Siebenwindhomepage   Siebenwindforen  
Aktuelle Zeit: 23.05.26, 19:15

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 3 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: ungewollte Träume
BeitragVerfasst: 29.01.02, 08:54 
Festlandbewohner
Festlandbewohner

Registriert: 9.12.01, 05:02
Beiträge: 482
Wohnort: far beyond driven
--- ungewollte Träume 1. ---

Langsam mit unsicherem Schritt ging ich auf das Bett zu.
Sollte ich mich schlafen legen ? Wieder in tiefen Schlaf verfallen ? Wie oft ist es nun passiert das ich einschlief und schweißgebadet aufwachte ?

Es war fast jede Nacht das gleiche, ich schlief ein und meine Träume wurden wach. Sie waren immer da, egal wo ich hinging um zu vergessen was geschah, egal was ich tat um nicht mehr daran zu denken.

Unruhig legte ich mich zu Bett, trotz meiner Müdigkeit, es hielt mich noch Stunden wach, genau wie jede Nacht. Geschlafen ..... so wie es Viele nennen die zur Ruhe gehn, hatte ich schon Jahre nicht . Nur wenige Stunden würde es dauern bis mich meine Träume wieder genug gepeinigt hatten um mich aus dem Schlaf zu reissen.
Mit der Zeit war es wieder so weit, der Moment auf den ich immer warten musste, der Moment an dem die Müdigkeit stärker wurde als der Wille, der Moment an dem es wieder von vorne begann. Ich schlief erneut ein.

Wieder stehe ich in diesem Raum, der gleiche Raum den ich bald besser kenne als mich selbst. Es war mein Kinderzimmer. Wie oft war ich durch meine Träume hier? Mein Bruder ...... nicht viel mehr als zwei Jahre jünger als ich ..... mit seiner Holzaxt ...... unser beider bester Freund ...... ich sehe sie wieder spielen ..... und ich selbst bin auch dort.
Es ist so schön kleine Kinder beim spielen zu beobachten, voller Träume wie sie einst grosse Krieger werden, ohne Ängste das es nie so kommen könnte, unwissend über das was dort Draussen vielleicht auf sie wartet, voll mit Lebensfreude und Energie.
Wieder spielen wir dieses alberne Spiel, alle bewaffnet mit ihren Holzäxten denken sie währen die grössten Krieger die Bellum je sah. Oft hatten wir das gemacht ..... sehr Oft.

Dann wieder ein anderer Ort, wieder sehe ich meinen besten Freund in Kindesjahren, wieder sehe ich mich selbst. Nur einer fehlt, wo ist mein Bruder ?
Beide starren wir einen kleinen Abhang hinunter, erst als ich näher trete sehe ich es selbst, er liegt dort unten voller Blut mit seinem Kopf auf einem Stein. Mein Freund mit dem Finger auf mich gerichtet ...... nein nicht auf mich wie ich mich als Kind noch sehe, ich stehe immernoch dort und starre weinend nach Unten. Er zeigt auf mich wie ich hier in meinem Alter in den Träumen stehe und schreit mit Tränen im Gesicht.
"Du warst es!", "Du hast ihn umgebracht".
Wie ein Bolzen tief in mein Herz treffen mich diese Worte.
ich hatte ihn umgebracht ? war ich das ..... in meiner Hand die Holzaxt mit Blut beschmiert wie als hätte ich dieses Stumpfe teil in einen Schädel gerammt. Gedanken schiessen durch meinen Kopf wie als hätte ich es gerade erst getan, ihn zur Seite gestossen in einer spielerischen Rangelei. Zur Seite gestossen den Abhang hinunter und sehe mich selbst laufen, nach Hause zu meiner Mutter.

Mit einem lauten Schrei erwache ich im Bett, mit nur einem Satz in meinen Kopf.
"Ich trage die Schuld am Tode der Person die ich am meisten mochte"

Langsam erst beruhigt sich mein Herz, doch weitere Erinnerungen steigen in mir auf. Die Gedanken an die Zeit was einst geschah, wie ich meine Heimat verließ, keine Freunde und Eltern die mich hassten. Niemanden habend der sich um mich kümmern würde, nur ertragen. Wer wollte schon jemanden der seinen Bruder ermordet hatte ?
Nein ich musste es vergessen, ein für allemal, ich war hier und meine Vergangenheit weit weg, ich musste es einfach vergessen ....... einfach ...... welch Ironie in meinen Worten.

war ich immernoch allein ?
war es schon wieder Morgen ?
und was in der nächsten Nacht ?


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 1.02.02, 19:53 
Festlandbewohner
Festlandbewohner

Registriert: 9.12.01, 05:02
Beiträge: 482
Wohnort: far beyond driven
--- ungewollte Träume 2. ---

Siebenwind ..... nun war ich hier ..... aber nicht nur ich.
Meine Träume, immernoch da, nie von mir gewichen, nie weniger geworden, nur noch mehr.
Es waren Zwei geworden. Nicht nur einer. Wie ein wechsel von der einen auf die andere Seite kamen Sie. Wie ein Spiel zweier Dämonen kam es mir vor. Erst der eine .... dann der andere, jede Nacht ein neuer Wechsel.

