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 Betreff des Beitrags: Das Geheimnis des Kamins
BeitragVerfasst: 18.07.05, 14:59 
Einsiedler
Einsiedler

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Beiträge: 32
[OOC: Ich poste das hier im Namen von Schweinsbraten, weil sie grade nicht posten kann! Ich bin also nur der Übermittler dieser Geschichte!]

Nachdenklich sah sie in das Kaminfeuer, dasss in der Bank in Brandenstein prasselte und der Feuerschein spiegelte sich in ihren Augen wieder, als plötzlich etwas aufblitze. Kurz rieb sie sich über die Augen und sah genauer hin. Wieder dieses Funkeln... Was ist das? Wo kommt es her und vor allem: Was macht es im Kamin?!

Sie griff den schwarzen Stab in ihrer Rechten fester, ging darauf zu und stocherte etwas in den Kohlen herum, ehe sie etwas metallisches Rumpeln hörte. Am Rande des Kamins erspähte sie schließlich eine kleine Kiste.

Oh! Das musste Schicksal sein! Vielleicht ein Schatz??
Voller Erwartung beförderte sie nun mit der Stabspitze die Kiste aus den Kohlen, während Hilamos neugierig durch seine Gitterstäbe herüberlugte. Um der Kiste etwas Kühlung zu verschaffen pustete die Frau kräftig darauf ein und versuchte alsdann den Deckel zu heben. Mehrmals daran rüttelnd musste sie sich schließlich dem Unmöglichen begreiflich machen... Sie ging nicht auf! Ungläubig starrte sie eine Weile auf die unfassbare Tatsache.

VERDAMMTER ORKENPFURZ! Wer zum Henker steckt eine abgesperrte Kiste in den Kamin wenn nichts darin wäre? Und warum bei den Vieren musste das ausgerechnet ihr passieren? Sie,die Neugier in Person! Oder will sie jemand ärgern der das genau wusste?

Ihre Augen durchstreiften forschend den Raum, ehe sie den Gedanken mit heftigem Kopfschütteln verwehte. So klemmte sie sich das Unfassbare Ding unter ihren linken Arm und stapfte zielstrebig zur Tür hinaus, Hilamos starrte hinterher.


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BeitragVerfasst: 18.07.05, 16:50 
Ehrenbürger
Ehrenbürger

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[Übermittlerin]

