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 Betreff des Beitrags: Über das Event mit der zerbrochen Klinge
BeitragVerfasst: 3.09.05, 13:02 
Edelbürger
Edelbürger
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Registriert: 31.12.01, 18:39
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[Die Geschichte ist eigentlich lediglich ein Überblick über das Event mit dem zerbrochenen Schwert und wird von mir lediglich bis nach dem Teil mit der Wüste fortgesetzt werden können, da ich danach nichtmehr dabei war. Falls danach irgendwer etwas schreiben will, nur zu]

Die helle Phase des 8. Zyklus des Mittentages, dem 3. Carmer war bereits angebrochen, als ich mich entschloss gen Brandenstein zu reiten. Nichtsahnen bahnte ich mir die Wege durch die Gassen Falkensees bis hin zu meinem treuen Zossen, der im Unterstand östlich des Tempels untergebracht war. Ein Gespräch über Rüstungen vernahm mein Ohr, während ich den Haltestrick löste und das Zaumzeug prüfte. Ich hatte wenig geschlafen und fühlte mich entsprechend matt, doch wie aus dem Nichts überkam mich ein Gefühl der Schwäche. Meine Arme und Beine schienen von einem Augenblick zum nächsten unbeschreiblich schwer, als würde ich einen Orken auf den Schultern tragen müssen. Unter Mühen hielt ich mich auf den Beinen, indem ich nach der Mähne des Gauls griff. Mir wurde warm – nein heiß. Das Bild vor meinen Augen, was eben noch ein solides Mauerwerk war schien zu flimmern, als wenn Fela genau daraufdeutete. Um mich herum wurde es hell, träge sah ich mich um, doch niemand außer mir schien etwas zu bemerken. Der Lichtschwall konzentrierte sich auf zwei Punkte, die die Form von Augen annahmen. Lieblich, wie die eines Weibes und klar, wie der edelste Saphir. Sie sahen mich an. Es fühlte sich an als sähen sie mehr als nur das, was ein jeder sehen würde, sie sahen gar in mich hinein, ehe eine zarte weibliche Stimme säuselte:

„Ein Schwert geformt aus Herzeleid und Hingabe war in alten Tagen die mächtigste Waffe der Gerechtigkeit. Doch nun liegt sie brach in den weiten Landen des Kummers und der Ödnis. Sie muss gefunden werden, schnell… neu geschmiedet, bevor die Dunkelheit herein bricht. Findet sie, deine Bruder und du. Findet sie! Saphir…“

Die Stimme erlosch genauso plötzlich, wie sie entstand. Und das Gefühl schien sich zu verflüchtigen – alles was blieb, war das, was ist, das was sein sollte. Es war als wäre nichts geschehen…

Eine Hand legte sich auf meine Schulter, erschrocken fuhr ich herum. War sie dort? Ich war erleichternd und enttäuscht zugleich, als ich das Gesicht von Schwertmeister Schattenwald erblickte. Er machte keine lange Umschweife… - alles was er sagte war: „Wir müssen aufbrechen, sofort.“

Wir sattelten auf und machten uns auf den Weg zum Wall. Bevor die Dunkelheit hereinbricht muss sie neu geschmiedet werden. Bellum stellte uns auf eine harte Probe, die es zu bestehen galt. Unschlüssig wo zu beginnen umritten wir jene Stelle, an dem der Meteorit vom Himmel in Tares Schoß fiel. Es ward nichts ungewöhnliches zu erkennen, zumindest nichts, was in den Landen, die dem namenlosen Schrecken zum Opfer fielen ungewöhnlich zu nennen wäre. Staub, Tod und Verwüstung waren jene drei Dinge, die vorherrschten.
Die Zeit arbeitete gegen uns, so schien es. Etwas zu suchen, wo es keinerlei Anhaltspunkte für gab und das binnen eines Sechstel Zyklus, eine unlösbare Aufgabe?

