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Alles war nun zu spät, Alles hatte von nunan mehr keinen Sinn...
Dalabai taumelte, ja er stolperte über den Marktplatz. Seine Augen rot, sein Gesicht von tränenüberströmt, sein Blick glasig und starr. Nichts, aber auch gar nichts um sich herum schien er wahrzunehmen. Immer wieder musste er sich an Auswänden oder Laternenpfählen festhalten, damit er nicht erneut das Gleichgewicht verlohr. In seinem Kopf hallten unzählige Gedanken, jeder so laut und so schmerzhaft wie ein wiederhallender Schrei in einer Felshöhle.
"Wohin ging er? Wo wollte er eigentlich hin?" trotz der unzähligen Gedanken die ihm durch den Kopf schwirrten konnte er doch keinen einzigen klaren fassen. Wie von selbst griff er zu dem großen Türknauf und schob das Portal auf. Langsam, doch immer schneller werdend schritt er die Bankreihen entlang. Am großen Altar angekommen schmiß sich Dalabai mit dem Oberkörper darauf. Laut hallte das erbärmliche Schlurchzen durch den gesammten Raum. Immerwieder stieß Dalabai beschwörungsartig einige Formeln hervor, die jedoch unter dem Wehklagen und dessen Hall nur schwer zu verstehen waren.
"Ji Rha u Dalabai da Ra!" und mit einem Mal wurde es ruhig im Raum. Dalabai ließ sich langsam vom Altar herunterrutschen. Dann, nur ganz langsam richtete er sich auf. Hektisch schweifte sein Blick umher, doch was er suchte schien er nicht zu finden. Seine Hände zitterten.
Schlurfenden Schrittes verließ er den Ort. Sein sonst zu einem Pferdeschwanz gebundenes Haar hing nun wild in sein Gesicht. Immer wieder murmelte Dalabai etwas vor sich hin, immer wieder in einer seltsamen Monotonie:
"Ji Rha da Ashrum da As!
Ji Rha da Ashrum da As!
Ji Rha da Ashrum da As!"
Die Menschen auf dem Markt wichen vor der in sich zusammen gesunkenen Gestalt, welche da schlurfend und murmelnd erneut den Marktplatz überquerte zurück. Doch dieser schien selbst von Zurufen und einen lauten Beschimpfungen nicht im geringsten etwas zu bemerken.
Nur langsam kam er vorran, die Gedanken, welche ihm auf dem Hinweg noch so schmerzhaft durch den Kopf schossen waren weg. Nur noch ein Einziger war übrig geblieben: "Wie war es dazu gekommen?"
Mehr aus Reflex beim Anblick seiner Haustüre zog seine zitternde, rechte Hand den Hausschlüssel aus der Westentasche. Einige Augenblicke starrte er auf seine stark zuckende Hand, welche verkrampft den Schlüssel hiel. Er war nicht in der Lage den Schlüssel in das Schloss zu führen. Zweimal atmete er dann tief durch und sprach mit fester, lauter Stimme nochmals: "Ji Rha da Ashrum da As!" Sofort ließ das Zittern nach und der geschwächte Dalabai schloss auf und ging ins Haus. Schnell verriegelte er die Haustüre und auch alle Fensterläden im Haus. Dann verkeilte er die Haustüre und danach seine Schlafzimmertüre mit jeweils zwei Stühlen. Der Kopf schmerzte und sein verzerrtes Gesicht verriet das! Dennoch öffnete Dalabai seinen Schrank und begann einige ausgesuchte Bücher heraus zunehmen. Hektisch entzündete er eine Kerze und schlug das erste von sechs Büchern auf, welche er nun vor sich auf dem Schreibtisch ausgebreitet hatte. Mit gefählich funkelnden Augen arbeitete er die gesammte Nacht mit den Büchern. Ohne wirkiche Pause, lediglich wenn er ein Geräusch vernahm ließ er von seinen Folianten ab, griff zu seinem Degen und lugte panisch zwischen den Fensterläden hinunter auf die Strasse...
_________________ Für schnellen Kontakt: ICQ Nummer 130236371 IRC- Nick Dalabaer IRC- Channel #Tempel-Brandenstein
Chars: Iycheas Vrahn - Diener des Morsan mit link; Lurkz - Goblinork Händler (mit video) - (und noch ein video auf englisch) - (und eins wieder auf deutsch - Lurkz&Co unter Geweihten) und noch ein Video für Hügelauork-Gaukler!; Dalabai - Schriftsteller und Lebemann; Islarion Ethalasar - Kapitän der "Stern von Papin";Sedtrick Moosgrund - Halblingfriseur ;
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