Am Markt..
Erblickte man zu gewissen Zeiten eine Gruppe von drei Frauen die sich angeregt unterhielten. Der Einen stand die pralle Neugier ins Gesicht geschrieben, wobei sie wild mit den Händen gestikulierte und einen runden Bauch dabei auf und ab wippte. Die Zweite hielt siegessicheren Ausrucks eine beeindruckende Axt in den Händen und verfolgte das Gezeter eher abwartend. Die Dritte argumentierte dann doch recht wortkarg und beäugte mit kritischer Miene und doch erwartend den Gegenstand des Gesprächs.
In ihrer Mitte prangte eine mit Blattgold verzierte kleine Truhe und ihr Erscheinen mag eher schadenfroh anmuten,wie sie da so stand.
Der Gruppe galt Anfangs keine besondere Aufmerksamkeit da einige Händler das stumpfsinnige Herumstarren gewisser Leute unterbrachen und ihren Augenschein auf ihre Waren legen ließ. Selbst das Banner, bestehend aus einem jungen Mann der an dem großen Stand gelehnt alles überblickte, schritt nicht beim Anblick der vermeintlichen Waffe ein.
"Bei den Vieren, macht doch endlich etwas! Wozu bist du Schmiedin wenn du nicht mal eine einfache Kiste aufbrechen kannst? Ich will,nein,ich MUSS wissen was sich da drin befindet!" Fast empört deutete die Gestikulierende auf den trotzigen Metallbehälter. Daneben lagen schon Hammer, Zange und Meisel, offenbar vergeblich gehandhabt.
"Nur die Ruhe meine Liebe.. Und entspanne dich,sonst wird dein Kind auch so ein Nervenbündel wie du",grinste die Axtfrau ihr entgegen.
Mit fast unantastbarer Lässigkeit schob sie daraufhin die Kiste mit dem Fuß über den Marktboden zur bepflasterten Stelle an der Statue. Nichtsahnend,was auf sie alles zukommen würde, glitzerte sie umher, das Geheimnis in ihr wohl bewahrend.
Ehe man sich versah blitzte die Axtschneide hoch über der Frau auf und raste mit atemberaubender Geschwindigkeit gen Truhenschloss.
WUMMMMMMMMMM!!!!!
Laut hallte es wieder und Funken sprühten auf als Metall auf Metall traf. Die vorhin noch kritisch dreinsehende schreckte bei dem Krach mit einem Quitschen auf.
"Hossa!" Begeistert klatschte die Neugierige in die Hände,während die Schlägerin taumelnd von der Kiste wich. Die Axt war aufgesplittert und die Kiste strahlte triumphierend herum. Ohne Kratzer!!
In heller Begeisterung schob die eine ihren rundlichen Bauch gen Truhe.
Ihr Blick sprach Bände. Die gespannt geweiteten Augen erkannten das Unheil binnen einer Sekunde und bargen nun eine Welle von Enttäuschung und Ungläubigkeit in sich,als würde sie gleich Heulkrämpfe bekommen.
Die Dame mit Axt betrachtete mit schief gelegtem Kopf erst die Axt,dann die Kiste.Wieder die Axt. Wieder die Kiste und zuckte dann nur mit den Schultern.
Nun spähten auch die gelangweilt Herumstehenden in ihre Richtung um sich wenigstens etwas aus der ewigen Tristheit zu reißen. Vielleicht gibt es ja ein neues Gerücht zum tratschen, abgesehen davon das ein Ork wegen uneingeschränkter Blähungen im Pranger saß. Da das Geschehen nun auch die Achtung der restlichen Gesellschaft aufgrund des Lärms gewonnen hatte, stieß sich der Bannerist vom Pfosten ab und richtete sich in eine möglichst Haltung,die wohl bestimmt anmuten sollte,ehe er auf die drei zuschritt.
"Entschuldigt die Damen, aber Waffen sind in der Stadt nicht erlaubt..“, sprach er nun mit einer Stimme die anmerken ließ, dass er noch nicht ganz aus der Jugend war.
„Waffen?? Wir tragen doch keine Waffen!“, sichtlich erschüttert versuchte die eine die Axt hinter ihrem Rücken zu verstecken.
„Neiiiiin! Wir doch nicht!“, hob die bis jetzt Schweigsame die Hände und zog die mit runden Bauch zu sich. „Wie wäre es, wenn wir sie versuchen zu sprengen? Ich habe noch Kabummflaschen“, tuschelte sie jener ins Ohr.
deren Blick inzwischen von tiefster Erschütterung zu unverhohlter Verzweiflung geglitten war. Offenbar brachte sie es nicht fertig daran zu glauben das diese Kiste, diese.. einfache Kiste! Hoar, wie konnte sie es nur wagen! Wetten das tat sie mit Absicht? Selbst Thea mit ihrer Axt und Hammer und Meisel bekam sie nicht auf!
„Ich werde keine Nacht schlafen können, wenn ich nicht weiß was da drin ist!!“, brachte sie unter einem Schluchzer hervor und die andere, wir wollen sie doch mal beim Namen nennen, Ria, dackelte grinsend gen Bank.
Da das Wort „Kabumm“ aus dem Satz mehr hervorstach als anderes, haben es die Nahestehendsten mit großen Ohren aufgenommen, Axtfrau Thea und Bannersmann. In Theas Gesicht stand Begeisterung auf das wohl kommende Spektakel, in dem anderen ein Ausdruck der verlauten ließ, ob er alles für einen dummen Scherz, oder für ernste nehmen sollte. Lange musste er nicht auf eine Entscheidung warten, denn Ria kam mit zwei Flaschen in den Händen zurück zu dem Grüppchen. „Ich hab sie!“
Sofort hörte das leise Schluchzen der Frau, Marnie ,auf und sie bekam große Augen die in ersehnter Hoffnung nach Befriedigung der Neugier aufleuchteten.
Ehe man sich versah waren die drei Frauen Richtung Hafen verschwunden und einige folgten ihnen, ebenso von Neugier ergriffen nach...