Ein kurzes Wortgefecht zwischen dem Schwertmeister und mir führte zur Einigkeit, dass wir gen Finsterwangen aufbrechen mussten. In alter Zeit sorgte jene Klinge für Gerechtigkeit, alte Zeit… sprachen die Magier nicht von mehrere Phasen der Zeit an jenem Orte? Wir mussten in jene Phase eintreten, wo noch Frieden an jenem Orte herrschte…

Der Weg war gezeichnet von den Gefahren des Ödlandes. Mehrmals überfielen uns Wesen, auf der Suche nach Nahrung, nach Wärme, nach Frieden – auf der Suche nach jenem, was die heiligen Viere uns gaben. Auf halbem Wege erhallte jenes Stimmlein erneut und sprach zu uns:

„Zwei Steine, blau, so blau, geben euch den ersten Hinweis.“

Wir trieben den Pferden die Sporen in die Seite. Gehetzt von innerer Unruhe, getrieben von der Zeit bahnten wir uns den Weg in die Feste der Terrors, an jenen Ort, wo von der Allmacht der Viere nichts zu erkennen. Mit gezogener Ordensklinge setzten wir einen Fuß vor den anderen, immer mit dem sicheren Wissen, dass ein falscher Schritt unseren Tod hätte bedeutet. Die Spalte in der Zeit, wir mussten sie finden und das bald. Ich folgte dem Schwertmeister dicht, setzte meine Füße in seine Fußstapfen, als er plötzlich vor meinen Augen verschwand. War es einer der Spalte? War es eine Falle? Ein Stoßgebet an den Herren Bellum entfuhr meine Lippen, es war nicht länger an mir zu entscheiden, was nun geschah. Ich fasste den Mut und setzte meine Füße in seine Fußstapfen…

Ein kurzer Augenblick und ein gar noch schrecklicheres Bild prägte mein Sichtfeld. Leichenteile, geschändet und vergammelt. Der Geruch holte mich ein. Ich wusste nicht, was ich empfinden sollte. Einerseits stand ich wieder direkt hinter dem Schwertmeister, andererseits standen wir an einem Ort, der einem jeden empfindenden Wesen Tares das Blut in den Adern gefrieren ließe. Gelähmt vor Angst verharrten wir einen Moment, doch uns war klar, dass war erst der Anfang…

Die Sonne sank zum Horizont – unaufhörlich wie in vandrischer Pünktlichkeit. Wir mussten eilen, doch wie? Kein Schritt ließ sich machen ohne nicht befürchten zu müssen über die Körper der Umliegenden zu stürzen, eines der Pentagramme zu betreten oder in eine der unzähligen Fallen zu tappen. Wir gaben unser bestes, alles was uns blieb war das Vertrauen in die Viere, dass sie uns leiten würden.
Erneut gingen wir durch eine der Spalte und waren an einem Orte… nun er war anders, jedoch kaum besser. In mitten eines Flammenmeeres einer untergehenden Stadt befanden wir uns. Der Gestank der Verwesung wich dem Gestank vom verbranntem Fleisch. Ein Tuch wurde aus der Tasche gezogen, um uns die Münder notdürftig zu schützen. Wir gingen weiter. Es fehlte nichtmehr viel zu jenem Orte an den wir wollten, es fehlte lediglich ein weiterer Spalt…

Wir sprachen leise miteinander, wo jene Steine sein könnten, als das Wort von Gnaden Schattenwald abriss. Erneut war er verschwunden, so galt es ihm zu folgen. Ein Wald offenbarte sich unseren Augen. Jener Wald, der war, bevor Finsterwangen hier entstand, zumindest wenn man jenen Magiern glauben schenken konnte und das gilt es wohl zu bezweifeln. Dennoch war es der Ast, an den wir uns klammerten. Es folgten Moment der Hoffnung, die jedoch mit zunehmender Zeit zunehmend verblichen. Als die Sonne kaum mehr am Horizont zu sehen war, mussten wir eingestehen, dass wir uns geirrt hatten. Hier war nichts. Wirklich rein gar nichts.