Nein ..... Jahre war ich auf meiner Flucht, auf der Flucht vor meiner Vergangenheit und dem was ich angerichtet hatte, auf der Flucht vor meinem Traum. Doch wo war ich ? ihm entflohen ? Nein ..... ein neuer war hinzu gekommen.

Auch diese Nacht wieder, ich konnte ihn fühlen, fühlen wie er nach mir griff wie in den letzen wochen auf See und den letzen Tagen hier.
Wie ein erbamungsloses Monster, jeder Nacht wieder und wieder.
Früher dachte ich all die Jahre es könnte nicht noch schlimmer kommen ..... doch .....

Die Lichtung ..... wieder bin ich dort, unterwegs mit meinen Freunden, den einzigen die ich hatte.
Ja wir waren Söldner, nicht sonderlich beliebt, doch wir verdienten unsere Dukaten anständig und schützten die Wehrlosen.
Ich sehe sie noch vor mir ..... Ihre lachenden Gesichter, es tut so gut es zu sehn, doch nie werde ich es wieder sehen ..... alles meine Schuld ..... ich bin Schuld an Ihrem Tot. Wieder hatte ich alles verloren und meine Träume zeigten es mir ......

Die Lichtung ..... hier stehen wir, ich sehe jeden der Fünf und mich wie als würde es gerade passieren. Ich habe Wache ..... Ich schlafe auf meinen Kriegshammer gestützt. Hinter mir ...... wie ein Tor öffnet sich der Wald, dahinter nicht etwa etwas erfreuliches, nein ein Trupp Räuber ..... und ich schlafe anstatt zu wachen.
Ein Pfeil der mich trifft .... ich sacke zu Boden, vermeidlich tot.
Sie fallen über meine Freunde her ..... einem nach dem anderen abgeschlachtet ....
Warum sehe ich es immer wieder ?
Stunden müssen vergangen sein, langsam richte ich mich auf. viel zu langsam, der Pfeil noch immer in meiner Schulter.
Das Bild das sich mir offenbart, alle tot ...... mein Lehrmeister ..... er liegt im sterben.
Wie oft noch ?
Wieder sehe ich das Bild wie er auf mich zeigt.
"Du hast uns alle getötet, du und deine ewige Unaufmerksamkeit!"
und daneben ..... wieder mein Freund als kleines Kind ....
wie im Chor sprechen die Beiden den gleichen Satz wieder und wieder ...... in meiner Hand die Blutige Holzaxt.

Durchgeschwizt und voller Angst sitze ich wieder in meinem Bett, in meinem Kopf noch für Minuten die Bilder. Minuten höhre ich noch den einen Satz.

war ich wirklich so alleine ?
werde ich es für immer sein ?
alleine mit meinen Träumen ?


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17.05.02, 13:00 
Festlandbewohner
Festlandbewohner

Registriert: 9.12.01, 05:02
Beiträge: 482
Wohnort: far beyond driven
--- ungewollte Träume 3. ---


....wie ein Donnern, ein Beben das den ganzen Körper durchstösst und einem die Gänsehaut auf die Arme treibt spüre ich es.....eine Hunderschaft an Reitern muss es sein, Schwerter blitzen auf, Hämmer und Äxte werden gehoben......

......wie ein Moment der absoluten Stille kommt es einen vor, wie als würde die Zeit stillstehen und nichts passieren, wie als würde man den Atem Morsans im Nacken spüren.........der Moment bevor zwei Gewalten aufeinander brechen, ohne Halt, ohne Erbamen....

ja....ich sehe mich auf dem Schlachtfeld, den Hammer immer wieder in die Luft reissend, mittem im Gemenge ohne Aussicht dieses je wieder zu verlassen.....es zieht mich in mich und wieder die Bilder aus meinen Augen mitten im Kampf.....warum jetzt nach all der Zeit......

Ein alter Freund geht vor mir zu Bodon, mein Zorn nicht mehr zu kontrollorieren......Zorn auf die Angreiffer, Hass auf mich selbst...

....auf mich selbst......

diese Schlacht hätte nicht stattfinden sollen, nicht hier und nicht jetzt, währe ich nur gestorben anstadt zu reden.......mein Freund.....alle hier.....

das letzte Bild, eine Axt wie sie auf meinen Kopf zuschwingt mit aller Gewalt, der Gedanke an die ewigen Hallen im Kopf bevor........

schwer atmend und nassgeschwitzt aufrecht im Bett sitzend......nur ein Traum......nicht einer nein.....mein Herz schlägt wie eine Trommel bei einer Parade......

wie spät ist es ?
warum bin ich hier ?
nicht alleine und dennoch ?


Zuletzt geändert von Gerihon: 17.05.02, 13:01, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 3 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 9 Gäste


Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  

Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de