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 Betreff des Beitrags: Auf Wache in Finsterwangen
BeitragVerfasst: 11.08.02, 12:21 
Festlandbewohner
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Vor dem Tore stand der Gardist, allein, sein Hoffen und Bangen galt den Kameraden im Lager, welches nicht weit entfernt war, nicht das ihnen etwas passierte, sondern ihm, der hier vor dem Tore stand und dass wenn er um Hilfe rüfe, diese, seine Kameraden, rechtzeitig hier wären, dass einzig war es worum sich seine Gedanken drehten.
...knackte da Holz, arbeitete es nur oder machte sich auf der anderen Seite jemand daran zu schaffen, diese Ungewissheit trug ihm schwer ab, er wollte auch nicht nachsehen gehen, fest drückte er seinen Körper gegen den Baum, wie als wollte er mit ihm verschmelzen.
Das Geäst über ihn wog leicht im Wind, war es Wind oder war es der Atem, einer dieser Monster die oben auf dem Wehrgang der Mauern Finsterwangens offen flanierten?
...er zog den Kragen enger und wickelte sich in seinen Umhang ein. Ein Wolf heulte gar nicht weit von hier, sie kommen nun öfters, denn hier werden sie satt, Fleisch liegt genug rum, das von gefallenen Menschen.
Und da waren sie wieder, diese Hilferufe der Frau, von droben, der Burg, von dumpfen Stössen unterbrochen, als ob man diese Frau schlüge, diese Schreie...immer wieder mal erstarben die Schreie unter einem Glucksen, er hörte sowas einst bei einem Gefangenen, dem sein eigenes Blut in den Rachen floss, der Gardist konnte sich genau vorstellen, wie sie zugerichtet war, doch seine Vorgesetzten, die Geweihten und die Magier haben behauptet es sei nur eine Illusion...
Er schaute hoch zu dem Berg, der die Trümmer der Burg barg, hoch zu dem Wimmern und Wehklagen, was nun wieder anschwoll zu einem tausendfachen Choral.
"Morsan behüte mich, lass diese Nacht endlich vorbei sein!" sprach er wispernd vor sich her.
Und dann erhob sich eine Stimme in seinem Kopfe oder war sie neben seinem Ohr, sie war dicht, sehr dicht....
"Willst du sie sterben lassen? Haben dich die hohen Herren nicht oft belogen? Sie wird sterben wenn du ihr nicht hilfst?" so sprach die Stimme leise aber stetig.
Er begann zu weinen, schaute zwischen Tor und Lager hin und her, der Lagerfeuerschein war gut zu sehen. Und wieder erhob sich die Frauenstimme, dass ihm das Blut in den Adern gefror. Er gedachte seiner eigenen Frau, seiner eigenen Kinder, gedachte er wirklich ihrer aus freien Stücken oder wurde ihm auch dies eingegeben, er wusste es nicht mehr, er war müde und erschöpft, hin und hergerissen, dann sah er die Bilder dieser jungen Frau, in Ketten geschlagen, blutüberströmt, ihren zerschundenen Leib und Verrenkungen des Körpers, die auf natürlichen Wege niemals möglich wären.
Dann stiess er sich gebrochen mit dem Fuss vom Baum ab, ging zum Tor, vorbei an den schwach glimmenden Runen, die die Geweihten zum Banne gelegt hatten, sie glimmten nur noch, der Gardist bemerkte dies wohl, aber hatte keine Kraft mehr es zu verarbeiten...
...er sties das Tor auf, nahm seine Hellebarde und ging leicht gebeugt auf den Berg zu...
...er sah die Schatten hinter sich nicht, die sich zusammenballten, die nach ihm griffen, die nach seinem Blute lechzten...
Er erreichte den Platz in Finsterwangen, dann wurde es dunkel um ihn, aber das Schlagen ledriger Flügel, wie man es ihm berichtete, welches man höhre im Moment des Todes...

es blieb aus.

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"Es wird der Diamant an sich selbst nur erkannt.
Denken lernst du im Denken, das Wahre erkennst du am Wahren.
Liebe nur, wenn du schon liebst, nichts durch die bloße Kritik."
Ludwig Feuerbach


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11.08.02, 13:15 
Edelbürger
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....ein knacken, dann ein schleifendes Geräusch von Stahl auf Knochen erklingt als er die Klinge in den Kopf des Skelettes rammt, nur sekunden bevor die Axt des Hauptmanns die Knochen vom Schädel bis zum unterleib von hinten zersplittern lässt und das Skelett zu boden sinkt.....

Bei Bellum, das war das dritte....

