|
Fast lässig stand er an dem Baum gelehnt, nachdenklich zum Eingang der Höhle blickend. Die Sonne war im Begriff der Nacht Platz zu machen und schickte ihre letzten Strahlen über die Berge. Die Luft war warm, kein Lüftchen regte sich und entfernt war der Abendgesang einiger Vögel zu hören. Der schwarze Höhleneingang der ihn so in seinen Bann zog hatte ganz und garnichts anziehendes an sich. Im Gegenteil, er war beängstigend... unheimlich. Es schien aus der Finsterniss strömte eine allesverschlingende Aura. Eine Aura die nichtsmehr loslies was sich einmal in ihre nähe gewagt hatte.
Mit einem Ruck stiess er sich vom Baum ab, blieb kurz stehen, steuerte dann den Höhleneingang an. Die leise Stimme die ihn drängte umzukehren beachtete er nicht. Jetzt umkehren?...Nein, das hiesse ja aufgeben. Und er würde nicht aufgeben.
Als die Sonne hinter den Bergen verschwand, verschwand auch er in der Dunkelheit der ihn umgebenden Höhle. Die Fackel, die wenigstens einen kleinen Lichtkreis um ihn herum erhellte, hielt er mit gestrecktem Arm vor sich. Sich vorsichtig vortastend drang er immer weiter in die Höhle vor.
Viele Stunden ging er so weiter, immer bedacht sich den Weg zu merken für den Rückweg. Das Heulen das immer wieder aus entfernteren Teilen der Höhle erklang liess ihn regelmässig erschaudern. Als der Gang sich weiter verbreiterte stoperte er, und als er sich dann hinabbeugte sah er das da die stark verwesten Überreste irgend eines unglücklichen Abenteuerers lagen. Von seinem Fund nicht gerade ermutigt lies er den Blick über die Leiche schweifen. Dabei fiel ihm ein reflektieren des Fackelscheins in einem Haufen, der wohl mal eine Tasche war, auf. Neugierig streckte er die Hand aus und fühlte kühle Glätte. Es war eine Glasskugel, etwas abgegriffen aber dennnoch eine feine Arbeit. Sie von allen Seiten beschauend rollte er sie in den Händen hin und her und steckte sie dann ein. Er würde sich dann später mit ihr genauer befassen. Ersteinmal wollte er weiter in die Höhle vordringen, schliesslich war er ja auf einer wichtigen Suche. So dachte er und ging mit langsamen Schritten weiter.
Irgendwann, als er der Meinung war das eine Pause nötig wäre, liess er sich auf dem Erdboden nieder und entfachte ein kleines Feuer von dem mitgebrachtem Holz. Sich betreten umschauend sass er im Schein des Feuers und knabberte lustlos an einem Stück Wurst.
Plötzlich schreckte er auf. War da nicht ebend ein Geräusch gleich hinter ihm?
Vorsichtig schaute er sich um. Und da sah er sie auf einemal. Eine grosse schwarze Schlange schlängelte sich da durch Sand und Steine. Neugierig musterte er sie, ihm wollte nicht einfallen was für eine Schlange das war. Naja...egal, er hatte andere Sorgen im Kopf. Die Schlange war längst verschwunden als er sich setzte und darüber nachdachte ob es nicht vielleicht doch besser wäre umzukehren.
Eine Bewegung die er im Augenwinkel warnahm liess ihn den Kopf ruckartig zur Seite drehen. Da war sie wieder die Schlange, nur diesmal direkt vor ihm. Mit ihren hypnotischen Augen starrte sie ihn an und er starrte, unfähig zu einer Handlung, ebenso zurück. Einem plötzlichem Geistesblitz folgend griff er hastig zur Fackel die neben ihm im Boden steckte. Und in dem Moment stiess die Schlange vor und biss ihn in den Arm. Mehr vor Schreck als vor Schmerzen liess er die Fackel fallen. Gleich darauf liess ihn die Schlange los und kroch blitzschnell fort. Während er über seine eigene Schreckhaftigkeit fluchte, die ihn zu so einer unbedachten Bewegung leitete, strich er den Ärmel zurück und schaute sich die Wunde an. Aber in dem Moment als er festellte das es sich bei dem Biss um einen mit Giftwirkung handelte, wurde es schon schumrig vor den Augen. Schnell versuchte er den Zauber zu wirken um das Gift zu neutralisieren, doch das Gift war schneller. Fast schwarz vor den Augen stürzte er nach vorn auf die Knie und als er mit dem Kopf auf den Boden aufschlug war er bereits nichtmehr bei Sinnen.
Nach einer Weile erlosch auch das Feuer neben ihm.
_________________
|