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 Betreff des Beitrags: Weg in den Wahnsinn
BeitragVerfasst: 2.05.10, 23:27 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 2.05.10, 23:11
Beiträge: 6
Die Nacht war schon etwas wundersames. Dunkelheit, die die Abwesenheit von Licht darstellt, umhüllte alles. Selbst kein Zustand, sondern das fehlen eines solchen.
Kälte, ebenso kein Zustand sondern nur das Fehlen von Wärme. Kälte die in jeden Knochen kriecht und heisse Schauder über Rücken und Arme tanzen lässt. Die Nacht symbolisiert die Abwesenheit, Verlassenheit und dennoch wirkt die Welt in ihr glücklich und zufrieden.

Glück und Zufriedenheit waren zwei Zustände welche die junge Frau, welche im Wald an den kahlen Baum gelehnt saß, schon seid langem nicht mehr verspürte. Auch die ruhe der Nacht blieb ihr verwehrt, schon lange hatte sie Nacht´s kein Auge mehr schließen können. Zu grausam waren die Bilder welche sich vor ihren Augen abspielten.

War dies der Preis den sie zu zahlen hatte für die Freiheit. Eine Freiheit die kaum noch etwas mit Leben zu tun hatte, sondern vielmehr mit einem vor sich hin vegetieren. Vegetieren, wie ein Tier ohne sinn einfach weiter und weiter gleich was da komme.

“ So sieh dir doch ein Tier an, eine Katze oder einen Hund, was auch immer. Mn muss doch sehen das sie alle richtig sind. Das kein einziges Tier in Verlegenheit ist oder nicht weiß, was es tun soll oder wie es sich benehmen muss. Sie wollen keinem imponieren. Sie sind wie sie sind. Wie Steine oder Blumen, oder die Sterne am Himmel. Meistens sind Tiere traurig. Wenn eine Mensch sehr traurig ist, nicht weil er Zahnweh hat oder Geld verloren hat sondern weil er einmal für eine Sekunde spürt wie alles ist, das ganze Leben und er ist dann richtig traurig, dann sieht er einwenig einem Tier ähnlich. Er sieht dann traurig aus, aber richtiger und schöner als sonst"

Floh sie vielleicht wirklich vor dem Rest. Vor den Menschen. Diese extremen Momente zwischen abgrundtiefer Trauer und vollkommener Gleichgültigkeit al sei nie etwas geschehen zerrten an ihr.
Lief sie fort um sich finden zu lassen? Und wenn ja, von wem?
Von ihrem Herren, von jenem einen der ihr die Freiheit schenkte. Der sie befreite aus der Tyrannei ihres Vaters?

Sie war allein, allein inmitten einer Masse von Menschen. Wie es dazu kam wusste sie nicht, sie wusste nur das sie darunter litt und daran zugrunde ging. Gleich an wen sie auch dachte, niemand vermochte ihr nähe zu geben. Niemand vermochte ihr einen halt zu bieten in jenen dunklen, tiefschwarzen Tagen.
Wie tief und fest konnte sich Einsamkeit eigentlich in eine Seele fressen? Hatte sie überhaupt noch eine Seele? War es ein schwarzer Klumpen der sich in ihrem inneren formte der sie von innen aufzufressen schien? War dies der Wahnsinn in den sie getrieben wurde?

Sollte sie tatsächlich den Verstand verlieren?

Ihr Kopf nickte nach vorne und scheinbar konnte sie der übermannenden Kraft der Müdigkeit nicht mehr standhalten. Doch nur kurz schien sich ihr Atem ruhig zu legen. Schon bald würden wieder die Träume einkehren zu ihr und ihre Nacht noch grausamer gestalten wie es der Tag in Einsamkeit ohnehin schon war…..


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 Betreff des Beitrags: Re: Weg in den Wahnsinn
BeitragVerfasst: 15.09.10, 23:45 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 2.05.10, 23:11
Beiträge: 6
Ruhig und Entspannt erschienen ihre Gesichtszüge während ihr Blick auf dem Lagerfeuer
ruht. Das Knistern des Holzes, welches unter der Hitze des Feuers zerspringt, scheint durch
die totenstille Nacht zu hallen und das flackern des Feuers erhellt die umliegende Lichtung im
Wechsel. Allein sitzt die dunkelhaarige junge Frau an dem Feuer und scheint mit den
Gedanken an einem fernen Ort zu sein.

Plötzlich durchzieht ein schriller, ohrenbetäubender Schrei die stille Nacht. Ein gequälter
Schrei der das zu ertragende Leid zu jedem Trägt der jenen vernimmt und einen jeden bis ins
Mark erschüttert. Zugleich sprüht aus dem bislang ruhigen Feuer eine Feuersäule empor und
erhellt die Lichtung innerhalb von Sekunden. Nur wenige Bruchteile von Sekunden verbleiben
der jungen Frau ehe eine Menschlich wirkende Gestalt aus dem Feuer hervorkommt und sie
mit einer Feurig lodernden Hand am Hals greift.