So brachen wir auf, um aus dem Strudel der Zeit zu entgehen in der Hoffnung, dass jene Zeit, die wir zwischen den Phasen verbrachten nicht so verging, wie die Zeit in der wir lebten, doch als wir nach Mühen Finsterwangen wieder verlassen hatten wurde uns bitter bewusst, dass die Zeit außerhalb von Finsterwangen keineswegs angehalten hatte…

Es folgte eine Idee… irgendwo hier soll ein Steingebilde sein laut dem Schwertmeister. Nur wo? Wir kamen an einen entweihten Morsansacker, ein gar grausiges, den Vieren unwürdiges Bild, doch konnten wir in diesem Momente nichts dagegen unternehmen. Es galt die letzten Strahlen Licht auszunutzen. „Norden oder Süden?“ – ich wusste keine Antwort auf des Schwertmeisters Frage und nannte lediglich aus dem Bauch heraus: „Norden.“ Also ritten wir gen Norden, ziellos und zugleich doch ein Ziel vor Augen habend – zwei blaue Steine, vielleicht Saphire.

Ein Hügel war am Horizont erkennbar, es schien als würde die Sonne ihn genau umrahmen. War das unser Ziel? Wir wussten es nicht und doch war es das letzte Ziel, was wir vor Sonnenuntergang hätten erreichen können. Ein kurzer Blickwechsel folgte, ehe wir mit einem gemeinsamen, einigen Nicken aufbrachen…

Die beschlagenen Hufe der Pferde donnerten durch das tote Land, zielstrebig auf den Hügel zu, der gar zu brennen schien. Wir bahnten uns unseren Weg durch das holprige Gestein der düsteren Ebene, bis wir zu einer Art Bergpfad gelangten. Eine allgegenwärtige Hitze ließ darauf schließen, dass jener Weg alles andere als gemütlich werden würde. Wir sattelten ab und folgten dem Pfade hinauf zum Gipfel des kleines Hügels. Als wir um eine Ecke bogen mussten wir unsere Augen mit den Händen schützen, um sie nicht zu versengen. Eine Art Wasserfall bahnte sich den Weg von oben hinab, doch ward es kein Wasser, sondern kochende Lava, so heiß wie Bellums Schmiedefeuer. Unter Mühen sahen wir uns um, als wir Schritte eines Pferdes hinter uns vernahmen. Wir fuhren herum, was konnte uns an einem solchen Orte begegnen? Eine stolze Gestalt auf einem Schimmel erhob sich aus der Dunkelheit. Die funkelnde Rüstung blendete im Schein des Lavastroms, der allgegenwärtigen Feuer und den letzten Sonnenstrahlen. Stumm beobachteten wir, wie die Gestalt sich näherte, bis es Gnaden Schattenwald entfuhr: „Laurus!“

Auch Schwertmeister Laurus Delany hatte also jene Vision erlebt und Bellum leitete ihn zu uns. Eine Verstärkung, über die wir dankbar waren und doch waren wir gescheitert. Die Sonne war nichtmehr am Horizont zu erkennen. Die Nacht war hereingebrochen. Die Dunkelheit, sie war da… Sollte das das Ende gewesen sein? Es war uns gleich, es lag an uns jene Aufgabe zu vollenden. Wir entzündeten Fackeln und suchten bis sich hinter einer Kuppe eine bläulich schimmernde Truhe direkt neben zwei blauen Steinsäulen aus der Finsternis erhob. Wir hatten sie gefunden…

Wir bemächtigen uns des erste Fragmentes jener Klinge, die es zu schmieden galt. War mit dem Einbruch der Dunkelheit vielleicht gar nicht die Nacht gemeint? Der Einbruch der Dunkelheit… ein Synonym für einen neuen und doch alten, nie endenden Krieg? Unsere Hoffnung flammte erneut auf, wir schöpften neuen Mut.

Die Steine trugen eine Inschrift, die es zu entschlüsseln galt:

"Der nächste Splitter wandelt auf Sand…
"...getragen von Schwingen aus der Unterwelt."


