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 Betreff des Beitrags: Dunkles Wasser
BeitragVerfasst: 23.07.02, 23:11 
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Wie gebannt starrte er auf die unruhige See hinaus, schaute den Wellen zu wie sie an den Klippen brachen und folgte mit den Augen den Möven die laut schreiend in der Brandung nach Futter suchten. Mit beiden Händen auf einen Stab gestützt stand er oberhalb des Meeres und liess sich den Wind um die Ohren brausen. Wenn er es genoss dann war es ihm nicht anzusehen, nachdenklich und mit zermürbtem Gesichtsausdruck stand er regungslos da. Die langen Haare wehten ihm um den Kopf und er fühlte wohl die Zeit nicht, wie er da so stand und auf etwas zu warten schien.

Ohne Vorwarnung und ohne hinzuschauen griff er langsam in eine Tasche seines Gewandes und zog etwas kleines altes und zerbrechliches vorsichtig heraus. Eine Weile hielt er es regungslos in den Wind ohne es dabei anzuschauen. Er starrte weiter hinaus. Plötzlich umschloss er es in einer schnellen Bewegung mit der Hand und zerdrückte es unter einem zart raschelndem Geräusch. Langsam öffnete sich die Hand wieder und der Wind wehte die Überreste hinfort. Die Hand legte sich zurück zur anderen an den Stab. Alles schien wie unverändert, nur in ihm selbst hatte sich etwas verändert. Ob es gut oder schlecht war weiss er zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Immernoch Nachdenklich löste sich die Gestalt von dem alltäglichem Naturschauspiel und steuert den nahliegenden Wald an.
Viele Dinge gingen ihm durch den Kopf als er sich einen Weg durch das Gebüsch bahnte. Über das Gewesene, das Seiende und das Werdende. Und seinen Platz im gesamtem Geschehen. Es scheint alles so kompliziert..., griesgrämig reibt er sich über die Stirn.
Er dachte an die anderen, jene mit denen er gern Zeit verbrachte, bei denen er sich wohl fühlte, und er beneidete sie... ihrer Unbeschwertheit wegen.
Mitlerweile war er an einem Teich angekommen. Aber eigentlich war es ehr ein Wasserloch denn die Ränder waren hoch und kantig. In der Vergangenheit versuchte er mehrmals bis zum Grund zu tauchen was ihm aber nie gelang. Vielleicht hat ist es ja Bodenlos, denkt er manchmal wenn er an dem Wasserloch vorbeigeht. Stören würde es ihn kaum. Für die seltsam dunkle Farbe des Wassers machte er die Tiefe verantwortlich.

Hier im Wald war es mitlerweile recht schwül geworden und ohne lang nachzudenken streifte er sich die Kleider ab und stieg langsam und vorsichtig ins Wasser. Es war angenehm kühl, er schwamm ein paar Runden im Kreis und begannt sich langsam zu entspannen. Jetzt wo er so auf dem Wasser treib kamen die Gedanken wieder. Ein paar besondere Elfen kamen ihm in den Sinn, jene mit denen er sich schon öfter getroffen hatte. Er mochte sie sehr gern die Elfen. Elfen,...grossgewachsene schlanke Wesen, von übernatürlicher Schönheit und beeindruckender Weißheit. Ja er mochte sie wirklich gern. Unwillkürlich musste er lächeln. Doch dann verschwand das Lächeln, er wandt den Kopf nach allen Seiten und schaute sich um. Ohne das er es merkte waren die Vögel verstummt, nichts bewegte sich, kein Insekt war zu sehen. Misstrauisch liess er den Blick über die Bäume am Wasserloch schweifen. Nichts bedrohliches war zu sehen...seltsam.

Aufeinmal durchschoss ihn eine Welle von Angst, eine Angst wie er sie in ihrer Reinheit noch nie gespührt hatte, eine Angst die ihn fast lähmte. Nur mit Mühe gelag es ihm sich über Wasser zu halten, panisch strampelte er zum Ufer hin. Er war von dem Gefühl durchflutet das etwas unglaubliches Mächtiges ihn unter Wasser ziehen wollte. Die Panik die ihn erfasste verlieh ihm die Kraft in wenigen Zügen zum Ufer zu gelangen. Hastig und keuchend zog er sich aufs Land hoch. Schnell rannte er zu seinen Sachen, welcher er im Flug an sich nahm. Nach ein paar Schritten blieb er jedoch stehen und warf einen Blick zurück. Alles war wie immer, jetzt hörte er auch wieder die Vögel zwitschern. Doch sein hämmerndes Herz und sein schneller Atem zeigtem ihm das er das nicht geträumt hatte. Ratlos schaute er zum Waserloch rüber während er sich bekleidete. Dann verliess er stolpernd diesen Ort.

