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 Betreff des Beitrags: Charstory-Urzak
BeitragVerfasst: 6.08.02, 18:36 
Festlandbewohner
Festlandbewohner

Registriert: 1.08.02, 13:06
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Vorwort
Jede Geschichte hat ihren Helden, so auch diese. Doch kann man den Hauptcharakter nicht als Helden bezeichnen, denn es geht um das Leben, sein Leben. Er ist wie auch die großen Helden und Abenteurer in sein vorbestimmtes Schicksal hineingeboren, sowohl er auch nichts von diesen höheren Mächten weiß.
Er ist als Ork geboren und gehört zu einer Rasse die in rauen Steppen beheimatet ist, die Landschaft hat sie geformt und zu starken Kriegern gemacht.
Ihre Kultur auf Grund menschlicher Ignoranz nicht anerkannt, sie Gejagte. Doch sind sie eine stolze und in ihrer Gesellschaft den Menschen in nichts nachstehende Rasse

Wie alles begann
Es war nicht Nacht, ebenso wenig grollte ein Gewitter über die Landschaft. Es war ein ganz gewöhnlicher Tag an dem er geboren wurde. Vielleicht wäre es für einen Menschen eine seltsame Geburt gewesen, aber für orkische Verhältnisse war sie völlig normal. Urzak kam in einer kleinen Strohhütte eines Orkdorfes in kar’morogg zur Welt und wie es die Tradition verlangte, waren nur einige Frauen des Stammes bei der Geburt anwesend, der Vater, obgleich er der Häuptling des Ukatscha Clans war, hatte sich schon nach dem Akt wieder von Urzaks Mutter getrennt, somit lag alle Arbeit bei der Frau, die Urzak aufzog und ihm die Traditionen und den Glauben weiter vermittelte.
Urzak war ein kräftiger Junge und es schien als hätte er die Stärke und den Mut des Häuptlings geerbt, so war es nicht verwunderlich dass, er unter den Gleichaltrigen keinen Rivalen hatte. So wurde er langsam erwachsen und da er schon immer sehr stolz war lehnte er sich schon früh gegen die Hierarchie des Clans auf. Teilweise konnte er sich gegen einige Orach’karth durchsetzten aber ebenso häufig bekam er eine Lektion wenn er sich mit Truch’karth anlegte, ebenso war es an jenem verhängnisvollem Tag.
Die Truch’karth waren gerade von der Jagt zurückgekehrt als es um die Verteilung der Beute ging. Einige Zo’karh scharten sich bereits um das erlegte Wild während die Truch’karth und Hegäl in geringem Abstand warteten, alle wohl wissend dass sich erst der Häuptling und sein Gefolge bedienen durften. Nur Urzak durchbrach die Reihen der Krieger und griff nach einem Stück Fleisch. Die Zo’karh hinter ihm waren vor lauter Entsetzen handlungsunfähig. In diesem Augenblick wurde der Vorhang des Häuptlingszeltes zur Seite gestoßen, vier in rostige Kettenrüstungen gehüllte und ebenso große wie kräftige Marg-Zo’karh traten aus der Öffnung. Sie nahmen neben dem Zelteingang Haltung an und ein Ork, größer als alle anderen mit einem blutigen Kettenhemd behangen und einer Fratze die an die des göttlichen Keilers Be’rglum selbst erinnerte trat aus der Unterkunft. Es war Grischnak, Anführer des Ukatscha Clans und Urzaks Vater. Nachdem er vollends aus dem Zelt getreten war richtete er sich zu seiner wahren Größe auf und ließ seinen Blick durch das Lager schweifen. Urzak hatte sich kein Bisschen von der Stelle gerührt und hielt immer noch eine Keule des Fleisches in seiner Hand. Grischnak erblickte ihn mit grimmiger Miene und ging mit großen Schritten auf ihn zu. Er blieb vor ihm stehen und Urzak senkte den Kopf. Er wusste was nun geschehen sollte, diesmal war er zu weit gegangen. Doch während er noch in Gedanken schwelgte schwang Grischnak blitzschnell seinen rechten Arm in die Höhe und schlug dem Hegäl mit geballter Faust ins Gesicht. Urzak taumelte nach hinten und hob seine Hände schützend vors Gesicht, doch Grischnak sprang ihm nach und rammte ihm im Sprung sein Knie in den Bauch. Dieser Schlag war noch härter als der Erste und Urzak flog mit schmerzverzerrtem Gesicht einige Meter bevor er auf dem Rücken liegen blieb und seine beiden Arme den schmerzenden Bauch umklammerten, der Häuptling erschien breitbeinig über ihm und hob den Arm erneut zum Schlag. Doch er verharrte in dieser Position und schaute auf ihn herab während sich seine Gesichtszüge etwas entspannten.
Ob er ihn für zu unbedeutend hielt als das er ihn töten sollte oder ob es doch ein Hauch von väterlichen Gefühlen waren wusste keiner. Aber Grischnak verschonte seinen Sohn, verbannte ihn jedoch aus dem Lager, was für einen Ork eine weitaus größere Strafe ist als der Tot. Denn in der Welt außerhalb des Clans warten die Menschen und andere Völker die einen einzelnen Ork zerfleischen würden wenn sie ihn in die Finger bekämen.

