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 Betreff des Beitrags: Es war ruhig im Raum
BeitragVerfasst: 16.04.02, 10:02 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 9.12.01, 07:48
Beiträge: 188
Das Wetter war schlecht. So zog es Kitara vor im Waldhäuschen zu übernachten. Auch fühlte sie sich nicht besonders wohl heute. Den ganzen Tag über hatte sie ein mulmiges Gefühl welches ihren ganzen Körper erfasste. Sie ging extra noch zu GROG um ihre Energien zu regenerieren. Doch irgend wie brauchte ihr das heute auch nicht den gewünschten Erfolg. So legte sie sich ins warme Bett und löschte auch gleich die beiden Kerzen, welche den kleinen Raum in ein heimeliges Licht tauchten, wo Kitara sich immer noch an den springenden und wild tanzenden Schatten erfreute. Doch heute....... Es war einfach anderst. Mit offenen Augen lag sie da. Der Schlaf wollte nicht kommen. Blitze zuckten ununterbrochen und warfen ihr gespenstisches Licht in den kleinen Raum. Eine gute Stunde lag Kitara schon wach als ein besonders heller Blitz unmittelbar gefolgt von einem fürchterlichen Grollen das ganze Haus erzittern liess. Erschrocken fuhr Kitara hoch. Da war doch ein Schatten. Ein unwirklicher wirkender, dunkler Schatten. Als die Dunkelheit wieder das Zimmer erfasst hatte spürte sie, dass sie nicht mehr allein im Raum war. Schnell fuhr sie aus dem Bett hoch und wollte die Kerzen anzünden. Doch ein feiner magischer Wind liess ihre Bemühungen scheitern.
„Was willst du? Wer bist du?“ Fragte sie den Schatten der sich jetzt schemenhaft vom Dunkel des Raums abhob.
Eine ruhige Stimme antwortete ihr. „Kitara du wirst gebraucht. Komm und folge mir.“
„Gebraucht, gebraucht.... Ich werde von gar niemanden gebraucht.“ Mit Angst und Zorn gemischt waren ihre Worte.
„ Doch die Mutter braucht deine Hilfe“ Kam die Antwort wieder ganz ruhig und gelassen.
„Ha die Mutter. Wie soll ich dir glauben. Du gibst dich ja nicht einmal zu erkennen. Wie weiss ich das du nicht aus den dämonischen Tiefen stammst um mich zu holen?“
Da streckte die jetzt deutlich wahrnehmbare Gestalt die Hand aus. Ein Strahl warmer Energie umspühlte Kitara.
Die in einer schwarzen Robe gekleidete Gestalt stand gut einen Meter von Kitara weg. Trotzdem konnte sie das Gesicht unter der Kapuze nicht erkennen. Zu dunkel war es im Raum. Auch die immer wieder den Raum erhellenden Blitze liessen den Blick nicht zu. Trotzdem fühlte Kitara plötzlich so etwas wie Ruhe, Liebe und Zuneigung zu der Person vor sich. Ihr Zorn hatte sich gelegt. Sie hatte sich beruhigt und sass jetzt dem Besucher auf der Bettkante gegenüber. „Wieso gerade von mir?“ fragte Kitara.
„Frag nicht nach dem Wieso und dem Warum. Komme einfach nur mit. Du wirst schon sehen was die Mutter von dir will.“ Ohne weitere Fragen zu stellen kleidete sich Kitara hastig an. Sie wollte alle ihre sieben Sachen zusammen packen. „Lass alles nur so wie es ist.“
Ein glühendes Tor öffnete sich vor ihren Augen und Kitara schritt hindurch. Die Gestalt in der schwarzen Robe folgte ihr. Das Tor erlosch.
Es war ruhig im Raum. Das Bett war benutzt und auf dem Stuhl lagen noch einige Kleidungsstücke von Kitara herum.


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