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Ehrwürdiger Vater,
verzeiht mir zunächst , Hochwürden, meinen Schreibstil. Jedoch bin ich noch zu aufgewühlt durch Geschehnisse auf Siebenwind, über die ich Euch berichten muss.
Sorge erfüllt mich, Euch zu wissen in Drakonis, denn Geschehnisse um jenen Orden, die Ecclesia Elementorum, sie überschlagen sich auf Siebenwind
Ihr, Vater, wisst um meine Ansicht über jenen Orden. .
Um so mehr will ich unvoreingenommen berichten Euch über die Vorfälle, die geschehen sind auf Siebenwind in den letzten Tagen.
Ich bin mir nicht sicher, ob Euch die Kunde erreicht hat, daß die Geweihten der Kirche der Vier von den Priestern der Ecclesia Elementorum eingeladen wurden zu einem Gespräch. Nichts wurde im Vorfeld von den Priestern geäußert, welches der Grund für diese Einladung war.
Ich selbst ging davon aus, daß einige Themen disputiert werden sollten. Wohl bereitete ich mich die Tage zuvor auf dieses Gespräch vor und studierte in der Bibliothek des Ordens einige Schriften. Jedoch war es mein Vorsatz, keinesfalls kritische Fragen zu stellen und über die Arbeit der Ecclesia Elementorum zu disputieren. So war dieser mein Vorsatz schon allein dadurch begündet, den Ergebnissen des Konvents, auf dem Ihr weilt, in keinster Weise vorgreifen zu wollen.
Doch um es vorwegzunehmen:
Geschehnisse, über die ich Euch nun berichte, waren es, die ein Gespräch auf der Versammlung im Tempel Tevras verhinderten. Geschehnisse, die
auch für Euch und Eure Stellungnahmen auf dem Konvent zu Drakonis wichtig sein werden.
Schon tags zuvor ist etwas Besonderes geschehen. Flugbätter, die umstürzliche Gedanken gegen die Ritterschaft Siebenwinds und damit die weltliche Obrigkeit zum Inhalt haben, waren überall
in Rohehafen zu finden. Eines von drei Flugblättern, die ich an mich nahm, lege ich diesem Schreiben bei. Den Zeilen dieses Flugblattes könnt Ihr entnehmen, daß der Autor im Namen der Elementarherren all das verfasst hat. Das Zeichen, welches das Schreiben ziert, verweist ebenfalls auf die Elementarherren. Wie Ihr sicher schnell erkennen werdet, handelt sich wohl nicht um ein offizielles Siegel des Ordens "Ecclesia Elementorum".
Dennoch erfüllt es mich mit Sorge, zeigt es doch, welch Gedankengut aufgeht aus jener Saat, die die Priester jenes Ordens säen, ohne es selbst zu wollen.
Eines der Flugblätter hatte ich bei mir bei dem Treffen mit den Priestern der Ecclesia Elementorum im Tempel Tevras. Doch zu einem Gespräch - auch darüber - kam es erst gar nicht, wie oben ich schon erwähnte.
Ungeheuerliches geschah, Paladine in schwarzen Rüstungen, die sich dem EINEN zugewandt, ihre Seele diesem verschrieben, erschienen im Tempel Tevras.
Ich kann Euch mit Worten nicht beschreiben, welch Entsetzen mich bei diesem Anblick erstarren ließ. Und was ich hörte von jenen Ketzern ließ mich noch mehr entsetzen, denn sie äußerten, daß ihre Ziele die gleichen seien wie die Ziele dieses Ordens.
Die anwesenden Geweihten und Novizen der heiligen vier Kirchen verliessen sofort den Ort der Zusammenkunft - dieses sei gesagt zu Eurer Beruhigung.
Ich weiß um Eure Pflicht, die Ihr auf dem Konvent zu Drakonis zu erfüllen habt. So hoffe ich, daß diese Botschaft Euch rechtzeitig erreichen wird. .
Erlaubt mir, schon in diesem Schreiben meine Meinung Euch zu übermitteln.
Wohl sicher ist davon auszugehen, daß nicht von einem Priester der Ecclesia Elementorum dieses Flugblatt verfasst wurde. Auch wisst Ihr von mir, daß trotz all meiner Skepsis ich den Glauben an die Elementarherren als Diener Astraels nie verfemte.
Dagegen sprach ich immer warnende Worte, daß losgelöst von den Kirchen der heiligen Viere einem solchen Orden die Erlaubnis
erteilt wird, einen Glauben zu verbreiten. Vor allem hegte ich immer Argwohn gegen die Priester dieses Ordens, da sie sich schwer tun, in ihrer Missionsarbeit dem Leitmotiv zu folgen: Ad majorem Deorum gloriam. Und nun sehe ich, daß nicht ohne Grund ich stets Worte der Warnung sprach und Euch empfahl, eindringlich Einfluss auszuüben auf die weltliche Obrigkeit in dieser Frage des Glaubens.
Ich will beenden diesen Brief jetzt, in der Hoffnung, Euch ausreichend berichtet zu haben und bald von Euch eine Antwort zu erhalten, was Ihr zu tun gedenkt und welche Aufträge Ihr den Dienern der Viere anzuweisen gedenkt.
Calmexistus Salanus
Demütiger Diener Astraels
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Furchtbar ist es, zu töten. Aber nicht andere nur, auch uns töten wir, wenn es nottut. Da doch nur mit Gewalt diese tötende Welt zu ändern ist, wie Jeder Lebende weiß.
Zuletzt geändert von Calmexistus: 20.06.02, 19:53, insgesamt 1-mal geändert.
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