Gefangenschaft
Es war erst der vierte Tag nachdem Urzak verbannt wurde. Er hatte Hunger und Durst, außerdem war er seit Anbeginn des Tages marschiert. Nun lag er auf einer kleinen Lichtung mitten im Wald. Er war gerade auf einem Büschel Gras eingedöst als ihn das Knacken von trockenem Unterholz aufschrecken ließ. Ohne seinen Kopf zu bewegen schlug er die Augen auf und drehte sie in die Richtung von wo er das Geräusch vernommen hatte. Er sah einen etwa 1 Meter 90 großen Mann in Kettenhemd und Schwert aus dem Gewirr von Bäumen treten. Zu Urzaks Glück schien der Mann zu glauben das er schlief. Während dieser versuchte auf ihn zuzuschleichen machte sich Urzak bereit sich auf ihn zu stürzen. Der Mensch stand einen Meter vor ihm als Urzak in die Hocke sprang und dem Mann mit einer für einen Ork eleganten Drehung die Füße unterm Körper wegfegte. Der Angreifer schlug der Länge nach hin und blieb bewusstlos liegen. Urzak blieb in der Hocke und drehte seinen Kopf einige male in beide Richtungen wobei er in die Umgebung lauschte. Er hörte jedoch nichts und wollte sich gerade wieder aufrichten als ihm von hinten ein zweiter Angreifer auf den Rücken sprang. Von Raserei gepackt tobte er über die Waldlichtung und versuchte sich aus der Umklammerung zu lösen. Doch da erschienen weitere Gestallten aus dem Dickicht, allesamt trugen sie Kettenhemden und blaue Uniformen. Sofort eilten sie ihrem Kameraden auf Urzaks Rücken zu Hilfe. Dieser Übermacht war Urzak nicht gewachsen und nachdem er in seinem Zorn noch einige Blutergüsse und Knochenbrüche verteilt hatte wurde er bewusstlos geschlagen.
Er wusste nicht wie viel Zeit vergangen war als er aufwachte. Aber es war Nacht was er durch das winzige vergitterte Fenster seines Kerkers, das einen Blick in den schwarzen sternenbesetzten Himmel ermöglichte, sehen konnte. Die Zelle in der er saß war 2 Meter breit und ebenso lang. Das Fenster lag an der Rückwand, der Tür gegenüber und unter dem Fenster war eine armselige Schlafstätte aus etwas Stroh bereitet worden, auf der Urzak aufgewacht war. Sein Schädel dröhnte immer noch von dem Schlag der ihn betäubt hatte, dies war zugleich das letzte woran er sich erinnern konnte. Plötzlich hörte er Schritte in einem vermutlichem Gang vor der Kammer. Stimmen kamen näher und jemand steckte einen Schlüssel ins Schloss der schweren Eichentür. Nachdem dieser einige male herumgedreht wurde sprang die Tür auf. Ein hoch hochgewachsener Mann, den Urzak sofort als den ersten Angreifer identifizierte, stand im Türrahmen sowie vier weitere hinter ihm, allesamt in Kettenrüstungen und den blauen Uniformen gekleidet. Nacheinander traten sie in die Zelle. Dann ketteten sie ihm Hände und Füße zusammen und führten ihn durch mehrere mit Fackeln erleuchtete Gänge auf einen ummauerten Hof, von da schritten sie durch einen gemauerten Torbogen auf den Pier hinaus, wo sie ihn zu einem Schiff brachten. Es war eine Galeere, was Urzak jedoch nicht wusste, denn er kannte keine Schiffe, da er noch nie zuvor am Meer gewesen war. Selbst jetzt erfüllte es ihn mit Furcht als er das schwarze Wasser sah, sich endlos gen Horizont erstreckend. Er wurde unter Deck gebracht und man kettete ihn an eine Ruderbank. Neben ihm waren noch andere Gefangene anwesend, allesamt Menschen, die die gleiche Strafe abzusitzen hatten wie er. Von da an saß er seine Zeit auf der Galeere ab, die zur Flotte König Hilgorads gehörte und zu Transport- sowie Expeditionszwecken diente.

