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 Betreff des Beitrags: Die Ankunft
BeitragVerfasst: 13.05.02, 20:23 
Festlandbewohner
Festlandbewohner

Registriert: 9.05.02, 19:09
Beiträge: 5
Wie die Berührung eines Geliebten, so zart nur berührten die schmalen, nackten Füße das noch taunasse Gras.
Der Kopf ein wenig zur Seite geneigt, die Augen geschlossen und die Sinne offen auf jede Regung der Natur gerichtet ging sie langsam dahin, ein gelöster, beinahe entrückter Ausdruck in ihren Zügen liegend. Die warmen Sonnenstrahlen spielten auf ihrem Haar, ließen es rot aufglühen und schimmern, wie es einem Fluss gleich über ihre Schultern floss, kurz von einem Windhauch erfasst eine Strähne sich bewegend.
Die junge Waldläuferin trug nur eine kurze Tunika, um die Hüften von einem schmalen Lederband zusammengebunden und um den Hals ein Amulett.

Ihre Hände strichen wie liebkosend über den Stamm eines Baumes am Rand der kleinen Lichtung, tasteten sich an seiner Rinde entlang, die Augen immer noch geschlossen, doch ein sanftes Lächeln auf den Lippen liegend. Tief atmete sie den herben Duft der Rinde ein, die Finger jede Einzelheit des rauen Baustammes in sich aufnehmend. Langsam löste sie sich wieder, ihren Weg durch das nasse Moos fortsetzend, ruhig und tief die klare Luft des Waldes einatmend, den zarten Duft nach Moos und taunassem Gras genießend.

Ein wenig hoben sich die schlanken Arme nach oben, durch die Blätter eines noch jungen Baumes streichend, es schien als würden sich die biegsamen Äste sich ihrer Hand entgegenschmeicheln, doch konnte dies auch eine Illusion in der aufgehenden Sonne sein, die langsam die Lichtung mit ihren warmen Strahlen erhellte.
Kurz hielt Venyha inne, den Kopf in den Nacken gelegt und das sanfte Kitzeln der warmen Strahlen in ihrem Gesicht spürend und die Lippen ein wenig öffnend, als wolle sie die Wärme auch in ihr Inneres lassen.
Nach der langen Überfahrt, der Angst die sie ausgestanden hatte, die Verzweiflung die sie erfüllte beim Gedanken daran vielleicht nie wieder Land zu sehen, nie wieder im Wald sein zu können, genoss sie die Nähe zur Natur wie nie zuvor.
Alles nahm sie beinahe gierig in sich auf, jede Berührung eines Grashalmes unter ihren Füssen, die sanfte Nachgiebigkeit des Mooses, die Sonne auf ihrem Gesicht, die Blätter die sanft durch ihre Hände glitten, und immer ruhiger wurde es in ihrem Inneren. Das aufgewühlte Gemüt kam zur Ruhe, die Angst schwand, die sie drei Monate hindurch gefühlt hatte, und wieder legte sich diese unendliche Gelassenheit, die Zufriedenheit nur mit der Natur eins sein zu können in ihre Seele.
Nicht Reichtümer brauchte sie, suchte nicht nach Materiellem, denn nichts würde ihr jenes Glücksgefühl geben können, wie es die Wunder der Natur vermochten. Was war schon Gold, gegen eine einfache Waldblume, deren Duft zarter war als es jemals ein Duftwasser nachahmen konnte, deren Blütenblätter in der Sonne samtig schimmerten, weicher als es die Mittelchen der Menschen auf deren Haut zaubern konnten.
Nichts war schöner als die Natur, und nur mit ihr zu leben, sich in ihr zu verlieren konnte ihr Weg sein.
Leicht senkte sich ihr Kopf, die rötlich schimmernden Haare über die Schulter nach vor fallend. Ein Lächeln huschte über ihre Lippen, glücklich und in solch tiefer Hingabe strahlten ihre saphirblauen Augen, das ihr Antlitz beinahe vergeistigt wirkte, wie entrückt und doch so nahe mit der Natur verbunden das sie eins zu werden schien. Ihre Bewegungen grazil wie die des Rehs das ihren Weg kreuzte, das Haar schimmernd wie Laub, die sonnengebräunte Haut sich im Wald beinahe verlierend.
Sie hörte den Wald singen, spürte den Herzschlag der Natur, den ewigen Kreislauf und eine Träne bahnte sich glitzernd im Sonnenlicht ihren Weg über die Wange der jungen Waldläuferin.

