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 Betreff des Beitrags: Über Schlaf und Schatten..
BeitragVerfasst: 7.09.05, 04:03 
Altratler
Altratler

Registriert: 6.09.03, 03:12
Beiträge: 1252
Wie eine lebende Statue aus schwarzem Mamor steht die Frau in der Mitte des Raumes. Die Hände ragen wie Zinnen einer Burg im Dunkelzyklus in die Luft, vollendes in schwarzen Stahl gehüllt. Nur die beiden roten Rinnsale des Lebenssafts fügen Farbe hinzu, nur die leise, doch klar gesprochenen Worte der Frau übertönen das leise Wispern, welches aus dem Nichts den Raum erfüllt.
Seine Augen.. seien meine Werkzeuge..
Die Rinnsale laufen zusammen in einer kleinen, roten Blutpfütze, welche langsam wächst. Das Wispern scheint lauter zu werden, die Dunkelheit aus den Ecken des Raumes kriecht hervor, auf die Pfütze zu. Ein Schimmern erfasst die Pfütze, der Nachfluss aus den Adern der Frau versiegt allmählich.
Geht.. und lasst ihn sehen...!
Das Schimmern scheint das Blut zu verzehren, aufzusteigen und zu schwinden. Die Frau verharrt ohne Regung.

An einem anderen Ort liegt ein Mann auf einem Bett, versunken in Morsans Gabe. Ruhig und friedlich mag der Anblick wirken, bis das Schimmern erscheint, sich über den Mann legt und ihn im aufgeht.

Eine stille, friedliche Lichtung. Wasser plätschert, Fela bedeckt das Gras mit ihren Strahlen. Mitten auf der Lichtung, umringt von Rosenblüten, liegt der Körper eines jungen Mädchens. Nur die durchtrennte Kehle nimmt ihrem Anblick die Harmonie. Ihr Gesicht, wohlvertraut, wirkt zufrieden, glücklich.
Dann ein Kreischen, der Mund des Mädchens öffnet sich, die Züge verzerrt in purer Agonie:
Vater....!
Erlösende Dunkelheit.

Nicht mehr die Ruhe Morsans Geschenk liegt nun im Gesicht des Mannes, es ist etwas anderes, der Vorbote zu mehr.

Zwei Menschen. Zwei Krieger. Ein Mann. Eine Frau. Silbrig glänzender Stahl, die Farben des Falkenordens. Stahl, schwarz wie die Nacht, das verschlungene Wappen Vandriens auf dem runden Schild. Immer wieder prallen die Klingen auf ein ander. Ein vertrauter, bekannter Kampf. Doch dann das Unvertraute, das Erschreckende. Der Mann scheint zu erstarren, keiner Regung mehr fähig. Zielsicher findet das Schwert der Frau seinen Weg durch die Rüstung in sein Herz.
Schmerzen. Dann wieder Dunkelheit.


Zuletzt geändert von A. de Perquin: 9.09.05, 13:39, insgesamt 1-mal geändert.

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