Zuletzt geändert von Truba: 18.07.05, 16:51, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 19.07.05, 14:29 
Einsiedler
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[ÜBERMITTLERIN FÜR DIE AUTORIN]


Kopfschüttelnd sah ihnen der junge Bannerist hinterher. Kabummflaschen?? Waren diese Frauen vollkommen von Sinnen?? Mögen die Viere ihnen beistehen...

Am Hafen...

Der ohrenbetäubende Knall als die explosive Mischung auf das Metallkästchen fiel und die Flasche zerbarst, zog die Leute fast aus den Schuhen. Feuerbällchen stoben durch die Luft und ließen Bodenbretter umherzischen, die als Holzspäne wieder aufkamen und liegen blieben. Die Frau hielt den Atem gespannt an und bewegte sich nicht von der Stelle, wobei die anderen eher zaghaft wieder aus ihrer Deckung von Fässern oder dem Vordermann kamen.

„Ist sie auf?, rief ein männlicher Blondschopf aus der Menge von Sieben Leuten, dem noch die Knie erschrocken schlotterten und aller Augen waren auf das Rauchknäul, das sich langsam lichtete. Nur kurz verächtlich die Nase rümpfend wedelte Marnie mit der Hand herum um den Schwefelgeruch wegzutreiben und trat knirschend über die Späne hinweg. Scharf sog sie die Luft zwischen den Lippen ein.

„Bei den Vieren, das kann nicht wahr sein!, war ihr erster Ausruf und schlug klatschend die Hände an ihre Wangen und presste sie so zusammen, dass man meinen könnte einen Hamster in Lebensgröße vor sich stehen zu sehen.
Warum?? Warum musste sie diese Kiste finden?

Unmöglich, sie stand noch. Aber der wird sie es zeigen, wäre ja gelacht wenn sie sie nicht knacken würde! Bis jetzt hat sie noch alles geschafft was sie wollte. Da ist so eine vermadeldeite Kiste ja ein Klacks.
Rasch huschte ihr Blick umher, auf der Suche nach passendem Werkzeug.

Doch statt Werkzeug sah sie den Banneristen im Laufschritt und Rüstung daherklappern. Auge um Metall, Zahn um Schloss, Kraft um Wiederstand!
Kurzerhand griff sie nach der Kiste und schlenderte, als wenn kein großes Brandloch mitten in den Steg gerissen worden wäre, vom Hafen gen Westtor und ließ den verdatterten Haufen Neugieriger stehn. Nur Ria und Thea stolperten über die losen Bretter hinterher...

Am Westtor...

„Und jetzt? Und jetzt Aufgeregt sprang Ria auf und ab und bedachte die Frau und Kiste mit großen Augen.
„Hmm... Jetzt.. Jetzt brauch ich ein Brecheisen jawohl!, meinte Marnie und reckte den rechten Zeigefinger in die Luft und stellte die Kiste scheppernd auf den Boden.

Langsam, ganz langsam sah man schon, dass die Versuche ihre Spuren hinterließen. Die Explosion hatte eine kleine Delle in den Deckel gedrückt und etwas Blattgold splitterte ab. Nichts destotrotz war diese Kiste ein Held ihrer Gattung. Wiederstand den heftigsten Angriffen und würde man es nicht besser wissen, könnte man glatt meinen sie ließe sich mit Absicht ihrerseits nicht öffnen, so mehr man auch drauf einprügelte.

Nach einem Zyklus vergeblichen Hantierens mit dem Brecheisen, wich langsam die Begeisterung die Anfangs herrschte um die Kiste zu knacken.

Den drei Frauen, die auf dem Platz vor dem Obdachlosenhaus in ihren Versuchen schon allerlei erdenkliches Werkzeug am Boden verteilt hatten, stand der Schweiß auf der Stirn und man konnte förmlich den letzen Nerv in ihren Köpfen zucken sehn. Doch, Glück für alle Inselbewohner, saß er fest verankert, sodass die Frauen nicht allen Verstand verloren und im Eifer alles kurz und klein schlugen.

Erschöpft und ratlos gaben sie schließlich auf, als es zum Dunkelzyklus dämmerte und verabredeten sich für den nächsten Tag am Markt...