Sie war zuhause...


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 Betreff des Beitrags: Eine unerwartete Begegnung
BeitragVerfasst: 16.05.02, 16:04 
Festlandbewohner
Festlandbewohner

Registriert: 9.05.02, 19:09
Beiträge: 5
Seit einigen Tagen streifte sie nun schon durch die Wälder dieser Insel, gegen die sich die Wälder ihrer Kindheit beinahe winzig ausnahmen.
Voller Wunder schienen ihr die weiten Lichtungen, die dunklen, von dichten Wipfeln alter Bäume beschatteten Wälder, sie liebte es die vereinzelten Sonnenstrahlen bei ihrem Tanz zu beobachten, wenn das Licht durch das dichte Blätterwerk fiel.
Stunde um Stunde huschte ihre schmale Gestalt durch das Unterholz, doch keine Hast lag in ihren Bewegungen, eher Ruhe, die Natur um sich genießend, jede Einzelheit in sich aufnehmend.
Ihr Blick folgte den aufgeregten Sprüngen eines Eichhörnchens, dem geschmeidigen Dahingleiten eines Wolfes, auf der Jagd durch das Unterholz streifend, den tapsigen Bewegungen der Bären. Rast hielt sie an kleinen Waldbächen, Beeren und wilde Früchte waren ihre Nahrung, und hin und wieder hob sie den Kopf ein wenig an, die warmen Sonnenstrahlen im Gesicht und dann legte sich ein Lächeln auf die sonst beinahe versonnenen Züge.
So zog sie dahin, nichts durchbrach ihre gleichförmigen Tage, bis....ja bis zu diesem Abend.