....sein Blick schweift mit trübe über die vernichteten Häuser, zerstört und vernichtet war die ganze Stadt...
...eine Stimme in seinem Kopf.....was redete sie ihm ein...es gibt mächtigere als Bellum ?....NEIN....lockend war sie....ja sehr sogar....fast währe er ihr gefolgt, einen Ruck musste er sich geben bevor er begriff das es eine Falle war, doch die Stimme höhrte nicht auf, redete weiter....solange bis er draussen war...dort noch ein letztes mal....

Es war kaum noch auszuhalten....die Frau, sie rannte hinein...zu spät war es für sie, warum nur...kaum einer wusste hier was schon geschah, der Wahnsin wie er lebte, die Horden der Seelenlosen, das alles verzehrende Feuer...fast keiner begriff es wohl ...er selbst auch nur im Ansatz....

Ja die Minuten am Lagerfeuer taten gut.
Nur warum weinte der Vater ?
Stand es wirklich so schlimm ?
Es war soviel auf einmal....

....mehr taumelnd verlässt er das Lager, seine Schritte tragen ihn richtung Wald, dort unter einem Baum zusammenbrechend.....


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 Betreff des Beitrags: Der Tod eines Handelsreisenden
BeitragVerfasst: 12.08.02, 13:36 
Festlandbewohner
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Grummelnd zog der Dwarschim von Tiefenbach den Karrenweg nach Schieferbruch entlang, der eisige Wind des Astraels blies stark, eng zog er den Krage um den Hals und steckte seinen Bart in den Hosenbund, damit er nicht mehr im Wind flattert. Sein Packpferd zog er mit festem Griff und pelzbehandschuhten Händen hinter sich her. Leise fluchte er über die Langbeiner, ihr mangelndes Verständnis von Qualität, ihre unzureichenden Qalitäten als Brauer und im Allgemeinen über ihre Grösse.
Die Wolken zogen über ihn hinweg, Quellwolken bauschten sich auf zu wahren Schlössern aus Watte, es dämmerte, rotgolden schien die Sonne vom Westen her durch das Blätterwerk und leise zirpten Grillen am Wegesrand.
Der Dwarschim stampfte, die Pracht der Natur nicht beachtend, weiter des Weges. Die Hälfte des Weges hatte er nun nach Schieferbruch hinter sich gebracht und es war fast dunkel mittlerweile und würde er auf die Geräusche der Natur hören, hätte er das Verstummen der Natur bemerkt, leise war es, nur die Blätter wogten und raschelten leise im Wind.
Das glutrote Leuchten von Finsterwangen her hatte nachgelassen, aber das, was die Langbeiner da wieder trieben, war ihm völlig egal, so beachtete er auch dieses nicht.
"Komm schon" knurrte er nach hinten zum Packpferd.
Und dann erhob sich aus der Stille der Nacht, aus dem Schweigen der Natur ein Geräusch erst, was langsam summend, einer Melodie folgend, immer mehr Form und Farbe bekommend, einem Choral gleich. Erst konnte der Dwarschim dies noch erfolgreich verdrängen, doch immer eindeutiger wurde der Text, immer veständlicher, was dort rechterhand aus dem Wald klang und klagte.

Die Götter sind tot nach ihnen wird nicht mehr gesucht,
wir sind zum ewigen Leben verflucht,
es zieht uns näher zur Sonne, doch wir fürchten das Licht
wir glauben nur Lügen, verachten Verzicht.
Was wir nicht hassen, dass lieben wir nicht.
Was wir retten, geht zu Bruch!
Was wir segnen, muss verderben!
Nur unser Gift macht uns gesund!
Willst du leben, musst du sterben!

Knurrend schaute er nach rechts, trieben da irgendwelche Elfen ihren Schabernack mit ihm? Er nahm seine Axt vom Rücken und lies sie am langen rechten Arm neben seinen Körper pendeln, während er mit seiner Linken weiter das Pferd hinter sich her zog, weiter stappfte er seines Weges. Aus dem Augenwinkel beobachtete er den Wald rechterhand, auf diese Elfen wartend.
Dann knirrschten die Kiesel und der Sand unter ihm und vier Geister stiegen empor, nebulös, schimmernd, den Choral nun lauter singend und ihn anstarrend.
Wie im Reflex lies der Dwarschim die Zügel los, riss die Axt empor und umfasste den Schaft dieser auch mit der Linken und ging leicht in die Beuge.
"Was ist das für eine Langbeinerbosheit knurrte er und schaute lauernd auf die vier Geister, welche nun um ihn herum schwirrten.
Kalt wurde dem Zwerg, es fröstelte ihm wahrlich, "Arkadon steh mir bei!" rief er noch aus, da gefror sein Schweiss auf der Stirn, nicht das dies dem Dwarschim daran gehindert hätte seine Axt zu schwingen und dies vortrefflich fürwahr, doch langsam bildeten sich Eisblumen auf seiner Haut und sie frassen sich hinein in die Haut, sein Blut gierig suchend. Die Bewegungen des Dwarschim wurden immer abgehackter und ungelenkiger, die Axt schwang immer unkontrollierter.
Ein letztes Mal erklang der Choral der Geister, dann gefror der Dwarschim vollends, ein letzer abschliessender, gellender, hoher Schrei durchzuckte den Wald nahe Finsterwagen, ausgehend vom Wege zwischen Tiefenbach und Finsterwangen, es mag gut die Mitte gewesen sein,