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 Betreff des Beitrags: Wie die Kiste verloren ging...
BeitragVerfasst: 19.07.05, 16:20 
Einsiedler
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ÜBERMITTLERIN

Die Nacht war schrecklich für Marnie gewesen. Und dieser Traum!!! Waren das böse Vorahnungen? Eine Warnung vielleicht die Kiste lieber in Ruhe zu lassen?

Im Traum war die Kiste größer als sie, hatte Stielaugen und lange Beine die ihr nachjagten bis sie umfiel und zappelnd wie ein Käfer am Boden lag und wegen ihres Schwangerschaftsbauches nicht aufkam. Schweißgebadet war sie aufgewacht. Entweder ein Zeichen dafür sie in Ruhe zu lassen... oder so lange zu attackieren das sie nicht verrückt vor Neugier wird.

Verdrießlich tockte sie im Takt mit einem kleinen Ast auf den Kistendeckel ein, während sie auf den Stufen vor der Statue saß, eben jene Kiste vor sich stehen habend.
Viel war nicht los auf dem Markplatz, nur der Bannersmann von gestern stand an seinem gewohnten Platz, betrachtete die Frau aber mit zusammengekniffenen Augen. Wer wusste schon was sie heute wieder anstellt?

Eine Weile verging ohne große Aufregung und Fela wärmte die Luft langsam auf. Marnies Blick galt weiter der Truhe, als sich ein Schatten auf sie warf und aufsah. Zwei Hobbits standen vor ihr und diskutierten.

„Diese Entings sind immer stinkig. Siehst du die da? Die fängt ja gleich zu weinen an so wie die dreinsieht.
„Fragen wir sie halt warum. Vielleicht will sie ja eine Birne und ist dann wieder glücklich. Der andere Hobbit, mit grüner Hose, weißem Hemd und einer knallroten Bimmelmütze bekleidet, nickte eifrig und beide wandten sich zu ihr.

„Hallo du! Hast du Hunger? Dabei griff er in seine weite Tasche und zog eine Birne raus, welche er ihr vor die Nase hielt.

„Bekommt man damit Kisten auf?, war ihre Gegenfrage die sich eher verzweifelt anhörte.

„Hum.. Nein, warum?, leicht enttäuscht ließ er die Hand mit Birne wieder sinken.

Ein tiefer Seufzer von Marnie begleitete seinen Satz. „Ich habe sie getreten, beworfen, darauf eingeschlagen, Kabummflaschen nach ihr geworfen und aufbrechen, aber nichts hat funktioniert!

Die Hobbits weiteten erschrocken die Augen und umklammerten sich reflexartig. Rasch glitt ihr Blick zu der Kiste und dann kam empört im Chor: „Wie kannst du nur!!!!?

„ Die arme Kiste! „Warum tust du so was?? „Ja genau! Warum? „Man muss immer nett zu ihnen sein, dann sind sie´s auch!

Eifrig dabei nickend plapperten sie drauf los und knieten sich vor die Kiste, während Marnie unter dem Worthagel doof zurückblinzelte und nur die Hälfte mitbekam.
Wohl völlig von sich überzeugt fingen die Beiden an die Kiste zu kitzeln und aufmunternd mir ihr zu reden.

„Was macht ihr denn da? Mit Kisten reden? Meint ihr sie springt lachend auf wenn ihr sie kitzelt?, rief Marnie verdutzt aus und sprang auf.

Die beiden Hobbits hielten in ihrer Tätigkeit inne und sahen sie an als ob es das Selbstverständlichste der Welt sei und nicht wüssten was es dazu zu sagen gäbe.
Also klappte sie den Mund wieder zu, saß sich wieder auf die Stufen und dachte sich ihren Teil.

„Hach, diese Entings! Kein Gespür für Feingefühl was Kistchen?

„Hanvil, ich glaube die Frau hat sie zu sehr misshandelt... Wir müssen sie retten!

Rasch griff der Hobbit mit Bimmelmütze nach der Kiste, klemmte sie unter die Arme und rannte los.
Der Satz riss sie aus ihren Gedanken und öffnete den Mund zu einem stummen Schrei, als sie ihre Kiste von dannen laufen sah...