Nach einer Weile hastigen Fussmarsch lehnte er sich erschöpft an einen Baum, sein Herz schlug immernoch heftig. Der Gedanke an das ebend erlebte liess ihn erschaudern. Er schloss die Augen und rutschte langsam den Baumstamm hinunter. In der Hocke vergrub er den Kopf in den Armen.
'Vielleicht werde ich langsam Wahnsinnig' durchschoss ihn ein Gedanke.
Noch lange blieb er so sitzen.

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BeitragVerfasst: 3.08.02, 07:11 
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Fast lässig stand er an dem Baum gelehnt, nachdenklich zum Eingang der Höhle blickend. Die Sonne war im Begriff der Nacht Platz zu machen und schickte ihre letzten Strahlen über die Berge. Die Luft war warm, kein Lüftchen regte sich und entfernt war der Abendgesang einiger Vögel zu hören. Der schwarze Höhleneingang der ihn so in seinen Bann zog hatte ganz und garnichts anziehendes an sich. Im Gegenteil, er war beängstigend... unheimlich. Es schien aus der Finsterniss strömte eine allesverschlingende Aura. Eine Aura die nichtsmehr loslies was sich einmal in ihre nähe gewagt hatte.
Mit einem Ruck stiess er sich vom Baum ab, blieb kurz stehen, steuerte dann den Höhleneingang an. Die leise Stimme die ihn drängte umzukehren beachtete er nicht. Jetzt umkehren?...Nein, das hiesse ja aufgeben. Und er würde nicht aufgeben.
Als die Sonne hinter den Bergen verschwand, verschwand auch er in der Dunkelheit der ihn umgebenden Höhle. Die Fackel, die wenigstens einen kleinen Lichtkreis um ihn herum erhellte, hielt er mit gestrecktem Arm vor sich. Sich vorsichtig vortastend drang er immer weiter in die Höhle vor.


Viele Stunden ging er so weiter, immer bedacht sich den Weg zu merken für den Rückweg. Das Heulen das immer wieder aus entfernteren Teilen der Höhle erklang liess ihn regelmässig erschaudern. Als der Gang sich weiter verbreiterte stoperte er, und als er sich dann hinabbeugte sah er das da die stark verwesten Überreste irgend eines unglücklichen Abenteuerers lagen. Von seinem Fund nicht gerade ermutigt lies er den Blick über die Leiche schweifen. Dabei fiel ihm ein reflektieren des Fackelscheins in einem Haufen, der wohl mal eine Tasche war, auf. Neugierig streckte er die Hand aus und fühlte kühle Glätte. Es war eine Glasskugel, etwas abgegriffen aber dennnoch eine feine Arbeit. Sie von allen Seiten beschauend rollte er sie in den Händen hin und her und steckte sie dann ein. Er würde sich dann später mit ihr genauer befassen. Ersteinmal wollte er weiter in die Höhle vordringen, schliesslich war er ja auf einer wichtigen Suche. So dachte er und ging mit langsamen Schritten weiter.

Irgendwann, als er der Meinung war das eine Pause nötig wäre, liess er sich auf dem Erdboden nieder und entfachte ein kleines Feuer von dem mitgebrachtem Holz. Sich betreten umschauend sass er im Schein des Feuers und knabberte lustlos an einem Stück Wurst.
Plötzlich schreckte er auf. War da nicht ebend ein Geräusch gleich hinter ihm?
Vorsichtig schaute er sich um. Und da sah er sie auf einemal. Eine grosse schwarze Schlange schlängelte sich da durch Sand und Steine. Neugierig musterte er sie, ihm wollte nicht einfallen was für eine Schlange das war. Naja...egal, er hatte andere Sorgen im Kopf. Die Schlange war längst verschwunden als er sich setzte und darüber nachdachte ob es nicht vielleicht doch besser wäre umzukehren.

Eine Bewegung die er im Augenwinkel warnahm liess ihn den Kopf ruckartig zur Seite drehen. Da war sie wieder die Schlange, nur diesmal direkt vor ihm. Mit ihren hypnotischen Augen starrte sie ihn an und er starrte, unfähig zu einer Handlung, ebenso zurück. Einem plötzlichem Geistesblitz folgend griff er hastig zur Fackel die neben ihm im Boden steckte. Und in dem Moment stiess die Schlange vor und biss ihn in den Arm. Mehr vor Schreck als vor Schmerzen liess er die Fackel fallen. Gleich darauf liess ihn die Schlange los und kroch blitzschnell fort. Während er über seine eigene Schreckhaftigkeit fluchte, die ihn zu so einer unbedachten Bewegung leitete, strich er den Ärmel zurück und schaute sich die Wunde an. Aber in dem Moment als er festellte das es sich bei dem Biss um einen mit Giftwirkung handelte, wurde es schon schumrig vor den Augen. Schnell versuchte er den Zauber zu wirken um das Gift zu neutralisieren, doch das Gift war schneller. Fast schwarz vor den Augen stürzte er nach vorn auf die Knie und als er mit dem Kopf auf den Boden aufschlug war er bereits nichtmehr bei Sinnen.

