt geändert von Rabe: 27.04.05, 18:48, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 13.05.05, 12:31 
Altratler
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*Mit etwas Abstand zu den ausgeschnittenen und eingenähten Botenartikeln beginnt ein neuer Eintrag in sauberer und doch kunstvollen Schrift*

Mittentag, 13. Trier 16 nach Hilgorad. Es ist meine traurige Pflicht nieder zu schreiben, dass ein altegediente Untertanen der Krone entschwunden scheint. Schon seit geraumer Zeit, etwa seit dem 27. Dular, wird die treustehende Burgwache Glados vermisst. Seine Gesellen von der Burgwacher, Boran und Diago, berichteten davon, das eines der Pergamentbündel, welche er üblich stets an den Baron oder die Ritterschaft weiterreichte, viele Tage mit sich herum trug und oft darin las. Er schien ob dieses Schriftstücks all seine üblichen Tugenden nach und nach abzulegen: Seine Rüste war nicht poliert, wie sonst, sein Schwertgurt achtlos umgebunden, seine Haut ungewaschen und sein Haar ungepflegt. Als sein auffälliges Verhalten nicht mehr zu übersehen war, gedachte Diago es der Ritterschaft oder meiner Person zu melden ... doch es war schon zu spät. Glados ist verschwunden, bevor man ihm zu Hilfe kommen konnte.

Es beunruhigt mich über die Masse, dass der Bericht jenes Frion, der beim ersten Konvent in Auftrag gegeben wurde, scheinbar noch nicht eingegangen ist. Mag der treue Glados vor Neugierde einen Blick in dieses Schriftstück geworfen haben und ob seines Inhaltes des rechten Denkens entkleidet worden sein? Oder kann die Eigenart der beschriebenen Höhle jenes Niemand einen Veteranen in die Flucht geschlagen haben? Kaum vorzustellen, doch es sind schon eigenartigere Dinge geschehen auf diesem besonderen Grund und Boden des Königs.

Wie dem auch sei, es gibt auch freudigeres zu schreiben in dieses junge Buch unserer verworrenen Geschichte. Heute erreichte mich durch Diago, welcher Glados Wachposten am Tor eingenommen hat auf Weisung des Barons, ein Schreiben von einem der Astraelsdiner der örtlichen Kapelle Brandensteins.

Dieses Schreiben enthält den Bericht des zweiten Konvents, welches abgehalten wurde unter Leitung des Ordo Astraeli in der Taverne "Zur Seeschlange" in Brandenstein und ist anfolgend zu lesen. Es erleichtert mich, dass diejenigen, die dem allsehenden Auge nahe sind sich Mühe geben die finsteren Rätsel dieser Insel zu ergründen und auch die verschiedenen Magier wieder vermehrt zur Tat zu schreiten scheinen.

*Mit etwas Absatz ist in der gleichen kunstvoll gutleserlichen Schrift des Sekretars der, vermutlich abgeschriebene, Bericht zu lesen.*

Zitat:
Aufzeichnungen des zweiten Konvents zu Brandenstein


Die hochheiligen Viere zu höchsten Ehre
und sein hochgeehrter hoher Diener
Baron von und zu Gerdenwald,

untertänigst sei es mir erlaubt euch Bericht zu geben von der letzten Versammlung der Wissenden und Gelehrten zu Siebenwind ob der letzten Ereignisse, die uns alle mit Sorge wachsam umgehen lassen und auf die Hilfe der hocheiligen Viere noch mehr als bisher hoffen lassen.

Primo: Der brennende Junge aus Yota
Derzeit scheint im Ödland eine Wesensheit umzugehen, kopflos und in brennender Rüste, welche sich scheinbar mit alten Sagen und Legenden einer Person aus Yota deckt, weshalb wir sie auch so benannt haben.
Jene Entietät umgibt eine grosse Hitze und sie scheint sphährisch zu sein und nur halb in dieser Welt wahrlich zu bestehen.
Ihr streben scheint darauf abzuziehlen einen Schlachtplatz vorzubereiten auf dem eine grosse Schlacht ausgetragen werden solle. Es wurde von gelehrter Seite diskutiert, welcher Art dieses Wesen sein mag, die Theorien, dass es es mich um einen Avatar des Ignis handle wurde ebenso verworfen, wie die Annahme es könne sich um einen anderen mächtigen "Freund" der Götter für uns handeln. Auch ist man relativ sicher, dass es sich nicht direkt um eine dämonische Wesensheit handle, denn mehrere unabhängige Examinationen ergaben keine solche Merkmale zur Einsicht.
Intensiver wurde diskutiert, dass es sich um eine verlorene Seele, die sich durch unglaubliche Wut oer schwarzmagisches Können, die sich dem Ruf in Morsans Hallen entzog, doch würde dies ihre offensichtliche Macht nicht erklären, elementare Manipulationen und das Wirken von Translokationszaubern, dagegen sehr gut aber die Konsistenz der Wesensheit und die Beschaffenheit der direkten Gegenwart dieser Präsenz. Als letzte Möglichkeit wurde überlegt, ob es sich bei dieser Person um einen Amulettträger handeln könne, der mittlerweile Verstorben, und durch das Amulett gehalten werde in dieser Sphäre, dieses würde seine Macht erklären, wenn man nur an Merros Eisenfels, dem schwarzen Dwarschim denke.
Beachtensweit bleibt auch die anscheinende Korrelation zwischen der derzeitigen Hitzewelle auf Siebenwind und dieser Person, in deren Umgebung es immer sehr heiss ist.

