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Nacht. Tief schwarze Nacht und völlige Stille, bis auf das leise Rascheln des Grases im Wind. Nahezu lautlos bewegt sich ein großes, im Dunkel fast unsichtbares Tier langsam, geruhsam über die Weite.
Ein leiser, fragender Laut erklingt aus dem mächtigen Brustkorb, kehlig, unverstehend, dann setzen sich die Pfoten mit einem Male schneller vor einander, bis das Tier schließlich gut drei Schritt vor den aschenen Überresten inne hält. Trauer umschattet die tief gelben Augen, im Dunkel der Nacht von einem eigenartigen Licht, einem unmerklichen Lodern erhellt, während das Tier nach vorne sinkt, die Läufe einknicken und sich das Haupt auf den Pfoten ablegt, der Blick in Richtung der Ruhestätte des Karn Shareth gehend. Nur ein mal hebt es den Kopf an, ein klares Heulen ausstoßend, einige Male von den nahen Felsen zurück geworfen, schließlich auch aus dem Wald einige Male noch erwiedert, ehe nur wieder Stille einkehrt. Bedächtige Ruhe.
Reglos verharrt das Tier, still, versunken und doch zugleich auf nahezu menschliche Art und Weise trauernd in Richtung der Aschenen Überreste schauend, bis schließlich die ersten Sonnenstrahlen sich über den Baumwipfeln brechen. Das glänzende, tief schwarze Fell des Wolfes erhellend, der sich im selben Moment aus der Starre löst und mit wenigen, flinken Sätzen im Dickicht verschwunden scheint..
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