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Das Pergament ist von guter Qualität, dick und feinfaserig. An den beiden Enden ist es aufgerollt. Die Schrift selbst ist sauber und leicht verschnörkelt, zumindest solange bis der Regen diese aufgeweicht hat.
Unten rechts prangt das Siegel der Wache zu Etriska.
Anders als die anderen Pergamente ist dieses deutlich tiefer aufgehangen worden, auf einer Höhe von etwa 1,25 Schritt.
Der Inhalt selbst lautet:
Seiner allerheiligsten Majestät, Hilgorad I., Rex Falandriae et Siebenwind zur Ehr.
Aufgrund des zur Zeit großen Andrangs Reisender vom Volke der Dwarshim sehe sich die königliche Wache zu Etriska genötigt, folgendes zu gemahnen: Im Einvernehmen mit der Iuribus Falandriarum und der Iuribus Siebenwind seien alle Angehörigen des Volkes der Dwarshim daran erinnert, daß sie nicht außerhalb des Ständegesetzes leben, sondern diesem vollständig und in allen Belangen unterworfen seien. Der Erlaß zur Erlaubnis des Tragens jedweden Rüstzeugs in Städten sei eine Geste unser allen Königs, mit welcher jener die Sitten und Bräuche des Volkes der Dwarshim zu respektieren ersucht. Es erhebe keinen Angehörigen des Volkes in den Stand eines Bürgers oder gar eines höheren Standes. Auch sehe sich die königliche Wache zu Etriska genötigt, auf die Sitten des Volkes der Dwarshim keinerlei Rücksicht nehmen zu können, so jenes Zugeständnis weiterhin mißbraucht wird, um auf königlichem Boden Unfrieden zu stiften. Ferner sei das Volk der Dwarshim an die Etikette in Bezug auf den standesgemäßen Umgang mit Bürgern, sowie Vertretern seiner Majestät und deren Vertretern gemahnt. Kumpelhaftes Geduze sei ebenso fehl am Platze wie das Verzichten auf jegliche Anrede. Darüberhinaus sei angemerkt, daß manche Frau sich beleidigt fühle, so man sie als Weib bezeichne. Auch das Sprechen einer fremden Sprache wird gegenüber höheren Ständen als unhöflich empfunden und kann schnell als Beleidigung mißverstanden werden. Zwar erkenne die königliche Wache zu Etriska an, daß sie durchaus Verständnis dafür hat, daß das Volk der Dwarshim seine eigenen Sitten und Gebräuche hat, die einem Galadonier oder Endophali gegenüber fremdartig erscheinen mögen, aber dennoch von Respekt geprägt sind. Auch ist die königliche Wache nicht bestrebt, jene Sitten und Gebräuche ein zu schränken. Lediglich wo diese Sitten und Gebräuche mit denen der Untertanen seiner Majestät unvereinbar seien sehe man sich genötigt, ein zu schreiten. In seinem Großmut und als Zeichen des Respektes vor den Taten, welche das Volk der Dwarshim für Land und Kron' vollbracht, erließ seine Gnaden Ilaris Anuai, königlicher Verwalter des Lehens Etriska daher folgendes: Sämtliche Verfahren wegen nicht standesgemäßem Verhalten von Seiten Angehöriger des Volkes der Dwarshim aus werden fallen gelassen. Auch habe man sich entschieden, den Erlaß seiner Majestät in Bezug auf das Rüstungstrageverbot aufrecht zu erhalten, behalte sich aber vor, hier in Einzelfällen anderweitig zu entscheiden. Dies betreffe vor allem jene Angehörigen des Volkes der Dwarshim, welche wiederholt mit dem Gesetz ihres Königs in Konflikt geraten. Fürderhin sei angemahnt, daß man weitere Übertretungen der Ständegesetze von Seiten des Volkes der Dwarshim aus nicht dulden werde. Darüberhinaus trete hiermit folgendes in Kraft: Eines der höchsten Güter des Menschen sei seine Freiheit der Bewegung, somit Strafe so man ihn dieser beraube. Fortan sei kein Zwerg, welcher aus bösem Willen oder Unachtsamkeit heraus die Ständegesetze aufs peinlichste verletze nicht mehr in den Pranger zu werfen. Vielmehr sei ihm eines seiner höchsten Güter, sein Bart, um 10 Finger zu kürzen.
Im Auftrag seiner Gnaden Ilaris Anuia, Inselvorsteher des königlichen Lehens zu Etriska *schwungvoll* Larisza Ta-Manji, Feldwebel der königlichen Wache zu Etriska
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