und der Dwarschim zerstob in tausende Splitter.

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Ludwig Feuerbach


Zuletzt geändert von Donarius: 12.08.02, 14:04, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12.08.02, 14:49 
Edelbürger
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Es war einmal wieder einer dieser Tage die Bjoern hasste. Alles Holz war geklaut worden und er musste trotz der Kälte in den Wald hinaus um Holz zu fällen.
Das Beste Holz wägst halt bei Schieferbruch und deshalb machte er sich auf um dort Holz zu schlagen.
Als er an einem guten Platz ankam legte er seine Sachen ab und entfachte ein kleines Feuer. Etwas aufgewärmt und nach einer kleinen Stärkung konnte er endlich mit der Arbeit beginnen. Nun es werden wohl einige Stunden vergangen sein als etwas im Wald anfing zu rascheln, aber nicht so ein kleines nein ein grosses.
Bjoern rannte zum Feuer und nahm einen Scheit auf, und seine Waffe in die andere Hand.
Es kam näher, immer näher.
Hastig schaute sich Bjoern um, was kannn das nur sein fragte er sich immer wieder.
Dann ein Rascheln hinter sich. Hastig drehte er sich um was war es nur?
Gross wie ein Bär! Aber er hatte keine Angst vor Feuer und griff an? Was ist hier los? Es schoss ihm durch den Kopf.
Schnell frass das Feuer Stellen des Felles des Bären aber es Schmerzte ihn nicht? Die Waffe machte keinerlei Verletzungen. Schnell rannte er sehr schnell. Die Äste schlugen ihm in das Gesicht der Schmerz ja wo war der Schmerz? War er Tod?
Als er Stolperte wurde es plötzlich schwarz um ihn.

Als er die Augen öffnete beugte sich eine Gestallt über ihn, es war ein Reh. Dank dir Gea dachte er und machte sich eiligst auf nach Westerhever. Was war passiert und warum erinnere ich mich an einen Merkwürdigen Schrei?
Hat das Schreien etwas mit den Tieren zu tun?

_________________
Midas Zandor alt schrullig und niedlich, Arkanist des Grauen Pfades und Garde-Sergeante der Ersonter Garde 10 Jahre Siebenwind, und noch nicht tot! Aber nach 10 Jahren und einem Tag abgereist!


Zuletzt geändert von Midas: 12.08.02, 14:51, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Die Hexen in Finsterwangen
BeitragVerfasst: 12.08.02, 17:47 
Festlandbewohner
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Beiträge: 11
Nachdem die Hexen von den schrecklichen Ereignissen in Finsterwangen erfahren hatten, entschlossen sie sich die Lage selbst zu überprüfen. War der nahe Wald auch durch das Böse bedroht? Mussten sie sich zusammenschliessen um das Böse fern zu halten? Wie schlimm war die Lage rund um Finsterwangen denn
nun wirklich?
Beissender Brandgeruch lag in der Luft und das Atmen fiel schwer. Die verzweifelten Schreie Verwundeter und Sterbender mischten sich mit dem Wehklagen der Untoten und dem Kriegsgeschrei kämpfender Krieger, welches schon von weitem durch das dichte Grün des Waldes zu vernehmen war. Man konnte das Schreckliche vor sich nur erahnen. Kaum eine Hexe sprach ein Wort. Alle waren aufs äusserste angespannt.
Schon bald stiess man auf die ersten Untoten. Nur mit Mühe und unter Einsatz aller Möglichkeiten gelang es den Hexen sich in die Nähe von Finsterwangen durchzukämpfen. Es herrschte das absolute Chaos. Die Luft war erfüllt von schreienden Frauen, krachenden Knochen, klirrenden Klingen und dem Knistern der brennenden Stadt vor sich. Mutig kämpften sie alle Seite an Seite um ihr Leben. Kaum eine noch lebende Wache war zu sehen und an ein durchkommen zum Heereslager war nicht zu denken. Überall lagen Verletzte, Tote. So hatte es keinen Sinn sich weiter vorzuwagen. Zu stark war der Gegner. Zu gross die Armee des Schreckens. So zogen sie sich nach einiger Zeit völlig erschöpft, teilweise verwundet, blutend und vor allem schockiert, tiefer in den sichern Teil des Waldes
zurück.
In der vorerst noch sicheren Hütte zurück, machte Silberhaar den noch Anwesenden wieder einmal klar, wie wichtig der Zusammenhalt aller Hexen sei. Besonders in solch kritischen Situationen müssen die Hexen, und sie meinte damit alle Hexen zusammenhalten. Wir wurden von der Mutter dazu auserwählt den Wald vor solchen Übergriffen zu schützen. Es ist unsere Bestimmung. Die Bestimmung aller Hexen. Brüder und Schwestern ruft alle Hexen zusammen um gemeinsam das Böse zu bekämpfen welches uns und damit die Mutter bedroht


