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Zwei Tage war es fast schon her, dass er sich ins Hospiz geschleppt hatte. Endlich wurde er gefunden, endlich wurde seine große Wunde behandelt, endlich wurden die unerträglichen Schmerzen gelindert.
Doch wer war ich ?
Wo bin ich ?
Wie kam ich hier her ?
Was ist passiert ?
Diese Fragen stellte ich mir und dem Heiler immer wieder, als er begann die Wunde am Hinterkopf zu säubern und zu behandeln. ein grosses Stück Kopfhaut samt Behaarung wurde bei dem Schlag entfernt.
Der Heiler zog das durch Blut angeklebte Kopftuch aus der Wunde, mit einem Ruck war es heraus, dann begann er sie zu säubern. Teils recht apatisch bekam ich einiges gar nicht mit, bis er schliesslich den Verband angelegt hatte und diesen mit einem Knoten befestigte, was wieder Schmerzen verursachte.
Er gab mir etwas zu trinken, ich weis nicht was, doch der Schmerzwurde dumpf, das Pochen und Hämmern im Kopf wurde leise bis es schliesslich verstummte.
Doch wer war ich ?
Was ist passiert ?
Wieder gingen mir diese Fragen durch den Kopf, als ich mich schon wieder ausserhalb des Hospizes fand, kein Heiler der mich zurückgehalten hatte, niemand dem mein Fehlen aufgefallen war, irrte ich so wieder auf den Gassen einer Stadt, die ich nicht kannte.
Zwischendrin machte ich kleine Pausen, sah mir alles an, sah mich um, versuchte mich zu erinnern, doch nichts ausser dieser gähnenden Leere.
"Das wird wieder in einigen Tage" Schossen mir die Worte des heilers durch den Kopf, doch was brachte mir das wenn ich nicht wusste was los war ?
Schwachen gemütes, gezeichnet von den Geschehnissen ging ich weiter durch die Gassen, bis ich schliesslich auf einem grösseren Platze Stand, auf dem rege Handel getrieben wurde. Doch auch hier viele Eindrücke, ein durchaus vertrautes Gefühl, doch kein Gedanke der mir verriet wo ich war, wer ich war .....
Als Och etwas ausruhte, eine Atacke aus Schmerz peinigte mich gerade, ich versuchte meinen Kopf fest zu halten, die Augen drehten sich nach oben als das Pochen beinahe unerträglich zu werden schien, doch es ebbte ab.
Dann eine Stimme "Erudin geht es dir nicht gut?" ich reagiert nicht, dann schritt ein größerer Mann auf mich zu. "Erudin alles in Ordnung mit dir?" Nochmals hörte ich die Worte, doch ich kannte diesen mann nicht. Wer war er ?
Warum nannte er mich Erudin?
"Ich bring dich nach Hause" meinte er schliesslich und führte mich durch die Stadt zu einem Haus. Er sagte mir dass ich hier wohnen würde, dass ich einen Schlüssel haben musste für dieses Haus, und dass es mein Haus sei.
Das Haus vom Hofschmied Erudin Gropp.
War ich dieser Gropp?
Doch die Erinnerung wollte nicht zurückkehren, so versuchte ich auf sein Anraten hin alle Schlüssel, die ich zu meinem erstaunen bei mir trug, wovon einer sogar passte.
Nachdem ich mich in dem mir fremd erscheinenden Raum umsah, setzt ich mich und dämmerte nach einer erneuten Schmerzattacke weg.
Zyklen später wurde ich durch ein Geräusch geweckt, ein Klopfen, ich hörte Stimmen ...
Ich raffte mich auf, ging zur Türe und öffnete Sie. Zwei Damen, eine hinter der anderen und die vordere fragte lauter komische Sachen. Zimmer in der Taverne und sie sei hergeschickt worden weil sie hier auskunft bekäme.
"Kein Ahnung keine Ahnung ich weiss es doch nicht verdammt nochmal" dachte ich und Friemelte irgend einen Schlüssel von meinem Schlüsselbund, den ich ihr in die Hand drückte.
"Hier nehmt, der wird euch die Türe zu einer Unterkunft öffnen" waren meine Worte, warum auch immer, vielleicht wollte ich nur meine Ruhe? vielleicht war ich betört von ihrer Schönheit? vielleicht wusste ich auch nur nicht was ich tat.
Dann wieder eine Passage in meiner Erinnerung, die sich meiner Kenntniss entzog, da ich irgendwann nach diesem Ereigniss wieder im Hospiz aufwachte und besagte Frau sah, wie sie mich gerade zudeckte und anschliessend den Raum verließ.
"Isolde Wendolyn" schwirrte es mir durch den Kopf, nette Frau ........
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