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Einige Zeit nun ist es schon her, wenn nicht ganze Lenze, als einmal ein Fischer an einem der endlosen, menschengefüllten und vor allem vom Geruch frischen Fisch's verzierten Häfen Tares sein Schiff anlegen ließ. Wie so oft empfing man ihn mit einer guten Flasche Rum und einer Dirne, welche nicht geraden Geschmäckern junger Schönlinge und Burschen entsprechen konnte, einem alten Seebären aber nur zu gern durch den Bart kraulten.
Doch die Lust nach Gesöff und Weib schien dem Fischersmann diesmal nicht gegönnt, nein, diesmal widmet er seinen ersten Weg vom Schiff direkt der Horde anderer Fischer, welche wieder einmal dabei waren ihren größten Fang untereinander anzupreisen. Die Mienen der Fischersleut wanderten zum Alten hin, als er mit seinem Gehstab auf die Planken donnerte und eine ganze Weile herrschte eine Stille, als sei alles erstarrt, bis auf das Funkeln Felars im wellenden Wasser.
Doch nur kurz hällt sie an und schnell beginnt der Alte seine Geschichte kundzutun. Und so berichtet er den Jungen und Alten Galadoniens von einem Anblick, welchen er in seinen vielen Lenzen so noch nicht sah. Die noch unbekanntesten und schönsten Arten von Fischen, Walen und Quallen trieben leblos auf der Oberfläche des Wassers entlang. So weit das Auge des Alten über das Meer Tares blicken konnte. Jedoch nur wie eine Schneise, als hätte Morsan selbst den Strich des Todes über dieses bisher so imposante blau gezogen.
Noch am Morgen des selbigen Tages lief aus genau jenem Hafen ein Schiff ab. Ein Schiff, besetzt mit Jungen, Alten, Kämpfern, Elfen und anderen Gestalten wie sie Tare nur in unendlicher Vielzahl darbieten konnte. Das Ziel des Schiffes, eine neu entdeckte Insel. Auserwählt von seiner Majestät Hilgorad 1 ap mer um besiedelt zu werden und die Macht und den Reichtum seines Königreiches auch auf diesen Flecken Tares zu bringen.
Man erzählt sich, die Route des blauen Todes soll auch jenes Schiff gefahren sein. Und, dass ein junger Krieger, spontan und lebensfroh, mit den Zielen, einst dort ein Vertreter und Schützer der königlichen Ordnung werden zu können mit an Bord war.
War es wieder Fedral Lavid, noch auf der Reise nach Siebenwind, der Tod und Elend über die Gestalten des Meeres brachte? Griff ein großes Wesen der Meere Tares das Schiff an, oder bedrohten Schwerthaie den Rumpf des Schiffes, die dadurch qualvoll verendeten? Diese Geschichte soll und musste sich fortsetzen und sie kann nur auf einem Wege beendet werden.
Indem alle Geheimnisse um Fedral Lavid gelüftet werden...
Zuletzt geändert von Impecunius: 2.12.05, 00:38, insgesamt 1-mal geändert.
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