Nach einer Weile erlosch auch das Feuer neben ihm.

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BeitragVerfasst: 8.08.02, 03:51 
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Lange sträubte sich sein Geist vor dem Erwachen, doch dann begann sein Kopf zu dröhnte.
Als er dann langsam ein Gefühl für den Rest seines Körpers bekam durchströmte ihn von jeder Stelle seines Körpers Schmerzen. Mit der Zeit wurde sein Verstand klarer und klarer, er begriff das sinnlos war sich selbst zu ignorieren. Er öffnete die Augen und sah...nichts. Es war genauso schwarz wie vorher. Benommen blinzelte er, und als er den Arm bewegte um sich die Augen zu reiben durchfuhr ihn ein Schmerz in den Gelenken wie ein Schlag. Gleichzeitig bemerkte er wie umbequem er da lag. Kalter Sand überdeckt mit Steinen die in seinen Körper drückten. Warum lag er eigentlich hier rum? Und warum war es verdammt nochmal so dunkel?

Den Schmerz ertragend und mit schleppenden Bewegungen setzte er sich auf. Dabei verstärkten sich die Kopfschmerzen und Schwindel überkam ihn der ihn fast wieder umstürzen liess. Als die Übelkeit abklang dämmerte es ihm. Er war ja in einer Höhle und irgendwas war da ja noch mit einer Schlange, sie hatte ihn gebissen. Aber denken wollte er jetzt nicht. Vorsichtig tastete er mit den Händen um sich, dabei bemerkte er das ihm noch seine Tasche an der Seite hing. Hoffnung schöpfend wühlte er in ihr und seufzte erleichtert als er das Täschchen mit den Phiolen ertastete. Er wuste das er Heiltränke und Tränke dabei hatte die ihm das sehen in völliger Dunkelheut ermöglichten. Ohne lange nachzudenken trank er den erstbesten. Kurz darauf konnte der die Felsenwand ihm gegenüber erkennen. Er saß in einem breitem Höhlengang, aber nicht an der Stelle an die er sich zuletzt erinnerte. Hier war keine Feuerstelle, das war nicht die Stelle wo die Schlange ihn gebissen hatte.

Erst nachdem er dann den Heiltrank zu sich genommen hatte durchströmte ihn soetwas wie Leben. Als der Schmerz nachliess schaute er an sich hinunter und bemerkte das seine Kleidung vollkommen zerfetzt und sein Körper mit Schrammen und blauen Flecken übersäht war. Sein Verstand suchte nach einer Erklärung für das alles, doch nichts gescheites wollte ihm in den Sinn kommen. Er rappelte sich auf und schaute sich um. In welche Richtung musste er gehen?
Hm..keine Ahnung. Er ging einfach drauf los, was blieb ihm auch anderes übrig. Plötzlich blieb er erschrocken stehen. Da war sie wieder, die Schlange. Nur 3 Schritt von ihm entfernt starrte sie ihn an. Eine Augenblinzeln später war er sich aber nichtmehr sicher ob das überhaupt eine Schlange war. Sie lag so seltsam steif da. Vorsichtig schob er einen Fuss vor en anderen. Es war tatsächlich keine Schlange, er war ein schwarzer Stab, so ungefähr 2 Schritt lang. Und er sah einer Schlange verdammt ähnlich, kein Wunder das er ihn mit so einer verwechselt hatte. Mit Skepsis im Hinterkopf bückte er sich zu dem Stab und berührte ihn. Tatsächlich, er war aus Holz, aber diese Ähnlichkeit, diese erschreckende Ähnlichkeit. Einen Moment wollte er ihn liegen lassen, doch die Neugierde siegte. Er nahm ihn mit, konnte es sich aber nicht verkneifen ab und zu einen misstrauischen Blick auf ihn zu werfen. Warum in den tiefen einer solchen Höhle so ein Stab herum lag, darüber machte er sich keine Gedanken.

Nach ein paar Stunden kam er an eine Weggabelung die ihm bekannt war, ab hier wusste er wieder wo er war und kurz darauf näherte er sich auch schon dem Höhlenausgang. Betreten stand er am Ausgang und schaute in die Nacht hinaus. So wie er war, mit zerrissenen Kleidern und lädiertem Körper. Doch am meissten hatte der Geist gelitten. Fehlten ihm doch die Erinnerungen an eine ihm noch unbekannte Zeitspanne. Und die seltsamen Funde die er in der Höhle machte. In der einen Hand den schwarzen Schlangenstab und mit der anderen nach der Glasskugel tastend trat er ganz ins Freie.
Er schaute hoch in den Himmel und wunderte sich einen Moment über die hell scheinenden Sterne, dann verschwand er im Wald.

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