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*Ein offensichtlich sehr altes Pergament, verstaubt, vergilbt und mit kleiner aber sauberer Schrift gefüllt*
Schwertmeister Roderick kurz vor seinem Tode zu den Anwärtern des Ordo Bellum im Jahr 22 der Regentschaft von Cumar I. Ap Morn. Entnommen aus den Archiven des Ordo Astrael zu Librasulus, niedergeschrieben von Hochwürden Anderik Bruselus.
Ihr wurdet zu mir geschickt damit ich Euch Lehre was Ehre bedeutet, damit ich Euch zeige was es heißt ein Krieger Bellums zu sein. Doch Bellum verlangt von euch nicht nur Ehre.. nein.. er verlangt ungleich mehr, mehr als je ein Mensch zu geben vermag und merket euch, das Streben ist euer Ziel.
Tugend.. kein Wort wiegt schwerer, nichts ist schwerer zu befolgen und mehr entgegen dem Herzen jedes Menschens, leugnet es nicht!
Im Herzen jedes Menschen liegt die Saat des Einen, Verrat, Faulheit, Lüge, ungezügelte rohe Lust. Doch nichts davon hat im Leben eines wahren Kriegers Bellums verloren, wisst das! Und so Ihr den Gedanken nicht ertragen könnt weicht aus meinem Lehrsaal.
Ich sage Euch, es gibt ein Symbol für Tugend.. es der dreizahnige Stern, ihr werdet es von jetzt an nur noch das Herz der Tugend nennen, und wisset keiner der Zacken ist wie der andere, denn ein jeder steht für eine andere der Tugenden, Ehre, Treue und Pflicht.
Das sind die höchsten Tugenden eines Kriegers, nichts anderes darf Euch bewegen und doch muß das Herz der Tugend in höchster Ausgewogenheit herrschen. Hier sollt ihr über den Umgang mit dem Herz der Tugend lernen, lernen es zu beherrschen während ihr lernt euch zu beherrschen!
Pflicht ist die erste dieser Tugenden, sie ist der Ausgangs- und Endpunkt für den Weg des Kriegers. Wisset das ohne die Pflicht der Krieger zum Sklaven eitlen Ruhmes und skrupelloser Selbtsucht wird. Ein wahrer Krieger könnte diesen Fehler nie akzeptieren, weder bei sich selbst, noch bei einem anderen!
Bellum toleriert kein Streben nach Ruhm, denn vergesst nicht:
Ein Zirkel nur im Wasser ist der Ruhm der niemals aufhört sich selbst zu erweitern bis die Verbreitung ihn in Nichts zerstreut.
Der wahre Krieger strebt nicht nach Ruhm. Der Ruhm findet ihn!
Ihr kennt nun die Pflicht, doch denkt nicht das ist genug.. der schwierigste Teil des Herzens der Tugend ist die Ehre, nichts ist schwerer zu meistern. Es heißt: Ehr’ ist des Lebens einziger Gewinn, ich leb in ihr und will für sie sterben.
Doch was ist Ehre?
Ehre ist das absolute und selbstlose Befolgen der Tugenden Wahrheit, Mut und Aufrichtigkeit. Sie sind Ehre, und doch ist sie mehr. Sie ist das Feuer, das einen wahren Krieger von einem bewaffneten Wilden unterscheidet. Sie ist das Licht, das euch auf eurem Weg begleitet.
Hintergeht oder verliert Ihr eine der Tugenden so befleckt Ihr eure Ehre und nur einer kann auch dafür vergeben.. Bellum selbst.
Alle wahren Krieger bereisen den selben Strom des Blutes, die Schmach des Einzelnen trifft uns alle, wenn einer den Heldentod stirbt teilen wir alle denselben Ruhm!
Kein wahrer Krieger toleriert die ungerechte Schande eines Anderen noch neidet er ihm die Fürchte eines wohlverdienten Sieges. Denkt daran und ihr seid beinahe perfekt in der Beherrschung des Herzens der Tugend. Vergesst und ihr seid wie viele vor Euch dem Untergang geweiht.
Kommen wir zum letzten Teil des Herzens der Tugend, der Treue. Keine Tugend gerät mehr mit den anderen beiden in Konflikt und keine verursacht einem wahren Krieger mehr Schmerz und bringt ihn zu solcher Größe wie die Treue.
Wem dient Ihr, eurem Gott, eurem König, eurem Schwertmeister? Ihnen allen gehört eure Treue und doch, was tut ihr wenn die Pflicht und die Treue sich wiedersprechen, was tut ihr wenn die Pflicht verlangt jemandem dem ihr Treue geschworen habt zu entsagen?
Wisst, das eure höchste Pflicht, eure höchste Treue stets Bellum gelten muß und sollte eure Pflicht von euch den größten Schmerz verlangen so handelt danach und sei es in eurem Herzen die Pein euch zu vernichten droht.
Ihr habt die Bedeutung der drei Tugenden erlernt. Doch Erlernen bedeutet nicht Beherrschung oder gar Verständnis. Die wahre Beherrschung erfordert perfektes Gleichgewicht, darin liegen Herausforderung und Geheimnis des Herzens der Tugend, jeder Krieger der in einem Aspekt versagt ist dem Untergang geweiht.
Deshalb frage ich euch: Ist eure Ehre perfekt? Zeichnet ihr euch durch absolute Pflicht und Treue aus?
Jedes Kriegers Pflicht gehört Bellum, jedes Kriegers Seele ist ihm verschrieben.
Dieses Gleichgewicht zu erreichen dauert vielleicht ein Leben lang, es kann nicht erlernt werden, nein ihr müsst es selbst finden, während ihr den Strom des Blutes bereist.
Denkt daran, Wie Sinn in Wahrheit ist Wahrheit in Tugend.
Die Hoffnung jedes wahren Kriegers Bellums ist es, im Dienste seines Herrens zu sterben! Es ist keine Schande einem stärkeren Gegner zu unterliegen, wenn euer Herz rein ist, eure Taten aufrichtig!
Was ihr gelernt habt, wird euch in allen künftigen Schlachten nützen, bis ihr einen ehrenhaften, ruhmreichen Tod sterbt.
[ooc: Nur so ein Gedanke von einem Laien, ka ob IG Bellis zustimmen würden]
MFG
Hagen
_________________ Tarlas: Angamons Segen dispellt keine Meteorregen!
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