Nur für einen kurzen Moment schossen der Frau die Gedanken an ihren im Brand verstorbenen
Vater durch den Kopf, ehe sie mit dem Kopf zuerst in die Flammen gezerrt wurde. Schnell
legt sich der Schmerz von Kopf aus über den Rest der Haut und der beißende Gestank steigt
in ihre Nase. Es schien ihr als würde sie ewig durch das Feuer gezogen werden und als wollen
die Schmerzen kein Ende nehmen
.


Plötzlich schreckte die Frau aus ihrem Traum auf. Der Schweiß lag auf ihrer Stirn und die
Schmerzen pochten fürchterlich in ihrem Kopf. Unsicher Blickt sie sich um und erblickte mit
gewisser Verwunderung die Vegetation um sich herum. Wie lange hatte sie geschlafen? Hatte
sie überhaupt geschlafen? Waren es Tage, Wochen oder gar Monate die sie dort Lag?

Etwas wankend drückt sich die Frau auf und hält sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den
Kopf. Angestrengt versucht sie sich an die Letzten Tage zu erinnern, doch schien ihr nichts
außer die Erinnerung an ihren Vater und ihre Heimat verblieben zu sein.
Unsicher stützt sie sich an einem Baum ab und wendet sich der Dunkelheit der Nacht zu, jene
Dunkelheit in der sie sich nach wie vor geborgen und aufgehoben fühlt…


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 Betreff des Beitrags: Re: Weg in den Wahnsinn
BeitragVerfasst: 11.10.10, 23:41 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 2.05.10, 23:11
Beiträge: 6
Die Knie geben ein knacken von sich als die Frau auf sie fällt. Die ohnehin dünne Haut reißt auf und der Stein auf den sie gefallen ist färbt sich im Regen langsam Rot vom Blut. Die nassen Haare hängen ihr ins Gesicht und die Arme sind wie die Hände von schnitten überzogen. Nicht mehr wie einen Haufen Elend bot die Frau dar wie sie auf dem Stein kniete.
Als sie die Hände mit einem schrei auf die Ohren presste färbten sich auch die Schwarzen Haare in ein dunkles Rot. Und doch gelang es ihr nicht die Stimmen zum Schweigen zu bringen….



In dir ist die Saat des Bösen,
die nun aufzugehen scheint.
Für dich steht die Zeit still,
das Blut das dich bedeckt,
es ist die Saat des Bösen.

Hältst du die Augen verschlossen,
siehst du die Geister die du gerufen hast.
Im Blut getaucht sind alle deine Träume.

Fühlst du es auch, das du es willst.

Ich sehe die Angst in deinen Augen,
sich sehe das Blut an deinen Lippen.
Spürst du die Kraft in deinen Träumen,
spürst du den Schmerz in deinen Wunden.

Spürst du die Macht, spürst du die Angst,
spürst du das Blut an deinem Mund.

Blutrot ist die Liebe.
Es ist das Rot, das man vermisst.
Blutrot ist die Liebe,
die längst gestorben ist.



Leblos sackt der Körper auf dem Stein zusammen und scheint im Strömenden regen zu verenden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Weg in den Wahnsinn
BeitragVerfasst: 22.01.11, 01:29 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 2.05.10, 23:11
Beiträge: 6
Ihr war Kalt, eisig Kalt. Nur Frost, eisigen Frost verspürte die Frau wie sie auf den kalten Steinen lag. Jede Pore ihrer Haut schien vereist, Schmerzen die sich in ihre Seele zu fressen schienen.

Und doch öffnete sie wieder die Augen. Wieder vermochte sie nicht zu erkennen ob sie nun Stunden, Tage oder gar Monde da lag. Ihre Kleidung war durchnässt, ihre Glieder steif. Jede Regung ihres Körpers schmerzte.

Dem Tod, der Erlösung, schien sie so nah doch wollte der letzte Hauch von Leben ihren Körper nicht verlassen. War das seine Art ihr seine Nähe zu zeigen? Seine Existenz spüren zu lassen. Die Macht welche sein war und deren Teil sie werden wollte.

Sie drückte sich mühevoll von dem kalten Stein auf. Schmerzvoll verzieht sie das Gesicht bei jeder Bewegung. Die durch ihr eigenes Blut verklebten Haare fallen ihr ins Gesicht und verdecken die von Blut unterlaufenen Augen. Was war es das sie noch am Leben hielt? Prüfte er sie, gleich zu beginn?
Oder versuchte etwas sie von ihrem Weg abzuhalten?
Mühvoll schleppte sie sich zu einer Pfütze um sich das Blut etwas aus dem Gesicht zu waschen. Einen erbärmlichen Anblick würde sie wohl abgeben, das war es nicht wohin sie wollte, jedoch obliegt die Wahl des Pfades auf dem man schreitet einem nicht immer selbst.