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BeitragVerfasst: 19.07.05, 18:19 
Einsiedler
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[ÜBERMITTLERIN]

„Ahhhhhhhhhhh!!!!!!! Ein Dieeeeeeeb!!!, kreischte sie los und hechtete keuchend dem Hobbit hinterher, der die Kiste fest unter den linken Arm gedrückt und eine Hand auf seine Bommelmütze hielt damit sie nicht davonflog, eilends rund um den Pranger lief. Offenbar konnte er sich nicht entscheiden in was für eine Richtung genau er wollte...

Das Barett des Bannermannes rutschte ihm ins Gesicht, als er verschreckt den Kopf in die Richtung des Gebrülls wandte. Hastig schob er es wieder hinauf und legte die Hand an den Schwertknauf und überblickte die Lage.
Der Hobbit mit der Kiste voran, hinterdrein die Frau mit dem Bauch voranschleppend, rannten beide einige Runden um den Pranger. Der zweite Hobbit stand einige Schritte vor dem Pranger und feuerte beide an was das Zeug hielt und hopste dabei aufgeregt auf und ab.

Tief holte der Mann Luft. „HAAAAAALT!!!, brüllte er schließlich und seine Stimme schien sich fast zu überschlagen.

Erschrocken blieb der Hobbit mit Bommelmütze stehen, die Frau krachte ihm ungebremst hintendrein, rief „Hab dich! und versuchte nach der Truhe zu grabbeln. Er stolperte vorwärts, flog hin und mit ihm die Kiste in die Lüfte...
Als hätte sie Flügel bekommen segelte sie wie in Zeitlupe vorwärts.

Mit geweiteten Augen verfolgte Marnie den Flug, der damit endete das die Kiste scheppernd auf dem Dach eines Standes landete. Vollkommen verdattert ließ sie die Arme sinken und vergas dabei den Hobbit festzuhalten, der geschwind die Gelegenheit sah und sich hinter dem Bannersmann versteckte.

Doch jenes nicht im Geringsten beachtend, hastete sie auf den Stand zu und versuchte hochzuklettern und die Truhe irgendwie zu erreichen. Mit vergeblich gestreckten Armen, Hals- und Rückenwirbeln tatschte sie danach, begleitet von Geräuschen wie wenn man einmal dringend auf das Örtchen muss, aber nicht kann. Aber alle Versuche waren vergeblich, zu weit in der Mitte lag die Kiste...

Rastlos lief Marnie vor dem Stand auf und ab und man könnte sich wundern warum noch kein Laufband in den Boden getreten wurde. Immer wieder grübelnd an den Haaren friemelnd warf sie böse Blicke gen Truhe die fast friedlich auf dem Dach schlummerte.

Die beiden Hobbits hatten es sich inzwischen auf den Holzstufen des Prangers gemütlich gemacht und hatten auf einem Tuch ein feines Essen ausgepackt, dass sie ruhig verspeisten während ihre Augen neugierig auf der Frau lagen. Hin und wieder warfen sie halblaut in Marnies wütendes Schnauben ein paar Worte ein. „Die hats dir gezeigt die Kiste! oder „War guter Flug was Hanvil?

Als der zweite Dunkelzyklus anbrach seit das Dach eine neue Verzierung bekam, trafen Ria und Thea auch endlich auf dem Markt ein.
„Hoi, wie hast du denn das hinbekommen Marnie?, lachte ihr Thea entgegen und erntete dafür einen garstigen Blick ,der sie erinnerte ja nicht weiterzureden wenn sie den Tag überleben wollte.
Also schluckte sie ihre Sprüche runter und Ria tätschelte Marnie mitleidsvoll den Arm.

Plötzlich blieb jene stehen und starrte zum großen Stand, wo eine Schreinerin gerade ihre Waren auspackte und.. OH WUNDER! Sie hatte eine Leiter zum verkaufen!

Tief durchatmend maschierte sie auf sie zu und räusperte sich dezent um die Aufmerksamkeit der Schreinerin auf sich zu lenken. Nach kurzem Hin und Her zog Marnie die Leiter recht umständlich hinter sich her gen Kiste und lehnte sie schließlich unter Geächze an.

„Hoch hinaus hieß die Devise und so erklomm sie festen Schrittes die Sprossen, Ria und Thea sicherten ihr den Halt, indem sie die Leiter unten festhielten.