Durch das Dickicht erspähte sie eine Lichtung, die Sonne schien auf das Schindeldach einer kleinen Hütte. Neugierig geworden schlich sie näher heran, die Hand an einen Baumstamm legend...um plötzlich abrupt stehen zu bleiben.
Alarmiert huschten ihre Augen umher, die Anwesenheit eines anderen eher erfühlend als ihn erspähend. Da wurde sie eines Schatten gewahr, der halb hinter einen Baum huschte, wie sie es ebenfalls tat, nur scheu hervorblickend.
Vorsichtig, jederzeit bereit zu flüchten hielt sie sich hinter dem Baum, die Hand darum klammernd als würde sie Schutz suchen.
Plötzlich vernahm sie eine Stimme, melodisch und angenehm klang sie, sodass sie zuerst nur auf den Singsang lauschte und nicht wahrnahm, das die Worte in einer fremden Sprache gesprochen waren. Doch dann legte sich ein verwirrter Ausdruck in ihre Augen, den ihr Gegenüber, den sie jetzt erst richtig wahrnahm, wohl bemerkte, denn nun sprach er wieder, diesmal für sie verständlich.
Was führt dich in diesen Wald? Reichtum?
Heftig schüttelt sie ihren Kopf, die rot in der langsam sinkenden Sonne glühenden Haare sich mitbewegend. Sie suchte nicht nach Reichtum, nur den Frieden in den Wäldern, die Natur, die Vereinigung mit derselben. Venyha versuchte zu erklären was sie suchte, mit den Händen gestikulierend, nach Worten suchend um das zu beschreiben was ihr Herz sprach.
Zumindest schien es der elfenhaften Gestalt vor ihr ein wenig die Scheu zu nehmen, denn diese begann sie nun in großem Bogen zu umrunden, sie immer wieder prüfend musternd.
Nervös folgte sie seinen Bewegungen mit den Augen, an ihrem Baum verharrend, den Kopf ein wenig eingezogen und die Gestalt angespannt, wie ein fluchtbereites Tier.
Doch schien er ihr zu glauben, er kam näher und ein Gespräch entspann sich. Es fiel Venyha zuerst schwer die rechten Worte zu finden, schon lange hatte sie nicht mehr gesprochen, aber langsam fand sie wieder in die Sprache, ein wenig holprig noch, doch übernahmen ihre Gesten und ihre Augen den Rest der Erzählung.
Scheu betrachtete sie die Gestalt des Waldelfen der nun vor ihr, nahe der Lichtung stand, ihr erzählend das einst hier der Hain der Waldelfen stand, er berichtete von dem Blick bis in weite Entfernung, dem Frieden der herrschte...und von seiner Vernichtung.
Langsam legte sich ihr Gesicht an die Rinde des Baumes neben ihr, die Lichtung betrachtend, als sehe sie alles vor sich, wie es einst war. Dann klärte sich ihr Blick wieder, und sie sah die kleine Hütte, der Garten, alles wie in dem kleinen Häuschen in dem sie aufwuchs und sie begann davon zu erzählen, aus ihrer Kindheit, von ihren Eltern die ihr die Liebe zur Natur vorgelebt hatten.
Langsam senkte sich die Nacht über das Land, und kühl zog sich ein Schauer über ihre Nacken als der Wind wie eine Feder darüber strich und sie frösteln ließ. Der Elf entzündete ein kleines Lagerfeuer und die beiden ließen sich nahe daran nieder, ihr Gespräch leise weiterführend. Der Wind ließ die Blätter leise rauschen, es klang wie ein leises Lied, das des Elfen's Worte untermalte, begleitete wie das sanfte Rauschen eines Flusses.
Er berichtete von der Legende von Chael Nad’ra, und Venyha lauschte mit nachdenklichem Blick. Seine Worte berührten ihr Herz, die Legende des Mannes der auszog um mit der Natur eins zu werden. Genau das war es, wovon sie träumte, wonach alles in ihr strebte, die Worte des Elfen ließen ihr Herz singen. Jemand der verstand wovon ihr Leben erfüllt war, das Sehnen in ihrem Herzen nach dem Lied des Waldes zu kennen schien.
Wie bestätigend wiegten sich die Wipfel der Bäume leicht, die Grillen hörte man ihr leises Lied singen, und hin und wieder raschelte es leise wenn ein Reh näher schlich, oder eine Eule sie beobachtend die Krallen fester in ihren Ast grub.
Während dieses Gespräches schwand der versonnene Ausdruck auf ihren Zügen immer öfter, sie gab Dinge von sich preis die sie niemals jemand anderem erzählt hatte, denn etwas schien sie zu dem Waldelf hinzuziehen, eine gewisse Vertrautheit der Gedanken könnte man es nennen.
Hin und wieder lächelte sie scheu, etwas das bisher kaum jemand an ihr gesehen hatte, nur die Bäume und die Tiere konnten es normalerweise auf ihrem Gesicht erblicken.
Als das Feuer langsam erlosch, nur mehr die Glut leicht ihre Gesichter in ein sanft rotes Glühen tauchte, erhob sich der Elf, sich von ihr verabschiedend.
Leicht lächelnd blickte sie ihm nach, als er sich noch einmal umwandte.
Du hast soeben einen der Chael Nad’ra getroffen, mögen weitere folgen sprach er und noch ein Wort dessen Bedeutung sie nicht verstand, doch alleine der Klang ließ ihr Lächeln aufleuchten.
Dann schien er zu verschwinden, wie ein Schatten in den Wald eintauchend...


