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Geehrte Ritterschaft,
Enttäuscht schreibe ich diesen Brief über das Verhalten der Knappen Augustin. Doch kommen wir zur Vorgeschichte. Ich ging grade meinem Dienst als Rekrutin zur Stadtwache Rohehafen meinen Dienst nach, da sah ich ein herrenloses Pferd auf dem Bankplatz stehen. Nach mehrmaligen Nachfragen mit lauter Stimme, wem denn dieses Pferd gehörte, bekam ich keine Antwort. So erhob ich meine Stimme ein letztes Mal. Nun gedachte mich der Knappe Augustin endlich mit seiner Aufmerksamkeit. Ich sagte ihm, er hätte ein Bußgeld zu bezahlen, da er sein Pferd nicht ordnungsgemäß abstellte und das dies Gesetz auch für die Ritterschaft gelten würde. Er gab mir nun kund, daß er dies dürfte. Er sagte wortwörtlich , daß er das Gesetz sei und ich ihm keine Forderungen stellen sollte.
So muß ich mich nun fragen, erhebt die Ritterschaft wirklich den Anspruch über dem Gesetze des Barones zu stehen. Ja. Vielleicht sogar über den Gesetzen der Götter? Ich muß mit bedauern feststellen, das mein Bild der Ritterschaft doch erheblich in Frage gestellt wurde. Und ich hoffe das dies nur der Ausrutscher eines einzigen Knappen war und nicht die Einstellung aller Angehörigen der Ritterschaft zum Ausdruck bringt.
In tiefster Enttäuschung
Zhaoyi, Rekrutin der Stadtwache
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