|
Alleine stand Satai Valgon auf dem Balkon einer prachtvollen Burg, erbaut aus dunklem Fels, auf einer Insel tief im Meer trohnend.
Schweigend blickte er hinaus auf das weite Meer, so als ob er jeden Moment erwarte, Schiffe am Horizont auftauchen zu sehen.
Der kalte Wind brachte seinen dunklen Umhang zum Wehen, leise seufzte er.
Zamar war also übergelaufen, welche Geheimnisse sie verraten würde, war nicht abzusehen, jedoch befürchtete er das schlimmste.
Seine rechte Hand um das verzierte Heft seiner Klinge legend, schwor er sich beim allmächtigen Einen, dieses verräterische Subjekt zur Strecke zu bringen, koste es, was es wolle.
Wenn Zamar die Häretiker von der Insel unterrichtet, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie von einer Armee überflutet werden würde.
Doch kampflos würden die Tardukai sich nicht geschlagen geben - sie würden Ihre Heimat bis zum letzten Mann verteidigen, sei der Einsatz auch noch so sinnlos.
Niemals würden sie sich beugen.
Auf die Knie sinkend begann er mit inbrünstiger Stimme zu beten.
'Oh allmächtiger Einer, der du bist auserkoren zu herrschen über alle Sphären, geheiligt sei dein Name, dein Wille geschehe, als dein untertäniger Diener flehe ich dich an, gib uns die Kraft, den Anhängern der falschen Götzen zu widerstehen, ebenso erbitte ich deinen Segen, über Zamar zu richten, auf dass Ihre Seele in dein Reich eingehe und du sie ihrer gerechten Strafe zuführst.
So es mir nicht vergönnt sein möge und ich mein Leben verlieren werde, so ward es in deinem Namen und glücklich werde ich in deine Sphäre einkehren, mit dem Wissen, dir immer treu gewesen zu sein.'
Noch lange Zeit verharrte er regungslos auf den Knien, bis er sich mit ausdruckslosem Gesicht erhob und schweigend gen Steg eilte, um mit dem Schiff überzusetzen und sein Werk zu begnnen.
|