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 Betreff des Beitrags: Die Rückkehr zum Hain
BeitragVerfasst: 17.05.02, 20:52 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 23.02.99, 02:00
Beiträge: 73
Geschwind trugen seine Beine Dekar durch den Wald. Er musste keinen Augenblick verweilen um sich den Weg in das Gedächtnis zu rufen, zulange war er in diesen Wäldern heimisch gewesen. Auch wenn sich seit dem einiges verändert hatte so kannte er doch die meisten der Bäume noch von früher. Seine Schritte wurden langsamer und er genoss es nach so langer Zeit wieder in seiner alten Heimat zu sein. So viele Erinnerungen hatte er an diesen simil, dass er etwas wehmütig wurde. Er fragte sich ob auch einige seiner Brüder und Schwestern diesen Wald hin und wieder aufsuchten um in Erinnerungen zu schwelgen. Nur noch wenige hundert Schritte und er würde die Ruinen des Hains erreichen, bei dem Gedanken spürte er den bittersüßen Schmerz der Erinnerung in seiner Brust.
In einiger Entfernung sah er schon einer der verbrannten Bäume, die einst den Hain behütet hatten, das beklemmende Gefühl steigerte sich fast ins Unerträgliche und vermischte sich mit gespannter Erwartung. Doch als er auf die Lichtung trat, musste er feststellen, dass sich alles verändert hatte. Er hatte erwartet die zerstörten Reste des Haines zu finden, von Moos und Gestrüpp überwuchert doch von den Baumhäusern war nichts mehr zu sehen. An ihrer Stelle stand nun eine Blockhütte. Sie wirkte auf Dekar sehr befremdlich, besonders an dieser Stelle an der er vor seinem Geistigen Auge noch immer die drei Baumhäuser mit ihren grasgedeckten Dächern sah. Ungläubig umrundete er die Blockhütte. Einige der Balken erkannte er als Teile der Baumhäuser, der Erbauer der Hütte schien die Brauchbaren Stämme zum bau seines Hauses genutzt zu haben. Aus dem Haus drang das das Bellen eines Hundes doch er verstummte nach einigen beruhigenden Worten des Waldelben. Dekar schloss die Augen und versuchte sich vorzustellen wer in dieser Hütte wohnen möge. Er war sich ziemlich sicher, dass es sich um einen Menschen handeln müsse denn diese Art zu bauen deutete stark darauf hin. Er hoffte, dass dieser Mensch den Wald achtete, wenn nicht in der weise wie seine Sippe dies einst getan hatte, dann doch soweit, dass er ihm nicht schadete und ihn ausbeutete. Doch war er sich wohl im klaren, dass dies bei einem Menschen eher unwahrscheinlich währe. Dekar fühlte sich leicht schuldig. Die Waldelfen hatten den simil, der sie solange ernährt und beschützt hatte, verlassen so, dass er nun ohne ihren Beistand existieren musste. Nachdem er das Haus genauer in Augenschein genommen hatte, begab sich Dekar in den Wald und suchte nahe der Lichtung nach Spuren des Bewohners der Blockhütte aus denen er mehr über ihn erfahren könnte. Als er an einer Stelle in die Hocke ging um den weichen Waldboden genauer auf Spuren zu untersuchen nahmen seine scharfen Augen eine Bewegung am Rande seines Blickfeldes wahr. Schnell war Dekar wieder auf den Beinen und blickte, während er hinter einem Baum Schutz suchte in die Richtung in der er gerade die Bewegung wahrgenommen hatte. Dort, eng an einen Baum geschmiegt nahm er schemenhaft die Gestalt einer jungen Frau wahr. Sie hatte langes rotes Haar, das ihn an die Farbe der Blätter im Herbst erinnerte und daher zwischen den frischen grünen Bäumen etwas seltsam anmutete. Sie schien ihn auch gesehen zu haben denn sie blickte direkt in seine Richtung und schien ebenfalls darauf bedacht Schutz bei einem Baum zu finden. Nach anfänglichem zögern sprach Dekar sie an. „Was führt dich in diesen Wald biunda?“
Die Worte schienen die Frau zu verwirren den ihre saphirblauen Augen blickten ihn verständnislos und Hilfe suchend an. Nach kurzem Nachdenken wurde Dekar klar, dass die Menschin ihn nicht verstanden haben konnte da er aus Gewohnheit in der Sprache seines Volkes gesprochen hatte. Er wiederholte die Frage, diesmal jedoch in der Sprache der biunda. „Was führt dich in diesen Wald?“ und dann fügte er noch hinzu „Reichtum?