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 Betreff des Beitrags: Im Schleier der Nacht - ein Tardukai.
BeitragVerfasst: 13.08.02, 15:31 
Edelbürger
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Registriert: 14.12.01, 13:08
Beiträge: 1012
Wohnort: Vandrien
...die Nacht war bereits angebrochen und vertrieb das letzte heuchelnde Licht im Wald, von deren Baumkronen die Tropfen des letzten Regens abfielen. Es war gespenstisch still und nur das Schnauben des Pferdes und dessen Traben war zu vernehmen.
Er selbst saß aufrecht im Sattel und das Schwarz seiner Rüstung ging mit dem der Nacht über, dass seine Bewegungen nur zu erahnen waren. Die Luft um ihn herum war feucht und kalt zugleich, in welcher Vargs Atem Gestalt annahm.
Langsam trabten sie näher bis Flammen sich in den glasigen, hellbraunen Augen Vargs wiederspiegelten . Er stand nun abseits des Lagers vor Finsterwangen und ein Schmunzeln kam über seine Lippen wie er das Lager abgebrannt und die Wachen geflohen sah. Es war ein befriedigendes Gefühl, welches ihm eine innere Ruhe gab.
Sein Blick schweifte zu den Rauchschwaden auf, welche vom Dorf aus zum Himmel hin abzogen... Varg trabte Richtung Tor und sein Blick senkte sich dabei wieder... aus den Augenwinkeln vernahm er eher flüchtig die eingerissenen Palisaden, denn direkt vor dem Tor war etwas oder wer, was seine Aufmerksamkeit eher verdiente...
Eine fremde Gestallt, in einem rauchigen Weiß gekleidet und mit einer Kapuze, welche das Gesicht verbarg... wo vielleicht auch keines war.. Der Tardukai sah abwartend auf die Gestalt ab, bereit das Schwert zu ziehen und verzog keine Miene... doch plötzlich hob diese Gestalt ihre Stimme, welche rauchig zu Varg drang.

D i e Gö t t e r s i n d t o t n a c h i h n e n w i r d n i c h t m e h r g e s u c h t ,
W i r s i n d z u m e w i g e n L e b e n v e r f l u c h t ,
E s z i e h t u n s n ä h e r z u r S o n n e , d o c h w i r fü r c h t e n d a s L i c h t
W i r g l a u b e n n u r L üg e n , v e r a c h t e n V e r z i c h t .
W a s w i r n i c h t h a s s e n , d a s s l i e b e n w i r n i c h t .
W a s w i r r e t t e n , g e h t z u B r u c h !
W a s w i r s e g n e n , m u s s v e r d e r b e n !
N u r u n s e r G i f t m a c h t u n s g e s u n d !
W i l l s t d u l e b e n m u s s t d u s t e r b e n !


Varg lauschte den Worten und ehe er zornig sein Schwert ziehen konnte, zerstob die Gestalt... des Tardukais Augen funkelten auf und sahen auf die übriggebliebene Asche...

„Welch Spielereien gehen hier vor sich, auf dass man in Rätseln zu mir sprechen muss.“ ...grollte Varg.

