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Eine Gedenkfeier an die Toten
Lange sass er da, er lass die Zeilen auf dem Pergament, einige Zeit war nun vergangen seid dem Tage am Pass als die Diener der Viere aufriefen zu kommen an den Schlachtenpass und dere zu gedenken die dort jämmerlich untergingen als sie für ihre Götzen fochten gegen seine Allmacht und dieses mit dem Leben bezahlten. Man feiert sie wie Helden, ich nenne sie Narren, törricht und dumm. Der Bericht meiner Schülerin an den folgenden Tagen über die Ereignisse als mein Freund der Magus sich erbahmte und den versuch wagte ihnen zu zeigen welch Irrglauben sie dort doch leben, liegt nochimmer schweigend vor mir. Doch ereignisse des heutigen Tages sollen ihn nun zum Leben erwecken und ein ums andere mal werde ich den Versuch wagen ihnen die Klarheit zu bringen in Form eines Schriftstückes.
Das Pergament vor dem Tardukai, schummrig erleuchtet von den Kerzen im Tempel, weist einige Schriftzeichen auf, schlicht und einfach. Er rollt es zusammen, schiebt es in seine Robe und verlässt die geheiligte Stätte. Falkensee zum Ziel. Keinen passenderen Ort wird es geben für jene Schrift als den Tempel der hochgelobten Viergötzen. An der schweren Eingangstüre, linker Hand schiebt er das Pergament in den Türring und klemmt es fest.
So es geöffnet wird mag mal lesen:
"Erneut ist es an der Zeit euch aufzuzeigen worin ihr fehlt auf das Besserung euch ereilen mag, möglicherweise Verständniss oder gar Einsicht.
Mit dem Segen seiner Allmacht, soll das Wort seiner Allerheiligkeit dem Fürsten Raziel zu Vandrien euren Geiste klären und euch führen aus dem Dunkel des Viergötterglaubens.
Gedenkt der Toten
Ihr Blut ist über euch gekommen, die Asche ihrer vergangenen Leiber. Es ist ihr Fluch über euch, weil sie die Wahrheit erkannt haben, dass ihr ihnen auf immer der Weg zum Herrn verwehrt habt. Wie Schafe, unter die der Wolf gefahren ist, sah ich euch am Schlachtenpass ... ein Diener des Herrn versetzte euch in Furcht und Schrecken. Ist das euer Glaube, ist das eure Stärke? Volk von Siebenwind, seht die Wahrheit und erkennt, was die Sklaven der unsäglichen Götzen und jene, die euch mit ihrer gepanzerten Faust darniederhalten, euch verschweigen. Es ist Angamon, unser Herr, dem die Herrschaft gebührt. Jene, die euch die Wahrheit verschweigen, wissen darum und fürchten den Tag, an dem seine Herrschaft auch euch offenbar wird. Fühlt das Blut der Toten auf eurer Hand, schmeckt ihre Asche auf euren Lippen und erkennt, was sie euch sagen. Kniet nieder vor dem Gottkönig, beugt euer Haupt vor seinem Fürsten denn das Reich des Herrn ist unabwendbar.
Abschrift aus den Archiven seiner Allerheiligkeit, niedergeschrieben am Mondstag, 26. Carmer 16 nach Hilgorad zu Händen der Kirche der Viere.
*unterzeichnet mit*
Tardukai Bheliar"
Zuletzt geändert von Tardukai Bheliar: 25.09.05, 23:57, insgesamt 1-mal geändert.
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