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 Betreff des Beitrags: Von schwarzen Stiefeln und schwarzen Reitern
BeitragVerfasst: 19.07.05, 23:57 
Altratler
Altratler
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Wohnort: Dur´sches Imperium
Wie langweilig! Ein Gedanke, der ihr die letzten Tage ziemlich oft kam. Wenn sie genauer nachdachte seit der Zeit, als der garstige rothaarige Kerl aus ihrem Leben verschwunden war. Sie brauchte Ablenkung, die einzigste Möglichkeit, die sie davor abhalten würde über Dinge nachzugrübeln, die sie auf Dauer zerfressen würden. Der melancholische schwarzhaarige Kerl kam da genau richtig, nur war der heute auch wie vom Erdboden verschluckt und die Mutter allein wusste, ob er überhaupt wieder auftauchen würde.

So in ihre Gedanken vertieft lenkte sie das Pferd gen Falkensee, in der Hoffnung, wenn schon nichts unterhaltsames machen zu können, so doch wenigstens etwas produktives. Im Turm musste unbedingt gekehrt werden und der alte Besen war von den Katzen arg in die Mangel genommen worden.

Gerade wollte sie umständlich vom Pferd klettern als eine raue männliche Stimme sie davon abhielt. Ehe sie es sich versah war sie von zwei Männern umzingelt, einer mit Bogen der andere mit einer knöchernen gezückten Waffe. "Lasst mich raten, ein Überfall?" ihre Stimme klang genauso gelassen, wie sie es wollte. In ihrem Inneren hingegen stieg Aufregung empor. Ein Überfall! Abwechslung, mal was anderes!

Ihre Intuition sagte ihr, sie würde heil rauskommen, wenn sie sich nicht anstellen würde, wie eine Jungfrau vor dem ersten Mal und somit verwarf sie auch den Gedanken die beiden Herren einfach mit dornenbewährten Ranken zu versehen und im Anschluss nackt zu hexen. Es könnte sich eine interessante Situation heraus kristallisieren.

Brav folgte sie den Herren also ein Stück in den Wald, wohl wissend, was sie dort erwartete...ein paar Drohungen, einige einschüchternde Worte und die Selbstprofilierung wer sie denn seien, und ob sie denn eine Ahnung hat, mit wem sie es zu tun hat.

Das es die schwarzen Reiter waren, daran hegte sie keinen Zweifel. Nicht viele waren so dreist direkt vor den Toren der Hauptstadt Falkensee Leute zu überfallen.

Der Mann mit dem geschlossenen Helm, unter dem ein blonder Pferdeschwanz hervorlugte, griff sich achtlos die braune alte Umhängetasche, die fast älter war als sie selbst. Den smaragdbesetzten Goldring mit einem Wert von 10 000 Dukaten hatte sie schon abgeschrieben. Das sollte ihr dieses Erlebnis wert sein. Aber die schwarzen Stiefel? Der Blonde zog ihre wunderschön schwarzglänzenden Stiefel hervor, von denen sie gar nicht wusste, dass sie sie mit sich rum trug. Moment mal....was will so ein großer männlicher Kerl mit Damenstiefeln? Wäre die Situation nicht gar so ernst gewesen, hätte sie laut losgelacht. Da standen bösartig wirkende, bewaffnete Kerle vor ihr und nahmen die Stiefel an sich, die sie für gewöhnlich anzog, wenn sie das andere Geschlecht aufreizen wollte. Furchteinflössende schwarze Reiter, die Damenstiefel klauten...herrje... in diesem Moment verloren die Männer jeglichen Respekt und Autorität, die sie ihnen gern entgegen gebracht hätte.

Würden die Stiefel ihnen wenigstens passen! Aber selbst der halbblinde Jupp hätte gesehen, dass die Schuhe nun wirklich für Männer viel zu klein waren.
Was sollten also furchteinflössende schwarze Reiter mit fast dirnenhaften blankpolierten Stiefeln? Ihre Freundinnen ausstaffieren? Verkaufen an einen Ahnungslosen, dem beim Kauf (und wohl auch später) nicht auffallen würde, dass die Schuhe ihm zu klein oder zu groß waren?

Sie lag längs auf dem Bauch und wartete bis die Hufe der Pferde in der Dämmerung verklungen waren.
Trottel...und solche Damenstiefelklauer jagt die halbe Insel!

Nun, ab heute würde es einer mehr sein und wenn sie die Herren erwischen würde, dann, so stellte sie es sich vor, würde sie sie in, auf hochglanz polierte, Damenstiefel, Damenkleider, Damenunterwäsche und Damenmieder stecken und an irgendwelche Bäume mitten vor der Hauptstadt fesseln, am besten noch rosa. Das wird ihnen eine Lektion sein einer Dame die Stiefel zu stehlen!

Mit dem Wissen, dass ihre Vorstellungen reine Utopie waren, ritt sie nach Falkensee und alarmierte die Wachen.

Ablenkung...herrlich...

*hat was Midas schreibt nie gewünscht*

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„Probleme können nicht von den Personen gelöst werden, die diese erst verursacht haben.“


Zuletzt geändert von Thara: 20.07.05, 21:33, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 20.07.05, 01:05 
Edelbürger
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*auf Wunsch des Autors dieses Stückes weg*

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Midas Zandor alt schrullig und niedlich, Arkanist des Grauen Pfades und Garde-Sergeante der Ersonter Garde 10 Jahre Siebenwind, und noch nicht tot! Aber nach 10 Jahren und einem Tag abgereist!


Zuletzt geändert von Midas: 20.07.05, 20:30, insgesamt 1-mal geändert.

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