Flucht
Es war der 30. Triar an dem das Schiff in Brandenstein, einer kleinen Hafenstadt auf Siebenwind, anlegte um Waren abzuladen. Außerdem war es der Geburtstag des Königs und die Mehrheit der Besatzung war von Bord gegangen um in den umliegenden Hafenkneipen Hilgorad zu preisen. So war nur noch ein kleiner Teil an Wachen anwesend. Doch nachdem sie auch den Gefangenen unter Deck Met gereicht hatten, sie fast schon zwangen auf ihren König anzustoßen und sich dann selbst ins Delirium soffen waren auch sie Urzaks Fluchtplänen nicht mehr im Wege. Es war Mitternacht als er nach knapp zwei Stunden seine Ketten endlich aus der Halterung gebogen hatte. So leise wie er nur konnte, was Orken in der Regel jedoch nicht besonders gut konnten, schlich er die Holztreppe des Unterdecks hinauf an die freie Luft, wo ihm der lang vermisste Atem der Freiheit entgegenschlug, dort vergewisserte er sich erst einmal das wirklich alle Menschen schliefen. Als er sich ganz sicher war schritt er auf leisen Solen in Richtung Planke, dort angekommen schritt er sie hinunter wobei sie bei jedem Schritt ein ächzendes Knarren von sich gab und Urzak sich jedes Mal umschaute ob nicht jemand etwas gehört hatte. Doch dann war es endlich geschafft, er hatte wieder festen Boden unter seinen Füßen. Allerdings war er immer noch innerhalb der Stadtmauern gefangen, in einer Menschenstadt. Zu seinem Glück waren die Straßen jedoch wie leer gefegt, wahrscheinlich feierten alle ausgelassen in den Tavernen oder schliefen ihren Rausch aus. Nach etwa einer dreiviertel Stunde gelangte Urzak nach langem Suchen und Irren, da er sich in „Humiestädten“ nicht auskannte und sie hasste, endlich an das Stadttor. Aus sicherer Entfernung konnte er die Stadtwachen am Tor erkennen, die leider nicht dem Alkohol gefrönt hatten. Hier kam er schon einmal nicht durch, also musste er sich einen anderen Weg suchen. Dieser war aber schon nach ein paar Metern in Form eines Pferdestalls, der nahe an der Mauern stand, gefunden. Nur ein Tier war in ihm untergebracht, für Urzak reichte es jedoch, da er, so wie alle anderen Orks in seinem alten Stamm, keine Pferde ausstehen konnte. Dies war wohl auch der Grund dafür das er nie auf einem geritten war. In seiner alten Heimat bevorzugten sie, zu Ehren Be’rglums, große Keiler oder Wölfe, den der Menschen ähnlich nur noch größer. Nun kletterte über das Dach des Stalles auf den Wehrgang, von wo ihm ein erster Blick auf das neue Land, das er bald seine Heimat nennen sollte, gewehrt wurde. Die Mauer war cirka vier Meter hoch, und direkt unter ihm wuchs ein Strauch, von Urzak unbekannter Art, außerdem kam ihm alles ein wenig fremd vor. Langsam gab er die Hoffnung auf in der alten Heimat gelandet zu sein. Der Sprung von der Mauer sollte nicht sehr schwer sein zumal ihn unten ein Strauch auffangen würde. So versuchte er sein Glück und sprang, er wurde unten mehr oder weniger weich aufgefangen und verletzte sich bis auf ein paar Schrammen nicht weiter. Schnell rannte er in Richtung Wald um keinem Wachtposten aufzufallen.


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