Secundo: Niemands Labyrinth
Im Südwesten von Falkensee wurde ebenfalls in zeitlicher Korrelation zu der Hitzewelle und dem Erscheinen des Jungen aus Yota ein Labyrinth ausgemacht, welches gespickt mit Rätseln und Fallen, demjenigen der es bezwang einige Steintafeln vermachte mit unterschiedlichen Satzfragmenten. Der genaue Umfang der Steintafeln ist leider noch ungeklärt, da verschiedenste Gruppen dieses Labyrinth erkundeten und sich einigen dieser Steine annahmen, doch scheint es viele Dopplungen zu geben und weit mehr als ich bisher einsah.
Jene die ich gesehen habe, ergeben nach meinen Überlegunge folgenden groben Sinn:
"Als die Amulette...
...sich auf Siebenwind...
...zeigten und der...
...Dämon Sah Naz Ghul...
...einem dieser verfiel, waren...
...die Herren aller Welten...
...erzürnt, denn es war zu früh...
...sich auf Siebenwind...
...mit seiner Horde...
...kriegslüsterner Verräter...
eigene Ergänzung: zu formieren
...für eine erneute Schlacht."

Es scheint sich insgesamt um eine Warnung zu handeln, von welcher Seite auch immer, dass die Schlacht um Siebenwind und damit um Taren noch nicht abgeschlossen ist.
Meines Erachtens bilden die Rätsel im Labyrinth ebenfalls noch eine indirekte Botschaft, diese These befindet sich derzeit in der Verifikation durch einige Magier.

Tertio: Der Dämon von Vänskap
Bei einem Scharmützel zwischen Ritterschaft und Nortraven über die bekannten alten leidigen Themen erschien ein Dämon aus dem Boden und griff beide Seiten an, er war fünf Schritt gross, trug einen Bidenhänder, war rot, zwei Lederschwingen und zwei Hörner auf dem Haupt, meines Erachtens nach, ein Diener aus der Domäne der Verballhornung Bellums. Er wurde zwar erfolgreich vertrieben, doch ist eine spontane Selbstinvokation sehr ungewöhnlich, viel eher ist zu vermuten, dass wie schon einmal erlebt, nach dem Unglück von Finsterwangen, dass aufgrund einiger Manipulationen seitens Magiern oder Jüngern des Ungenannten, der Vorhang hinüber zu den Niederhöllen durchlöchert oder ausgedünnt wurde.

Soweit möge mein getreulicher Bericht reichen, euer Gnaden, seid versichert, dass wir bemüht sind Einheit und Sicherheit zu mehren gegen die aufziehende Gefahr, doch scheint es eine Macht bereits zu geben auf unserer Insel, so wie es Eminenz Donarius Derrvus für die Zeit der Anwesenheit des Dämon Sha naz'Ghul beschrieb, die alle Freundschaft zerstört und überall Zank und Hader sät und somit den Strom unserer Macht teilt und uns dann einzeln schlagen will.

Unsere nächsten Schritte werden wie schon angedeutet eine genauere Examination des Labyrinthes sowie ein Versuch, den Jungen aus Yota durch einen Rekultuvierungsversuch hin zu einem Garten im Ödland, entgegenzutreten, da dies seiner Vorstellung vom perfekten Schlachtfeld wohl entgegenstünde und man so erhofft neue Erkenntnisse zu erhalten.

untertänigst,
ein niederer Diener Astraels,
Wim Derfflinger.


Zuletzt geändert von Rabe: 13.05.05, 12:34, insgesamt 1-mal geändert.

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