Der Griff nach der Kiste schien wie der Griff nach einem jahrelang verlorenen Kind das wieder heimfand, dementsprechend waren auch die Freudesäußerungen der drei Frauen als sie wohlbehalten wieder auf dem Boden stand. Große „Ohhhs und „Ahhs und darauf wurde ersteinmal etwas in der Taverne gegessen.

[edit: tippfehler]


Zuletzt geändert von Sheherezade: 19.07.05, 18:34, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Des Rätsels Lösung
BeitragVerfasst: 19.07.05, 21:41 
Einsiedler
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„Und jetzt? Was machen wir nun? Haben ja schon alles einigermaßen Legale versucht, abgesehn von den Sprengsätzen“, sprach Marnie seufzend und rührte lustlos in ihrer Gemüsesuppe herum.

„Hmm.. ich denke da sind wir alle ratlos..“, erwiederte Ria mit einem leisem Brummen und nippte an ihrem Saftglas.

Weitere Minuten des betrübten Schweigens folgten, als eine Gestalt hinter Marnie trat und die Hände langsam vor ihre Augen schob.

„Wer bin ich?“, kam es im Flüsterton von hinten. Eindeutig männlich. Aber feine Handflächen, also keine grobe Arbeit gewohnt. Kurz schnüffelte sie in der Luft.
Oha! Ein sich pflegender Mann! Das gabs zu selten auf der Insel und die Tatsche das seine Hände nicht grob waren sprachen für.. „Louis!“

Leises Kichern kam von hinten und die Hände zogen sich zurück, ehe der Mann neben ihr Platz nahm und Thea und Ria ein Stück beiseite rutschten um Platz auf der Bank zu schaffen.

Ein kurzes gegenseitiges Mustern in der Runde, als sich Marnies von Grüblerei verdunkelte Miene aufhellte.
„Ich weiß es! Ich weiß es!“ Jubelnd kletterte sie umständlich und mit den Armen umherwedelnd aus der Sitzreihe, packte Louis an seinem Rothirschfellhemd und zog kräftig daran.

„Mein Retter, mein Held! Ritter in nebeliger Rüstung!“ Fast fiel Louis vom Hocker, konnte sich aber gerade noch auffangen und sah fast ängstlich drein als er von Marnie gnadenlos mitgeschleift wurde, zur Tür der Taverne hinaus. Verwundert sahen sich Ria und Thea an, folgten den beiden dann aber nach kurzem gegenseitigen Schulterzucken nach.

Im Handwerkshaus, im Nebenzimmer Erdgeschoss..

Seltsam wirkte es für den außenstehenden Betrachter wenn er in das Zimmer gegangen wäre. Wie angeklebt klammerte sich jede der Frauen an den Mann, der ruhig auf einem Hocker saß, vor sich ein Tisch mit mittelgroßer Metallkiste.

Arg lädiert mittlerweile, Beulen, leichte Kratzer und Rußflecken zierten die Verkleidung. Man könnte fast Mitleid mit ihr haben, trostlos wirkte die einst glänzende Truhe und die Menschen... Wie die Geier, so begierig starrten sie auf sie! Aber sie hatten auch allen Grund dazu. Neugier hieß die Sünde, die einigen sogar Alpträume beschaffte.

Der Mann zog nun ein dünnes zusammengeschlagenes Leder aus seiner Manteltasche und faltete es sorgsam auf. Ria und Thea hatten ihn an den Oberarmen gegriffen, während sich Marnie mit seinem Kopf begnügte und ihre Hände in seinen Haaren vergrub. Scheinbar recht belustigt darüber grinselte Louis vor sich hin und griff nach einem seltsam gebogenen Metallgestell das wohl einen Dietrich darstellen sollte, aus dem Lederstreifen und steckte es ins Schloss...

Unruhig flatterte ihr Atem in seinen Nacken und klammerte sich fester an ihn, als es leise Geräusche aus dem Inneren des Schlosses tat. Die Spannung schien fast zu zerplatzen und langsam machte sich ein Geruch breit, der darauf schließen ließ, dass jemand in solchen Situationen gerne Schweißausbrüche bekam.

„Klick“ ... „Klick“ ... „Klick“.. „Klack“

Stille...

Alle hielten den Atem an als Louis nach dem Deckel griff und ihn hochzog..