Doch hastig sah er nun auf, denn das was er verspürte, empfand er noch nie so stark wie hier... seine Augenlider zuckten nervös, gefolgt von einem unkontrollierten Zucken seines linken Wangenmuskels.
Rasch ritt er in das Dorf hinein und stoppte auf dem großangelegten Platz... was er sah, war grausig... allerdings war es ein wunderbarer Schrecken... dieser Ort. Um ihn rings herum stapelten sich Leichen, ob verkohlt, zerrissen oder angenagt... Die Diener seines Herren, welcher der einzig wahre und gütigste ist, stapelten die Totenschädel zu „kunstvollen“ Haufen... amüsiert schnaufte Varg auf als er den Schrein Vitamas zu seiner linken in Trümmern sah... wie auch das ganze Dorf in Schutt und Asche lag.

Hastig, wie auf ein Stechen hin, blickte er wieder zum Berg auf wo einst die Burg sich über Finsterwangen erhob... der Berg strahlte eine Nähe wieder aus wie sie wohl noch nie auf Tare zu spüren... die Macht war monumental...
Mit dem Kopf in den Nacken gelegt, näherte er sich dem Berg und als er vor dem Hang Halt machte, strömten Untote, Brennende und Massen von Dämonen auf ihn zu... mit angespannter Oberlippe, dass seine Eckzähne zu sehen waren, zischte er den anrasenden Massen entgegen...

“Weichet... denn dem gleichen Herren dienen wir!“

...und machte eine verwischende Geste, als wolle er sie zu Seite schieben. Seine irregeführten „Brüder“ zerstoben und Stille kehrte heim.

„Ein Portal...?“ flüsterte er zu sich... als er zum Berg auftrabte... wo er sein Pferd stehen ließ und zu den übriggebliebenen Stufen ging.

„Bist du wirklich würdig vor dem, was kommt zu bestehen?“ flüsterte es in ihm...

Die Stimme war nicht die seinige, doch war sie vertraut... Varg war nicht fähig auszumachen, woher sie kam, er lauschte ihr einfach und folgte dem eigenen Weg.
Rasselnd zog er die Luft tief in seine Lunge ein und schritt die Stufen auf bis er inmitten des Hofsaals Barnabas stand. Bei dem Anblick des Prunkes ergrollte es in ihm erneut und er sank auf die Knie als er wieder die Nähe des Herren spürte. Er senkte demütig den Kopf zur Brust hin und hob seine Stimme an, deren Worten er einen vandrisch harten Klang verlieh:

O h m e i n H e r r , d e r d u m i r d e n W e g w e i s t , u m z u d i e n e n . . .
. . . s o i m L e b e n w i e i m T o d .
I c h b i n h i e r a l s d e i n u n t e r t ä n i g s t e r D i e n e r , u m d e i n e n W i l l e n z u
v o l l s t r e c k e n .
F ü h r e m i c h a u c h h i e r . . .
. . . a u f d a s s i c h m i c h a l s d i r w ü r d i g e r w e i s e n k a n n . . .
D e m H e r r e n , d e m e s b e s t i m m t i s t z u h e r r s c h e n u n d z u r i c h t e n .
S o - s e i - e s !

Varg fühlte sich gestärkt und erhob sich, fühlend den Tatendrang in sich und den Erfolgsdruck, der nun auf seinen Schultern lastete.

B i s t d u w i r k l c i h d a f ü r b e r e i t ?
I s t d e i n e P f l c i h t g e t a n ?
D a s s d u i h m u n t e r d i e A u g e n , d i e r i c h t e n , t r e t e n k a n n s t ?


…hämmerte die Stimme wieder in seinem Schädel, welche ihm nun als eine alte vertraute erschien...
- Erinnerungen? -
Zu sich flüsternd verließ Varg die Burg ins Freie mit den Worten...


M i r w u r d e p r o p h e z e i t , d a s s n u r d e r Z w e i f e l m i c h v e r l e t z e n k a n n w i e
k e i n a n d e r e s S c h w e r t.
H i n f o r t m i t d e m Z w e i f e l !
I c h b i n w ü r d i g u n d b e r e i t !


Im Freien überblickte der Tardukai das Dorf in Trümmern und lauschte den nachhallenden Worten aus früher, fast vergessener Zeit, welche nicht aus seinem Kopf weichen wollten.

F ü h r e u n d S i e g e !
F ü h r e n h e i ß t G e h o r s a m u n d V o r b i l d !
V e r a n t w o r t u n g u n d T a t k r a f t !
O p f e r b e r e i t s c h a f t !


Aus sich herausfahrend zog er sein Schwert und richtete es gen Himmel und fast fauchend drangen die Worte aus seinem Munde, um die Stimme in ihm zu verstummen, welche ihn in den Wahnsinn zu führen schien...


Zuletzt geändert von Varg: 13.08.02, 15:37, insgesamt 1-mal geändert.

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