“, das Wort beinahe ausspuckend, denn das war es leider was die meisten Menschen in den Wäldern suchten, sie wollten sich auf Kosten des Wales bereichern, nahmen mehr als sie benötigten. Doch dann bereute er seine Frage schon fast wieder denn dieses scheue Wesen schien nicht dazu in der Lage dem Wald zu schaden. Sie erinnerte Dekar an ein scheues Reh, dass durch jedes laute Geräusch verschreckt werden konnte. Dennoch war auch ehr sehr unsicher, wusste er doch nicht so rech was er von der Fremden hallten sollte. Sie schüttelte energisch den Kopf, schien sich der Schwere seines Vorwurfs durchaus bewusst zu sein. Langsam, immer bedacht, sich nahe bei einem Baum zu halten, da ihm diese eine gewisse Sicherheit vermittelten, umrundete Dekar sie und musterte sie genau. Er wusste nicht warum doch er glaubte ihr, vielleicht auch nur weil sie so ehrlicht Augen hatte und so trat er langsam näher an sie heran und hörte was sie zu sagen hatte. Ihre sie sprach sehr leise doch war ihre Stimme hell und klar. Doch war Dekar verwunderte, dass sie zunächst mehr Probleme mit der Sprache der Menschen zu haben schien als er doch hatte dies keinerlei Einfluss auf ihre Erzählung da ihre Mimik, vor allem ihre Augen, und ihre Gestik viel mehr ausdrückten als sie mit Worten zu sagen vermachte. Die anfängliche Unsicherheit gab sich langsam nach und nach so dass sie immer sicherer erzählte. Sie erklärte ihm, dass sie in den Wäldern Ruhe und Frieden zu finden hoffte und im Einklang mit der Natur lebte. Ihre Worte erfüllten Dekar mit Freude, schienen sie doch von Herzen zu kommen. Sie gaben Dekar Hoffnung, zeigten sie ihm doch erneut, dass es auch unter den Menschen einige gibt, die die Natur achten und verstehen. Nun begann er seinerseits zu erzählen. Er erzähle ihr von dem Hain, der einst an dieser Stelle gestanden hatte und von seiner Zerstörung. Er schilderte ausführlich wie wundervoll der Hain gewesen war und während er sprach war er verwundert warum er al dies einem fremden biunda anvertraute. Die Menschenfrau blickte gedankenverloren auf die Lichtung, ganz so als ob ihr Anblick auch in ihr Erinnerungen wecken würde, ganz so wie er es auch bei Dekar tat. Dann wandte sie sich wieder Dekar zu und erzählte ihm von ihrer Kindheit auf dem fernen Kontinent, von ihren Eltern und ihrem zu Hause. Dekar hörte deutlich wie Wehmut in ihrer leisen Stimme mitschwang und er vermochte sie zu verstehen. Sie erzählte noch immer von ihrer Heimat als die Abendsonne den Wald in eine leichte röte Tauchte, das dem ihrer Haare sehr ähnlich und doch so völlig anders war. Während sie erzählte entzündete Dekar ein kleines Feuer an das sich die Beiden setzten. Dekar berichtete nun von der Kraft der Natur und ihrem ewigen Kreislauf. Er erzählte ihr die Geschichte des alten Mannes der auszog um im Einklang mit der Natur zu leben und die Geschichte schien sie nachdenklich zu stimmen aber gleichzeitig zu berühren. Sie erklärte ihm dass auch ihr Ziel sei so zu leben und sie berichtete weiter von ihrer Jugend und wie sie im Glauben an die natur aufgewachsen sein. Sie sagte, sie fühle sich in den Wäldern zwar zu Hause und die Pflanzen und Tiere seinen ihr eine angenehme Gesellschaft doch suche sie noch immer nach anderen die ihren Glauben an die Natur verstünden und vielleicht sogar teilten. Dekar konnte sie verstehen, er stellte sich vor, wie es währe ganz alleine auf der Insel zu sein. Er sagte ihr, dass es Leute gäbe wie sie sie suche und sie sie sicher finden würde, wenn sie weiter ihren Gefühlen folgen würde und bei ihrer Reise durch die Wälder Siebenwinds die Augen offen halten würde. Er riet ihr auch die südlichen Wälder zu besuchen, an denen sie sicher Gefallen finden würde, da sie noch dichter und friedlicher als der Wald hier sind. Er war sich sicher, dass dieser biunda sich gut in den Wäldern zurechtfinden würde. Dann, als der morgen graute und das Feuer am erlöschen war, erhob er sich langsam und verabschiedete sich. Er hatte sich schon abgewannt doch dann stockte er. Er wandte sich noch einmal um und sah zurück. Dann sprach er: „Du hast soeben einen der Chael Nad’ra getroffen, mögen weitere folgen. Es ist nicht üblich bei uns einen Menschen auf diese Weise zu verabschieden aber du scheinst mir etwas Besonderes zu sein. Mögen die Wälder dich verbergen und erhalten. Nah’lien. Dann tauchte ehr ohne ein weiteres Wort in den Wald ein. Erst als er ein Stück gegangen war, fiel ihm auf, dass er weder den Namen der Waldläuferin erfahren hatte noch ihr den seinigen offenbart hatte. Doch was war ein Name schon, er kannte sie, auch ohne ihren Namen zu wissen.


Zuletzt geändert von Dekar Waldpfad: 19.05.02, 19:43, insgesamt 1-mal geändert.

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