Der Blick auf das Innere brachte verschiedene Ausdrucksweisen hervor. Louis runzelte nur die Stirn und wirkte sehr kritisch, Ria war sichtlich sprachlos und ihr klappte der Mund herunter, enttäuscht fast. Thea entfuhr ein „Poa Mädls, jetzt sind wir reich Harhar!“ und Marnie fiel fast in Ohnmacht vor Glück das Rätsel endlich gelöst zu haben und auf dem zweiten Blick brach sie in schallendes Gelächter aus...


Zuletzt geändert von Sheherezade: 20.07.05, 17:25, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Auflösung!
BeitragVerfasst: 20.07.05, 17:25 
Einsiedler
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Goldig funkelte es aus dem einst samtbesetzten Kistenboden. Jener wirkte leicht angekokelt und zerfleddert, vielleicht aufgrund der vorangegangenen Experimente. Jeeedenfalls...

Ein kleiner zierlicher Schlüssel lag auf dem blauen Stoff, daneben ein Handgroßer brauner Lederbeutel.
Als sich die allgemeine Aufregung einigermaßen beruhigt hatte, griff Louis hinein und zog den Schlüssel als erstes raus.

Ein belustigtes Schmunzeln ging von ihm aus und er klappte die Kiste zu.

„Wetten das ist der für die Kiste??

„Ahhh, was machst du?? Wenn nicht, ist die Kiste wieder zu und wir müssen von vorne anfangen!, rief Marnie hastig aus und kloppte ihm auf den Kopf.

„Auuu, garstiges Biest! Wild fuchtelte er die Arme herum und fechtete mit dem Schlüssel umher, ehe er ihn entschlossen ins Schloss steckte und herumdrehte.

Tatsächlich.. Der Deckel ging wieder auf als er herumdrehte. Der Schlüssel der Kiste lag in der Kiste?? War das logisch?? Nenene.. Nicht nur, dass das widerstrebend zu jedem normalen Verstand war, nein, das war vollkommen irrsinnig.. Wer war denn so bekloppt?? Das würde nicht mal sie zusammenbringen! Nicht das sie dumm war, im Gegenteil, vielleicht nur etwas neben sich und übermütig.

Soll das alles gewesen sein? Deswegen hatte sie die Nacht kaum geschlafen? Hatte sich aufgeregt und den Kopf zerbrochen? Aber es lag ja noch ein Beutel in der Kiste.. Vielleicht barg der etwas wertvolles?

Rasch streckte sie die Hand danach aus und hob den Beutel heraus. Aller Augen waren auf sie gerichtet, als sie ihn aufmachte und klimpernd eine handvoll Münzen rauszog.

„Was hab ich gesagt! Wir sind reich haha!, Thea klatsche begeistert in die Hände.

Also doch nicht umsonst!

Kurz durchgezählt kam raus, dass es sich um gerade so 50 Dukaten handelte, immerhin besser als nichts, abgesehen von dem irrsinnigen Schlüssel.

Schwachsinn! Schwachsinn!!!! ,rief es jedenfalls in ihrem Schädel und es wollte ihr einfach nicht in den Kopf gehen das jemand so dumm war den Schlüssel, der Schlüssel der diese Scherereien nie möglicht gemacht hätte, genau DER! Lag drinn!

Na warte, der vermadeldeite Kamin war schuld, so einfach war das. Aber das sollte nicht das letzte gewesen sein, das hatte Nachspiel! Hmm.. Ob ein Mischsalat, explodiert im Kamin, sich in der Bank gut machte..??

Man wird sehn.. Rache ist süß und Marnie sauer. Kein gutes Gemisch wenn man sie kannte...

*written by Schweinsbraten (einziges Mitglied der "do it yourself-event" AG)*

[„do it yourself - event Ag wird fortgesetzt..]

besonderer Dank geht an meine Muse,die,leider nicht mehr ig,mir in Quatschsachen Rat und Tat zur Seite stand (und nicht nur da) und so lieb war für mich armes Schwein ,hrhr, das alles ins Forum zu posten. War ne Heidenarbeit!!!


Zuletzt geändert von Sheherezade: 20.07.05, 17:26, insgesamt 1-mal geändert.

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