Und vor Erschöpfung schon ganz leer,
die Seele von zuviel Blut zu schwer,
trieb er sie ein ums andere mal,
es wurde Leid und Qual


Erschöpft rappelte sie sich dann auf. Nachdem sie das Blut etwas notdürftig abgewaschen hatte machte sie sich auf nach Falkensee. Was würde sie wohl erwarten? Wie viel Zeit war wohl vergangen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Weg in den Wahnsinn
BeitragVerfasst: 26.03.15, 00:02 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 2.05.10, 23:11
Beiträge: 6
Schmerz


Der Mensch ist eigens dafür erschaffen um Schmerz zu empfinden. Nur fünf Sinne hat er um das Wohlbefinden wahrzunehmen, für den Schmerz dagegen ist er an jeder Stelle seines Körpers empfänglich.
Wo man ihn sticht, blutet er.
Wo man ihn verbrennt, bilden sich Blasen.
Die Lungen, die Leber, die Eingeweide vermögen ihm keinerlei Genuss zu verschaffen.
Doch entzündet sich die Lunge und lässt ihn Husten, die Leber schwillt an und lässt ihn an Fieber leiden, die Eingeweide verschlingen sich und verursachen schmerzvolle Geschwüre.
Ihr habt nicht einen Nerv, nicht einen Muskel, nicht eine Sehen unter der Haut, die euch nicht vor Schmerzen schreien lassen könnten.


Langsamen und schlürfenden Schrittes wandert sie durch die durch Brandenstein. Bei jedem Schritt schmerzen ihre Knochen und Muskeln. Noch immer
hat sie keine vorstellung wie viele Sommerläufe wirklich vergangen sind und welchen Tribut ihr Herr von ihr fordern würde dafür das sie noch stets
auf der Irdischen wandelte. Es fühlt sich nicht richtig an das sie hier ist, es fühlt sich an als sei ihr Leben bereits gelebt und jegliches Recht darauf
vor langer Zeit verwirkt.

Wenn all deine Lügen niederstürzen, sucht er dich auf in lodernder Gier.
Was dereinst war, wird nie wieder sein. Richten wird er dich im lodernden Schein des Feuers.
So will ich sehen wie der Meister vor dir steht und dich niederbrennt bis auf deine Verräterische Asche!!


Nicht zuletzt die Angst ist es welche die zerbrechliche Frau peinigt. Die Angst davor ihrem Herren nicht gerecht zu werden und seinen
Zorn auf sich zu ziehen. Am Hafen Brandensteins angekommen sackt sie auf einigen Holzkisten zusammen und murmelt leise unkentliche
Worte vor sich hin.

Wer auch immer am Hafen ankommen würde, wird wohl nur ein Häufchen Elend vorfinden, sofern die vor sich hinsiechende Frau überhaut
einem auffallen sollte...


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 Betreff des Beitrags: Re: Weg in den Wahnsinn
BeitragVerfasst: 2.02.21, 01:02 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 2.05.10, 23:11
Beiträge: 6
Langsamen Schrittes geht die gebrechlich wirkende Frau auf den See voll Blut am Ritualplatz in der Höhle zu. Ob es Unsicherheit, Gleichgültigkeit oder Überzeugung ist welche sie jeden Schritt in Zeitlupe machen lässt wird sie wahrscheinlich selbst nicht wissen. Als sie den See erreicht hat tritt sie hinein und geht im Blut auf die Knie.

“ Sterbender, der du nun die Bürde trägst, sieh das Blut derer, die sie einst trugen“

Welche Bürde auch immer gemeint war, sie war bereit jede Bürde zu tragen wenn diese sie ihrem Herren näher bringen würde…

Stumm kniet sich im Blut und tunkt die Hände in den Blutsee. Sie schöpft Blut aus dem See um sich mit den Blutverschmierten Händen durch das Gesicht du die Haare zu fahren.
Ihr Gesicht färbt sich rot und ihre Haare verkleben zu einer schmierigen nach Blut stinkenden Masse. Kurz verweilt sie im See ehe sie sich ebenso langsam wie zuvor erhebt und sich weiter Richtung Ritualplatz wendet


Am Tisch angekommen geht sie in die Knie und zieht ihren Dolch aus dem Gürtel. Den Dolch legt sie auf ihre Brandnarbe welche seid ihrer Kindheit ihre Rechte Hand zeichnet

Mit schwacher Stimme beginnt sie dann zu flüstern als wären jene Worte nur für sie bestimmt

Du Allmächtiger Herr, Unheilsbringer und wahrer Herr aller Götter Angamon
Sieh deine Dienerin die vor dir Kniet, Angamon Allmächtiger
Siehe sie kommt um die Welt zu verderben!


Während sie spricht zieht sie langsam den Dolch langsam durch ihre Hand. Feste presst sie die Hand zur Faust und lässt das Blut auf den Opfertisch tropfen.

Siehe deine Dienerin, sie erkent den Zweck von Tod und Verderben!
Siehe sie fleht um deine Aufmerksamkeit und opfert dir ihr Blut!
Siehe deine Dienerin, sie will keine Hilfe, keine Antwort keine Führung
Angamon, Herr über alles, sie sehnt sich nur nach deiner Nähe!



Erschöpft lehnt sie Ihren Kopf gegen den Steintisch und verharrt im stillen Gebet in der Ritualhöhle.


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