Ein Rätsel und zugleich offensichtlich. Wir brachen auf. Im Mantel der Dunkelheit durch die Düsternis des Ödlandes. Immer gen Norden, in Richtung des Gebietes, das einer endophalischen Wüste nah kam.

Der Sand, den die Pferde auswirbelten trübte die Sicht und wir wussten nicht, was uns erwarten würde. Die Schwingen der Unterwelt… - was konnte damit gemeint sein? Eine Höhle? Wir durchsuchten ein halbes dutzend Höhlen, doch fanden nichts. Die Zeit verging und der Morgen dämmerte. Die Suche zog sich nun schon die ganze Dunkelphase des Zyklus hin, als wir einen vermeintlich verschütteten Durchgang fanden. Schwertmeister Delany ritt voran. Die Sonne blendete, sodass wir ihn von der anderen Seite kaum sehen konnten. Plötzlich ein lautes Wiehern, wie das ein Pferdes, dass vor dem Turniere stieg und sich auf den Kampf vorbereitete. Ein winziger Augenblick der Stille folgte, ehe ein Befehl ertönte: „Zieht blank!“ – Das Zosse des Schwertmeisters eilte an uns vorüber, hinter ihm ging eine Gestalt von schier unbeschreiblicher Größe. Es schien als würde das Wesen gänzlich aus dem Sand bestehen, der zu unseren Füßen lag, wobei lediglich die saphirähnlichen Augen hervorstachen. Ziellos griff es abwechselnd uns beide an, wir wussten nicht was zu tun, wäre eine Schaufel doch hilfreicher gewesen, als zwei Klingen, die sich durch den Sand ihren Weg bahnten. Der Kampf dauerte an ohne, dass wir jedoch nennenswerte Fortschritte erzielen konnten. Ab und an flogen einige Sandkörner davon, was die herabprasselnde Wucht der Schläge des Ungetüms nur wenig bremste. So war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis der Geweihte zu meiner rechten unter einem Schlag zu Boden ging, gezeichnet von Wunden, die an einem Kampf mit einem Oger in einem Sandsturm erinnerten, doch es blieb keine Zeit sich um ihn zu kümmern. In letzter Mühe schwang ich die sicher schon stumpfe Klinge immer und immer wieder auf das Ungetüm zu. Das letzte was ich sah, wie es einen kurzen Moment zu taumeln schien, als hätte es Mühe seine Form zu halten, ehe ich unsanft auf dem Hinterkopf landete und das Bewusstsein verlor. Es lag nicht länger an uns…

Ein Stöhnen weckte mich. Ich rieb mir den Sand aus den Augen, wobei mein Schädel dröhnte. Nach kurzer Zeit wurde mir bewusst, dass wir noch immer dort waren, wo wir zu Boden gingen. Etwas landete neben mir und dem schwerverletzten Schwertmeister Schattenwald auf dem Boden. Kurz zusammenzuckend betrachtete ich es: Es waren die Augen des Ungetüms. Ich blickte hinauf und erkannte das Gesicht von Gnaden Delany. Ich wusste nicht was geschehen war und doch wurde mir klar, dass wir es geschafft hatten.

Im Tale, zu welchem der schmale Durchgang in den Felsen führte standen erneut zwei Säulen mit der Inschrift.

"Der nächste Splitter in Dunkelheit...“
"...und Erdennass unter zerstörter Stadt."

Doch nichtmehr an diesem Tage, zwangen uns unsere Verletzungen doch dazu den Rückzug anzutreten, doch wir kannten unser nächstes Ziel: Die Kanalisation unter der ehemaligen Hauptstadt…

[Weiter war ich nicht dabei, wie gesagt, kann von jedem fortgesetzt werden, der Lust hat und dabei war]

_________________
PO Silanya et al. - IRC: #7w-auenelfen


Zuletzt geändert von Landrin: 5.09.05, 01:31, insgesamt 1-mal geändert.

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