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 Betreff des Beitrags: Der Fluch
BeitragVerfasst: 30.07.02, 19:06 
Festlandbewohner
Festlandbewohner
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Registriert: 15.05.02, 00:39
Beiträge: 3437
Es war finsterste Nacht, als sich die sechs Frauen vor der kleinen Hütte im Wald trafen. An diesem Tag war es keine zufällige Begegnung wie sonst so oft, dieses Mal hatten sie etwas vor. Sie waren sich einig, dass ein Zeichen gesetzt werden musste. Ein Zeichen, dass man nicht ungestraft mit ihnen tun und lassen konnte was man wollte. Mit Ungeduld wurde darauf gewartet, dass endlich alle da waren und als die letzte von ihnen endlich das Haus erreicht hatte, wurde kein Augenblick mehr gezögert. Sie schritten zur Tat.

Eine verborgene Höhle war ihr Ziel. Sie gingen an dem steinernen Altar vorbei und sammelten sich um das Pentagramm herum, welches den Platz direkt davor einnahm. Die Ritualroben wurden angezogen und langsam wurde es still. Eine der Frauen holte aus einem Beutel ein Tuch hervor, faltete es auf und ihr Blick fiel auf ein kleines Stück Teppich, welches durch einen Zufall einst mit dem Blut ihres jetzigen Opfers getränkt worden war. Sie platzierte es an die obere Spitze des Pentagramms. Ein Schaf wurde herbeigerufen es stand nahe dem Stück Teppichs. Auf einen Deut einer der anwesenden Frauen nahm sie noch etwas zum Schreiben heraus und schrieb in großen Buchstaben den Namen des Mannes auf, der an diesem Tag den Zorn der Mutter spüren sollte. Sie nahm den Zettel und legte ihn in die Mitte des Pentagramms, beschwerte ihn mit drei Steinen und stellte sich dann auf ihren Platz.

Ein Schutzkreis wurde gezogen, die Beschwörung zur Stärkung des Kreises und die Anrufung der Monde gesprochen. Ein kurzer Moment der Stille lag über ihnen, bevor eine von ihnen erneut die Stimme erhob und begann den Fluch zu sprechen.


Wir sind hier versammelt um zu Richten,
Des dunklen Ritters Taten zu schlichten.
Mächte die wir gebrauchen, steht uns bei,
Die Stimme die wir brechen ist eines Tardukai.
Kräfte die wir gerufen in unserem Zorn,
Der Bann den wir Sprechen aus der Nacht geboren,
Die Kraft die wir binden zum Fluch sei erkoren,
Hier und jetzt sei er gesprochen,
Des Tardukai Stimme sei gebrochen!



Sie verstummte und eine andere nahm das Wort auf.


Wir sind hier vereint um den Fluch zu sprechen,
Des Wächters der Nacht Kraft zu entfesseln,
Der Erde Atem in den Bann zu flechten,
Des Feuers Zunge in die Faeden zu knechten,
Des Windes Stimme fuer uns lasst sprechen,
Der Silbermond lasse den Traum verkuenden.



Ein Wink und das Schaf sank blutend auf das Stückchen Teppich und eine Dritte erhob ihre Stimme.


Der Wind soll ihm flüstern,
Der Traum soll ihm verraten,
Das Feuer soll sprechen,
Die Erde soll reden,
Das Wasser soll zeichnen,
Vision so ehern wie Erz und Fels
Soll seine Gedanken brechen
Ritter des dunklen Fürsten hör unsere Stimmen!



Die drei Frauen spukten verächtlich in die Mitte des Pentagramms. Etwas Blut des Schafes wurde in die Mitte des Pentagramms geträufelt, sprachen die Ankündigung der Monde und wieder erhob eine ihre Stimme


Tardukai hör unsere Warnung die wir verkünden,
Deine Stimme wird hiermit schwinden,



Sie verstummte und eine andere sprach weiter


Deine Zunge sei hiermit gebrochen,
Willst du sie wieder so musst du gehorchen,
Halte dich fern von unsrem Schützling Isodora,
Solltest du dies nicht tun so sollst du nun hören,
Dir wird mehr als nur ewig deine Stimme fehlen!
Sei gewarnt vor und von uns den Wächtern.



Gemeinsam sprachen die Frauen die abschließenden Worte und als das letzte Wort verhallt war, lag wieder Stille über ihnen. Einige sahen noch auf das Pentagramm, andere sahen sich mit einem Lächeln an. Sie hatten es vollbracht. Der Fluch war gesprochen.

Stille würde nun den dunklen Paladin umgeben, nicht ein Wort würde mehr aus seinem Munde dringen. Sie hatten ihm genommen, was zu seiner Stärke beitrug, seine Stimme.

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 Betreff des Beitrags: Augen im verborgenen
BeitragVerfasst: 30.07.02, 22:40 
Festlandbewohner
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Registriert: 2.06.02, 07:11
Beiträge: 11
Im verborgenen beobachtete eine ältere Frau mit schneeweissem Haar das Ritual der sechs Frauen. Sie beobachtete genau und merkte sich ihre Gesichter. Bevor das Ritual beendet war, öffnete die Frau mit ein paar kurzen Handbewegungen ein unsichtbares Tor und so schnell sie an diesem Ort aufgetaucht war verschwand sie auch wieder.


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